Kategorie: 1932–1938

1932 – Die wirre Welt der Ludendorffs

Leitartikel "Mitten in der Revolution 1932/33"

Im heutigen Artikel beschäftige ich mich mit einer für meinen Blog untypischen schriftlichen Hinterlassenschaft. Es handelt sich dieses mal nämlich nicht um eine Beschriftung an einer Mauer oder eine Einritzung an einem Ziegel, sondern um eine Zeitung. Vor einigen Jahren besuchte ich einen Keller, in dem auf einem Stoß Ziegelsteine einige Ausgaben einer Zeitung aus […]

1924 bis 1934 – Angeschossen und ermordet

Erinnerungstagel an Engelbert Dollfuß

Im heutigen Beitrag widme ich mich einer Phase der österreichischen Geschichte, die im Vergleich zu heute ungeheuer gewalttätig war: der Ersten Republik und dem austrofaschistischen Ständestaat. Die Probleme, die Österreich nach dem Ersten Weltkrieg bewältigen musste, verlangten den Politikern alles ab, sorgten in der Bevölkerung für Frust und Ausweglosigkeit und boten dadurch extremen Sichtweisen einen […]

1935 – Dollfuß und die Kirche

Deckenfresko von 1935 – Herrscher und Völker der ganzen Welt huldigen dem gekreuzigten Jesus Christus, der eine goldene Krone trägt.

Das heutige Bild zeigt ein Motiv aus der kurzen Phase des austrofaschistischen Ständestaats, dessen Grundstein durch Engelbert Dollfuß im März 1933 gesetzt wurde. Möglicherweise war seine Intention, auf diese Weise dem Nationalsozialismus in Österreich das Wasser abzugraben, berechtigt. De facto war jedoch der Volkswille ausgeschaltet – eine Diktatur kam einer Diktatur zuvor. Dollfuß regierte nach […]

1936 – Ein Kruckenkreuz überstand den Krieg

Kruckenkreuz 1936

Das Kruckenkreuz war das Symbol der „Vaterländischen Front“, der Einheitspartei in Dollfuß‘ Ständestaat. Als 1938 der Nationalsozialismus in Österreich unheilvollen Einzug hielt, wurden so gut wie alle Hinweise auf den Ständestaat entfernt. Hauptsächlich war es die jüdische Bevölkerung, die in sogenannten „Reibepartien“ die Parolen entfernen musste – meist unter dem Gejohle der selbstgefälligen neuen „Herrenrasse“. […]