{"id":14236,"date":"2021-04-12T18:29:11","date_gmt":"2021-04-12T16:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=14236"},"modified":"2021-04-13T16:41:32","modified_gmt":"2021-04-13T14:41:32","slug":"1938-der-anschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=14236","title":{"rendered":"1938 \u2013 Der \u201eAnschluss\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Am 12.\/13. M\u00e4rz 1938 wurde \u00d6sterreich vom Deutschen Reich annektiert. Obwohl schon seit Ende des Ersten Weltkriegs sowohl von \u00f6sterreichischer als auch deutscher Seite der Wunsch einer Verschmelzung der Staaten bestand \u2013 die aber von den Bestimmungen der Pariser Vorortevertr\u00e4ge untersagt worden war \u2013, hatte Adolf Hitler bis M\u00e4rz keine vollst\u00e4ndige und sofortige Einverleibung \u00d6sterreichs geplant. Erst durch die Begeisterung, die ihm auf den Stra\u00dfen entgegenschlug, entschied er sich in Linz spontan dazu, den \u201eAnschluss\u201c in seiner totalen Form durchzuf\u00fchren.<br>Anhand zweier Ziegel in einem Wiener Keller erz\u00e4hle ich heute kurz die Geschichte dieser Tage.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Vorgeschichte<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Die Nationalsozialisten waren in \u00d6sterreich in politisch organisierter Form erstmals zwischen 1919 und 1933 in legalen Bahnen aktiv. Am <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457#terror\">19. Juni 1933<\/a> wurde die NS-Bewegung wegen ihrer brutalen und t\u00f6dlichen Terrorakte verboten, wodurch ihre Anh\u00e4nger fortan aus dem Untergrund heraus agierten. So ver\u00fcbten \u00fcberzeugte Nationalsozialisten auch in der Folge <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457#terrorII\">m\u00f6rderische Terrorattacken<\/a>. Als im Mai 1933 der bayrische Justizminister Hans Frank aus \u00d6sterreich ausgewiesen wurde, verh\u00e4ngten die Nationalsozialisten, die in Deutschland bereits ab J\u00e4nner an der Macht waren, eine wirtschaftliche Sanktion gegen \u00d6sterreich in Form der 1000-Mark-Sperre. Jeder Deutsche, der die Grenze nach \u00d6sterreich passieren wollte, musste aufgrund dieser Regelung 1000 Mark bezahlen, was die Zahl der Urlaubsreisen stark minderte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen \u00d6sterreich und Deutschland entwickelten sich also Spannungen, die sich im Juli 1934 auf h\u00f6chster Ebene entluden, als <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=4652\" data-type=\"post\" data-id=\"4652\">Engelbert Dollfu\u00df<\/a> im Zuge eines nationalsozialistischen Putschversuchs get\u00f6tet wurde. Zu diesem Zeitpunkt bildete Italien unter Benito Mussolini noch eine milit\u00e4rische Schutzmacht f\u00fcr \u00d6sterreich. Um die bef\u00fcrchtete Invasion Deutschlands in \u00d6sterreich abzuwenden, lie\u00df er Truppen am Brenner aufmarschieren, die sich gegebenenfalls gegen das deutsche Milit\u00e4r richten sollten. Daraufhin distanzierte sich Hitler von den Putschisten und der Einmarsch blieb aus, doch die Spannungen blieben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Das Juliabkommen<\/h4>\n\n\n\n<p><br>Etwa zwei Jahre nach Dollfu\u00df\u2018 Tod, am 11. Juli 1936, unterzeichnete dessen Nachfolger Kurt Schuschnigg das Juliabkommen, das das Verh\u00e4ltnis zwischen \u00d6sterreich und Deutschland wieder \u201efreundnachbarlicher\u201c werden lassen sollte. Einer der Hauptpunkte des Abkommens war die Anerkennung der vollen Souver\u00e4nit\u00e4t \u00d6sterreichs durch Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgender Kommentar wurde dem Abkommen beigef\u00fcgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eDeutschland hat weder die Absicht noch den Willen, sich in die inneren \u00f6sterreichischen Verh\u00e4ltnisse einzumengen; \u00d6sterreich etwa zu annektieren oder anzuschlie\u00dfen.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ein wirtschaftlich wichtiger Punkt des Abkommens war die Aufhebung der weiter oben bereits erw\u00e4hnten 1000-Mark-Sperre, in deren Folge die Zahl der Grenz\u00fcbertritte von Deutschland nach \u00d6sterreich in betr\u00e4chtlichem Ma\u00dfe gesunken war. Im Zuge des Juliabkommens wurde sie aufgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters wurde der Umgang mit der nationalsozialistischen Partei als innere Angelegenheit der Staaten definiert und \u00d6sterreich verpflichtete sich dazu, keine Propaganda gegen die NSDAP zu f\u00fchren. In Haft befindliche Nationalsozialisten wurden unter gewissen Bedingungen amnestiert. Das Parteiverbot blieb jedoch in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mussolini gab in diesem Zeitraum seine Position als Schutzmacht f\u00fcr \u00d6sterreich auf. Durch seinen v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriff auf Abessinien (\u00c4thiopien) trieb sich Italien wegen seiner zahlreichen Verst\u00f6\u00dfe und Verbrechen wie etwa eines Angriffs ohne Kriegserkl\u00e4rung oder die Verwendung von Giftgas in die internationale Isolation. Auf der Suche nach neuen Verb\u00fcndeten wandte sich Mussolini nun Deutschland zu und opferte daf\u00fcr \u00d6sterreich. Schuschnigg stand dadurch dem Deutschen Reich, das mittlerweile dank der wachsenden R\u00fcstungsindustrie und scheinbarer Vollbesch\u00e4ftigung bei den \u00d6sterreicher*innen als beneidenswert galt, so gut wie machtlos gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Hitler erh\u00f6ht den Druck auf Schuschnigg<\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am 12. Februar 1938<strong> <\/strong>setzte Hitler bei einer Unterredung in Berchtesgaden Schuschnigg schwer unter Druck. Er drohte ihm mit dem milit\u00e4rischen Einmarsch in \u00d6sterreich, sollte er nicht zu Zugest\u00e4ndnissen bereit sein. Unter anderem sollte der F\u00fchrer der \u00f6sterreichischen Nationalsozialisten Arthur Sey\u00df-Inquart zum Innen- und Sicherheitsminister ernannt werden. Mit dieser Ma\u00dfnahme gab Schuschnigg die Kontrolle \u00fcber die Exekutive aus der Hand \u2013 die Nationalsozialisten konnten sich innerhalb der Vaterl\u00e4ndischen Front trotz des noch immer bestehenden Parteiverbots frei politisch bet\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Der \u201eAnschluss\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Schuschniggs am 9. M\u00e4rz 1938 angek\u00fcndigte Volksabstimmung f\u00fcr den 13. des Monats, in der sich die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit \u00d6sterreichs oder den Anschluss an Deutschland entscheiden sollte, sorgte bei Hitler jedoch f\u00fcr unmittelbaren Tatendrang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eF\u00fcr ein freies und deutsches, unabh\u00e4ngiges und soziales, f\u00fcr ein christliches und einiges \u00d6sterreich!<br>F\u00fcr Friede und Arbeit und die Gleichberechtigung aller, die sich zu Volk und Vaterland bekennen.\u201c<sup>2<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Da Schuschnigg mit einer Mehrheit f\u00fcr \u00d6sterreich rechnen konnte und Hitler das wusste, wies jener Sey\u00df-Inquart und den ebenfalls nationalsozialistischen Bundesminister Edmund Glaise-Horstenau an, Schuschnigg davon zu \u00fcberzeugen, die Volksabstimmung abzusagen. Sollte er sich weigern, w\u00fcrden die beiden demissionieren und somit das Juliabkommen von 1936 au\u00dfer Kraft setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wiederum h\u00e4tte den direkten milit\u00e4rischen Eingriff Hitlers nach sich gezogen, den er Schuschnigg schon in Berchtesgaden angedroht hatte. Dieser sagte die Volksabstimmung also ab, um eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung gegen das aufger\u00fcstete Deutschland, in der \u00d6sterreich keine Chance gehabt h\u00e4tte, zu verhindern. Kurz darauf trat er als Bundeskanzler zur\u00fcck und Bundespr\u00e4sident Wilhelm Miklas \u00fcbernahm seine Aufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eSo verabschiede ich mich in dieser Stunde von dem \u00f6sterreichischen Volke mit einem deutschen Wort und einem Herzenswunsch: Gott sch\u00fctze \u00d6sterreich!\u201c<sup>3<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Hermann G\u00f6ring setzte nun darauf, unbedingt die Wehrmacht in \u00d6sterreich einmarschieren zu lassen, um klare Verh\u00e4ltnisse zu schaffen. Er bat Sey\u00df-Inquart um ein vorgeschobenes Telegramm, in dem er um milit\u00e4rische Hilfe gegen in \u00d6sterreich ausgebrochene Unruhen bitten sollte, was dieser jedoch selbst nach mehrmaligen Versuchen G\u00f6rings ablehnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Hitler davon Kenntnis erhielt, dass s\u00e4mtliche in Frage kommenden Schutzm\u00e4chte auf Zeit spielten oder ganz deutlich keine Hilfe f\u00fcr \u00d6sterreich in Aussicht stellten \u2013 auch Italien nicht \u2013 gab er den Befehl zum Einmarsch, der am 12. M\u00e4rz stattfinden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zeitraum, der Nacht vom 11. auf den 12. M\u00e4rz, ernannte Miklas nach anf\u00e4nglicher Ablehnung Sey\u00df-Inquart zum Bundeskanzler. Auch in den Bundesl\u00e4ndern \u00fcbernahmen Nationalsozialisten f\u00fchrende Positionen. Die \u00dcbernahme der Macht war somit vollzogen, der f\u00fcr 12. M\u00e4rz befohlene Einmarsch wurde von Hitler jedoch nicht mehr gestoppt. Das \u00f6sterreichische Milit\u00e4r war zuvor angewiesen worden, keinen Widerstand zu leisten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eWir haben, weil wir um keinen Preis, auch in dieser ernsten Stunde nicht, deutsches Blut zu vergie\u00dfen gesonnen sind, unserer Wehrmacht [dem \u00f6sterreichischen Bundesheer\/TK] den Auftrag gegeben, f\u00fcr den Fall, dass der Einmarsch durchgef\u00fchrt wird, ohne wesentlichen Widerstand &#8211; ohne Widerstand &#8211; sich zur\u00fcckzuziehen und die Entscheidung der n\u00e4chsten Stunden abzuwarten.\u201c<sup>4<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In den Morgenstunden des 12. M\u00e4rz landeten Heinrich Himmler, der Reichsf\u00fchrer-SS, und Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, am Flughafen Aspern \u2013 die ersten Verhaftungswellen gegen politisch missliebige Personen und Personenkreise begannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls am 12. M\u00e4rz wurde bereits das Anschlussgesetz<sup>5<\/sup> beschlossen und am 13. M\u00e4rz verk\u00fcndet. Miklas verweigerte die Unterschrift und \u00fcbertrug, nachdem Druck auf ihn ausge\u00fcbt wurde, sein Amt dem Bundeskanzler Sey\u00df-Inquart, der die Unterschrift leistete. Hier endete die Eigenst\u00e4ndigkeit \u00d6sterreichs, das in diesem Moment im Deutschen Reich aufgegangen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Hitler hatte damit eines seiner Ziele erreicht: Am 15. M\u00e4rz konnte er vom Balkon der Hofburg am Heldenplatz mit reichlich schw\u00fclstigem Pathos verk\u00fcnden, er h\u00e4tte seine Heimat \u201eheim ins Reich\u201c geholt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eDiese Jahre der Leidenszeit haben mich in meiner \u00dcberzeugung vom Wert des deutsch\u00f6sterreichischen Menschen im Rahmen unserer gro\u00dfen Volksgemeinschaft nur best\u00e4rkt. Die wunderbare Ordnung und Disziplin dieses gewaltigen Geschehens ist aber auch ein Beweis f\u00fcr die Kraft der diese Menschen beseelenden Idee. Ich kann somit in dieser Stunde dem deutschen Volke die gr\u00f6\u00dfte Vollzugsmeldung meines Lebens abstatten:<br>Als F\u00fchrer und Kanzler der deutschen Nation und des Reiches melde ich vor der Geschichte nunmehr den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich!\u201c<sup>6<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der jubelnden Menge standen die Tage der Wahrheit jedoch erst bevor. Die Freude \u00fcber Arbeitspl\u00e4tze beim Autobahnbau und in der R\u00fcstungsproduktion w\u00e4hrte nur kurz, bis im Laufe der folgenden Jahre immer klarer wurde, welche Abw\u00e4rtsspirale Hitler mit dem auf seinem Kriegswillen beruhenden Wirtschaftsaufschwung in Gang gesetzt hatte. Dennoch h\u00e4lt sich bis heute hartn\u00e4ckig die absurde M\u00e4r des von ihm geschaffenen Wirtschaftswunders.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt wurden schon im M\u00e4rz zehntausende Menschen \u2013 Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten, Intellektuelle und weitere Bev\u00f6lkerungsgruppen, die im Nationalsozialismus nicht erw\u00fcnscht waren \u2013 verhaftet, unter ihnen befand sich auch Schuschnigg.<br>Juden wurden mit Berufsverboten belegt, aus dem wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen und in Vollstreckung der N\u00fcrnberger Gesetze verfolgt und verhaftet. Schon in deren Pr\u00e4ambel wurde der Eindruck vermittelt, es g\u00e4be eine geschlossene deutsche Volksmasse, die sich noch nie mit Menschen anderer L\u00e4nder, Religionen oder Hautfarben durchmischt h\u00e4tte, was damals wie heute nicht zutrifft:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eDurchdrungen von der Erkenntnis, da\u00df die Reinheit des deutschen Blutes die Voraussetzung f\u00fcr den Fortbestand des Deutschen Volkes ist, und beseelt von dem unbeugsamen Willen, die Deutsche Nation f\u00fcr alle Zukunft zu sichern, hat der Reichstag einstimmig das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verk\u00fcndet wird.\u201c<sup>7<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Geschehnisse zwischen 11. und 13. M\u00e4rz nachtr\u00e4glich zu legitimieren, f\u00fchrten die neuen Machthaber am 10. April 1938 eine Volksabstimmung durch. Da die f\u00fchrenden politischen Gegner und die intellektuelle Elite zu diesem Zeitpunkt bereits verhaftet, vertrieben oder in den Untergrund gefl\u00fcchtet waren, wirkte die intensive Propaganda des nationalsozialistischen Regimes ohne eine gegenwirkende Stimme der Vernunft. Auch das Wissen um die Verhaftungswellen erh\u00f6hte den Druck unter den Wahlberechtigten, das Kreuzchen im gro\u00dfen Kreis f\u00fcr \u201eJa\u201c zu setzen.<br>99,73 Prozent stimmten f\u00fcr den Anschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sich in den ersten Monaten nach dem \u201eAnschluss\u201c in \u00d6sterreich \u00e4nderte, kann hier nachgelesen werden:<br><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453\">https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"797\" src=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_1_Hakenkreuz-1938.jpg\" alt=\"1938 zeichnete hier jemand die Jahreszahl und ein verkehrtes Hakenkreuz an eine Kellerwand in der Wiener Innenstadt \u2013 hier das Original.\" class=\"wp-image-14258\" srcset=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_1_Hakenkreuz-1938.jpg 1200w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_1_Hakenkreuz-1938-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_1_Hakenkreuz-1938-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>1938 zeichnete hier jemand die Jahreszahl und ein verkehrtes Hakenkreuz an eine Kellerwand in der Wiener Innenstadt \u2013 hier das Original \u2026<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"797\" src=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_2_Hakenkreuz-1938.jpg\" alt=\"\u2026 und hier dank Bildbearbeitung besser lesbar.\" class=\"wp-image-14259\" srcset=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_2_Hakenkreuz-1938.jpg 1200w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_2_Hakenkreuz-1938-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.worteimdunkel.at\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/68_2_Hakenkreuz-1938-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>\u2026 und hier das gleiche Bild dank elektronischer Bildbearbeitung besser lesbar.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Zeitzeugenberichte<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Herbert Limmer (im Herbst 1937 zur deutschen Wehrmacht eingezogen):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201e[\u2026] und im M\u00e4rz &#8217;38 wurden wir \u2013 nachts pl\u00f6tzlich \u201aAlarm\u2018 hie\u00df es \u2013 in Schweinfurt auf den Zug verladen. Die Panzer mussten ja alle, wir konnten ja nicht lange M\u00e4rsche fahren und wurden nach S\u00fcden transportiert. Da sind wir dann ins Tageslicht einmal losgefahren und wir waren der Meinung es ist eine \u00dcbung. Und wir sind dann bei Passau ausgeladen worden, also nachts wieder, am folgenden Tag in Passau angekommen und f\u00fcr morgen hie\u00df es als wir bei unserem Kompaniechef angetreten waren [\u2026] wir waren vielleicht ein wenig schockiert gewesen: \u201aKameraden\u2018, das Wort Kameraden war ja vom Vorgesetzten nicht gefallen gewesen \u2013 er sagte: \u201aKameraden, beim Morgengrauen werden wir die \u00f6sterreichische Grenze \u00fcberschreiten. Sollte Widerstand geleistet werden, so muss scharf zur\u00fcckgeschossen werden.\u2018<br><br>Es war f\u00fcr uns ein Gef\u00fchl gewesen [\u2026]. Sonst hat man zum \u00dcbungsschie\u00dfen immer f\u00fcnf Patronen bekommen, also f\u00fcnf Geschosse bekommen und jetzt waren tausende von Schuss Munition in diesem Panzer, den ich gefahren hab, das war Panzer 1. Da hatten wir MGs drinnen gehabt, wir hatten ja \u2013 im Panzer konnten keine Gurte verwendet werden \u2013 das waren Magazine gewesen, weil der Gurt, wenn man sich gedreht h\u00e4tte, h\u00e4tte sich verfangen, kurze Magazine \u2013 und jetzt war der ganze Panzer \u2013 tausende von Schuss Munition hatten wir da drinnen gehabt. Aber Gott sei Dank, als wir beim Morgengrauen die Grenze \u00fcberschritten hatten in \u00d6sterreich war Jubel und Begr\u00fc\u00dfung ganz gro\u00df. Die \u00d6sterreicher haben uns sehr begr\u00fc\u00dft \u2013 \u201aDas ist ja unser F\u00fchrer\u2018 \u2013 und so weiter. Da hat&#8217;s immer gehei\u00dfen: \u201aUnser F\u00fchrer\u2018.\u201c<sup>8<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><br>Gideon Eckhaus (als j\u00fcdischer Jugendlicher 1938 nach dem \u201eAnschluss\u201c nach Pal\u00e4stina geflohen):<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413\">\u201eDen Anschluss erlebte ich pers\u00f6nlich in der Synagoge in der Seitenstettengasse [\u2026] ist mein Bruder mit mir [\u2026] zum Seitenstetten-Tempel gegangen. Weswegen zum Seitenstetten-Tempel: Der damalige Oberrabbiner Herr Dr. Israel Taglicht predigte [\u2026] als Oberrabbiner [\u2026] in der Seitenstettengasse. Und nachdem die Zeit so spannend war und so weiter habe ich gesagt, wir gehen dort hin.<br><br>Als wir auf dem Weg zum Tempel auf die Taborstra\u00dfe rauskamen von der Gro\u00dfen Pfarrgasse tobten dort Demonstrationen. Auf der linken Seite sind gerade die Rechten, die Nazis gegangen. Und auf der rechten Seite damals die Christlichsozialen, zusammen schon mit den Sozialisten. [\u2026] Auf der linken Seite hat man geschrien: \u201aJudas verrecke!\u2018, \u201aJudenblut vom Messer rinnt\u2018 und \u201aHeil Hitler!\u2018 und so weiter. Auf der rechten Seite hat man geschrien: \u201aWer f\u00fcrchtet sich vorm braunen Mann?!\u2018 und dann haben sie geschrien: \u201aNiemand!\u2018 und so weiter. [\u2026]<br><br>Pl\u00f6tzlich da ungef\u00e4hr wo die Barmherzigen Br\u00fcder sind \u2013 auf der Stra\u00dfe \u2013&nbsp;ist eine Frau von der Seite der Christlichsozialen und der Sozialisten in die Mitte der Stra\u00dfe gesprungen und hat sich niedergekniet. Auf beiden Seiten sind Polizisten gegangen, haben begleitet die Demonstration auf der linken Seite, auf der rechten Seite und haben da zugesehen, dass die nicht zusammensto\u00dfen sollen, dass einer nicht den andern angreift. Diese Frau ist aber auf die Stra\u00dfe hingesprungen und hat sich niedergekniet und hat zum Beten begonnen mit den H\u00e4nden: \u201aLieber Hitler und Gott, gib uns unser t\u00e4gliches Brot und nicht Kartoffel mit Hering, sondern was Hitler frisst mit G\u00f6ring!\u2018 Und darauf ist dort eine Schl\u00e4gerei entstanden, die ihr euch nicht vorstellen k\u00f6nnt. Wir sind nat\u00fcrlich weiter unseren Weg gegangen. Wie das geendet hat seinerzeit kann ich nicht schildern, weil wir nicht dabei gewesen sind.<br><br>Das Gebet hat begonnen, Freitag abends, der Kantor, und pl\u00f6tzlich geht einer zum Pult des Oberrabbiners und lauscht ihm etwas ins Ohr. Und der Oberrabbiner mit diesem Mann gehen zum Kantor und sagen ihm etwas. Ja, so etwas ist nie passiert, dass mitten im Gebet, man aufh\u00f6rt zu beten und man geht da rauf und man lauscht etwas dem Oberrabbiner oder Rabbiner, so etwas war nie, das war wirklich so ein Moment, der unvergesslich ist.<br><br>Und dann geht dieser Mann zur Ampel, nicht der Rabbiner, sondern er und sagt: \u201aEs wurde mitgeteilt, dass die deutsche Armee die Grenze \u00fcberschritten hat. Juden werden angegriffen, j\u00fcdischen Gesch\u00e4ften werden die Scheiben eingeschlagen und gepl\u00fcndert\u2018 und wir sollen in kleinen Gruppen nicht alle mit einem Mal, sondern in kleinen Gruppen, nicht aufmerksam den Tempel verlassen und direkt nach Hause gehen.<br><br>Als ich mit meinem gottseligen Bruder in die Rotenturmstra\u00dfe rauskam \u2013 auf jedem Haus wehte die Hakenkreuzflagge, die Hakenkreuzfahne. Jeder Nichtjude, der vorbeiging, hat da Hakenkreuz gehabt [er deutet dabei aufs Revers\/TK]. Jeder Polizeimann, der erschienen ist, ist mit der Hakenkreuzbinde herumgegangen. Und wir haben schon einige Gesch\u00e4fte gesehen, wo die Auslagen leer gewesen sind, nat\u00fcrlich die Fensterscheiben eingeschlagen.<br><br>Wir kamen in die Taborstra\u00dfe und vor den Barmherzigen Br\u00fcdern sehen wir, dass man schlagt einen Juden. Wieso wussten wir, dass es ein Jud ist? Weil es war ein Mensch mit einem Bart. Der wird geschlagen, verpr\u00fcgelt von Jugendlichen, nicht \u00e4ltere Personen, sondern Jugendliche, wie man sagt: P\u00fclcher. Sowie wir das gesehen haben, sind wir in ein Haustor reingegangen und wollten nicht weiter uns auf den Weg machen, um nicht erwischt zu werden. Das war vis-a-vis. Der Mann \u2013 ich wei\u00df nicht, wie es ihm gelungen ist \u2013 das Haustor der Barmherzigen Br\u00fcder zu \u00f6ffnen und er ist reingesprungen. Aber die sind noch drau\u00dfen geweilt, haben den Ort nicht verlassen, haben den Platz nicht verlassen, sind weiter dort stehen geblieben. Ich wei\u00df nicht, weswegen, war es Zufall oder irgendwas. Nach einiger Zeit, ich kann die Zeit heute nicht mehr genau messen, \u00f6ffnet sich die T\u00fcre und man st\u00f6\u00dft ihn zur\u00fcck heraus und er wurde verpr\u00fcgelt. Wir haben ihn auf der Stra\u00dfe liegen gesehen. Die sind weiter \u2013 die haben ihn dort liegen gelassen, sind weitergegangen Richtung der Donau hinauf.<br><br>Wir sind dann auf die Stra\u00dfe zur\u00fcck und Richtung zur Gro\u00dfen Pfarrgasse gegangen. Bis heute glaube ich, da war etwas, was unsererseits nicht sein d\u00fcrfte, dass wir den dort haben liegen gelassen und nicht zu ihm gegangen sind, aber die Wahrheit: Wir hatten Angst, kamen auf die Ecke Gro\u00dfe Pfarrgasse\/Taborstra\u00dfe. Wie wir einbiegen \u2013 eine andere Gruppe von solchen Jugendlichen, Hitlerjugend, erwischt uns. Wir wurden verpr\u00fcgelt [\u2026]. Ich bin damals tagelang zuhause einige Tage im Bett gelegen und das war \u2013 wie soll ich das sagen: Der Anschluss hat von Beginn an mit seiner nat\u00fcrlichen Sprache uns angesprochen.\u201c<sup>9<\/sup><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background\"><span class=\"has-inline-color has-black-color\">M\u00f6chtest Du Dich erkenntlich zeigen?<\/span> <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=6688\" data-type=\"page\" data-id=\"6688\">Hier hast Du die M\u00f6glichkeit dazu<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>1 Meldung \u201eEin offizieller Kommentar\u201c zur Rede des Bundeskanzlers, in: Wiener Zeitung, 12. Juli 1936, S. 2, online unter:<br><a href=\"https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19360712&amp;seite=2&amp;zoom=33\">https:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19360712&amp;seite=2&amp;zoom=33<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>2 Walter <em>Goldinger<\/em>, Dieter A. <em>Binder<\/em>, Geschichte der Republik \u00d6sterreich 1918\u20131938 (Wien 1992), Seite 282.<\/p>\n\n\n\n<p>3+4 Rundfunkansprache von Kurt Schuschnigg am 11. M\u00e4rz 1938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Zitate\/Schuschnigg%2C%20Kurt%20%20von\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Zitate\/Schuschnigg%2C%20Kurt%20%20von<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>5 Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich, 15. M\u00e4rz 1938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75&amp;size=45\">https:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75&amp;size=45<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>6 Ansprache von Adolf Hitler am 15. M\u00e4rz 1938 am Heldenplatz, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.doew.at\/cms\/download\/78t22\/maerz38_heldenplatz.pdf\">https:\/\/www.doew.at\/cms\/download\/78t22\/maerz38_heldenplatz.pdf<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>7 Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, 15. September 1935, online unter:<br><a href=\"https:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1935&amp;page=1288&amp;size=45\">https:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1935&amp;page=1288&amp;size=45<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>8 Interview Herbert Limmer, Anschluss \u00d6sterreichs 1938, Zeitzeugenportal, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.zeitzeugen-portal.de\/zeitraeume\/epochen\/1939-1945\/beginn-des-zweiten-weltkrieges\/23TpBRxgMNY\">https:\/\/www.zeitzeugen-portal.de\/zeitraeume\/epochen\/1939-1945\/beginn-des-zweiten-weltkrieges\/23TpBRxgMNY<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>9 Interview Gideon Eckhaus, \u201eAnschluss\u201c und Folgen, weiter erz\u00e4hlen, online unter:<br><a href=\"https:\/\/ohms.weitererzaehlen.at\/viewer.php?cachefile=Interview55489.xml#segment1463\">https:\/\/ohms.weitererzaehlen.at\/viewer.php?cachefile=Interview55489.xml#segment1463<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Links und Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Irene <em>Bandhauer-Sch\u00f6ffmann<\/em>, 1938 \u2013 Anschluss \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich und NS-Herrschaft, in: Martin <em>Scheutz<\/em>, Arno <em>Strohmeyer<\/em> (Hg.): Von Lier nach Br\u00fcssel. Schl\u00fcsseljahre \u00f6sterreichischer Geschichte (1496\u20131995), VGS Studientexte, (Innsbruck\/Wien 2010), S. 273\u2013303, online unter:<br><a href=\"https:\/\/wirtges.univie.ac.at\/Wiso\/Eigner\/Banfhauer-Schoeffmann.pdf\">https:\/\/wirtges.univie.ac.at\/Wiso\/Eigner\/Banfhauer-Schoeffmann.pdf<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef <em>Goldberger<\/em>, Cornelia <em>Sulzbacher<\/em>, Der \u201eAnschluss\u201c, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.ooegeschichte.at\/epochen\/nationalsozialismus\/ooe-1938-1945-eine-chronologie\/der-anschluss\/\">https:\/\/www.ooegeschichte.at\/epochen\/nationalsozialismus\/ooe-1938-1945-eine-chronologie\/der-anschluss\/<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus <em>Koch<\/em>, Elisabeth <em>Vyslonzil<\/em>, Au\u00dfenpolitische Dokumente der Republik \u00d6sterreich 1918\u20131939 (AD\u00d6), Bd. 10: Zwischen Mussolini und Hitler, 10. August 1934 bis 24. Juli 1936 (Wien 2014), online unter:<br><a href=\"http:\/\/austriaca.at\/0xc1aa5576%200x003ad07b.pdf\">http:\/\/austriaca.at\/0xc1aa5576%200x003ad07b.pdf<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>Claudia <em>Prinz<\/em>, Der \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs 1938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/aussenpolitik\/anschluss-oesterreich-1938.html\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/aussenpolitik\/anschluss-oesterreich-1938.html<\/a> (11. April 2021)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\"><br><strong>Interne Links:<\/strong><br><br>Mehr zu den Jahren von 1918 bis zum \u201eAnschluss\u201c:<br><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457\" data-type=\"page\" data-id=\"457\">1918 bis zum \u201eAnschluss\u201c<\/a><br><br>Mehr zum Jahr 1938 nach dem \u201eAnschluss\u201c:<br><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453\" data-type=\"page\" data-id=\"453\">1938 nach dem \u201eAnschluss\u201c<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12.\/13. M\u00e4rz 1938 wurde \u00d6sterreich vom Deutschen Reich annektiert. 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