Worte im Dunkel – 1932 bis 1955

Hier zeige ich Beschriftungen aller Art, Zeichnungen, Malereien und Symbole aus der Zeit zwischen 1932 und 1955, die an dem Ort, an dem sie einst aufgetragen wurden, erhalten geblieben sind.

Ich finde diese Beschriftungen an Oberflächen verschiedenster Art, an Hausfassaden, Felsen, Betonfundamenten, Brauereigewölben, an Wänden in Tunnels, Kellern, Bergwerken oder Ruinen des Zweiten Weltkriegs.

Jeden Montag veröffentliche ich ein neues Bild und schreibe in kurzen Sätzen seine Geschichte dazu.

Bis Ende Juli 2020 werden die älteren Beiträge aus den Anfangstagen des Blogs inhaltlich überarbeitet, da diese etwas knapp ausgefallen sind.

1945 – Die letzten Tage des NS-Regimes in Wien

Auch am Palais Pallavacini wurde diese Markierung bei Renovierungsarbeiten entdeckt und sichtbar belassen

Die letzten Tage der NS-Herrschaft in Wien verliefen chaotisch, brutal und zahlreich an Opfern. Von 6. bis 13. April 1945 dauerte der Kampf um Wien, bis in Moskau zur Feier der Einnahme der Stadt 324 Kanonen jeweils 24 Salutschüsse abfeuerten.Die heutige Beschriftung stammt aus diesen Apriltagen, als die sowjetischen Soldaten Häuserblock für Häuserblock auf Sprengfallen […]

1944 bis 1946 – Die 42nd „Rainbow“ Infantry Division

Der Regenbogen der 42nd Rainbow Division in Salzburg

Der heutige Beitrag steht ganz im Zeichen des farbenfrohen Symbols der US-amerikanischen 42nd Infantry Division (42ID), auch genannt „Rainbow Division“. Als die Truppen dieser Einheit zu Kriegsende österreichisches Gebiet betraten, hinterließen sie an einigen Stellen ihr Abzeichen, den Regenbogen. Noch heute sind diese Malereien zu sehen, auch weil sie von Zeit zu Zeit mit frischer […]

1938 bis 1945 – Das Edelweiß am Fensterladen

Die Fensterläden der "Führerbaracke"

Mit 1. Oktober 1938 wurde die Reichsarbeitsdienstpflicht für Männer in Österreich eingeführt. Der Reichsarbeitsdienst (RAD) trat an die Stelle des Freiwilligen Österreichischen Arbeitsdienstes und dauerte sechs Monate. Sinn des RAD war es, junge Menschen zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr im nationalsozialistischen Sinne zu erziehen. Durch strenge Regeln, straffe Einteilung sowohl der Arbeits- als auch […]

1934/1938 – Im Zeichen des Terrors

Bergfried mit dem Hakenkreuz, das bis 2019 zu sehen war.

Im Mai 1918 wurde der Grundstein der ersten nationalsozialistischen Partei in Österreich gelegt. Damals wurde die 1904 im heute tschechischen Ústí nad Labem (damals Aussig, cisleithanische Reichshälfte Österreich-Ungarns) gegründete Deutsche Arbeiterpartei (DAP) umbenannt – ihr neuer Name lautete Deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei (DNSAP). Diese Partei hatte nichts mit der deutschen NSDAP unter Adolf Hitler zu tun, […]

1943 bis 1945 – Feind hört mit!

Aushang zur Verschwiegenheit, denn der "Feind hört mit!"

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung zu jenem von letzter Woche, der sich der Parole „Pst! Feind hört mit!“ gewidmet hat. Heute zeige ich ein spannendes Plakat, das die Bevölkerung im Luftschutzkeller davor gewarnt hat, sich durch unbedachtes Plaudern oder vermeintliche Fachgespräche unter Schutzsuchenden im schlimmsten Falle des Landesverrats schuldig zu machen. Es ist sozusagen die […]

1943 bis 1945 – Pst!

Der Hinweis "Pst" an der Mauer eines Luftschutzkellers

Liest man Erzählungen und Zeitzeugenberichte des Zweiten Weltkriegs, so trifft man immer wieder auf den Begriff „Pst!“ oder die Parole „Pst, Feind hört mit!“. Doch worum ging es dabei? Wollten die Behörden so für Ruhe im Luftschutzraum sorgen? Von welchem Feind war hier die Rede? Und warum dachten die Behörden, selbst das „kleine Volk“ müsste […]

1932 – Die wirre Welt der Ludendorffs

Leitartikel "Mitten in der Revolution 1932/33"

Im heutigen Artikel beschäftige ich mich mit einer für meinen Blog untypischen schriftlichen Hinterlassenschaft. Es handelt sich dieses mal nämlich nicht um eine Beschriftung an einer Mauer oder eine Einritzung an einem Ziegel, sondern um eine Zeitung. Vor einigen Jahren besuchte ich einen Keller, in dem auf einem Stoß Ziegelsteine einige Ausgaben einer Zeitung aus […]

1945 – Der Krieg ist aus!

Nach weiterer Bearbeitung sind auch die unteren Zeilen gut lesbar

Als Schlusspunkt der zahlreichen Artikel und Beiträge, mittels derer die Zeitungen in den letzten Tagen des 75-jährigen Kriegsende-Jubiläums gedachten, zitiere ich heute zum überwiegenden Teil des Artikels die Staats- und Regierungschefs, die am 8. und 9. Mai 1945 die Bevölkerung in Großbritannien, Frankreich, der Sowjetunion und den USA in Ansprachen vom Sieg über Nazi-Deutschland informierten. […]

1945 – Termine della prigionia del IMI

Beschriftung in einem Luftschutzstollen: "5. maggio 1945 Termine Della Prigionia del IMI"

Das Deutsche Reich und Italien bildeten im Zweiten Weltkrieg die Achsenmächte, die den Kontinent in einen West- und einen Ostteil trennten. Der Ausdruck „Achse Berlin-Rom“ fand das erste Mal am 1. November 1936 durch Benito Mussolini Erwähnung*, nachdem er und Adolf Hitler am 25. Oktober Freundschaftsverträge unterzeichnet hatten. Noch im gleichen Jahr kämpften deutsche und […]

1944/1945 – Jakow Kolganow

Yakow Kolganow ritzte seinen Namen in die nassen Fugen zwischen den Steinen

Das Resultat der spannenden Geschichte, die ich in diesem Beitrag erzähle, freut mich ganz besonders. Im Zuge der Erkundung eines Stollens erschienen im Licht der Taschenlampe Schriftzeichen, die aufgrund ihrer kyrillischen Schreibweise für mich nicht zu interpretieren waren. Erst nach der Entzifferung und Übersetzung stand fest, dass es sich dabei um einen Namen handelte. So […]

1944/1945 – Die Parolen im Objekt X des ehemaligen Konzentrationslagers Melk

Arbeit macht frei

Am 23. Juni 2020 wurde dieser Beitrag mit kleinen Ergänzungen überarbeitet. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den schriftlichen Hinterlassenschaften, die noch heute im oberen Stockwerk des Objekts X in der Birago-Kaserne der Melker Pioniere zu finden sind. Dabei handelt es sich einerseits um Inschriften des Zeitraums 1944/1945, als hier Unterkunftsräume des Konzentrationslagers Melk eingerichtet waren, […]

1941 – Großkampf gegen die Ratten von Wien

Der Totenkopf symbolisierte die Gefährlichkeit der ausgelegten Rattengifte

Zwischen 23. und 26. März 1941 gingen die Wiener Behörden im großen Stil gegen die Rattenplage vor. Dazu formierten sich die behördlich konzessionierten Schädlingsbekämpfer[1] in einer eigens eingerichteten Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Arbeitsfront (DAF) unter dem Vorsitz des Leiters Franz Prasch und des Gaufachschaftswalters Rudolf Gebisch. Hauseigentümer und -verwalter sowie Grundstückseigentümer waren verpflichtet, sich an den […]

1941 bis 1945 – Die Schiene im Berg

Auf knapp 3000 Metern Seehöhe ragt diese Krupp-Schiene aus dem Boden

Es war ein unerwarteter Anblick, der sich mir 2016 bot, als ich zu den Fundamenten einer Materialseilbahnstation in knapp 2400 Metern Seehöhe aufbrach, die seit Kriegsende ungenutzt ihr Dasein im rauen Klima der Berge fristete. Auf 2100 Metern ragte plötzlich eine rostige Schiene hochkant aus der dürren Grasnarbe. Ich hatte Glück – trotzdem das Schienenstück, […]

1945 bis 1955 – Die „United States Forces in Austria“ und der Geheimdienst

Aufschrift in der Garage des Stadtpolizeikommandos Salzburg: "USFA Special Services Motor Pool Office"

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich bedingungslos, womit der Zweite Weltkrieg in Europa endete. Zu diesem Zeitpunkt herrschte großes Chaos in Mitteleuropa – Einheiten alliierter und deutscher Streitkräfte, Zivilisten, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene befanden sich an Orten, oft hunderte oder tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt. Auch das US-amerikanische Heer war in diesen […]

1941 bis 1945 – Infektiöse müss(t)en draußen bleiben

Aufschrift über dem Abgang in einen Bunker: "Personen mit ansteckender Krankheit ist der Eintritt bei Strafe verboten!"

Diesen Beitrag habe ich anlässlich der derzeitigen Ereignisse und Maßnahmen rund um das Corona-Virus verfasst. Ich beschäftige mich darin mit den hygienischen und gesundheitlichen Aspekten sowie den Maßnahmen gegen die Ausbreitung ansteckender Krankheiten in den Luftschutzbunkern des Zweiten Weltkriegs, die ab 1941 in vielen Parks und unter freien Flächen erbaut worden waren. Dicht gedrängt standen […]

1924 bis 1934 – Angeschossen und ermordet

Erinnerungstagel an Engelbert Dollfuß

Im heutigen Beitrag widme ich mich einer Phase der österreichischen Geschichte, die im Vergleich zu heute ungeheuer gewalttätig war: der Ersten Republik und dem austrofaschistischen Ständestaat. Die Probleme, die Österreich nach dem Ersten Weltkrieg bewältigen musste, verlangten den Politikern alles ab, sorgten in der Bevölkerung für Frust und Ausweglosigkeit und boten dadurch extremen Sichtweisen einen […]

1940 bis 1945 – Frische Luft im Luftschutzbunker

Filteranlage mit dem Hinweis, bei Gasgefahr die Filtersätze einzubauen

Der heutige Beitrag beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Foto, dessen Geschichte ich erzähle, sondern zeigt mit Hilfe vieler Fotos wie die Luft im Luftschutzbunker ausgetauscht und gegebenenfalls gefiltert wurde. Die in den Bildern gezeigte technische Ausstattung der Bunker stammt von der Firma „Drägerwerk Lübeck“. Ein wichtiger Aspekt beeinflusste die Ausstattung der Maschinenräume: die Gassicherheit. […]

1944 – Wohin fliegen die Bomber?

Der 100-Kilometer-Radius um Wien

Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2020 mit zwei Zitaten ergänzt. Heute zeige ich eine schriftliche Hinterlassenschaft von 1944, die nicht ganz dem mir selbst auferlegten Schema entspricht. In diesem Beitrag beschäftige ich mich nämlich nicht mit einer Beschriftung an einer Wand, einem Ziegel oder einem Fundament, sondern mit einer auf den ersten Blick eigentümlich […]

1940/1941 – Die kurze Geschichte der Tiefbunker

Im phosphoreszierenden Leuchtstreifen wurde die Anweisung "Rauchverbot" ausgespart, sodass sich das Wort gut gegen den leuchtenden Hintergrund abhebt.

Im Herbst 1940 befahl Adolf Hitler die Errichtung von Luftschutzanlagen, um die Zivilbevölkerung vor Luftangriffen zu schützen. Zu diesem Zeitpunkt tobte zwischen Deutschland und England eine etwa einjährige Luftschlacht, deren Anfänge bereits im Mai 1940 zu suchen sind. Damals griffen englische Flieger Verkehrs- und Industrieanlagen in Nordwestdeutschland an, was deutsche Gegenangriffe auf englische Städte wie […]

1945 bis 2020 – Sirenenseelen

Bild mit dem im Beitrag besprochenen Text.

Auf die Stunde genau vor 75 Jahren – am 1. Februar 1945 – heulten um 11:45 Uhr in Wien die Sirenen und kündigten einen bevorstehenden Luftangriff an. Hunderttausende Menschen schnappten sich den ständig bereitstehenden Koffer mit Dokumenten, nützlichen Utensilien und persönlichen Habseligkeiten und eilten so schnell wie möglich in die Luftschutzkeller oder Bunkeranlagen. Der Kuckucksruf […]

1943 – Symbole im Fels und das Ahnenerbe

1943 ritzte ein Unbekannter diese Zeichen, Zahlen und Symbole in den Fels

Kurze Geschichte zur NS-Zeit im Salzkammergut Seit 1924 war die NSDAP bereits im Salzkammergut aktiv, wo sie in den Gemeinderäten fast aller Ortschaften in unterschiedlicher Stärke vertreten war. Schon damals übte die Partei oft in Zusammenwirken mit der paramilitärisch organisierten und ebenfalls antisemitischen Heimwehr Einfluss darauf aus, wie mit jüdischen Mitbürgern umgegangen wurde. Der Gipfel […]

1943 bis 1945 – Die Untertageverlagerung „Zement“

Stollen 5 mit der segmentweisen Nummerierung

Als die Kriegsindustrie in Österreich ab der zweiten Jahreshälfte 1943 in die Reichweite der alliierten Bomberverbände geriet, machte man sich mit Hochdruck daran, die Produktion kriegswichtiger Güter an nicht gefährdete Orte zu verlagern. Den Anfang machten die Wiener Neustädter Flugzeugwerke, die am 13. August 1943 angegriffen worden waren. Die ersten Verlagerungen fanden in leerstehende Fabriken […]

1945 – Eine Parole aus dem Bombenkrieg

Parole an einer Bunkerfassade, mittels Photoshop besser sichtbar gemacht: "Trotz Terror: Kampf bis zum Sieg"

Als das Deutsche Reich General Franco im Spanischen Bürgerkrieg unterstützte, beschloss die Luftwaffe, an einigen der Kriegsschauplätze Erfahrungen mit Bombardements auf Ortschaften zu sammeln. Schon damals – im März und April 1937 – bombardierten die Legion Condor und italienische Einheiten unter deutscher Führung die Orte Durango und Guernica mit hunderten zivilen Todesopfern. Mit diesen frühen […]

1944/1945 – Das Luftschutzraumnetz Innere Stadt

Wegweiser des Luftschutzraumnetzes Innere Stadt

Obwohl die Planungen zu einem umfassenden Schutzkonzept für die Wiener Zivilbevölkerung bereits zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aufgenommen wurden, dauerte es bis zum tatsächlichen Start der baulichen Maßnahmen bis 1944. Die strategischen Luftangriffe erfassten nun auch Österreich, das bis dahin scherzhaft als „Reichsluftschutzkeller“ galt. Die Bautätigkeit, die sich im Rahmen des Führer-Sofortprogramms zur Errichtung flächendeckender […]

1935 – Dollfuß und die Kirche

Deckenfresko von 1935 – Herrscher und Völker der ganzen Welt huldigen dem gekreuzigten Jesus Christus, der eine goldene Krone trägt.

Das heutige Bild zeigt ein Motiv aus der kurzen Phase des austrofaschistischen Ständestaats, dessen Grundstein durch Engelbert Dollfuß im März 1933 gesetzt wurde. Möglicherweise war seine Intention, auf diese Weise dem Nationalsozialismus in Österreich das Wasser abzugraben, berechtigt. De facto war jedoch der Volkswille ausgeschaltet – eine Diktatur kam einer Diktatur zuvor. Dollfuß regierte nach […]

1949 – Erinnerung des Anrather Kreises

Gedenktafel des Anrather Kreises für verstorbene und hingerichtete Widerstandskämpfer

Weihnachten 1949, vor genau 70 Jahren, widmeten ehemalige Angehörige des österreichischen Widerstands im Kreuzgang der Alserkirche eine Tafel zum Gedenken an hingerichtete und in der Haft verstorbene Widerstandskämpfer.Sie erinnerten damit an jene Männer, die ihr Leben für die Freiheit Österreichs gaben, nachdem sie von Spitzeln verraten, von der Gestapo verhaftet und von der nationalsozialistischen Justiz […]

1940 bis 1945 – Die „Glücklichkeit“ im Luftschutzkeller

Plakat am Eingang zu einem Luftschutzkeller

Als in Österreich mit Herbst 1943 die strategischen Luftangriffe einsetzten, trafen sie die Zivilbevölkerung zwar unerwartet, aber nicht unvorbereitet. 1935 war bereits der Österreichische Luftschutzbund (ÖLB) gegründet worden, der Verhaltensregeln und Maßnahmen im Luftschutzkeller definierte.1938 wurde der ÖLB vom deutschen Reichsluftschutzbund (RLB) übernommen, der dessen Arbeit nahtlos fortsetzte. Zuständig für Angelegenheiten des Luftschutzes war der […]

1941 – Italienische Arbeiter

Eine von italienischen Arbeitern gefertigte Tafel

Im Jahr 1941 war die Welt aus Sicht der Achsenmächte noch in Ordnung. Deutschland war siegreich an allen Fronten, die politische und wirtschaftliche Koexistenz mit Italien war auf den dazugehörigen Vertragspapieren als fruchtbar zu bezeichnen. Schönheitsfehler, wie die ungeplante militärische Beihilfe Deutschlands infolge des peinlichen Desasters Italiens beim Versuch Griechenland zu überfallen, trübten das Bild […]

1944 – Nikola Dobanovič

Der Name des serbischen Zwangsarbeiters Nikola Dobanovic, im nassen Beton einer Startbahn verewigt

Zwangsarbeiter aus allen Ländern, die das Dritte Reich überfallen oder in einen Krieg verwickelt hat, mussten in Österreich an verschiedensten Projekten des deutschen Militärs oder der Rüstungsproduktion arbeiten. Dazu zählten nach dem Balkanfeldzug im Frühling 1941 auch die Länder des ehemaligen Jugoslawien. So befanden sich Ende September 1944 etwa 33.000 Jugoslawen auf österreichischem Gebiet, darunter […]

1940 bis 1945 – Luftschutz in Wien

Luftschutzmerkblatt und Kreidebeschriftung an einer Kellertür

Ende August, Anfang September 1940 machten die Einwohner Berlins ihre ersten Erfahrungen mit dem Luftkrieg. Als Antwort auf die deutschen Luftangriffe gegen England und speziell auf die gegen London geflogenen Attacken, entschlossen sich die Briten zur Vergeltung. Obwohl es sich dabei noch nicht um große Flächenbombardements handelte, die ab 1943 von der Royal Air Force […]

1945 bis 1955 – Der unsichtbare Appell

Dasselbe Bild wie oben – die wichtigsten Worte, um den Text interpretieren zu können, sind nun erkennbar.

Diesen Blogeintrag habe ich am 17. November 2019 dank neuer Informationen korrigiert und am 19. Februar 2020 inhaltlich erweitert. Am 3. Mai 2020 habe ich die bisherige Übersetzung des russischen Textes in deutsche Sprache durch eine bessere Version ersetzt. Am 29. April 1945 verlautbarte das Zentralkomitee (ZK) der „Kommunistischen Allunionspartei (Bolschewiki)“, kurz WKP(b)*, einen Appell […]

1943 – Ein französisches Zitat

Kommunistische Parole eines Zwangsarbeiters

Nach dem Blitzkrieg gegen Frankreich im Frühjahr 1940 waren etwa 1,5 Millionen Franzosen in Kriegsgefangenschaft gegangen. Diese wurden zwar teilweise zur Zwangsarbeit herangezogen, doch die deutsche Wirtschaft verlangte nach mehr. Anfangs versuchten die deutschen Besatzer über die Organisation „Relève“ – auf deutsch: Ablöse, Ersatz, Nachwuchs – Arbeiter auf freiwilliger Basis anzuwerben. Im Gegenzug sollten französische […]

1943 bis 1945 – Mutter und Kind

Wegweiser in einem Flakturm für Mutter und Kind

Dieser Artikel wurde am 18. Juni 2020 überarbeitet. Zwischen Dezember 1942 und Oktober 1943 wurde das erste Flakturmpaar in Wien erbaut. Diese Bauwerke dienten nicht nur dem aktiven Luftschutz durch Fliegerabwehrkanonen (Flak), sondern auch dem passiven Luftschutz in Form von Luftschutzräumen für die Bevölkerung. Tausende Menschen drängten sich an dem für sie vorgesehenen Eingang, während […]

1938 – Ein Hakenkreuz in ländlicher Idylle

Ein Hakenkreuz und das Datum "Juni 1938"

Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2020 überarbeitet. Nicht erst seit 1938 diente das Hakenkreuz in Österreich als politisches Symbol. Nach dem „Anschluss“ überflutete es jedoch das Land auf Plakaten, Abwurfzetteln, Fahnen, Flaggen und in vielen anderen Formen. Auch auf Bauwerken, die für eine längere Benutzung konzipiert waren, brachte man das Parteisymbol der NSDAP an. […]

1945 – За Родину

Parole sowjetischer Truppen "Sa Rodinu" 1945

Dieser Artikel wurde am 16. Juni 2020 überarbeitet. Die Parole „За Родину!“ („Za Rodinu!“) bedeutet „Für die Heimat!“ und trat meist mit dem Zusatz „за Сталина!“ („za Stalina“) auf – „Für Stalin!“. Sie begleitete die sowjetischen Truppen quasi allgegenwärtig bei ihrem Kampf gegen das Dritte Reich. Russische Soldaten beschrifteten ihre Züge, Lastwägen, Panzerrohre und – […]

1945 – Sisto Merisi

Name eines Italienischen Militärinternierten Sisto Merisi

Dieser Artikel wurde am 18. Juni 2020 überarbeitet. Die Wiener Flaktürme blieben nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig erhalten. Warum und nach welchen Vorbildern sie erbaut wurden, beleuchtet dieser Beitrag und geht anschließend auf die Menschen ein, die ihn errichten mussten. Die im Beitrag gezeigte Beschriftung stammt von einem Italiener, der in den letzten Kriegsjahren in […]

1936 – Ein Kruckenkreuz überstand den Krieg

Das gleiche Bild wie oben – durch digitale Bildbearbeitung konnte ich das Kruckenkreuz und die Jahreszahl besser zu erkennen

Dieser Beitrag wurde am 11. Juni 2020 überarbeitet. Das Kruckenkreuz war das Symbol der „Vaterländischen Front“, der Einheitspartei in Dollfuß‘ Ständestaat. Obwohl seit dem Ende des austrofaschistischen Ständestaats mittlerweile 82 Jahre vergangen sind, findet sich an einer Mauer in Wien noch eines jener Zeichen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Geschichte des Kruckenkreuzes und warum […]