{"id":8480,"date":"2020-07-06T23:20:49","date_gmt":"2020-07-06T21:20:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=8480"},"modified":"2021-02-22T21:58:35","modified_gmt":"2021-02-22T20:58:35","slug":"1943-bis-1945-gott-wird-uns-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=8480","title":{"rendered":"1943 bis 1945 \u2013 Gott wird uns retten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Dieser Beitrag wurde am 10. Juli 2020 mit einem Nachtrag erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Wie bereits <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=6531\">in einem \u00e4lteren Beitrag beschrieben<\/a>, gingen im Herbst 1943 etwa 600.000 italienische Soldaten, die nicht l\u00e4nger an der Seite Deutschlands den Krieg fortsetzen wollten, in deutsche Gefangenschaft. Der Status als Kriegsgefangene wurde ihnen aberkannt, da sie f\u00fcr die NS-Machthaber als abtr\u00fcnnige Angeh\u00f6rige eines ehemals verb\u00fcndeten Partners galten und Italien und Deutschland sich zum Zeitpunkt der Internierung nicht im Krieg gegeneinander befanden. Aus diesem Grunde durfte auch in ihrer offiziellen Bezeichnung der Begriff \u201eKriegsgefangene\u201c nicht vorkommen, was zu dem Ausdruck \u201eItalienische Milit\u00e4rinternierte\u201c (IMI) f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand einer ber\u00fchrenden Botschaft im Beton eines Luftschutzbauwerks beschreibe ich die Ma\u00dfnahmen, die ergriffen wurden, um diesen Soldaten, die von den Deutschen als Verr\u00e4ter verunglimpft und in der Hierarchie der H\u00e4ftlinge und <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=1343#zwangsarbeit\">Zwangsarbeiter<\/a> \u00e4hnlich schlecht wie russische Kriegsgefangene gestellt waren, seelische Betreuung und F\u00fcrsorge zu geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Die ersten Monate der IMI<\/h3>\n\n\n\n<p><br>F\u00fcr die Betreuung der IMI war die neu errichtete Sozialrepublik Italien unter Benito Mussolini verantwortlich, da das offizielle Italien Deutschland im Oktober 1943 den Krieg erkl\u00e4rt hatte. Als in der Gunst Deutschlands gesunkenes B\u00fcndnisanh\u00e4ngsel hatte Mussolinis Sozialrepublik allerdings nicht die Macht, viel f\u00fcr die IMI zu tun. Andere Institutionen, die sich theoretisch f\u00fcr sie einsetzen konnten, waren das \u201eInternationale Komitee vom Roten Kreuz\u201c (IKRK) und die Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch vor allem in den Monaten bis in die erste Jahresh\u00e4lfte 1944 hinein konnten weder Sozialrepublik noch IKRK oder Kirche viel ausrichten. Da die IMI nicht wie Kriegsgefangene dem Regulativ der Genfer Konvention \u2013 siehe Zitat unterhalb \u2013 unterlagen, hatte auch das IKRK als neutrale Schutzmacht des \u201eAbkommens \u00fcber die Behandlung von Kriegsgefangenen\u201c von 1929 keine Handhabe. Es musste sich auf die \u00dcbermittlung von Nachrichten der IMI an Verwandte in S\u00fcditalien beschr\u00e4nken. Sie war also nur f\u00fcr Nachrichten an die Angeh\u00f6rigen zust\u00e4ndig, die im offiziellen Italien lebten, nicht aber f\u00fcr jene, die in Mussolinis Sozialrepublik lebten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">\u201e<strong>Artikel&nbsp;2.<\/strong> Die Kriegsgefangenen unterstehen der Gewalt der feindlichen Macht, aber nicht der Gewalt der Personen oder Truppenteile, die sie gefangengenommen haben.<br>Sie m\u00fcssen jederzeit mit Menschlichkeit behandelt und insbesondere gegen Gewaltt\u00e4tigkeiten, Beleidigungen und \u00f6ffentliche Neugier gesch\u00fctzt werden.<br>Vergeltungsma\u00dfnahmen an ihnen auszu\u00fcben ist verboten.<br><br><strong>Artikel&nbsp;3.<\/strong> Die Kriegsgefangenen haben Anspruch auf Achtung ihrer Person und ihrer Ehre. Frauen sind mit aller ihrem Geschlecht geschuldeten R\u00fccksicht zu behandeln.<br>Die Gefangenen behalten ihre volle b\u00fcrgerliche Rechtsf\u00e4higkeit.<br><br><strong>Artikel&nbsp;4.<\/strong> Der Staat, in dessen Gewalt sich die Kriegsgefangenen befinden (Gewahrsamsstaat), ist verpflichtet, f\u00fcr ihren Unterhalt zu sorgen.<br>Unterschiede in der Behandlung der Kriegsgefangenen sind nur insoweit zul\u00e4ssig, als es sich um Verg\u00fcnstigungen handelt, die auf dem milit\u00e4rischen Dienstgrad, dem k\u00f6rperlichen oder seelischen Gesundheitszustand, der beruflichen Eignung oder dem Geschlecht beruhen.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Das letzte Wort bez\u00fcglich der Betreuung der IMI sprach ohnehin das Deutsche Reich und diesem lag nicht viel am Wohlergehen der Italiener. Erst als sich die materielle Versorgung der Milit\u00e4rinternierten in der ersten Jahresh\u00e4lfte 1944 immer schwieriger gestaltete, \u00f6ffnete man sich f\u00fcr die Hilfe durch neutrale Dritte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Betreuung durch die katholische Kirche<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Schon im Oktober 1943, also kurz nach Anlauf der Internierungen, trat der apostolische Nuntius in Berlin Monsignore Cesare Orsenigo in Kontakt mit der deutschen F\u00fchrung und bat um zwei Dinge:<br>Einerseits beabsichtigte er \u2013 vor allem auch in Hinsicht auf das nahende Weihnachtsfest \u2013 Gottesdienste und seelischen Beistand f\u00fcr die IMI zu organisieren und andererseits wollte er Nachrichten der Milit\u00e4rinternierten an ihre Verwandten \u00fcberbringen d\u00fcrfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Mitte Oktober bot er weiters an, Geistliche f\u00fcr die Betreuung der IMI zur Verf\u00fcgung zu stellen, was jedoch deutscherseits mit dem Hinweis auf ausreichend viele Seelsorger der Wehrmacht abgelehnt wurde. Erlaubt wurde dem Nuntius, selbst Gottesdienste in den Lagern abzuhalten. Ende Oktober erreichte Orsenigo die entscheidende Antwort Hitlers, der die Gottesdienste, geistliche Betreuung und gelegentliche Sachhilfeleistungen erlaubte, die Nachrichten\u00fcbermittlung an Verwandte jedoch nicht, denn diese w\u00e4ren Sache deutscher Dienststellen und f\u00fcr Angeh\u00f6rige in S\u00fcditalien \u00fcbern\u00e4hme ohnehin das IKRK diese Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der bereits Ende Oktober 1943 erhaltenen Zusage, Gottesdienste f\u00fcr die IMI abhalten zu d\u00fcrfen, musste Orsenigo bis Februar 1944 warten, ehe er erstmals Milit\u00e4rinternierte in einem Lager in K\u00fcstrin besuchen durfte. Der Zuspruch der gefangenen Italiener an den geistlichen Besuch war gro\u00df: Als er im Juni das Offizierslager (Oflag) 83 in Wietzendorf besuchte, spendete er \u00fcber 2.000 von 2.500 internierten Offizieren und deren Ordonnanzen die Heilige Kommunion.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Der \u201eServizio Assistenza Internati\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Im J\u00e4nner 1944 wurde seitens der Sozialrepublik Italien der \u201eServizio Assistenza Internati\u201c (SAI) unter der Leitung des Majors Marcello Vaccari gegr\u00fcndet, haupts\u00e4chlich um die Verbindung zwischen den IMI und ihren Angeh\u00f6rigen in Italien aufrechtzuerhalten und sie nicht nur auf geistiger, sondern auch auf materieller Ebene durch die Sammlung von Kleidung, Nahrungsmitteln und Medikamenten zu unterst\u00fctzen. Der Sitz des SAI befand sich in der italienischen Botschaft in Berlin \u2013 B\u00fcros gab es in Hamburg, M\u00fcnchen, Leipzig, Wien und Belgrad. Im deutschen Sprachgebrauch lief diese Einrichtung unter dem Namen \u201eBetreuungsdienststelle f\u00fcr die italienischen Milit\u00e4r- und Zivil-Internierten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Einen wollte Mussolini der italienischen Zivilbev\u00f6lkerung mittels des SAI das Gef\u00fchl vermitteln, die italienischen Soldaten st\u00fcnden unter italienischer und nicht deutscher Betreuung. Zum Anderen wollte die F\u00fchrung der faschistischen Sozialrepublik auf diese Weise die M\u00f6glichkeit erlangen, unter den IMI Anh\u00e4nger f\u00fcr ihre Politik zu rekrutieren. Da man dieses Ziel auch durch propagandistisch gef\u00e4rbte Predigten f\u00fcr die IMI in den Lagern erreichen wollte, wurden nur jene Priester und Seelsorger daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt, die nicht der traditionell antifaschistischen Haltung der katholischen Kirche entsprachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vaccaris Aufgaben bestanden nun in der bereits angef\u00fchrten Kommunikation zwischen IMI und deren Angeh\u00f6rigen, aber ebenso in der Erhebung der Todesf\u00e4lle unter den Internierten und der dazugeh\u00f6rigen Nachla\u00dfregelung. Ein weiterer Punkt, der f\u00fcr die Moral der IMI sehr wichtig war, bestand in der Organisation des sogenannten \u201eLiebesgabendienstes\u201c, in dessen Rahmen Bekleidung und Nahrung f\u00fcr die IMI gesammelt und verteilt wurde.<br>Die Bediensteten des SAI durften die IMI in den Lagern besuchen, allerdings nur mit Genehmigung der Wehrmacht und im Beisein eines deutschen Offiziers. Gespr\u00e4che unter vier Augen mit den Milit\u00e4rinternierten waren aber erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Das Seelenheil der IMI<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"797\" src=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_1_Dio-ci-salvera_1943-45.jpg\" alt=\"&quot;Italiani Dio ci salvera&quot;, auf deutsch &quot;Italiener Gott wird uns retten&quot; eingeritzt im Beton einer Luftschutzanlage\" class=\"wp-image-8481\" srcset=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_1_Dio-ci-salvera_1943-45.jpg 1200w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_1_Dio-ci-salvera_1943-45-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_1_Dio-ci-salvera_1943-45-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>\u201eItaliani (Dio ci salvera)\u201c, auf deutsch \u201eItaliener (Gott wird uns retten)\u201c eingeritzt im Beton einer Luftschutzanlage<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dennoch waren und blieben die Lebensumst\u00e4nde der IMI schlecht. Im M\u00e4rz 1944 verfasste Vaccari ein Schreiben, in dem er seine Ideen zur Besserstellung der Internierten niederschrieb. Gem\u00e4\u00df dieses Schreibens waren es vor allem vier Punkte, die den Internierten das Leben erschwerten: \u201eMangel an richtiger Kost, fehlende Kleidung, gesundheitliche Gef\u00e4hrdung und falscher Arbeitseinsatz\u201c<sup>2<\/sup>. Die Herstellung der Menschenw\u00fcrdigkeit f\u00fcr die IMI war sein h\u00f6chster Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die seelische Stimmung unter den Milit\u00e4rinternierten blieb bis Kriegsende angespannt. Die Bem\u00fchungen des SAI waren zwar auf die richtigen Ziele ausgerichtet, entwickelten jedoch nie ein gut funktionierendes Niveau. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr lagen etwa in den knappen Transportkapazit\u00e4ten, die Hilfslieferungen von Italien ins Deutsche Reich erschwerten und in Unterschlagungen, denen die Lebensmittel und Gewandlieferungen zum Opfer fielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die IMI wurden also nur mangelhaft verpflegt und versorgt, die Postsendungen funktionierten nicht so gut wie bei Kriegsgefangenen der Westalliierten, Heimweh, Perspektivenlosigkeit und ein angstvoller Blick in die Zukunft der eigenen Person und der Familie in Italien lie\u00dfen viele IMI in Depressionen schlittern. Dazu kamen Misshandlungen durch die Wehrmacht und die Schutzlosigkeit bei Bombenangriffen, da sie Luftschutzbauwerke zwar betonieren mussten, sie aber nicht benutzen durften.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ein Beauftragter des OKW auf einer Kontrollreise IMI in Lagern besuchte, stellte er fest, eine regelm\u00e4\u00dfige Betreuung durch einen Geistlichen w\u00fcrde sich positiv auf die Arbeitsleistungen der Internierten auswirken. In der NS-typischen Sichtweise stand die Arbeitsleistung \u00fcber dem Seelenheil. Weiters notierte er, das \u201ereligi\u00f6se Bed\u00fcrfnis ist in einer uns unverst\u00e4ndlichen Weise gro\u00df\u201c<sup>3<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_2_Dio-ci-salvera_1943-45.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8482\" srcset=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_2_Dio-ci-salvera_1943-45.jpg 1200w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_2_Dio-ci-salvera_1943-45-300x103.jpg 300w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/39_2_Dio-ci-salvera_1943-45-768x264.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Detail (Dio ci salvera)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem die IMI zuerst auf freiwilliger Basis, dann gem\u00e4\u00df Verordnung ab Sommer\/Herbst 1944 in den Status von Zivilarbeitern \u00fcberf\u00fchrt wurden, verlor der SAI die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr deren Betreuung und das IKRK \u00fcbernahm diese Aufgaben. Dennoch, so schreibt Gerhard Schreiber, endete \u201etrotz der Erleichterungen, die sich in dem einen oder anderen Lager durchsetzen lie\u00dfen, und unbeschadet der gutgemeinten, allerdings letztlich ineffizienten Betreuungsans\u00e4tze [\u2026] im Fr\u00fchjahr 1945 f\u00fcr die meisten der noch immer internierten und der ehemals gefangenen Italiener eine infernalische Phase in ihrem Leben.\u201c<sup>4<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Statistik ihrer Todesf\u00e4lle spricht eine deutliche Gewaltsprache:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>500 bis 600 wurden bei Massakern im M\u00e4rz und April 1945 ermordet<\/li><li>20.000 sind nach deutschen Angaben in den verschiedenen Lagern verstorben<\/li><li>5.400 blieben nach ihrer Verwendung als \u201eMilit\u00e4rsklaven\u201c im \u00f6stlichen Operationsgebiet des deutschen Heeres vermisst oder wurden get\u00f6tet<\/li><li>13.300 sind \u201eauf See geblieben\u201c<\/li><li>6.300 wurden zu Opfern verbrecherischer Befehle<sup>5<\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Opferzahlen spiegeln die Zahlen von 1992 wider. Aktuell geht die Forschung von der etwas h\u00f6heren Zahl von 50.000 IMI aus, die die Phase ihrer Internierung nicht \u00fcberlebten. Der Wunsch des unbekannten Verfassers \u201eDio ci salvera\u201c im heute gezeigten Graffiti erf\u00fcllte sich f\u00fcr sie nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Nachtrag 10. Juli 2020:<\/strong><br><br>Eine weitere M\u00f6glichkeit, das gezeigte Graffito zu erkl\u00e4ren, besteht in der Furcht der Italiener vor der herannahenden Roten Armee. Sie hatten eventuell Angst, als Kollaborateure im Dienste Deutschlands durch die sowjetische F\u00fchrung bestraft oder nach Russland verschleppt zu werden.<br>Ich vertrete allerdings die oben im Text dargestellte Schilderung, in der ich davon ausgehe, die schlechten und oft t\u00f6dlichen Arbeits- und Lebensbedingungen sorgten als unmittelbare Gefahr f\u00fcr den Wunsch, Gott m\u00f6ge die IMI retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background\"><span class=\"has-inline-color has-black-color\">M\u00f6chtest Du Dich erkenntlich zeigen?<\/span> <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=6688\" data-type=\"page\" data-id=\"6688\">Hier hast Du die M\u00f6glichkeit dazu<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>1 Abkommen \u00fcber die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27. Juli 1929, online unter: ALEX Historische Rechts- und Gesetzestexte online,<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1936&amp;page=358\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1936&amp;page=358<\/a> (3. Juli 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>2 Gerhard <em>Schreiber<\/em>, Milit\u00e4rinternierte \u2013 italienische Kriegsgefangene in Deutschland. In: Rudolf <em>Lill<\/em> (Hg.), Deutschland \u2013 Italien 1943\u20131945, Aspekte einer Entzweiung (Reihe der Villa Vigoni Bd. 3, T\u00fcbingen 1992), S. 129, online unter:<br><a href=\"https:\/\/books.google.at\/books?id=l35dDwAAQBAJ&amp;pg=PA129#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">https:\/\/books.google.at\/books?id=l35dDwAAQBAJ&amp;pg=PA129#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a> (6. Juli 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>3 Gabriele <em>Hammermann<\/em> (Hg.), Zeugnisse der Gefangenschaft. Aus Tageb\u00fcchern und Erinnerungen italienischer Milit\u00e4rinternierter in Deutschland 1943\u20131945 (Berlin\/M\u00fcnchen\/Boston 2014), online unter:<br><a href=\"https:\/\/books.google.at\/books?id=-OrmBQAAQBAJ&amp;pg=PA189#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">https:\/\/books.google.at\/books?id=-OrmBQAAQBAJ&amp;pg=PA189#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a> (6. Juli 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>4+5 Schreiber, Milit\u00e4rinternierte, S. 138.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Links und Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Gerhard <em>Schreiber<\/em>, Die italienischen Milit\u00e4rinternierten im deutschen Machtbereich 1943\u20131945. Verraten\u2013Verachtet\u2013Vergessen (Beitr\u00e4ge zur Milit\u00e4rgeschichte Bd. 28, M\u00fcnchen 1990), online unter:<br><a href=\"https:\/\/books.google.at\/books?id=JmDoBQAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_atb#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">https:\/\/books.google.at\/books?id=JmDoBQAAQBAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_atb#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a> (6. Juli 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>Georg <em>Sedlbauer<\/em>, Die italienischen Milit\u00e4rinternierten in den Alpen- und Donaureichsgauen 1943\u20131945, Diplomarbeit (Wien 2009), online unter:<br><a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/11586295.pdf\">https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/11586295.pdf<\/a> (6. Juli 2020)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\"><br><strong>Interne Links:<\/strong><br><br>Mehr zu den Jahren von 1939 bis Kriegsende:<br><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=1343\">https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=1343<\/a><br><br>Mehr zu den italienischen Milit\u00e4rinternierten:<br><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=6531\">https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=6531<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag wurde am 10. Juli 2020 mit einem Nachtrag erg\u00e4nzt. Wie bereits in einem \u00e4lteren Beitrag beschrieben, gingen im Herbst 1943 etwa 600.000 italienische Soldaten, die nicht l\u00e4nger an der Seite Deutschlands den Krieg fortsetzen wollten, in deutsche Gefangenschaft. 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