Kategorie: Graffiti Zwangsarbeiter

1942 bis 1945 – Heimweh nach der Krim

Graffito des Wortes Krim in einer Luftschutzanlage

Zwischen Herbst 1941 und Sommer 1942 tobte die Schlacht um die Krim. Deutsche und rumänische Einheiten standen der Roten Armee gegenüber, die sich bis zuletzt in Sewastopol hielt und zähen Widerstand leistete. Der militärische Aspekt war für Deutschland aber nicht der einzige, der zählte. Ebenso war es wichtig, Arbeiter_innen anzuwerben – erst freiwillig, dann zwangsweise. […]

1941 bis 1945 – Die Seilbahn zum Bergwerk

Russische Kriegsgefangen arbeiteten zwischen 1942 und 1944 an der Errichtung der Seilbahn

Zeugnisse der Zwangsarbeit sind noch heute zu entdecken – sogar dort, wo man sie ohne Vorkenntnisse gar nicht vermuten würde: mitten in den Bergen. In einem beschaulichen Tal in Tirol, an dessen Ende der Fußstein auf eine Höhe von 3380 Metern hinaufragt, findet sich ein solches Zeugnis. Zwangsarbeiter haben hier zwischen 1942 und 1945 an […]

1943 bis 1945 – Gott wird uns retten

Dio ci salvera

Dieser Beitrag wurde am 10. Juli 2020 mit einem Nachtrag ergänzt. Wie bereits in einem älteren Beitrag beschrieben, gingen im Herbst 1943 etwa 600.000 italienische Soldaten, die nicht länger an der Seite Deutschlands den Krieg fortsetzen wollten, in deutsche Gefangenschaft. Der Status als Kriegsgefangene wurde ihnen aberkannt, da sie für die NS-Machthaber als abtrünnige Angehörige […]

1945 – Termine della prigionia del IMI

Beschriftung in einem Luftschutzstollen: "5. maggio 1945 Termine Della Prigionia del IMI"

Das Deutsche Reich und Italien bildeten im Zweiten Weltkrieg die Achsenmächte, die den Kontinent in einen West- und einen Ostteil trennten. Der Ausdruck „Achse Berlin-Rom“ fand das erste Mal am 1. November 1936 durch Benito Mussolini Erwähnung1, nachdem er und Adolf Hitler am 25. Oktober Freundschaftsverträge unterzeichnet hatten. Noch im gleichen Jahr kämpften deutsche und […]

1944/1945 – Jakow Kolganow

Yakow Kolganow ritzte seinen Namen in die nassen Fugen zwischen den Steinen

Dieser Artikel wurde am 10. Juli 2020 mit Informationen zum Doppellagersystem Mauthausen-Gusen ergänzt. Das Resultat der spannenden Geschichte, die ich in diesem Beitrag erzähle, freut mich ganz besonders. Im Zuge der Erkundung eines Stollens erschienen im Licht der Taschenlampe Schriftzeichen, die aufgrund ihrer kyrillischen Schreibweise für mich nicht zu interpretieren waren. Erst nach der Entzifferung […]

1944 – Namen auf der Startbahn

Der Name des serbischen Zwangsarbeiters Nikola Dobanovic, im nassen Beton einer Startbahn verewigt

Dieser Artikel wurde am 20. Juli 2020 überarbeitet. Zwangsarbeiter aus allen Ländern, die das Dritte Reich überfallen oder in einen Krieg verwickelt hat, mussten in Österreich an verschiedensten Projekten des deutschen Militärs, der Rüstungsproduktion oder in der Bau- und Landwirtschaft arbeiten. Dazu zählten nach dem Balkanfeldzug im Frühling 1941 auch die Länder des ehemaligen Jugoslawien. […]

1943 – Die Wand der Philosophen

Kommunistische Parole eines Zwangsarbeiters

Dieser Artikel wurde am 14. Juli 2020 überarbeitet. Nach dem Blitzkrieg gegen Frankreich im Frühjahr 1940 waren etwa 1,85 Millionen Franzosen in Kriegsgefangenschaft gegangen. Das Resultat der neuen Verwaltungseinteilung nach diesem Feldzug bestand in der Aufteilung des französischen Staatsgebietes. Der größte Teil im Norden und Westen befand sich unter deutscher Besetzung, die Mitte und der […]

1945 – Sisto Merisi

Name eines Italienischen Militärinternierten Sisto Merisi

Dieser Artikel wurde am 18. Juni 2020 überarbeitet. Die Wiener Flaktürme blieben nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig erhalten. Warum und nach welchen Vorbildern sie erbaut wurden, beleuchtet dieser Beitrag und geht anschließend auf die Menschen ein, die ihn errichten mussten. Die im Beitrag gezeigte Beschriftung stammt von einem Italiener, der in den letzten Kriegsjahren in […]