{"id":490,"date":"2019-09-12T12:43:03","date_gmt":"2019-09-12T10:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490"},"modified":"2021-02-21T22:22:09","modified_gmt":"2021-02-21T21:22:09","slug":"anhaenge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490","title":{"rendered":"Details"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"1918\">1918 bis 1938<\/span><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#manifest\">An meine getreuen \u00f6sterreichischen V\u00f6lker (V\u00f6lkermanifest Karls I.)<\/a><\/li><li><a href=\"#wahlen\">Ergebnisse der Nationalratswahlen zwischen 1919 und 1930<\/a><\/li><li><a href=\"#wehrverbaende\">Paramilit\u00e4rische Wehrverb\u00e4nde der Ersten Republik<\/a><\/li><li><a href=\"#gesetz\">Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich vom 13. M\u00e4rz 1938<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>1938 bis 1945<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#name\">Wie sich \u00d6sterreichs Name im Nationalsozialismus ver\u00e4nderte<\/a><\/li><li><a href=\"#wirtschaft\">Hitlers &#8222;Wirtschaftswunder&#8220;<\/a><ul><li><a href=\"#aufbauprogramm\">&#8222;Aufbauprogramm f\u00fcr \u00d6sterreich&#8220;<\/a><\/li><\/ul><\/li><li><a href=\"#konzentrationslager\">Errichtung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen in der Chronik der Gendarmerieposten Mauthausen und St. Georgen an der Gusen<\/a><\/li><li><a href=\"#suedtirol\">S\u00fcdtirol<\/a><\/li><li><a href=\"#luftschutz\">Ziviler Luftschutz<\/a><ul><li><a href=\"#sofortprogramm\">&#8222;F\u00fchrer-Sofortprogramm&#8220;<\/a><\/li><\/ul><\/li><li><a href=\"#luftraum\">Elektronische Luftraum\u00fcberwachung<\/a><\/li><li><a href=\"#appell\">Appell des Zentralkomitees der Kommunistischen Allunionspartei vom 29. April 1945<\/a><\/li><li><a href=\"#kapitulation\">Kapitulationserkl\u00e4rung der Deutschen Wehrmacht<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>1945 bis 1955<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#reden\">Reden zum Kriegsende vom 8. und 9. Mai 1945<\/a><ul><li><a href=\"#churchill\">Winston Churchill<\/a><\/li><li><a href=\"#degaulle\">Charles de Gaulle<\/a><\/li><li><a href=\"#stalin\">Josef Stalin<\/a><\/li><li><a href=\"#truman\">Harry S. Truman<\/a><\/li><li><a href=\"#doenitz\">Karl D\u00f6nitz<\/a><\/li><\/ul><\/li><li><a href=\"#kontrollabkommen1\">Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4. Juli 1945 (Erstes Kontrollabkommen)<\/a><\/li><li><a href=\"#kontrollabkommen2\">Abkommen zwischen den Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken und der Franz\u00f6sischen Republik \u00fcber den Kontrollapparat in \u00d6sterreich (Zweites Kontrollabkommen)<\/a><\/li><li><a href=\"#marshall\">Rede George C. Marshalls vom 5. Juni 1947<\/a><\/li><li><a href=\"#oktoberstreik\">Oktoberstreiks \u2013 Sitzung des Nationalrates vom 12. Oktober 1950<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>1918 bis 1938<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"manifest\">An meine getreuen \u00f6sterreichischen V\u00f6lker <\/span><br><span id=\"manifest\">(V\u00f6lkermanifest Karls I.)<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Seine kaiserliche und k\u00f6niglich apostolische Majest\u00e4t haben das nachfolgende Allerh\u00f6chste Manifest Allergn\u00e4digst zu erlassen geruht:<\/p>\n\n\n\n<p>An Meine getreuen \u00f6sterreichischen V\u00f6lker!<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem Ich den Thron bestiegen habe, ist es Mein unentwegtes Bestreben, allen Meinen V\u00f6lkern den ersehnten Frieden zu erringen, sowie den V\u00f6lkern \u00d6sterreichs die Bahnen zu weisen, auf denen sie die Kraft ihres Volkstums, unbehindert durch Hemmnisse und Reibungen, zur segensreichen Entfaltung bringen und f\u00fcr ihre geistige und wirtschaftliche Wohlfahrt erfolgreich verwerten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das furchtbare Ringen des Weltkrieges hat das Friedenswerk bisher gehemmt. Heldenmut und Treue \u2013 opferwilliges Ertragen von Not und Entbehrungen haben in dieser schweren Zeit das Vaterland ruhmvoll verteidigt. Die harten Opfer des Krieges mu\u00dften uns den ehrenvollen Frieden sichern, an dessen Schwelle wir heute, mit Gottes Hilfe, stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nunmehr mu\u00df ohne S\u00e4umnis der Neuaufbau des Vaterlandes auf seinen nat\u00fcrlich und daher zuverl\u00e4ssigsten Grundlagen in Angriff genommen werden. Die W\u00fcnsche der \u00f6sterreichischen V\u00f6lker sind hiebei sorgf\u00e4ltig miteinander in Einklang zu bringen und der Erf\u00fcllung zuzuf\u00fchren. Ich bin entschlossen, dieses Werk unter freier Mitwirkung Meiner V\u00f6lker im Geiste jener Grunds\u00e4tze durchzuf\u00fchren, die sich die verb\u00fcndeten Monarchen in ihrem Friedensanbote zu eigen gemacht haben. \u00d6sterreich soll, dem Willen seiner V\u00f6lker gem\u00e4\u00df, zu einem Bundesstaate werden, in dem jeder Volksstamm auf seinem Siedlungsgebiete sein eigenes staatliches Gemeinwesen bildet. Der Vereinigung der polnischen Gebiete \u00d6sterreichs mit dem unabh\u00e4ngigen polnischen Staate wird hiedurch in keiner Weise vorgegriffen. Die Stadt Triest samt ihrem Gebiete erh\u00e4lt, den W\u00fcnschen ihrer Bev\u00f6lkerung entsprechend, eine Sonderstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Neugestaltung, durch die die Integrit\u00e4t der L\u00e4nder der ungarischen heiligen Krone in keiner Weise ber\u00fchrt wird, soll jedem nationalen Einzelstaate seine Selbst\u00e4ndigkeit gew\u00e4hrleisten; sie wird aber auch gemeinsame Interessen wirksam sch\u00fctzen und \u00fcberall dort zur Geltung bringen, wo die Gemeinsamkeit ein Lebensbed\u00fcrfnis der einzelnen Staatswesen ist. Insbesondere wird die Vereinigung aller Kr\u00e4fte geboten sein, um die gro\u00dfen Aufgaben, die sich aus den R\u00fcckwirkungen des Krieges ergeben, nach Recht und Billigkeit erfolgreich zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis diese Umgestaltung auf gesetzlichem Wege vollendet ist, bleiben die bestehenden Einrichtungen zur Wahrung der allgemeinen Interessen unver\u00e4nder aufrecht. Meine Regierung ist beauftragt, zum Neuaufbaue \u00d6sterreichs ohne Verzug alle Arbeiten vorzubereiten. An die V\u00f6lker, auf deren Selbstbestimmung das neue Reich sich gr\u00fcnden wird, ergeht Mein Ruf, an dem gro\u00dfen Werke durch Nationalr\u00e4te mitzuwirken, die \u2013 gebildet aus den Reichsratsabgeordneten jeder Nation \u2013 die Interessen der V\u00f6lker zueinander sowie im Verkehre mit Meiner Regierung zur Geltung bringen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>So m\u00f6ge unser Vaterland, gefestigt durch die Eintracht der Nationen, die es umschlie\u00dft, als Bund freier V\u00f6lker aus den St\u00fcrmen des Krieges hervorgehen. Der Segen des Allm\u00e4chtigen sei \u00fcber unserer Arbeit, damit das gro\u00dfe Friedenswerk, das wir errichten, das Gl\u00fcck aller Meiner V\u00f6lker bedeute.<\/p>\n\n\n\n<p>Wien, am 16. Oktober 1918<\/p>\n\n\n\n<p>Karl m.p.<br>Hussarek m.p.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:<br>\u00d6sterreichisches Staatsarchiv, 100 Jahre Erster Weltkrieg, Umbruch und Neubeginn, V\u00f6lkermanifest 16.10.1918, online unter:<br><a href=\"http:\/\/wk1.staatsarchiv.at\/umbruch-und-neubeginn\/voelkermanifest-16101918\/#\/?a=artefactgroup155\">http:\/\/wk1.staatsarchiv.at\/umbruch-und-neubeginn\/voelkermanifest-16101918\/#\/?a=artefactgroup155<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"wahlen\">Ergebnisse der Nationalratswahlen zwischen 1919 und 1930<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br><strong>1919 \u2013 Wahl zur konstituierenden Nationalversammlung<\/strong><br>Wahlberechtigte: 3.554.242<br>Wahlbeteiligung: 84,4 %<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Partei<\/strong><\/td><td><strong>Stimmen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Sozialdemokratische Arbeiterpartei<\/td><td>40,8 %<br>1.211.814<\/td><\/tr><tr><td>Christlichsoziale Partei<\/td><td>35,9 %<br>1.068.382<\/td><\/tr><tr><td>Deutschnationale Partei<\/td><td>5,8 %<br>173.881<\/td><\/tr><tr><td>Vereinigte Tschechoslowakische Parteien<\/td><td>2,3 %<br>67.514<\/td><\/tr><tr><td>Deutschdemokratische Partei<\/td><td>2,2 %<br>64.078<\/td><\/tr><tr><td>Deutsche Volkspartei<\/td><td>2,0 %<br>59.918<\/td><\/tr><tr><td>Deutsche Ordnungs- und Freiheitspartei<\/td><td>1,9 %<br>56.365<\/td><\/tr><tr><td>B\u00fcrgerliche Demokraten und<br>Deutsch\u00f6sterreichische Wirtschaftspartei<br>der Festbesoldeten<\/td><td>1,6 %<br>48.847<\/td><\/tr><tr><td>Steirische Bauernpartei<\/td><td>1,6 %<br>47.078<\/td><\/tr><tr><td>Nationaldemokratische Partei<\/td><td>1,6 %<br>46.577<\/td><\/tr><tr><td>K\u00e4rntner Bauernbund<\/td><td>1,1 %<br>33.412<\/td><\/tr><tr><td>Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei<\/td><td>0,8 %<br>23.334<\/td><\/tr><tr><td>Deutsch-V\u00f6lkischer Wahlausschuss<\/td><td>0,5 %<br>15.679<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Partei<\/td><td>0,5 %<br>15.133<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische St\u00e4ndevereinigung<\/td><td>0,4 %<br>12.336<\/td><\/tr><tr><td>Freiheitlicher Salzburger Bauernbund<\/td><td>0,3 %<br>8.507<\/td><\/tr><tr><td>J\u00fcdischnationale Partei<\/td><td>0,3 %<br>7.760<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Mittelstandspartei<\/td><td>0,2 %<br>5.967<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Wirtschaftspartei<\/td><td>0,1 %<br>3.909<\/td><\/tr><tr><td>Deutsch\u00f6sterreichische Volkspartei<\/td><td>0,1 %<br>1.688<\/td><\/tr><tr><td>Treiplpartei<\/td><td>0,0 %<br>864<\/td><\/tr><tr><td>Wirtschaftspolitische Volkspartei<\/td><td>0,0 %<br>411<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>1920<\/strong><br>Wahlberechtigte: 3.752.212<br>Wahlbeteiligung: 80,3 %<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Partei<\/strong><\/td><td><strong>Stimmen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Christlichsoziale Partei<\/td><td>41,8 %<br>1.245.531<\/td><\/tr><tr><td>Sozialdemokratische Partei<\/td><td>36, 0 %<br>1.072.709<\/td><\/tr><tr><td>Deutschnationale Parteien<br>&#8211; Gro\u00dfdeutsche Volkspartei<br>&#8211; Deutsch\u00f6sterreichische Bauernpartei<br>&#8211; K\u00e4rntner Bauernbund<br>&#8211; Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei<\/td><td>17,3 %<br>514.127<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Parteien<br>&#8211; B\u00fcrgerliche Arbeitspartei<br>&#8211; Demokratische Partei<br>&#8211; Burgenl\u00e4ndische B\u00fcrger- und Bauernpartei<\/td><td>1,4 %<br>42.826<\/td><\/tr><tr><td>Andere Parteien<br>&#8211; Christlichnationale Einheitsliste<br>&#8211; Kommunistische Partei \u00d6sterreichs<br>&#8211; J\u00fcdischnationale Partei<br>&#8211; Sozialisten und Demokratische Tschechoslowaken<br>&#8211; K\u00e4rntner Slowenen<\/td><td>3,5 %<br>105.135<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>1923<\/strong><br>Wahlberechtigte: 3.849.484<br>Wahlbeteiligung: 87 %<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Partei<\/strong><\/td><td><strong>Stimmen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Christlichsoziale Partei<\/td><td>44,0 %<br>1.459.047<\/td><\/tr><tr><td>Sozialdemokratische Partei<\/td><td>39,6 %<br>1.311.870<\/td><\/tr><tr><td>Verband der Gro\u00dfdeutschen und des Landbundes<\/td><td>7,8 %<br>259.375<\/td><\/tr><tr><td>K\u00e4rntner Einheitsliste<\/td><td>2,9 %<br>95.465<\/td><\/tr><tr><td>Landbund f\u00fcr \u00d6sterreich<\/td><td>2,3 %<br>76.441<\/td><\/tr><tr><td>J\u00fcdische Wahlgemeinschaft<\/td><td>0,8 %<br>24.970<\/td><\/tr><tr><td>Burgenl\u00e4ndischer Bauernbund<\/td><td>0,7 %<br>23.142<\/td><\/tr><tr><td>Kommunistische Partei \u00d6sterreichs<\/td><td>0,7 %<br>22.164<\/td><\/tr><tr><td>B\u00fcrgerlich-Demokratische Arbeitspartei<\/td><td>0,6 %<br>18.886<\/td><\/tr><tr><td>Partei der K\u00e4rntner Slowenen<\/td><td>0,3 %<br>9.868<\/td><\/tr><tr><td>Tschechoslowakische Minorit\u00e4tspartei<\/td><td>0,2 %<br>7.580<\/td><\/tr><tr><td>Hrvatska Stranska (Kroatenpartei)<\/td><td>0,1 %<br>2.557<\/td><\/tr><tr><td>Kaisertreue Volkspartei<\/td><td>0,0 %<br>1.235<\/td><\/tr><tr><td>Bund aller Schaffenden<\/td><td>0,0 %<br>6<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>1927<\/strong><br>Wahlberechtigte: 4.119.626<br>Wahlbeteiligung: 89,3 %<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Partei<\/strong><\/td><td><strong>Stimmen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Einheitsliste<br>Bestehend aus Christlichsozialen,<br>Gro\u00dfdeutscher Volkspartei und anderen, <br>auch nationalsozialistischen Gruppierungen<\/td><td>48,2 %<br>1.756.761<\/td><\/tr><tr><td>Sozialdemokratische Partei<\/td><td>42,3 %<br>1.539.635<\/td><\/tr><tr><td>Landbund f\u00fcr \u00d6sterreich<\/td><td>6,3 %<br>230.157<\/td><\/tr><tr><td>Udeverband, Bund gegen Korruption<\/td><td>1,0 %<br>35.471<\/td><\/tr><tr><td>V\u00f6lkischsozialer Block<\/td><td>0,7 %<br>26.991<\/td><\/tr><tr><td>Kommunistische Partei \u00d6sterreichs<\/td><td>0,4 %<br>16.119<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Liste<\/td><td>0,4 %<br>15.112<\/td><\/tr><tr><td>J\u00fcdische Partei<\/td><td>0,3 %<br>10.845<\/td><\/tr><tr><td>Partei der K\u00e4rntner Slowenen<\/td><td>0,3 %<br>9.334<\/td><\/tr><tr><td>Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei<br>\u00d6sterreichs (Hitlerbewegung)<\/td><td>0,0 %<br>779<\/td><\/tr><tr><td>Kleingewerbepartei \u00d6sterreichs<\/td><td>0,0 %<br>251<\/td><\/tr><tr><td>Bund der parteilosen Staatsb\u00fcrger<\/td><td>0,0 %<br>60<\/td><\/tr><tr><td>Bauern und Gewerbetreibende aller Art Parteien<\/td><td>0,0 %<br>11<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong>1930<\/strong><br>Wahlberechtigte: 4.121.282<br>Wahlbeteiligung: 90,2 %<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Partei<\/strong><\/td><td><strong>Stimmen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Sozialdemokratische Partei<\/td><td>41.1 %<br>1.517.146<\/td><\/tr><tr><td>Christlichsoziale Parteien<br>mit Heimwehr N\u00d6 und Heimatwehr Wien<\/td><td>35,7 %<br>1.314.956<\/td><\/tr><tr><td>Nationaler Wirtschaftsblock und Landbund<\/td><td>11,6 %<br>428.255<\/td><\/tr><tr><td>Heimatblock<br>(Partei der Heimwehr)<\/td><td>6,2 %<br>227.401<\/td><\/tr><tr><td>Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei<br>\u00d6sterreichs (Hitlerbewegung)<\/td><td>3,0 %<br>111.627<\/td><\/tr><tr><td>Landbund f\u00fcr \u00d6sterreich<\/td><td>1,2 %<br>43.689<\/td><\/tr><tr><td>Kommunistische Partei \u00d6sterreichs<\/td><td>0,6 %<br>20.951<\/td><\/tr><tr><td>\u00d6sterreichische Volkspartei<\/td><td>0,4 %<br>14.980<\/td><\/tr><tr><td>Demokratische Mittelpartei<\/td><td>0,2 %<br>6.719<\/td><\/tr><tr><td>J\u00fcdische Liste<\/td><td>0,1 %<br>2.133<\/td><\/tr><tr><td>Kaisertreue Volkspartei<\/td><td>0,0 %<br>157<\/td><\/tr><tr><td>Nationaldemokratische Vereinigung<\/td><td>0,0 %<br>54<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Quelle:<br><a href=\"https:\/\/www.bmi.gv.at\/412\/Nationalratswahlen\/Nationalratswahl_2008\/files\/History\/NRW_08_abgeStimmen1919_1930.pdf\">https:\/\/www.bmi.gv.at\/412\/Nationalratswahlen\/Nationalratswahl_2008\/files\/History\/NRW_08_abgeStimmen1919_1930.pdf<\/a> (11. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--2\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Paramilit\u00e4rische Wehrverb\u00e4nde der Ersten Republik<\/h3>\n\n\n\n<p><br><span id=\"wehrverbaende\">Diese<\/span> Organisationen erf\u00fcllten zum gr\u00f6\u00dften Teil Ordnerdienste bei Aufm\u00e4rschen, Reden oder sonstigen Veranstaltungen, die von ihren Parteien oder jenen, die ihnen nahestanden, organisiert wurden. Das Selbstverst\u00e4ndnis so mancher Wehrformation reichte allerdings dar\u00fcber hinaus. So ergab sich beispielsweise die Teilnahme der Heimwehr an den Nationalratswahlen von 1930 oder der Putschversuch des steirischen Heimwehrf\u00fchrers Walter Pfrimer 1931. Auch der Republikanische Schutzbund als einzige gr\u00f6\u00dfere linke Wehrformation erkannte sich bald in der Situation, ein starkes bewaffnetes Gegengewicht zur \u00fcberm\u00e4chtigen rechten Aggression darzustellen. Die Bewaffnung beschr\u00e4nkte sich zum gr\u00f6\u00dften Teil auf Infanteriewaffen.<br><br>In der Reihenfolge ihrer Gr\u00fcndung:<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Rote Garde<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 31. Oktober 1918<br>Aufgel\u00f6st: 27. August 1919<br>Erstrebten eine R\u00e4tediktatur nach russischem Vorbild, war aber keine Organisation der Kommunistischen Partei<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Heimwehr bzw. Heimatschutzverb\u00e4nde<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 1918<br>Aufgel\u00f6st: 10. Oktober 1936<br>Antimarxistisch und antidemokratisch, stand den Christlichsozialen und den Deutschnationalen nahe<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Ostara<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 1919<br>Kaisertreuer, monarchistischer Wehrverband, der nach dem Tod Kaiser Karls I. in der Bedeutungslosigkeit versank, hoher Anteil an Offizieren<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Frontk\u00e4mpfervereinigung Deutsch-\u00d6sterreichs<\/span><br>Gegr\u00fcndet: April 1920<br>Aufgel\u00f6st: 21. Juni 1935<br>Antimarxistisch, antidemokratisch, antisemitisch, bestand aus ehemaligen Soldaten der Monarchie, die im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpften, stand dem Nationalsozialismus nahe<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Republikanischer Schutzbund<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 12. April 1923<br>Verboten ab: 31. M\u00e4rz 1933<br>Organisation der Sozialdemokratischen Partei<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Vaterl\u00e4ndischer Schutzbund<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 3. November 1923<br>Aufgel\u00f6st: 19. Juni 1933<br>Verband der DNSAP, aus dem mit der 1926 gegr\u00fcndeten Nachfolgepartei &#8222;Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei \u00d6sterreichs (Hitlerbewegung)&#8220; die \u00f6sterreichische SA hervorging.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Freiheitsbund<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 17. Juli 1927<br>Aufgel\u00f6st: 10. Oktober 1936<br>Gegr\u00fcndet von christlichsozialen Arbeitern<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00d6sterreichische Arbeiterwehr<\/span><br>Gegr\u00fcndet: 23. September 1928<br>Verboten ab: 26. April 1933<br>Formal zwar nicht der Kommunistischen Partei zugeh\u00f6rig, de facto aber als Wehrformation der KP\u00d6 zu bezeichnen. Die formale Trennung wurde vollzogen, um nicht das gleiche Schicksal wie der &#8222;Rote Frontk\u00e4mpferbund&#8220; zu erleiden, der nach dreimonatigem Bestehen am 26. April 1928 aufgel\u00f6st worden war.<br><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Ostm\u00e4rkische Sturmscharen<\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span><br>Gegr\u00fcndet: 7. Dezember 1930<br>Aufgel\u00f6st: 10. Oktober 1936<br>Parteiarmee der Christlichsozialen, als Gegengewicht zur Heimwehr<br><br>Weitere Formationen der christlichsozialen Partei waren die &#8222;Burgenl\u00e4ndischen Landessch\u00fctzen&#8220; und die &#8222;Christlich-Deutsche Turnerschaft&#8220;.<br><br>Am 10. Oktober 1936 wurden alle zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Wehrverb\u00e4nde aufgel\u00f6st und der Frontmiliz eingegliedert, die als Organisation der Vaterl\u00e4ndischen Front ins Leben gerufen worden war (siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457\">https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457<\/a> im Jahr 1933).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--3\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"gesetz\">75. Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Aufgrund des Artikels III, Absatz 2, des Bundesverfassungsgesetzes \u00fcber au\u00dferordentliche Ma\u00dfnahmen im Bereich der Verfassung, B.G.Bl. I, Nr. 255\/1934, hat die Bundesregierung beschlossen:<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel I: \u00d6sterreich ist ein Land des Deutschen Reiches.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel II: Sonntag, den 10. April 1938, findet eine freie und geheime Volksabstimmung der \u00fcber 20 Jahre alten deutschen M\u00e4nner und Frauen \u00d6sterreichs \u00fcber die Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel III: Bei der Volksabstimmung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel IV: Die zur Durchf\u00fchrung und Erg\u00e4nzung des Artikels II dieses Bundesverfassungsgesetzes erforderlichen Vorschriften werden durch Verordnung getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel V: (1) Dieses Bundesverfassungsgesetz tritt am Tage seiner Kundmachung in Kraft.<br>(2) Mit der Vollziehung dieses Bundesverfassungsgesetzes ist die Bundesregierung betraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Sey\u00df-Inquart<br>Glaise-Horstenau<br>Wolf<br>Hueber<br>Menghin<br>Jury<br>Neumayer<br>Reinthaller<br>Fischb\u00f6ck<\/p>\n\n\n\n<p>Das verfassungsm\u00e4\u00dfige Zustandekommen dieses Bundesverfassungsgesetzees wird beurkundet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sey\u00df-Inquart<br>Glaise-Horstenau<br>Wolf<br>Hueber<br>Menghin<br>Jury<br>Neumayer<br>Reinthaller<br>Fischb\u00f6ck&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:<br>75. Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1938&amp;page=269\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1938&amp;page=269<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--4\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"1938\">1938 bis 1945<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"name\">Wie sich \u00d6sterreichs Name im Nationalsozialismus ver\u00e4nderte<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Ab dem &#8222;Anschluss&#8220; hie\u00df \u00d6sterreich formal &#8222;Land \u00d6sterreich&#8220;, weil es gem\u00e4\u00df des Bundesverfassungsgesetzes vom <strong>13. M\u00e4rz 1938<\/strong> ein Land des Deutschen Reiches geworden war. Die Verwaltung des &#8222;Landes \u00d6sterreich&#8220; wurde nun im Verlaufe von zwei Jahren in die Verwaltungsstruktur des Dritten Reiches \u00fcbergef\u00fchrt. Diese Aufgabe \u00fcbernahm der &#8222;Reichskommissar f\u00fcr die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich&#8220; Josef B\u00fcrckel und endete am <strong>31. M\u00e4rz 1940<\/strong>. Ab nun lautete die offizielle Bezeichnung &#8222;Reichsgaue der Ostmark&#8220;. Der Begriff &#8222;Ostmark&#8220; als Bezeichnung f\u00fcr das ehemalige \u00d6sterreich war allerdings schon ab 1938 in Verwendung.<br>Am <strong>1. Mai 1939<\/strong> trat das Ostmarkgesetz in Kraft. Es regelte die Verwaltungsstruktur des &#8222;Landes \u00d6sterreich&#8220; unter dem Titel &#8222;Gesetz \u00fcber den Aufbau der Verwaltung in der Ostmark (Ostmarkgesetz)&#8220;.<br><strong>1942<\/strong> traf Hitler die Entscheidung, zuk\u00fcnftig den Begriff &#8222;Ostmark&#8220; nicht mehr zu verwenden. An seine Stelle sollte eine andere Bezeichnung treten, um den \u00d6sterreichern den letzten Rest eigenst\u00e4ndigen Nationalit\u00e4tsdenkens zu nehmen. Ab <strong>8. April 1942<\/strong> trat so die Bezeichnung &#8222;Alpen- und Donau-Reichsgaue&#8220; in Kraft. Diese Wortsch\u00f6pfung geht auf einen Vorschlag Martin Bormanns zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quelle:<br>Norbert <em>Klatt<\/em>, Zum Verh\u00e4ltnis des \u00f6sterreichischen und deutschen Strafrechts in der Zeit des Nationalsozialismus (G\u00f6ttingen 2009), online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.klatt-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NSRecht.pdf\">http:\/\/www.klatt-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NSRecht.pdf<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--5\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"wirtschaft\">Hitlers &#8222;<\/span>Wirtschaftswunder&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Sowohl in Deutschland 1933 als auch in \u00d6sterreich 1938 war die Talsohle der wirtschaftlich schlechten Zeiten bereits durchschritten. Die Wirtschaft erholte sich langsam dank der Ma\u00dfnahmen, die die jeweiligen Regierungen in den Jahren zuvor gesetzt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch r\u00fchmten sich die Nationalsozialisten mit Vollbesch\u00e4ftigung, deren Grundlage ihre Wirtschaftspolitik sei. Dem war nicht so. Der Grund f\u00fcr die steigende Konjunktur lag in der Jahre zuvor eingeleiteten Entwicklung, die sich nun in stetig abnehmenden Arbeitslosenzahlen und aufsteigenden Wirtschaftsdaten zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz im Gegenteil bestand das NS-Wirtschaftswunder vielmehr in dem Wunder, dass dieses Wirtschaftssystem \u00fcberhaupt bis 1945 durchhalten konnte. Hitler strebte Zeit seines Handelns zu keiner eindeutigen Verteilung beziehungsweise Zuweisung der Kompetenzen. Norbert Schausberger formuliert das so:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Um selbst die uneingeschr\u00e4nkte Macht \u00fcber alle Bereiche des Staates zu behalten, bediente er <\/em>[Hitler]<em> sich in der Wirtschaft der Methode der Multi-Kompetenzen: f\u00fcr jede wichtige Aufgabe wurden zwei und oft mehrere Beh\u00f6rden verantwortlich gemacht, die sich infolge dauernder Zust\u00e4ndigkeitsstreitigkeiten nicht zu echten F\u00fchrungsorganen entwickeln konnten. Es gab auch keine langfristige Wirtschaftsplanung im Dritten Reich. Die vielger\u00fchmte Aufr\u00fcstung und der propagandistisch gro\u00df herausgemachte Vierjahresplan entbehrten der soliden volkswirtschaftlichen Grundlage und waren h\u00f6chstens Musterbeispiele geschickter Improvisation.<\/em><br><br>Norbert Schausberger, R\u00fcstung in \u00d6sterreich 1938\u20131945, Seite 11<\/p>\n\n\n\n<p><br>Als \u00d6sterreich 1938 an Deutschland angeschlossen wurde, rangen vier verschiedene Positionen darum, ihre Interessen gegen die anderen durchzusetzen.<br>Einerseits betrachteten die <span style=\"text-decoration: underline;\">deutschen Gro\u00dfkonzerne<\/span> die ausbauf\u00e4higen Wirtschaftsbetriebe und das Arbeiterpotenzial \u00d6sterreichs als reiche Beute f\u00fcr ihre eigenen Betriebe und Projekte.<br>Andererseits standen einander drei staatliche Organisationen gegen\u00fcber, die wiederum verschiedene Zielsetzungen verfolgten:<br>Das <span style=\"text-decoration: underline;\">Reichswirtschaftsministerium<\/span> erkannte in \u00d6sterreich einen reichen Vorrat an Rohstoffen, Gold und Devisen zur Fortsetzung der Aufr\u00fcstung im Rahmen des Vierjahresplans, der zu diesem Zeitpunkt schon kurz vor der finanziellen Undurchf\u00fchrbarkeit stand. Der &#8222;Anschluss&#8220; \u00d6sterreichs musste also mit Biegen und Brechen mit oder ohne milit\u00e4rischem Eingreifen passieren. G\u00f6ring, der Beauftragte f\u00fcr den Vierjahresplan, betrieb dieses Ansinnen mit Nachdruck.<br>Hitler selbst als <span style=\"text-decoration: underline;\">Reichskanzler und &#8222;F\u00fchrer&#8220;<\/span> hatte wiederum eine andere Sichtweise auf \u00d6sterreich. Die &#8222;Heimholung&#8220; seiner Heimat in das Deutsche Reich war eine Tat, die ihm Prestige und Sympathie in der Bev\u00f6lkerung verschafft hatte. Durch die restlose Abschaffung der Arbeitslosigkeit hoffte er, diesen Status zu festigen und sorgte f\u00fcr F\u00f6rderungen von Wirtschaftsbetrieben.<br>Als dritter Mitspieler zeigte sich die <span style=\"text-decoration: underline;\">Wehrmacht<\/span>, die sich anfangs darauf beschr\u00e4nkte, geeignete Unternehmen in Bezug auf R\u00fcstungsproduktion zu sondieren und so den beiden vorgenannten Interessengruppen nachstand. Im Verlaufe des Krieges entwickelte sich der Status der Wehrmachtszielsetzungen jedoch der Natur eines Krieges gem\u00e4\u00df zum bestimmenden.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Als Argument f\u00fcr Hitlers Wirtschaftswunder wird stets an erster Stelle die Abschaffung der Arbeitslosigkeit genannt. Diese ging jedoch schon in den Jahren davor deutlich zur\u00fcck.<br>Der weitere R\u00fcckgang nach dem &#8222;Anschluss&#8220; war darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass viele Arbeitskr\u00e4fte, auch tausende Ingenieure, ins &#8222;Altreich&#8220; verpflichtet wurden, weil der dortige Facharbeitermangel mit eigenen Kr\u00e4ften nicht mehr zu beheben war. Der so bejubelte Aufschwung war also mit dem Abzug qualifizierter Arbeiter verbunden.<br>Da im gleichen Zeitraum bereits massiv die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung, die politischen Gegner und die unliebsame Intelligenz verfolgt und verhaftet wurden \u2013 tausende fl\u00fcchteten ins Ausland \u2013 verringerten sich auch auf diese Weise die Arbeitslosenzahlen. \u00dcberspitzt formuliert jubelten demnach die Menschen einem Regime zu, das sie im gleichen Moment bereits gr\u00fcndlich unterdr\u00fcckte und ausbeutete \u2013 nur durch die Qualit\u00e4t der Propaganda nicht auf Anhieb zu durchschauen.<br>Auch was die Rationalisierung betraf, brachten die neuen Machthaber nicht viel Gutes, vor allem nicht f\u00fcr kleinere Betriebe. Die Investitionen halfen vor allem jenen gr\u00f6\u00dferen Unternehmen, die zur Aufnahme in die deutsche R\u00fcstungsproduktion geeignet waren. Kleinere Unternehmen mussten oft zusperren. Alle Ma\u00dfnahmen waren auf die Interessen des Deutschen Reiches ausgerichtet, nicht darauf, die Wirtschaft \u00d6sterreichs zu f\u00f6rdern. G\u00f6ring dr\u00fcckte das so aus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Wir haben die Heimkehr der Ostmark nicht als Geschenk, sondern als volkspolitische Verpflichtung empfunden. Ebenso haben wir aber auch unsererseits keine Geschenke machen wollen. Weder die W\u00e4hrungsangleichung, noch die Steuererleichterungen, noch die St\u00fctzung der \u00f6sterreichischen Versicherungswirtschaft und alle sonstigen Finanzierungs- und Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen, die ich in die Wege geleitet habe, sind so gedacht \u2026 Das Deutsche Reich wird unverz\u00fcglich f\u00fcr Wehr und Waffen der Ostmark ebenso sorgen, wie f\u00fcr den Ausbau der Energiewirtschaft, die Hebung der Bodensch\u00e4tze und der f\u00fcr den Vierjahresplan in Betracht kommenden Wirtschaftszweige.&#8220;<\/em><br><br>Hermann G\u00f6ring, Wiederaufbau der Ostmark, 1938<\/p>\n\n\n\n<p><span id=\"aufbauprogramm\">Als<\/span> G\u00f6ring am <strong>26. M\u00e4rz 1938<\/strong> in der Wiener Nordwestbahnhalle eine Rede hielt, sprach er unumwunden aus, was den \u00d6sterreichern bevorstand: Aufr\u00fcstung und direkt in ihrem Dienste die Ausbeutung der Bodensch\u00e4tze und der Wasserkraft, weiters der Ausbau der Autobahnen zu einer Zeit, als sich kaum jemand in der &#8222;normalen&#8220; Bev\u00f6lkerung \u00fcberhaupt ein Auto leisten konnte. Auch die Autobahnen dienten direkt der Aufr\u00fcstung. \u00dcber sie konnten die abgebauten Rohstoffe und die hergestellten R\u00fcstungsprodukte \u2013 neben der Eisenbahn \u2013 transportiert und Truppen schnell von A nach B gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>&#8222;Aufbauprogramm f\u00fcr \u00d6sterreich&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<p><br>verk\u00fcndet am 26. M\u00e4rz 1938 von Generalfeldmarschall G\u00f6ring in der Halle des Wiener Nordwestbahnhofes<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>&#8222;Durch die Art der Festsetzung des Umrechnungskurses sei es erm\u00f6glicht worden, mit der RM [Reichsmark] in \u00d6sterreich zu arbeiten und zu wirtschaften.<\/li><li>Sofortige Auszahlung der Clearingspitze von 60 Millionen, die nun die Fabrikanten in voller H\u00f6he f\u00fcr ihre Lieferungen erhalten, um ihnen die M\u00f6glichkeit zu geben, dieses Kapital wieder in Arbeit umzusetzen.<\/li><li>Aufhebung der Z\u00f6lle.<\/li><li>Ma\u00dfnahmen, die die unmittelbare Aufr\u00fcstung betreffen: Bau von Kasernen und Flugpl\u00e4tzen, von Flugzeugen und Flugzeugfabriken, Inbetriebnahme der Wiener Neust\u00e4dter Flugzeugfabrik, Ausbau der R\u00fcstungsindustrie.<\/li><li>Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die unmittelbare Aufr\u00fcstung, das hei\u00dft Erschlie\u00dfung s\u00e4mtlicher Produktionsreserven und Erstellung neuer Produktionswerkst\u00e4tten.<\/li><li>Ausn\u00fctzung der Wasserkraft: unverz\u00fcgliche Errichtung eines Kraftwerkes in den Hohen Tauern und eines bereits projektierten Kraftwerkes bei Grein an der Donau sowie verschiedener kleinerer Einzelprojekte. Damit im Zusammenhange solle die Donauregulierung erfolgen.<\/li><li>Hebung der \u00f6sterreichischen Bodensch\u00e4tze, und zwar: Ausbau und Steigerung der Produktion der Alpinen Montanwerke zun\u00e4chst bis zum doppelten Ausma\u00df und Erschlie\u00dfung weiterer Erzvorkommen durch die Reichswerke Hermann G\u00f6ring. Die f\u00fcr Franken projektierten H\u00fcttenwerke sollen in Linz erbaut werden. Die Planung dieses Werkes m\u00fcsse bis Ende April vollzogen und der Bau im Mai begonnen werden. Ferner Erweiterung der bisherigen Kupfervorkommen in Tirol und K\u00e4rnten sowie der sonstigen Vorkommen von Blei, Kupfer und Magnesit, Mangan usw.<\/li><li>F\u00f6rderung der Erd\u00f6lgewinnung im Wiener Becken. Bohrt\u00fcrme seien aus dem Reich heranzuf\u00fchren.<\/li><li>Ausbau der chemischen Industrie, da die hiesige Kohle durch ihr gro\u00dfes Schwelverm\u00f6gen eine betr\u00e4chtliche Verfl\u00fcssigung zu Benzin und Leicht\u00f6l gew\u00e4hrleistet.<\/li><li>Sofortige Inbaunahme einer Zellstoffabrik auf Hartholzgrundlage.<\/li><li>Bessere Ausnutzung des Holzes durch eine bessere Organisation und eine gewissenhafte Abholzung.<\/li><li>Sofortige Inangriffnahme des Baues von 1100 km Reichsautobahnen der Strecke M\u00fcnchen\u2013Salzburg und Salzburg\u2013Linz\u2013Wien, ferner von Passau nach Linz, schlie\u00dflich von Wien\u2013Radstadt\u2013Salzburg mit Abstecher nach Graz. Ferner werde das sonstige Stra\u00dfennetz einer Neuregelung unterzogen.<\/li><li>Bau von zwei Donaubr\u00fccken, davon eine bei Linz. Ferner seien noch zwei weitere Donaubr\u00fccken projektiert.<\/li><li>Neubau von Eisenbahnlinien. Ausbau bisheriger Schmalspurbahnen zu Vollspurbahnen.<\/li><li>Beschleunigter Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals.<\/li><li>Planung und sp\u00e4tere Durchf\u00fchrung eines Donaugro\u00dfhafens in Wien.<\/li><li>Ma\u00dfnahmen auf landwirtschaftlichem Gebiet: Durchgreifende Wildbachregulierung, Gewinnung und Befruchtung der Hocht\u00e4ler und Hochmoore, Drainagearbeiten; ferner Einf\u00fchrung von verbilligtem Kunstd\u00fcnger, Kredite f\u00fcr den Ausbau der H\u00f6fe, Scheunen, St\u00e4lle und Silos, Neuregelung und Verbesserung des gesamten landwirtschaftlichen Kreditwesens.&#8220;<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><br>Quelle:<br>Norbert <em>Schausberger<\/em>, R\u00fcstung in \u00d6sterreich 1938\u20131945. Eine Studie \u00fcber die Wechselwirkung von Wirtschaft, Politik und Kriegsf\u00fchrung (Publikationen des \u00f6sterreichischen Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte und des Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte der Universit\u00e4t Wien 8, Wien 1970)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--6\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"konzentrationslager\">Errichtung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen in de<\/span>n<span id=\"konzentrationslager\"> Chroniken der Gendarmerie<\/span><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Chronik des Gendarmeriepostens Mauthausen (3. August 1938 \u2013 h\u00f6chstwahrscheinlich sp\u00e4ter verfasst)<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Errichtung eines Konzentrationslagers.<br>Mit der Angliederung \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich entstand auch der Plan, im Wienergraben ein Konzentrationslager zu errichten.<br>Nach einer Besichtigung des Gel\u00e4ndes wurde auch tats\u00e4chlich ein solches Lager auf den Gr\u00fcnden der Gemeinde Wien in Marbach (Wienergraben) errichtet. Es entstanden mehrere Holzbaracken und mit 1. August zog auch schon eine Abteilung des SS Totenkopfverbandes mit ihrem Kommandanten Sturmbannf\u00fchrer Sauer, welchem die Beaufsichtigung der H\u00e4ftlinge obliegt, in das Lager ein. Bald darauf kamen in mehreren Transporten die H\u00e4ftlinge aus verschiedenen Strafgefangenh\u00e4usern hier an. Die H\u00e4ftlinge wurden zu Arbeiten im Steinbruch Wienergraben und wie verlautet wurde, auch in jenen in Gusen herangezogen.<br>Eine erhebliche Vergr\u00f6\u00dferung dieses Konzentrationslagers ist vorgesehen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Chronik des Gendarmeriepostens St. Georgen an der Gusen (verfasst 1940)<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Konzentrationslager; Errichtung:<br>Nach vorausgegangener Errichtung eines Konzentrationslagers im Wienergraben bei Mauthausen wurde bereits im Jahre 1939 auch mit dem Bau eines solchen Lagers in Gusen begonnen, das im Jahre 1940 weiter ausgebaut wurde und bereits einen Stand von \u00fcber 8.000 H\u00e4ftlingen aufzuweisen hatte. Angehalten werden hier politische, asoziale und sicherheitsgef\u00e4hrliche H\u00e4ftlinge. Sie finden vorerst beim Ausbau des Lagers und in dem Kastenhofer- und Dirnberger-Steinbruch eine Besch\u00e4ftigung. Der vollst\u00e4ndige Ausbau des Lagers d\u00fcrfte aber noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.<br>Die Ausbeutung der Steinbr\u00fcche haben die Erd- und Steinwerke G.m.b.H. in Berlin \u00fcbernommen. Es d\u00fcrfte sich hier mehr um ein staatlich gest\u00fctztes Unternehmen handeln. Neben den H\u00e4ftlingen finden auch Zivilarbeiter Verwendung. H\u00e4ftlinge werden auch als Steinarbeiter angelernt.<br>Die Bewachung der H\u00e4ftlinge wird von SS Verf\u00fcgungstruppen (Totenkopfverb\u00e4nde) bewirkt, und ist in Gusen bereits 1 Baon stationiert. Die beiden Lager stehen unter einer Kommandantur, die sich dermalen noch im Wienergraben befindet.<br>Die Erd- und Steinwerke haben bereits mit dem Bau von Verwaltungsgeb\u00e4uden und Wohnsiedlungen begonnen, die an der Mauthausenerstra\u00dfe seine Fortsetzung finden wird. Der erste Abschnitt wird im Jahre 1941 beendet sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quelle Mauthausen:<br><a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/ol\/001.jpg?width=700\">https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/ol\/001.jpg?width=700<\/a><br><a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/om\/001.jpg?width=700\">https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/om\/001.jpg?width=700<\/a><br><br>Quelle Gusen:<br><a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/py\/001.jpg?width=700\">https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/py\/001.jpg?width=700<\/a><br><a href=\"https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/pz\/001.jpg?width=700\">https:\/\/collections.arolsen-archives.org\/remote\/collections.arolsen-archives.org\/H\/Child%20Tracing%20Branch%20General%20Documents\/General%20Documents\/01012600\/aa\/ae\/pz\/001.jpg?width=700<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--7\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"suedtirol\">S\u00fcdtirol<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>S\u00fcdtirol stellte zwischen Hitler und Mussolini einen heiklen  Diskussionspunkt dar. Hatte sich Mussolini noch 1934, als  Nationalsozialisten in Wien den Putsch versuchten, als Schutzmacht  \u00d6sterreichs am Brenner postiert, um Hitler von einer milit\u00e4rischen  Intervention abzuhalten, so hatte er sich nach 1935 durch seinen Angriff  auf Abessinien (heute \u00c4thiopien) international so isoliert, dass  Deutschland die einzige Gro\u00dfmacht war, die sich im Laufe der  vorangegangenen Monate auf seine Seite gestellt hatte. Ab 1936  unterst\u00fctzten sie gemeinsam General Franco im Spanischen B\u00fcrgerkrieg \u2013 die &#8222;Achse&#8220; Deutschland \u2013 Italien hatte sich gebildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens 1937 verlor Mussolini das Interesse an der Anschlussfrage und lie\u00df bei einem Besuch in Deutschland durchblicken, es sei keine Einmischung Italiens zu erwarten, sollte es zu einem Anschluss an das Deutsche Reich kommen.<br>Als der &#8222;Anschluss&#8220; im M\u00e4rz 1938 tats\u00e4chlich Realit\u00e4t wurde, machte er keine Anstalten, der Alpenrepublik zur Seite zu stehen. Nun hofften auch viele S\u00fcdtiroler, die nach dem Ersten Weltkrieg Italien eingegliedert worden waren, auf eine R\u00fcckkehr in das &#8222;Land \u00d6sterreich&#8220;. Damit w\u00e4ren sie aber an Deutschland gekommen. Hitler zeigte sich jedoch bei Mussolini f\u00fcr seine Zur\u00fcckhaltung im M\u00e4rz 1938 erkenntlich und erkannte die Brennergrenze als unumst\u00f6\u00dflich an. S\u00fcdtirol blieb bei Italien.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>21. Oktober 1939<\/strong> schlie\u00dflich wurde eine &#8222;L\u00f6sung&#8220; f\u00fcr S\u00fcdtirol gefunden, die sowohl Deutschland als auch Italien die Entscheidung, wie mit den S\u00fcdtirolern zu verfahren ist, abnahm. Bis Ende des Jahres musste sich die Bev\u00f6lkerung entscheiden, sich entweder zu ihren deutschen Wurzeln zu bekennen und ins Deutsche Reich auszusiedeln oder bei Italien zu bleiben und damit ihre \u00f6sterreichische Sprache und Kultur gegen die italienische zu ersetzen. Etwa 246.000 S\u00fcdtiroler mussten sich nun entscheiden. Circa 211.000 entschieden sich f\u00fcr die Umsiedlung ins Deutsche Reich, von denen 70.000 tats\u00e4chlich ihre Koffer packten. Der Kriegsverlauf vereitelte weitere Umsiedlungen.<br><br>Noch 1942 besch\u00e4ftigte Hitler das Thema S\u00fcdtirol, wie Henry Picker in &#8222;Hitlers Tischgespr\u00e4che&#8220; zeigt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Hitler erz\u00e4hlte beim Abendessen, da\u00df er eine Denkschrift des Gauleiters Frauenfeld \u00fcber die L\u00f6sung der S\u00fcdtiroler Frage gelesen habe. Frauenfeld mache den Vorschlag, die S\u00fcdtiroler geschlossen nach der Krim zu verbringen und dort anzusiedeln. Damit werde das alte Streitobjekt mit Italien ein f\u00fcr allemal begraben.<\/em><br><em>Er, Hitler, halte den Vorschlag f\u00fcr au\u00dferordentlich gut. Denn kaum irgendwo auf der Erde habe sich ein Volkstum durch die Jahrhunderte besser gehalten als auf der Krim. Sowohl die Tartaren als auch die Goten seien lebendige Beispiele daf\u00fcr. Er glaube auch, da\u00df die Krim in klimatischer Hinsicht f\u00fcr das S\u00fcdtiroler Volkstum durchaus geeignet sei. Au\u00dferdem sei sie \u2013 mit dem jetzigen Siedlungsgebiet der S\u00fcdtiroler verglichen \u2013 ein Land, in dem Milch und Honig flie\u00dfe.<\/em><br><em>Die Verbringung der S\u00fcdtiroler nach der Krim biete weder physisch noch psychisch besondere Schwierigkeiten. Sie brauchten ja nur einen deutschen Strom, die Donau, hinunterzufahren, dann seien sie schon da.<\/em><br><br>Adolf Hitler, 2. Juli 1942<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quellen:<br>Reinhard <em>Olt<\/em>, &#8222;Optanten&#8220; und &#8222;Dableiber&#8220;, In: Wiener Zeitung vom 22. Oktober 2016, online im Austria-Forum unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Essays\/Geschichte\/Optanten_und_Dableiber\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Essays\/Geschichte\/Optanten_und_Dableiber<\/a> (7. Oktober 2019)<br><br>Institut f\u00fcr Zeitgeschichte der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t Innsbruck, 23.6.1939: Die Vereinbarung \u00fcber die Umsiedlung, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/19390623.html\">https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/19390623.html<\/a> (7. Oktober 2019)<br><br>Georg Christoph <em>Berger Waldenegg<\/em>, Hitler, G\u00f6ring, Mussolini und der &#8222;Anschlu\u00df&#8220; \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich, In: Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte des Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte M\u00fcnchen, 51. Jg., Heft 2, April 2003 (Oldenbourg 2003), PDF online unter:<br> <a href=\"https:\/\/www.ifz-muenchen.de\/heftarchiv\/2003_2.pdf\">https:\/\/www.ifz-muenchen.de\/heftarchiv\/2003_2.pdf<\/a> (7. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Zitat \u2013 Besiedlung der Krim:<br>Henry <em>Picker<\/em>, Hitlers Tischgespr\u00e4che im F\u00fchrerhauptquartier 1941\u201342 (Bonn 1951), Seite 314.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--8\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"luftschutz\">Ziviler Luftschutz<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Als im August 1940 erstmals Berlin von englischen Fliegern angegriffen wurde, war der Schock in der F\u00fchrungsetage des Dritten Reichs gro\u00df, dabei h\u00e4tten die Verantwortlichen eigentlich damit rechnen m\u00fcssen. Schlie\u00dflich hatte Deutschland in den Tagen davor englische Ziele attackiert und sogar London beschossen.<br>Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man sich reichsweit nur auf den aktiven Luftschutz, sprich die Flakabwehr, verlassen. Nun musste man sich jedoch \u00fcber den passiven Luftschutz, sprich den Schutzraumbau, Gedanken machen.<\/p>\n\n\n\n<p>So befahl Hitler am <strong>10. Oktober 1940<\/strong> das sogenannte &#8222;F\u00fchrer-Sofortprogramm&#8220;, auch &#8222;Sonderaktion Luftschutzbau&#8220; genannt. Es handelte sich dabei um das gr\u00f6\u00dfte je durchgef\u00fchrte zweckgebundene Bauprogramm Europas und erstreckte sich auch auf \u00f6sterreichische St\u00e4dte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinn des Programms war die Errichtung von Schutzbauten f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung. Hierzu wurden solche St\u00e4dte zu Luftschutzorten 1. Ordnung ernannt, die \u00fcber 100.000 Einwohner z\u00e4hlten, wichtige R\u00fcstungs- oder Milit\u00e4rstandorte aufwiesen oder von strategischer Wichtigkeit waren. Bis Juli 1943 wurden nur St\u00e4dte dieser Klassifizierung bei der Errichtung von Luftschutzbauten finanziell unterst\u00fctzt.<br>In Deutschland fielen 94 Orte unter diese Regelung, in \u00d6sterreich 12. Das waren Donawitz, Graz, Kapfenberg, Klagenfurt, Leoben, Linz, Salzburg, Sankt P\u00f6lten, Steyr, Villach, Wien und Wiener Neustadt.<br>Die 201 Luftschutzorte 2. Ordnung bekamen bis Juli 1943 keine finanzielle Unterst\u00fctzung. Zu dieser Klasse z\u00e4hlten in \u00d6sterreich beispielsweise Judenburg, Knittelfeld, Wels und Zeltweg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich konnte aufgrund seiner von den alliierten Luftwaffenst\u00fctzpunkten weit entfernten geographischen Lage von Bombern kaum bedroht werden. Aus diesem Grund wurde es auch gerne &#8222;Reichsluftschutzkeller&#8220; genannt \u2013 schon 1940 wurde deshalb der Ausbau von Luftschutzanlagen nach hinten gereiht. Man f\u00fchlte sich sicher. Es erschien zu diesem Zeitpunkt nicht n\u00f6tig, Unsummen in Schutzbauten f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab <strong>Juli 1943<\/strong> nahm jedoch die Zahl der Luftangriffe der Alliierten auf das Dritte Reich infolge der neu hinzugekommenen US-amerikanischen Tagangriffe drastisch zu, sodass nun auch Luftschutzorte 2. Ordnung unterst\u00fctzt wurden. Diese verf\u00fcgten bis dahin nur \u00fcber ausgebaute Keller und einzelne Luftschutzstollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab <strong>August 1943<\/strong> war es mit der Rolle \u00d6sterreichs als Reichsluftschutzkeller jedoch endg\u00fcltig vorbei. Am 13. August griffen amerikanische Bomberstaffeln aus Nordafrika kommend Wiener Neustadt an. Der bis dahin nur behelfsm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrte Luftschutzausbau wurde nun forciert wieder in Angriff genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>In allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten \u00d6sterreichs entstanden nun verschiedenste Formen von Luftschutzanlagen. Als Beispiele seien angef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Haupts\u00e4chliche Bunkerformen in \u00d6sterreich:<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Salzgitterbunker:<\/span> Diese spezielle Bunkerform in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen wurde in der Umgebung von Betrieben und Fabriken der chemischen Industrie beziehungsweise der \u00d6lverarbeitung zum Schutz der Belegschaft verwendet. Charakteristisch war die gew\u00f6lbte Oberfl\u00e4che, die wie der Negativabdruck einer langen Kellerr\u00f6hre wirkte. Da der Betonverbrauch f\u00fcr diesen Bunkertype im Vergleich zur Anzahl der Schutzpl\u00e4tze uneffizient war, wurde der Bau in den letzten Kriegsjahren eingestellt. In \u00d6sterreich gab es sie in Wien, Korneuburg und Moosbierbaum.<br><\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Hochbunker:<\/span> Dabei handelte es sich um bombensichere Bauwerke mit entsprechender Dimensionierung von bis zu vier Metern Wand- oder Deckenst\u00e4rke. Solche Bunkertypen findet man in allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten.<br>Eine Spezialform davon sind die Flakt\u00fcrme, wie sie auf \u00f6sterreichischem Boden nur in Wien zwischen 1942 und 1945 errichtet wurden. Rund um die Innere Stadt wurden drei Standorte mit einem Flakturmpaar (Leitturm + Gesch\u00fctzturm) bebaut, die den aktiven Luftschutz durch Flakabwehr gew\u00e4hrleisten sollten. Sie boten allerdings auch passiven Luftschutz, indem tausende Zivilisten sich w\u00e4hrend des Alarms darin aufhalten konnten.<br><\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Tiefbunker:<\/span> Auch sie waren bombensicher dimensioniert und wurden in gro\u00dfer Zahl im Wiener Stadtgebiet auf freien Pl\u00e4tzen errichtet. Sie ma\u00dfen etwa 40 x 20 Meter und verf\u00fcgten \u00fcber eine effektive Raumfl\u00e4che von 760 Quadratmetern. Sie boten nominell 300 Personen Schutz, waren aber im Alarmfall meist massiv \u00fcberbelegt. Wie auch die Hochbunker verf\u00fcgten sie \u00fcber eigene Luftfilteranlagen, die die Zufuhr atembarer Luft f\u00fcr die Schutzsuchenden gew\u00e4hrleisteten. Durch die Herstellung eines geringen \u00dcberdrucks in den Bunkerr\u00e4umen wollte man gegen das Eindringen von gasf\u00f6rmigen Kampfstoffen gewappnet sein. Im Zweiten Weltkrieg wurden jedoch keine Gasangriffe durchgef\u00fchrt.<br><\/li><li>Weiters gab es bei Bahnh\u00f6fen noch gr\u00f6\u00dfer angelegte Tiefbunker f\u00fcr eine h\u00f6here Anzahl an Schutzsuchenden. In Wien fand man diese Anlagen am Franz-Josephs-Bahnhof, am West-, S\u00fcd- und Ostbahnhof.<br><\/li><li>In manchen gr\u00f6\u00dferen Krankenh\u00e4usern war es notwendig, den Operationsbetrieb auch w\u00e4hrend Fliegeralarms aufrechtzuerhalten. Dazu wurden sogenannte Operationsbunker errichtet, die \u00fcber die entsprechende medizinische Ger\u00e4teausr\u00fcstung verf\u00fcgten. In Wien wurden sie im Alten AKH, im Wilhelminenspital, im Lainzer Spital und im Kaiserin-Elisabeth-Spital gebaut.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Luftschutzdeckungsgr\u00e4ben:<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Luftschutzanlagen wurden in St\u00e4dten \u00fcberall dort erbaut, wo der \u00f6ffentliche Raum es zulie\u00df \u2013 in Parks, Gr\u00fcnfl\u00e4chen oder unter Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen. Sie waren nicht bombensicher dimensioniert und boten nur Schutz vor Splittern und Tr\u00fcmmern. Bei einem Nah- oder Volltreffer durch eine Fliegerbombe konnte die Betonschale durchbrochen werden mit verheerenden Auswirkungen auf die Schutzsuchenden darin.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Stollen und Keller (Beispiele):<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Linz:<\/span> Hier existierten unter dem Stadtgebiet mindestens 14 alte, weitl\u00e4ufige Keller- und Stollenanlagen, die erweitert und ausgebaut wurden. Auf diese Weise wurde Schutzraum f\u00fcr etwa 30.000 bis 40.000 Personen geschaffen.<br>Beispielsweise wurden f\u00fcr den Ausbau des Limonikellers zu Luftschutzzwecken etwa 300 KZ-H\u00e4ftlinge herangezogen, die im Mauthausener Au\u00dfenlager &#8222;Linz II&#8220; untergebracht waren.<br>Neben der Zivilbev\u00f6lkerung dienten die Stollen nun der Unterbringung des Gauleiters, der Post, des Warnkommandos, der Wehrmacht und anderer beh\u00f6rdlicher Stellen.<br><\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Graz:<\/span> In den Schlossberg wurde ein weit verzweigtes Stollensystem gehauen, das etwa sechs Kilometer L\u00e4nge erreichte. Es diente einerseits der Bev\u00f6lkerung zum Bombenschutz, andererseits wurde hier auch der Gau- bzw. Wehrmachtsgefechtsstand eingerichtet.<br><\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Innsbruck:<\/span> Sowohl auf der n\u00f6rdlichen als auch der s\u00fcdlichen Seite des Inntales wurde eine Vielzahl von Stollen gegraben. Die 13 Stollen auf der n\u00f6rdlichen Seite boten etwa 21.000 Personen Schutz, die acht auf der s\u00fcdlichen Seite etwa 7.300 Personen.<br><\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Wien:<\/span> Hier wurden unz\u00e4hlige Hauskeller<span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span> luftschutzm\u00e4\u00dfig ausgebaut. Dazu mussten durch den Luftschutzwart immer gef\u00fcllte Wasser- und Sandeimer zur Feuerbek\u00e4mpfung, Feuerpatschen, Schaufeln, Spaten, \u00c4xte und Brechstangen sowie Decken und Taschenlampen im Stiegenhaus und im Luftschutzraum bereitgestellt sein. Auch f\u00fcr frisches Trinkwasser musste er stets vorsorgen. Im besten Fall fand sich eine Luftschutzapotheke, ein H\u00e4ngekasten mit wichtigem Zubeh\u00f6r f\u00fcr medizinische Notf\u00e4lle, im Luftschutzkeller.<br>Um bei einer m\u00f6glichen Versch\u00fcttung des Kellers den Menschen die M\u00f6glichkeit zu geben, wieder herauszukommen, waren Mauerdurchbr\u00fcche vorgesehen. Das waren \u00d6ffnungen zwischen zwei Hauskellern, die im Normalfall nur mit einer leichten M\u00f6rtel-Ziegelbruch-Wand verschlossen waren. Im Notfall konnten die Leute mittels daneben angebrachten Werkzeugs die Wand durchsto\u00dfen und so ins Nachbarhaus gelangen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Eine Besonderheit in Wien war das &#8222;Luftschutzraumnetz Innere Stadt&#8220;. Zahlreiche tiefe Keller waren miteinander zu Hauptfluchtwegen 1. oder 2. Ordnung verbunden worden, die aufrecht \u00fcber mehrere Kilometer hinweg begangen werden konnten. Nebenfluchtlinien verfeinerten das unterirdische Wegenetz. An den Enden dieses Gangsystems wurden Ausstiegsbauwerke errichtet, die sich \u2013 um zu vermeiden, dass sie durch Tr\u00fcmmer verlegt werden \u2013 auf freien Pl\u00e4tzen befanden. Hier konnten die Leute wieder an die Oberfl\u00e4che gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitzeugen geben ein eindr\u00fcckliches Bild von den Zust\u00e4nden im Untergrund w\u00e4hrend eines Bombenangriffs:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Die unterirdischen G\u00e4nge in der Inneren Stadt waren durch Aufschriften, Pfeile und Notbeleuchtungen an den W\u00e4nden gekennzeichnet. Zwar gab es unterirdisch viele Abzweigungen, aber es waren immer entsprechende Markierungen vorhanden. <\/em>[\u2026]<br><em>Fl\u00fcchtete man sich in die Schutzr\u00e4ume in den Katakomben, so waren die Gr\u00fcfte und S\u00e4rge zum Gl\u00fcck abgeschirmt, man sah davon nichts.<\/em><br><br>Katharina P., 1999<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Ich war im Landesarbeitsamt in der Hohenstaufengasse 2 besch\u00e4ftigt. Der Keller dort war sehr tief mit einem sch\u00f6nen Gew\u00f6lbe. Im Keller gab es nur wenige und dazu noch feuchte B\u00e4nke sowie eine Liege. Wir waren damals 120 Bedienstete. Wir mu\u00dften auch unsere Schreibmaschinen mit in den Keller bringen, und ich nahm mir meinen Papierkorb als Sitzgelegenheit mit <\/em>[\u2026]<br><em>Pl\u00f6tzlich, so gegen 13 Uhr, wurde das Haus getroffen: Ein f\u00fcrchterliches Krachen erfolgte, der Keller schaukelte wie ein Schiff, und von der Decke fielen die lockeren Ziegel. Einige Leute waren verletzt, und eine f\u00fcrcherliche Staubwolke zog durch die R\u00e4ume, danach war es dunkel. In diesem Chaos dr\u00fcckte unser Chef uns M\u00e4dchen in eine Nische und br\u00fcllte uns an, wir sollten warten. Mit Taschenlampen begann man nun die als Notausgang bezeichneten Stellen im Keller zu suchen. Man mu\u00dfte an der bezeichneten Stelle die Ziegelmauer durchschlagen. Dahinter ging es in den anschlie\u00dfenden Keller, den immer einer nach dem anderen betreten konnte. Unter der Wiener Innenstadt, die ja fast fl\u00e4chendeckend unterkellert war, wanderten wir so weiter, und um circa 18 Uhr abends kamen wir im Ledererhof am heutigen Judenplatz wieder ans Tageslicht.<\/em><br><br>Friedericke F., 2000<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Beim Kuckuck, der Flieger-Vorwarnung im Radio, haben meine Eltern schon die vorbereiteten Taschen geschnappt und wir sind zu dem Stollen gelaufen.<\/em> [\u2026] <em>Vor dem Eingang in den Stollen gab es keine Menschenansammlung. Soweit ich mich erinnern kann, kamen bei Alarm die Menschen aus der Umgebung nacheinander hierher und verteilten sich im Inneren des gro\u00dfen, tiefen Stollens. Meine Mutter und ich hielten uns selten im sogenannten Kinderstollen auf, denn meine Mutter f\u00fcrchtete, ich k\u00f6nnte mich dort leicht mit Kinderkrankheiten anstecken und hielt sich mit mir lieber tiefer im Stollen auf. Man war dort auch in Nebenstollen getrennt, damit sich nicht einschleichende Krankheiten ausbreiten konnten. Erinnerlich ist mir die schlechte Luft, denn ich glaube, dass es keine L\u00fcftungsanlage gab. Auch an Holzb\u00e4nke kann ich mich nicht erinnern. Viele nahmen vorsorglich kleine Klappstockerl mit. Toiletten oder Essensrationen gab es keine \u2013 ich denke, die Menschen rechneten damit, dass sie zum Mittagessen wieder zuhause sein konnten. Erste-Hilfe-Schwestern oder Soldaten habe ich nicht wahrgenommen, aber wir waren ja alle nerv\u00f6s. Das Atmen fiel uns zum Beispiel jedes Mal schwer und als wir nach etwa zwei bis drei Stunden aus dem Stollen hinauskamen, machte uns die pl\u00f6tzliche Sauerstoffzufuhr schwer zu schaffen. Leute sind an den B\u00f6schungen beim Eingang gelehnt und haben nach Luft gerungen. Ich kann mich noch an den schneidenden Schmerz in der Lunge beim Einatmen erinnern.<\/em><br><br>Liselotte Hauer, 2017<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Michael <em>Foedrowitz<\/em>, Bunkerwelten. Luftschutzanlagen in Norddeutschland (Augsburg 2011)<\/p>\n\n\n\n<p>Marcello <em>La Speranza<\/em>, Begegnungen. NS- und Kriegsspuren in Wien, Expeditionen, Hinterlassenschaften, Zeitzeugen, Bd. 1 (Wien 2015)<\/p>\n\n\n\n<p>Marcello <em>La Speranza<\/em>, Bomben auf Wien. Zeitzeugen berichten (Wien 2003)<\/p>\n\n\n\n<p>Marcello <em>La Speranza<\/em>, Der zivile Luftschutz in \u00d6sterreich 1919\u20131945. In: Republik \u00d6sterreich, Bundesminister f\u00fcr Landesverteidigung (Hg.), Kuckucksruf und Luftschutzgemeinschaft. Der Luftschutz der Zwischenkriegszeit \u2013 Avantgarde der modernen ABC-Abwehr und des zivilen Luftschutzes (Schriftenreihe ABC-Abwehrzentrum 8, Korneuburg 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef <em>Buchhart<\/em>, Luftschutzstollen Innsbruck, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_innsbruck_nord.html\">http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_innsbruck_nord.html<\/a> (20. Oktober 2019)<br>und<br><a href=\"http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_innsbruck_sued.html\">http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_innsbruck_sued.html<\/a> (20. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Thomas <em>Keplinger<\/em>, Luftschutzstollen Linz Limonikeller, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_linz_limoni.html\">http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_linz_limoni.html<\/a> (20. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Markus <em>Schmitzberger<\/em>, Luftschutzstollen\/Gaugefechtsstand Graz, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_graz.html\">http:\/\/www.geheimprojekte.at\/ls_graz.html<\/a> (20. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Zitate von Katharina P. [1999] und Friedericke F. [2000]:<br>Zitiert nach Alexander <em>Gl\u00fcck<\/em>, Marcello <em>La Speranza<\/em>, Peter <em>Ryborz<\/em>, Unter Wien. Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kan\u00e4le, Gr\u00fcfte und Kasematten (Berlin 2001), Seite 24.<\/p>\n\n\n\n<p>Zitat Liselotte Hauer [2017]:<br>Zitiert nach Marcello <em>La Speranza<\/em>, Dokumentiert. NS- und Kriegsspuren in Wien, Expedition, Hinterlassenschaften, Zeitzeugen, Bd. 3 (Wien 2017), Seite 76\u201378.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"sofortprogramm\">Das &#8222;F\u00fchrer-Sofortprogramm&#8220; von 10. Oktober 1940<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>&#8222;I. Zur sofortigen Durchf\u00fchrung auf dem Gebiete des Luftschutzbauwesens ordne ich an:<\/p>\n\n\n\n<p>1.) F\u00fcr Wohngebiete (st\u00e4dtische Gebiete, Siedlungen, Laubenkolonien), in denen keine oder unzureichende Luftschutzr\u00e4ume vorhanden sind, sind behelfsm\u00e4ssige Schutzmassnahmen zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>2.) Vorhandene oder neu zu bauende Verkehrsstrassen oder Verkehrsanlagen (z.B. Untergrundbahnen und Tunnelbauten) sind f\u00fcr den Bau unterirdischer, bombensicherer Luftschutzr\u00e4ume auszunutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>3.) Die in Luftschutzr\u00e4umen vorhandenen \u00d6ffnungen in den Aussenw\u00e4nden des Geb\u00e4udes sind zu beseitigen unter gleichzeitiger beschleunigter Durchf\u00fchrung der gesetzlich angeordneten Brandmauerdurchbr\u00fcche.<\/p>\n\n\n\n<p>4.) Neu zu errichtende \u00f6ffentliche Luftschutzr\u00e4ume sind bombensicher zu bauen, die vorhandenen \u00f6ffentlichen Luftschutzr\u00e4ume sind \u2013 soweit m\u00f6glich \u2013 auf Bombensicherheit zu verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>5.) Bei allen Neubauten, insbesondere bei den Bauten der R\u00fcstungsindustrie, sind von vornherein bombensichere Luftschutzr\u00e4ume auszuf\u00fchren. Sie sind in die gleiche Dringlichkeitsstufe wie die Bauvorhaben selbst aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>6.) In Berlin sowie in anderen vom Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe zu bestimmenden St\u00e4dten sind die Baul\u00fccken f\u00fcr die Errichtung bombensicherer Luftschutzr\u00e4ume als Untergeschoss der sp\u00e4ter zu errichtenden Neubauten auszunutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>7.) Die Keller aller \u00f6ffentlichen und privaten Geb\u00e4ude sind sofort auf ihre Eignung als Luftschutzr\u00e4ume zu \u00fcberpr\u00fcfen und bei Geeignetheit f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in Anspruch zu nehmen, es sei denn, dass sie f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Betriebes lebenswichtig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>8.) Die Weisungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der zu treffenden Massnahmen erl\u00e4sst der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Bei der Druchf\u00fchrung haben die Dienststellen des Reichsministers Dr.Ing. Todt und des Generalbauinspektors f\u00fcr die Reichshauptstadt mit den Dienststellen der Luftwaffe eng zusammenzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>9.) Mit der Durchf\u00fchrung der Massnahmen in Berlin habe ich den Generalbauinspektor f\u00fcr die Reichshauptstadt beauftragt.<\/p>\n\n\n\n<p>10.) Zur Durchf\u00fchrung dieser kriegswichtigen Aufgaben sind die notwendigen Bauarbeiter, Baustoffe und Transportmittel bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>11.) Auf alle mit der Durchf\u00fchrung von Luftschutzmassnahmen betrauten Dienststellen ist aufkl\u00e4rend einzuwirken, dass von den Luftschutzbestimmungen nicht abgewichen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>II. Ich beauftrage den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe die notwendigen Massnahmen zu treffen, dass bei allen <span style=\"text-decoration: underline;\">zuk\u00fcnftigen<\/span> Planungen im deutschen Raum und bei der konstruktiven Durchbildung von Bauwerken die Luftkriegserfahrungen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>gez. Adolf Hitler&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quelle: Zitiert nach Michael <em>Foedrowitz<\/em>, Bunkerwelten. Luftschutzanlagen in Norddeutschland (Berlin 2011), Seiten 10f.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--9\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"luftraum\"><strong>Elektronische Luftraum\u00fcberwachung<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Nachdem \u00d6sterreich bis <strong>Mitte 1943<\/strong> nicht in der Reichweite alliierter Bomberverb\u00e4nde lag, wurde die elektronische Luftraum\u00fcberwachung entsprechend stiefm\u00fctterlich behandelt. Man verlie\u00df sich gegebenenfalls auf Aug-und-Ohr-\u00dcberwachung. Dazu waren zahlreiche Flugwachen eingerichtet worden, die ihre Ergebnisse an Flugwachkommandos (Fluko) \u00fcbermittelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte 1943 und besonders ab September, nachdem das offizielle Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten geschlossen hatte und somit deren Bomberverb\u00e4nde von Italien aus operieren konnten, wurde auch in \u00d6sterreich der elektronischen Luftraum\u00fcberwachung erh\u00f6hter Stellenwert zuerkannt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man sich darauf beschr\u00e4nkt, den Norden des Dritten Reichs, von wo die britischen Kampfflugzeuge einflogen, entlang eines Sperrriegels, der sp\u00e4ter sogenannten &#8222;Kammhuber-Linie&#8220;, mit elektronischen Ger\u00e4ten auszustatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel war einerseits f\u00fcr das Luftgaukommando ein m\u00f6glichst klares Luftlagebild zu produzieren, um auf eventuelle Feindeinfl\u00fcge reagieren zu k\u00f6nnen und andererseits die Zivilbev\u00f6lkerung rechtzeitig warnen zu k\u00f6nnen, die Luftschutzr\u00e4ume aufzusuchen.<br>Dazu wurden nun in Stellungen, deren Reichweiten sich \u00fcberlappten, sogenannte &#8222;Himmelbettstellungen&#8220; errichtet, in denen sich verschiedene Radarger\u00e4te befanden \u2013 haupts\u00e4chlich Funkmessger\u00e4te vom Typ FuMG 65 &#8222;W\u00fcrzburgriese&#8220; und FuMG 80 &#8222;Freya&#8220;, die in ihrem Zusammenwirken sowohl Entfernung als auch H\u00f6he der herannahenden Flugzeuge messen konnten. Noch heute sind manche Betonfundamente der W\u00fcrzburgriesen in der Natur zu finden. Sie fallen besonders durch ihre sechseckige Form auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den hier erhobenen Daten konnten die deutschen Flugzeuge in der Nachtjagd von den J\u00e4gerleitstellungen zu den anfliegenden Feindverb\u00e4nden geleitet werden, wo sie den Luftkampf aufnahmen. Anfang <strong>November 1943<\/strong> wurden die folgenden W\u00fcrzburgriese-Stellungen (WR) im damaligen Reichsgau Niederdonau \u2013 also inklusive sudetendeutscher Gebiete \u2013 zur Errichtung angemeldet (in Klammer ihre Decknamen):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>WR 210: Gebharz \/ Landkreis Neu-Bistritz (Termite)<\/li><li>WR 213: Bruderndorf \/ Landkreis Zwettl<\/li><li>WR 214: St. Leonhard am Forst \/ Landkreis Melk (Mustang)<\/li><li>WR 216: Wimmersdorf \/ Landkreis Sankt P\u00f6lten (Maultier)<\/li><li>WR 217: Altenburg bei Horn und Fuglau \/ Landkreis Horn (Kleiber)<\/li><li>WR 219: Untersiebenbrunn \/ Landkreis G\u00e4nserndorf (Papagei)<\/li><li>WR 220: Neudorf \/ Landkreis Mistelbach (Zaunk\u00f6nig)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Anlagen 210, 213 und 216 wurden allerdings schon mit M\u00e4rz 1944 wieder abgebaut, weil der technische Fortschritt in der Entwicklung bzw. die effiziente Aufstellung der Freya-Ger\u00e4te auf h\u00f6heren Standorten diese Stellungen verzichtbar werden lie\u00dfen. So ergab es sich, dass 1944 folgende WR-Stellungen auf \u00f6sterreichischem Gebiet in die Luftraum\u00fcberwachung eingeschaltet waren: V\u00f6cklamarkt (Gnu), Altenfelden (Rehpinscher), Steyr (Steinadler), Altenburg (Kleiber), Ruprechtshofen (Mustang), Neudorf (Zaunk\u00f6nig), Untersiebenbrunn (Papagei). Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt baute man die Stellungen &#8222;Gnu&#8220; und &#8222;Steinadler&#8220; zur\u00fcck, weil sie in Bereichen lagen, in denen man die Ger\u00e4te der Flakabwehr verwenden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur F\u00fchrung der Jagdflugzeuge wurden J\u00e4gerleitstellungen errichtet. Die erste entstand ab Fr\u00fchsommer 1943 bei Hornstein am Sonnenberg und trug den Decknamen &#8222;Selma&#8220;. Die zweite wurde Ende Mai 1944 in Gleichenberg mit dem Decknamen &#8222;Gladiole&#8220; in Betrieb genommen. Diese waren entsprechend ausgestattet, die J\u00e4ger auch in der Nachtjagd f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Geplante J\u00e4gerleitstellungen am Speikkogel (&#8222;Sonnenblume&#8220;) und Forstalm (&#8222;Saatkr\u00e4he&#8220;) kamen nicht mehr zur Ausf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswertung der Resultate der beiden J\u00e4gerleitstellungen erfolgte in Wien. Dazu wurde im damaligen Schlosshotel Cobenzl der Gefechtsstand des &#8222;Jagdfliegerf\u00fchrers Ostmark&#8220; eingerichtet, der ab Anfang 1944 seinen Dienst aufnahm. Seine Aufgabe war die J\u00e4gerf\u00fchrung bei Tag und bei Nacht im Bereich der Alpen- und Donaureichsgaue und des Protektorats B\u00f6hmen und M\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anforderungen und Bestimmungen, die beim Aufbau einer dunkelnachtjagdf\u00e4higen (Dunaja) Radarstellung zu beachten waren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Die erste Forderung bei der Auswahl einer Ger\u00e4testellung ist ungehinderte Sicht nach allen Richtungen.<\/em><br>[\u2026]<br><em>St\u00f6rende Reflexionen sind in gebirgigem Gel\u00e4nde am st\u00e4rksten. Die an sich geringe Nebenstrahlung der Ger\u00e4te kann durch Reflexion an nahegelegenen Bergen unter Umst\u00e4nden Festzeichen bis zu den h\u00f6chsten Erhebungswinkeln bringen.<\/em><br><em>Die Ausstrahlung der Ger\u00e4te darf nicht durch nahegelegene elektrische Hindernisse verzerrt oder abgeschirmt werden. Gr\u00f6ssere Metallmasten, Hochspannungs- und Starkstromleitungen sowie ausgedehnte Bodenbebauungen in der N\u00e4he der Ger\u00e4te m\u00fcssen unbedingt vermieden werden. Grosse H\u00e4user, Fabrikanlagen usw. behindern noch auf eine Entfernung von zwei bis drei Kilometer die Ausstrahlung.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Im gebirgigen Gel\u00e4nde, wo st\u00f6rende Reflexionen am st\u00e4rksten sind, ist es vorteilhaft, die Ger\u00e4te in einer grossen flachen Mulde aufzustellen, um auf diese Weise die durch umliegende H\u00f6hen verursachten Reflexionen abzuschirmen; der Deckungswinkel soll hierbei etwa 5 Grad betragen.<\/em><br><em>Der g\u00fcnstigste Aufstellungsort f\u00fcr W\u00fcrzburg-Ger\u00e4te ist eine Ebene bzw. eine kleine Bodenerhebung, die leicht zur Ebene hin abf\u00e4llt und im Umkreis von etwa 50 km keine nennenswerten Berge hat.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Der Mindestabstand der beiden W\u00fcrzburg-Riesen einer Doppelstellung betr\u00e4gt 400 m, der H\u00f6chstabstand soll 1000 m nicht \u00fcberschreiten.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Erstellung der Fundamente auf &#8222;gewachsenen&#8220; und nicht auf angesch\u00fcttetem Boden erfolgt.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Das Freya-Ger\u00e4te soll von beiden W\u00fcrzburg-Riesen eine Mindestentfernung von 150 m haben, Aufstellung m\u00f6glichst auf gleicher H\u00f6he mit diesem.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Die beste Tarnung stellt der Tarnanstrich dar; wird dieser fachm\u00e4nnisch vorgenommen, so sind die Ger\u00e4te erfahrungsgem\u00e4ss aus 1000 m H\u00f6he kaum noch auszumachen.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Falls es nicht m\u00f6glich ist, die gesamte Stellung in weitem Umkreis einzuz\u00e4unen, ist die Umgebung jedes einzelnen Ger\u00e4tes im Umkreis von 50 \u2013 100 m abzusperren; die Ger\u00e4te sind durch Posten Tag und Nacht zu bewachen. Fotografieren und zeichnen in der N\u00e4he der Ger\u00e4te ist verboten.<\/em><br><em>Zum Schutz gegen Tiefangriffe m\u00fcssen in der Stellung MG-St\u00e4nde bzw. MG-T\u00fcrme gebaut werden, deren Besetzung durch eine Alarmordnung festgelegt wird.<\/em><br>[\u2026]<br><em>S\u00e4mtliche Ger\u00e4te m\u00fcssen zur Sprengung vorbereitet werden, damit sie bei feindlichen Landungen nicht in die Hand des Feindes fallen; Sprengkommandos sind entsprechend auszubilden.<\/em><br><br>Entwurf f\u00fcr &#8222;Allgemeine Anweisungen fuer den Dunaja-Zugf\u00fchrer und J\u00e4gerleitoffizier&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Renato <em>Schirer<\/em>, Luftraum\u00fcberwachung in den Donau- und Alpenreichsgauen 1939\u20131943. In: \u00f6fh-Nachrichten, Informationen der \u00d6sterreichischen Flugzeughistoriker 2\/15 (Wien 2015)<\/p>\n\n\n\n<p>Renato <em>Schirer<\/em>, Elektronische Luftraum\u00fcberwachung an der s\u00fcd\u00f6stlichen Reichsgrenze 1943\/44. In: \u00f6fh-Nachrichten, Informationen der \u00d6sterreichischen Flugzeughistoriker 3\/15 (Wien 2015)<\/p>\n\n\n\n<p>Renato <em>Schirer<\/em>, Die Integration der neu zu errichtenden J\u00e4gerf\u00fchrungsorganisation in die Luftraum\u00fcberwachung der Donau- und Alpenreichsgaue. In: \u00f6fh-Nachrichten, Informationen der \u00d6sterreichischen Flugzeughistoriker 4\/15 (Wien 2015)<\/p>\n\n\n\n<p>Zitatquelle:<\/p>\n\n\n\n<p>Entwurf f\u00fcr &#8222;Allgemeine Anweisungen fuer den Dunaja-Zugf\u00fchrer und J\u00e4gerleitoffizier&#8220;, BArch, ZA 3\/351, Seiten 4\u201315. (Bundesarchiv Freiburg im Breisgau)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--10\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"appell\"><br>Appell des Zentralkomitees der Kommunistischen Allunionspartei vom 29. April 1945<\/h3>\n\n\n\n<p><br><strong>Original (\u00dcbersetzung unterhalb):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;<span style=\"text-decoration: underline;\">\u0412\u043f\u0435\u0440\u0435\u0434, \u0437\u0430 \u043f\u043e\u043b\u043d\u044b\u0439 \u0440\u0430\u0437\u0433\u0440\u043e\u043c \u0433\u0438\u0442\u043b\u0435\u0440\u043e\u0432\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u0438!<\/span><br><br>\u0412 \u0431\u0443\u0440\u043d\u043e\u043c \u0432\u043e\u0434\u043e\u0432\u043e\u0440\u043e\u0442\u0435 \u0441\u043e\u0431\u044b\u0442\u0438\u0439 \u043f\u0440\u0438\u0445\u043e\u0434\u0438\u0442 \u043a \u043d\u0430\u043c \u0447\u0435\u0442\u0432\u0435\u0440\u0442\u044b\u0439 \u0432\u043e\u0435\u043d\u043d\u044b\u0439 \u041f\u0435\u0440\u0432\u043e\u043c\u0430\u0439. \u0412\u0435\u0441\u043d\u043e\u0439 \u041f\u043e\u0431\u0435\u0434\u044b \u043d\u0430\u0437\u043e\u0432\u0443\u0442 \u0441\u0432\u043e\u0431\u043e\u0434\u043e\u043b\u044e\u0431\u0438\u0432\u044b\u0435 \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u044b \u0432\u0435\u0441\u043d\u0443 1945 \u0433\u043e\u0434\u0430. \u041a \u0442\u0440\u0443\u0434\u044f\u0449\u0438\u043c\u0441\u044f \u0432\u0441\u0435\u0445 \u0441\u0442\u0440\u0430\u043d \u043e\u0431\u0440\u0430\u0449\u0435\u043d\u043e \u043f\u0435\u0440\u0432\u043e\u0435 \u0441\u043b\u043e\u0432\u043e \u0426\u0435\u043d\u0442\u0440\u0430\u043b\u044c\u043d\u043e\u0433\u043e \u041a\u043e\u043c\u0438\u0442\u0435\u0442\u0430 \u0412\u0441\u0435\u0441\u043e\u044e\u0437\u043d\u043e\u0439 \u041a\u043e\u043c\u043c\u0443\u043d\u0438\u0441\u0442\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0439 \u043f\u0430\u0440\u0442\u0438\u0438 (\u0431\u043e\u043b\u044c\u0448\u0435\u0432\u0438\u043a\u043e\u0432): \u00ab\u0414\u0430 \u0437\u0434\u0440\u0430\u0432\u0441\u0442\u0432\u0443\u0435\u0442 1-\u0435 \u041c\u0430\u044f \u2014 \u0434\u0435\u043d\u044c \u0441\u043c\u043e\u0442\u0440\u0430 \u0431\u043e\u0435\u0432\u044b\u0445 \u0441\u0438\u043b \u0442\u0440\u0443\u0434\u044f\u0449\u0438\u0445\u0441\u044f! \u0422\u0440\u0443\u0434\u044f\u0449\u0438\u0435\u0441\u044f \u0432\u0441\u0435\u0445 \u0441\u0442\u0440\u0430\u043d; \u0441\u043e\u0435\u0434\u0438\u043d\u044f\u0439\u0442\u0435\u0441\u044c \u0434\u043b\u044f \u0431\u043e\u0440\u044c\u0431\u044b \u0437\u0430 \u043f\u043e\u043b\u043d\u044b\u0439 \u0440\u0430\u0437\u0433\u0440\u043e\u043c \u0433\u0438\u0442\u043b\u0435\u0440\u043e\u0432\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u0438!\u00bb. <\/p>\n\n\n\n<p>\u0427\u0435\u0442\u044b\u0440\u0435 \u0433\u043e\u0434\u0430 \u043d\u0430\u0437\u0430\u0434 \u043c\u0438\u0440 \u0441 \u0437\u0430\u043c\u0438\u0440\u0430\u044e\u0449\u0438\u043c \u0441\u0435\u0440\u0434\u0446\u0435\u043c \u0432\u0441\u043b\u0443\u0448\u0438\u0432\u0430\u043b\u0441\u044f \u0432 \u0437\u043b\u043e\u0432\u0435\u0449\u0438\u0439 \u0433\u0440\u043e\u0445\u043e\u0442 \u0433\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0441\u043a\u043e\u0439 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\u0441\u0432\u043e\u0435\u043c \u0431\u0443\u0434\u0443\u0449\u0435\u043c. \u041d\u0430\u0448\u0430 \u0441\u0442\u0440\u0430\u043d\u0430 \u0438\u043c\u0435\u0435\u0442 \u0442\u0435\u043f\u0435\u0440\u044c \u0441\u0430\u043c\u0443\u044e \u0441\u043e\u0432\u0440\u0435\u043c\u0435\u043d\u043d\u0443\u044e, \u0441\u0430\u043c\u0443\u044e \u043e\u0441\u043d\u0430\u0449\u0435\u043d\u043d\u0443\u044e, \u0441\u0430\u043c\u0443\u044e \u0441\u0438\u043b\u044c\u043d\u0443\u044e \u0430\u0440\u043c\u0438\u044e; \u0441\u043f\u043e\u0441\u043e\u0431\u043d\u0443\u044e \u0432\u044b\u043f\u043e\u043b\u043d\u0438\u0442\u044c \u043b\u044e\u0431\u044b\u0435 \u0437\u0430\u0434\u0430\u0447\u0438. \u041f\u0430\u0440\u0442\u0438\u044f \u041b\u0435\u043d\u0438\u043d\u0430\u2014\u0421\u0442\u0430\u043b\u0438\u043d\u0430 \u2014 \u0432\u0434\u043e\u0445\u043d\u043e\u0432\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c \u0438 \u043e\u0440\u0433\u0430\u043d\u0438\u0437\u0430\u0442\u043e\u0440 \u0431\u043e\u0440\u044c\u0431\u044b 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\u0435\u0435 \u043a \u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0439 \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u0435. \u041d\u0430\u0448 \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434, \u043d\u0430\u0448\u0435 \u0433\u043e\u0441\u0443\u0434\u0430\u0440\u0441\u0442\u0432\u043e \u043f\u0440\u0438\u0437\u0432\u0430\u043d\u044b \u0438\u0433\u0440\u0430\u0442\u044c \u0432\u0435\u043b\u0438\u043a\u0443\u044e \u0440\u043e\u043b\u044c \u0432 \u043c\u0438\u0440\u0435, \u0440\u043e\u0436\u0434\u0430\u044e\u0449\u0435\u043c\u0441\u044f \u0438\u0437 \u043a\u0440\u043e\u0432\u0438 \u0438 \u043f\u0435\u043f\u043b\u0430. \u0412 \u0433\u0440\u043e\u043c\u0435 \u0437\u0430\u0432\u0435\u0440\u0448\u0430\u044e\u0449\u0438\u0445 \u0431\u0438\u0442\u0432 \u0441\u043e\u0432\u0435\u0442\u0441\u043a\u0438\u0435 \u043b\u044e\u0434\u0438 \u0441\u043b\u044b\u0448\u0430\u0442 \u043f\u043b\u0430\u043c\u0435\u043d\u043d\u044b\u0439 \u0437\u043e\u0432:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2014 \u041f\u043e\u0434 \u0437\u043d\u0430\u043c\u0435\u043d\u0435\u043c \u041b\u0435\u043d\u0438\u043d\u0430, \u043f\u043e\u0434 \u0432\u043e\u0434\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u0441\u0442\u0432\u043e\u043c \u0421\u0442\u0430\u043b\u0438\u043d\u0430 \u2014 \u0432\u043f\u0435\u0440\u0435\u0434 \u0437\u0430 \u043e\u043a\u043e\u043d\u0447\u0430\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u044b\u0439 \u0440\u0430\u0437\u0433\u0440\u043e\u043c \u0433\u0438\u0442\u043b\u0435\u0440\u043e\u0432\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u0438, \u0437\u0430 \u0434\u0430\u043b\u044c\u043d\u0435\u0439\u0448\u0435\u0435 \u0443\u043a\u0440\u0435\u043f\u043b\u0435\u043d\u0438\u0435 \u0432\u043e\u0435\u043d\u043d\u043e-\u044d\u043a\u043e\u043d\u043e\u043c\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0439 \u043c\u043e\u0449\u0438 \u043d\u0430\u0448\u0435\u0439 \u0420\u043e\u0434\u0438\u043d\u044b!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: LiveJournal, <a href=\"https:\/\/0gnev.livejournal.com\/1683354.html\">https:\/\/0gnev.livejournal.com\/1683354.html<\/a> (19. Februar 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deutsche (\u00fcberarbeitungsw\u00fcrdige) \u00dcbersetzung (Google \u00dcbersetzer):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;<span style=\"text-decoration: underline;\">Vorw\u00e4rts f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Niederlage von Nazi-Deutschland!<\/span><br><br>In einem Strudel von Ereignissen kommt der vierte milit\u00e4rische 1. Mai zu uns. Im Fr\u00fchjahr des Sieges werden freiheitsliebende V\u00f6lker das Fr\u00fchjahr 1945 genannt. Das erste Wort des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Allunion (Bolschewiki) ist an die Werkt\u00e4tigen aller L\u00e4nder gerichtet: \u201aEs lebe der 1. Mai &#8211; der Tag der \u00dcberpr\u00fcfung der Streitkr\u00e4fte der Werkt\u00e4tigen! Arbeiter aller L\u00e4nder; Schlie\u00dfe dich zusammen, um f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Niederlage von Nazi-Deutschland zu k\u00e4mpfen!\u2018<br><br>Vor vier Jahren lauschte die Welt mit sinkendem Herzen dem unheimlichen Dr\u00f6hnen der deutschen Milit\u00e4rmaschine und st\u00fcrzte sich in eine R\u00e4uberkampagne gegen das Sowjetland. Europa erstickte damals unter einem deutschen Stiefel. Es schien, dass die D\u00e4mmerung der Weltzivilisation und -kultur gekommen war. Die Pfoten der faschistischen Barbaren packten die europ\u00e4ischen L\u00e4nder am Hals und schwangen sich auf den Rest der Kontinente. Und wenn Europa heute gerettet wird und der R\u00e4uber-Hitler-Staat zum letzten Mal nach Luft schnappt, dann ist dies das Verdienst unseres sowjetischen Volkes, unseres gro\u00dfen Mutterlandes. Letztes Jahr, in den Tagen vor Mai, haben die Deutschen das Land Krim und Wei\u00dfrussland mit F\u00fc\u00dfen getreten, und jetzt k\u00e4mpft die Rote Armee im Herzen Deutschlands. Unser Volk, das mit dem Feind in den Vaterl\u00e4ndischen Krieg aufgestiegen war, ging aus allen Pr\u00fcfungen als Sieger hervor. \u201aEs lebe das gro\u00dfe sowjetische Volk, seine Rote Armee und Marine, die das Vaterland mit Ehre der Nazi-Imperialisten verteidigten! Es lebe die m\u00e4chtige Sowjetunion, die die Zivilisation Europas vor den faschistischen Randalierern verteidigte!\u2018<br><br>Sowjetische Soldaten befreiten Wien und vertrieben die deutschen Invasoren aus \u00d6sterreich. Die heldenhaften Divisionen der Roten Armee st\u00fcrmen die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze Berlins. In diesen Tagen sind die Augen von Millionen von Menschen auf die w\u00fcrdigen S\u00f6hne unseres Landes gerichtet, was den Ruhm der sowjetischen Waffen in der Hauptstadt des Feindes best\u00e4tigt. Die Hauptfestung des deutschen Militarismus schaudert unter den Schl\u00e4gen der Roten Armee. Alle Menschen verk\u00fcnden einen feierlichen Toast:<br><br>&#8211; Ehre sei den sowjetischen Truppen, die das Banner des Sieges \u00fcber Berlin aufgestellt haben!<br><br>Aus dem Westen greifen die tapferen Truppen Gro\u00dfbritanniens, der Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich die Deutschen an. In der Mitte Deutschlands, auf dem Schlachtfeld gegen einen gemeinsamen Feind, vereinigte sich die Rote Armee mit den mit uns verb\u00fcndeten angloamerikanischen Streitkr\u00e4ften. Mit m\u00e4chtigen Schl\u00e4gen aus Ost und West wurde die Front der deutschen Truppen in zwei Teile geteilt. Es ist ein historisches Ereignis eingetreten, das es wert ist, die Annalen des gro\u00dfen Krieges freiheitsliebender V\u00f6lker gegen Nazideutschland zu kr\u00f6nen. Zum ersten Mal begr\u00fc\u00dfte Moskau sowohl sowjetische Soldaten als auch unsere Waffenbr\u00fcder &#8211; Soldaten und Offiziere der angloamerikanischen Truppen. Der leidenschaftliche Appell des Zentralkomitees der Allunionskommunistischen Partei der Bolschewiki ist laut und stolz: \u201aEhre sei den Truppen der Roten Armee und den Truppen unserer Verb\u00fcndeten, die an der Elbe im Zentrum des faschistischen Deutschlands vereint sind!\u2018<br><br>Unsere gro\u00dfe Offensive brachte dem br\u00fcderlichen polnischen Volk die Befreiung vom Joch der deutschen Invasoren. Die tapfere polnische Armee k\u00e4mpft zusammen mit der Roten Armee f\u00fcr die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit ihres Heimatlandes. Am 1. Mai begr\u00fc\u00dft das sowjetische Volk die Vereinigung und Freundschaft der UdSSR und der polnischen Republik von ganzem Herzen. Dieselben br\u00fcderlichen Gef\u00fchle verbinden uns mit dem jugoslawischen Volk und seiner heldenhaften Armee, die Seite an Seite mit sowjetischen Soldaten die S\u00e4uberung Jugoslawiens von den Deutschen vollendet. mit den Menschen in der Tschechoslowakei im Kampf gegen die faschistischen Monster. Das Zentralkomitee der Allunionskommunistischen Partei der Bolschewiki (Bolschewiki) fordert alle slawischen Br\u00fcder auf, das Milit\u00e4rb\u00fcndnis unserer V\u00f6lker zu st\u00e4rken: \u201aAlle Kr\u00e4fte f\u00fcr die endg\u00fcltige Flucht der deutschen Invasoren &#8211; die Todfeinde des Slawismus!\u2018 Unsere herzlichen Gr\u00fc\u00dfe gelten auch dem franz\u00f6sischen Volk und seinen Streitkr\u00e4ften sowie allen V\u00f6lkern Europas, die gegen unseren gemeinsamen Feind k\u00e4mpfen.<br><br>Die Rote Armee erf\u00fcllt ihre gro\u00dfe Befreiungsmission ehrenvoll. Aber viele weitere unserer Leute, die von den Nazis gestohlen wurden, schmachten im verdammten Deutschland. Wir werden den Nazis niemals die Wunden verzeihen, die unserem Heimatland, unserem Volk, zugef\u00fcgt wurden. Die Gerechtigkeit wird triumphieren! In ihrem Namen ruft das Mutterland: \u201aKrieger der Roten Armee! Lassen Sie uns aus faschistischer Knechtschaft alle unsere Br\u00fcder und Schwestern, die in deutscher harter Arbeit schmachten, wir werden die faschistischen deutschen Monster f\u00fcr die Pl\u00fcnderung und Zerst\u00f6rung unserer St\u00e4dte und D\u00f6rfer, f\u00fcr Gewalt gegen Frauen und Kinder, f\u00fcr das T\u00f6ten und den R\u00fcckzug der Sowjets in die deutsche Sklaverei bestrafen!\u2018<br><br>Der Krieg n\u00e4hert sich schnell einer Aufl\u00f6sung. Aber jetzt, wenn der Feind besiegt ist, ist es notwendig, ihm vernichtende Schl\u00e4ge zuzuf\u00fcgen. \u201aBeende das faschistische Biest in seinem Versteck!\u2018 &#8211; fordert das Zentralkomitee der KPdSU (b) tapferer sowjetischer Soldaten auf. K\u00e4mpfer und Offiziere aller milit\u00e4rischen Zweige m\u00fcssen in entscheidenden Schlachten den gr\u00f6\u00dften Mut, Mut und Geschick zeigen. Sowjetische Infanteristen, Artilleristen, Panzerm\u00e4nner und Piloten, Reiter und Seeleute, Signalm\u00e4nner und Sp\u00e4her, Soldaten und Offiziere der Ingenieurtruppen, Arbeiter des milit\u00e4rischen R\u00fcckens wurden qualifizierte Handwerker f\u00fcr milit\u00e4rische Angelegenheiten. In den freudigen Tagen des 1. Mai fordert das Mutterland sie auf, ihre Schlachtbanner mit neuem Ruhm zu bedecken.<br><br>Das Zentralkomitee der Allunionskommunistischen Partei der Bolschewiki erinnert die Werkt\u00e4tigen daran, dass die F\u00fcrsorge f\u00fcr die Familien der Soldaten der Roten Armee eine heilige Pflicht aller sowjetischen Patrioten ist. \u201aLassen Sie uns die allgemeine Aufmerksamkeit und F\u00fcrsorge der Familie der Befreier unseres Mutterlandes umgeben!\u2018<br><br>Die Helden der sowjetischen R\u00fcckseite teilen zu Recht den Ruhm des Sieges mit den Helden der Front. Die Arbeitsleistung unseres Volkes im Zweiten Weltkrieg ist in der Geschichte einzigartig. In der letzten Kriegsperiode wachsen die Aufgaben von Arbeitern, Angestellten, Intelligenz und Kollektivbauern enorm. Die Spannung der K\u00e4mpfe w\u00e4chst. Die Armee verlangt, dass der Waffenfluss nicht nur nicht schw\u00e4cher wird, sondern kontinuierlich zunimmt. Immer mehr Maschinen und Materialien werden ben\u00f6tigt, um den durch die deutschen Invasoren verursachten Schaden wiederherzustellen. Das Zentralkomitee der bolschewistischen Partei fordert alle Arbeiter auf, ihre Pflicht gegen\u00fcber dem Mutterland mit Ehre zu erf\u00fcllen.<br><br>Wir gingen durch den Schmelztiegel der h\u00e4rtesten Pr\u00fcfungen der gr\u00f6\u00dften Kriege und kamen geh\u00e4rtet, gest\u00e4rkt und zuversichtlich in unsere Zukunft. Unser Land hat jetzt die modernste, am besten ausger\u00fcstete und m\u00e4chtigste Armee; in der Lage, alle Aufgaben auszuf\u00fchren. Die Lenin-Stalin-Partei &#8211; der Inspirator und Organisator des Kampfes um den Sieg \u00fcber die deutschen Invasoren &#8211; f\u00fchrt das Volk mit fester Hand auf die Wege des Krieges. Der gro\u00dfe Befehlshaber, Genosse Stalin, f\u00f6rderte die teuersten Nachkommen unseres Vaterlandes &#8211; die Rote Armee &#8211; und f\u00fchrte sie zu einem historischen Sieg. Unser Volk, unser Staat sind aufgerufen, in einer aus Blut und Asche geborenen Welt eine gro\u00dfe Rolle zu spielen. Im Donner der letzten Schlachten h\u00f6ren die Sowjets einen feurigen Ruf:<br><br>&#8211; Unter dem Banner Lenins, unter der F\u00fchrung Stalins &#8211; vorw\u00e4rts zur endg\u00fcltigen Niederlage von Nazideutschland, um die milit\u00e4risch-wirtschaftliche Macht unseres Landes weiter zu st\u00e4rken!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--11\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kapitulation\">Kapitulationserkl\u00e4rung der Deutschen Wehrmacht<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>Am 7. Mai unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl die Gesamtkapitulation aller Streitkr\u00e4fte im Alliierten Hauptquartier in Reims. Da Stalin diese Urkunde nicht anerkennen wollte, solange kein Vertreter der Roten Armee sie unterzeichnet hatte, sollte die Kapitulation tags darauf wiederholt werden. Durch formale \u00c4nderungen und Nachtr\u00e4ge im russischen Exemplar der Erkl\u00e4rung, wurde sie erst kurz nach Mitternacht am 9. Mai unterschrieben. In Kraft getreten ist die Kapitulation am 8. Mai, 23:01 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Der untenstehende Text ist jener, der am 9. Mai kurz nach Mitternacht unterzeichnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;1. Wir, die hier Unterzeichneten, handelnd in Vollmacht fuer und im Namen des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht, erklaeren hiermit die bedingungslose Kapitulation aller am gegenwaertigen Zeitpunkt unter deutschem Befehl stehenden oder von Deutschland beherrschten Streitkraefte auf dem Lande, auf der See und in der Luft gleichzeitig gegenueber dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte und dem Oberkommando der Roten Armee.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich allen Behoerden der deutschen Land-, See- und Luftstreitkraefte und allen von Deutschland beherrschten Streitkraeften den Befehl geben, die Kampfhandlungen um 2301 Uhr Mitteleuropaeischer Zeit am 8 Mai einzustellen und in den Stellungen zu verbleiben, die sie an diesem Zeitpunkt innehaben und sich vollstaendig zu entwaffnen, indem sie Waffen und Geraete an die oertlichen Alliierten Befehlshaber beziehungsweise an die von den Alliierten Vertretern zu bestimmenden Offiziere abliefern. Kein Schiff, Boot oder Flugzeug irgendeiner Art darf versenkt werden, noch duerfen Schiffsruempfe, maschinelle Einrichtungen, Ausruestungsgegenstaende, Maschinen irgendwelcher Art, Waffen, Apparaturen, technische Gegenstaende, die Kriegszwecken im Allgemeinen dienlich sein koennen, beschaedigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich den zustaendigen Befehlshabern alle von dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte und dem Oberkommando der Roten Armee erlassenen zusaetzlichen Befehle weitergeben und deren Durchfuehrung sicherstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Diese Kapitulationserklaerung ist ohne Praejudiz fuer irgendwelche an ihre Stelle tretenden allgemeinen Kapitulationsbestimmungen, die durch die Vereinten Nationen und in deren Namen Deutschland und der Deutschen Wehrmacht auferlegt werden moegen.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Falls das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht oder irgendwelche ihm unterstehende oder von ihm beherrschte Streitkraefte es versaeumen sollten, sich gemaess den Bestimmungen dieser Kapitulations-Erklaerung zu verhalten, werden das Oberkommando der Roten Armee und der Oberste Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte alle diejenigen Straf- und anderen Massnahmen ergreifen, die sie als zweckmaessig erachten.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Diese Erklaerung ist in englischer, russischer und deutscher Sprache abgefasst. Allein massgebend sind die englische und die russische Fassung.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterzeichnet zu Berlin am 8. Mai 1945.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>F\u00fcr das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht unterzeichneten:<\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm Keitel f\u00fcr das Oberkommando der Wehrmacht und das Heer<br>Hans-Georg von Friedeburg f\u00fcr die Marine<br>Hans-J\u00fcrgen Stumpff f\u00fcr die Luftwaffe<\/p>\n\n\n\n<p><br>Von den Alliierten signierten:<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Oberkommando der Roten Armee:<br>Georgi Konstantinowitsch Schukow<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Oberbefehlshaber der Alliierten Expeditionsstreitkr\u00e4fte:<br>Arthur Tedder<\/p>\n\n\n\n<p><br>Zeugen der Unterzeichnung:<\/p>\n\n\n\n<p>General, Oberstkommandierender der Franz\u00f6sischen Armee:<br>Jean de Lattre de Tassigny<\/p>\n\n\n\n<p>Kommandierender General der Strategischen Luftstreitkr\u00e4fte der Vereinigten Staaten:<br>Carl A. Spaatz<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quelle:<br>Kapitulationserkl\u00e4rung der Deutschen Wehrmacht, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/bestand\/objekt\/dokument-kapitulationserklaerung.html\">https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/bestand\/objekt\/dokument-kapitulationserklaerung.html<\/a> (22. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>LeMO \u2013 Lebendiges Museum Online, Arnulf <em>Scriba<\/em>, Das Kriegsende 1945, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/zweiter-weltkrieg\/kriegsverlauf\/kapitulation\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/zweiter-weltkrieg\/kriegsverlauf\/kapitulation<\/a> (22. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--12\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"1945\">1945 bis 1955<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"reden\">Reden zum Kriegsende vom 8. und 9. Mai 1945<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>Auf jeden Originalwortlaut folgt die deutsche \u00dcbersetzung. Diese wurden mittels des Google-Translators, des DeepL-Translators und eigener \u00dcbersetzung angefertigt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"churchill\">Winston Churchill<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Yesterday morning, at 2.41 a.m. at General Eisenhower\u2019s headquarters, General Jodl, the representative of the German High Command and of Grand Admiral D\u00f6nitz, the designated head of the German State, signed the Act of Unconditional Surrender of all German land, sea and air forces in Europe to the Allied Expeditionary Force, and simultaneously to the Soviet High Command. General Bedell Smith, Chief of Staff of the United States Army, and General Fran\u00e7ois Sevez signed the document on behalf of the supreme commander of the Allied Expeditionary Force, and General Sousloparov signed on behalf of the Russian High Command.<\/p>\n\n\n\n<p>Today this Agreement will be ratified and confirmed at Berlin, where Air Chief Marshal Tedder, deputy Supreme Commander of the Allied Expeditionary Force and General De Lattre De Tassigny will sign on behalf of General Eisenhower. General Zhukov will sign on behalf of the Soviet High Command. The German representatives will be Field Marshal Keitel, Chief of the High Command and the Commanders-in-Chief of theGerman Army, Navy and Air Forces.<\/p>\n\n\n\n<p>Hostilities will end officially at one minute after midnight tonight, Tuesday the 8th of May, one minute after midnight tonight, Tuesday the 8th of May. But in the interest of saving lives, the ceasefire began yesterday to be sounded all along the fronts and our dear Channel Islands are also to be freed today.<\/p>\n\n\n\n<p>The Germans are still in places resisting the Russian troops but should they continue to do so after midnight, they will of course deprive themselves of the protection of the laws of war and will be attacked from all quarters by the allied troops. It is not surprising that on such long fronts and in the existing disorder of the enemy, the commands of the German High Command could not in every case have been obeyed immediately. This does not, in our opinion, with the best military advice at our disposal, constitute any reason for withholding from the nation the facts communicated to us by General Eisenhower of the unconditional surrender already signed at Reims, nor should it prevent us from celebrating today and tomorrow, Wednesday, as victory in Europe day.<\/p>\n\n\n\n<p>Today perhaps we shall think the mostly of ourselves; tomorrow we shall pay a particular tribute to the heroic Russian comrades whose prowess in the field has been one of the grand contributions to the general victory.The German war is therefore at an end. After years of intense preparations, Germany hurled herself on Poland at the beginning of September 1939 and in pursuance of our guarantee to Poland and in common with the French Republic, Great Britain, the British Empire and Commonwealth of Nations declared war upon this foul aggression.<\/p>\n\n\n\n<p>After gallant France had been struck down, we, from this island and from our united Empire maintained the struggle single-handed for a whole year until we were joined by the military might of Soviet Russia and later by the overwhelming power and resources of the United States of America.Finally, almost the whole world was combined against the evil doers, who are now prostrate before us. Our gratitude to all our splendid allies goes forth from all our hearts in this island and throughout the British Empire.<\/p>\n\n\n\n<p>We may allow ourselves a brief period of rejoicing, but let us not forget for a moment the toils and efforts that lie ahead. Japan, with all her treachery and greed, remains unsubdued. The injuries she has inflicted upon Great Britain, the United States and other countries and her detestable cruelties call for justice and retribution. We must now devote all our strength and resources to the completion of our task both at home and abroad.<\/p>\n\n\n\n<p>Advance Britannia! Long live the cause of freedom! God save the King!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle:<\/span><br><br>&#8222;Statement by Winston Churchill (London, 8 May 1945)&#8220;, <strong>\u00a9 CVCE.EU <em>by<\/em> UNI.LU<\/strong>, <strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.cvce.eu\/\"><strong>www.cvce.eu<\/strong><\/a>, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.cvce.eu\/de\/obj\/statement_by_winston_churchill_london_8_may_1945-en-fd1439d5-e902-4e58-b223-fcc2d4c5b441.html\">https:\/\/www.cvce.eu\/de\/obj\/statement_by_winston_churchill_london_8_may_1945-en-fd1439d5-e902-4e58-b223-fcc2d4c5b441.html<\/a> (8. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Gestern Morgen um 2.41 Uhr im Hauptquartier von General Eisenhower unterzeichneten General Jodl, der Vertreter des deutschen Oberkommandos, und Gro\u00dfadmiral D\u00f6nitz, das designierte Oberhaupt des deutschen Staates, die Akte \u00fcber die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Land-, See- und Luftstreitkr\u00e4fte in Europa vor den alliierten Expeditionsstreitkr\u00e4ften und gleichzeitig vor dem sowjetischen Oberkommando. General Bedell Smith, Stabschef der Armee der Vereinigten Staaten, und General Fran\u00e7ois Sevez unterzeichneten das Dokument im Namen des Oberbefehlshabers der Alliierten Expeditionstruppen, und General Sousloparov unterzeichnete im Namen des russischen Oberkommandos.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute wird dieses Abkommen in Berlin ratifiziert und best\u00e4tigt, wo Lufthauptmarschall Tedder, stellvertretender Oberbefehlshaber der Alliierten Expeditionstruppen, und General De Lattre De Tassigny im Namen von General Eisenhower unterzeichnen werden. General Schukow wird im Namen des sowjetischen Oberkommandos unterzeichnen. Die deutschen Vertreter werden Feldmarschall Keitel, Chef des Oberkommandos und die Oberbefehlshaber des Heeres, der Marine und der Luftwaffe sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Feindseligkeiten werden heute Abend, Dienstag, den 8. Mai, um eine Minute nach Mitternacht offiziell beendet. Aber im Interesse der Rettung von Leben wurde gestern der Waffenstillstand an allen Fronten ausgerufen, und heute sollen auch unsere lieben Kanalinseln befreit werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Deutschen leisten noch immer an bestimmten Orten Widerstand gegen die russischen Truppen, aber sollten sie dies nach Mitternacht weiterhin tun, werden sie sich nat\u00fcrlich des Schutzes der Kriegsgesetze entziehen und von allen Seiten von den alliierten Truppen angegriffen werden. Es ist nicht verwunderlich, dass an so langen Fronten und in der bestehenden Unordnung des Feindes den Befehlen des deutschen Oberkommandos nicht in jedem Fall sofort Folge geleistet werden konnte. Dies ist unseres Erachtens mit dem besten milit\u00e4rischen Rat, der uns zur Verf\u00fcgung steht, kein Grund, der Nation die uns von General Eisenhower mitgeteilten Tatsachen der bereits in Reims unterzeichneten bedingungslosen Kapitulation vorzuenthalten, und sollte uns auch nicht davon abhalten, heute und morgen, am Mittwoch, den Tag des Sieges in Europa zu feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute werden wir vielleicht vor allem an uns selbst denken; morgen werden wir den heldenhaften russischen Genossen, die durch ihre Tapferkeit auf dem Feld einen der gro\u00dfen Beitr\u00e4ge zum allgemeinen Sieg geleistet haben, eine besondere Ehre erweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Krieg ist damit zu Ende. Nach Jahren intensiver Vorbereitungen st\u00fcrzte sich Deutschland Anfang September 1939 auf Polen, und in Verfolgung unserer Garantie f\u00fcr Polen und gemeinsam mit der Franz\u00f6sischen Republik erkl\u00e4rten Gro\u00dfbritannien, das Britische Empire und der Commonwealth of Nations dieser sch\u00e4ndlichen Aggression den Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das tapfere Frankreich niedergeschlagen worden war, f\u00fchrten wir, von dieser Insel und von unserem vereinigten Reich aus, den Kampf ein ganzes Jahr lang allein weiter, bis sich uns die milit\u00e4rische Macht Sowjetrusslands und sp\u00e4ter die \u00fcberw\u00e4ltigende Macht und die Ressourcen der Vereinigten Staaten von Amerika anschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich wurde fast die ganze Welt gegen die \u00dcbelt\u00e4ter vereint, die sich nun vor uns niederwerfen. Unsere Dankbarkeit gegen\u00fcber all unseren gro\u00dfartigen Verb\u00fcndeten geht von ganzem Herzen auf dieser Insel und im gesamten Britischen Empire aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6gen uns eine kurze Zeit des Jubels g\u00f6nnen, aber vergessen wir nicht f\u00fcr einen Augenblick die M\u00fchen und Anstrengungen, die vor uns liegen. Japan, mit all seinem Verrat und seiner Gier, bleibt unbeugsam. Die Verletzungen, die Japan Gro\u00dfbritannien, den Vereinigten Staaten und anderen L\u00e4ndern zugef\u00fcgt hat, und seine abscheulichen Grausamkeiten verlangen nach Gerechtigkeit und Vergeltung. Wir m\u00fcssen nun all unsere Kr\u00e4fte und Ressourcen f\u00fcr die Erf\u00fcllung unserer Aufgabe im In- und Ausland einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorw\u00e4rts, Britannia! Lang lebe die Sache der Freiheit! Gott sch\u00fctze den K\u00f6nig!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"degaulle\">Charles de Gaulle<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>&#8222;La guerre est gagn\u00e9e! Voici la Victoire! C\u2019est la Victoire des Nations Unies et c\u2019est la Victoire de la France!<\/p>\n\n\n\n<p>L&#8217;ennemi allemand vient de capituler devant les arm\u00e9es alli\u00e9es de l\u2019Ouest et de l\u2019Est. Le Commandement fran\u00e7ais \u00e9tait pr\u00e9sent et partie \u00e0 l\u2019acte de capitulation. Dans l\u2019\u00e9tat de d\u00e9sorganisation o\u00f9 se trouvent les pouvoirs publics et le commandement militaire allemands, il est possible que certains groupes ennemis veuillent, \u00e7a et l\u00e0, prolonger pour leur propre compte une r\u00e9sistance sans issue. Mais l\u2019Allemagne est abattue et elle a sign\u00e9 son d\u00e9sastre!<\/p>\n\n\n\n<p>Tandis que les rayons de la Gloire font une fois de plus resplendir nos drapeaux, la patrie porte sa pens\u00e9e etson amour d\u2019abord vers ceux qui sont morts pour elle, ensuite vers ceux qui ont, pour son service, tant combattu et tant souffert! Pas un effort de ses soldats, de ses marins, de ses aviateurs, pas un acte de courage ou d\u2019abn\u00e9gation de ses fils et de ses filles, pas une souffrance de ses hommes et de ses femmes prisonniers, pas un deuil, pas un sacrifice, pas une larme, n\u2019auront donc \u00e9t\u00e9 perdus!<\/p>\n\n\n\n<p>Dans la joie et la fiert\u00e9 nationale, le peuple fran\u00e7ais adresse son fraternel salut \u00e0 ses vaillants alli\u00e9s qui, comme lui, pour la m\u00eame cause que lui, ont durement, longuement, prodigu\u00e9 leurs peines, \u00e0 leurs h\u00e9ro\u00efques arm\u00e9es et aux chefs qui les commandent, \u00e0 tous ces hommes et \u00e0 toutes ces femmes qui, dans le monde, ont lutt\u00e9, p\u00e2ti, travaill\u00e9, pour que l\u2019emportent, \u00e0 la fin des fins, la justice et la libert\u00e9.<\/p>\n\n\n\n<p>Honneur! Honneur pour toujours, \u00e0 nos arm\u00e9es et \u00e0 leurs chefs! Honneur \u00e0 notre peuple, que des \u00e9preuves terribles n\u2019ont pu r\u00e9duire, ni fl\u00e9chir! Honneur aux Nations Unies, qui ont m\u00eal\u00e9 leur sang \u00e0 notre sang, leurs peines \u00e0 nos peines, leur esp\u00e9rance \u00e0 notre esp\u00e9rance et qui, aujourd\u2019hui, triomphent avec nous.<\/p>\n\n\n\n<p>Ah! Vive la France!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle:<\/span><br><br>&#8222;Discours radiodiffus\u00e9 de Charles de Gaulle (8 mai 1945)&#8220;, <strong>\u00a9 CVCE.EU <em>by<\/em> UNI.LU<\/strong>, <strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.cvce.eu\/\"><strong>www.cvce.eu<\/strong><\/a>, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.cvce.eu\/en\/obj\/broadcast_speech_by_charles_de_gaulle_8_may_1945-en-9fcf1573-31c9-4539-a5db-eb01178d30c3.html\">https:\/\/www.cvce.eu\/en\/obj\/broadcast_speech_by_charles_de_gaulle_8_may_1945-en-9fcf1573-31c9-4539-a5db-eb01178d30c3.html<\/a> (8. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Der Krieg ist gewonnen! Der Sieg ist da! Dies ist der Sieg der Vereinten Nationen und dies ist der Sieg Frankreichs!<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Feind hat sich soeben den alliierten Armeen im Westen und im Osten ergeben. Das franz\u00f6sische Kommando war anwesend und an dem Akt der Kapitulation beteiligt. In dem Zustand der Desorganisation, in dem sich die deutschen Beh\u00f6rden und die milit\u00e4rische F\u00fchrung befinden, ist es m\u00f6glich, dass bestimmte feindliche Gruppen ihren ausweglosen Widerstand auf eigene Rechnung verl\u00e4ngern wollen. Aber Deutschland ist am Boden und hat seinen Untergang besiegelt!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Glanz des Ruhmes wieder auf unsere Fahnen strahlt, tr\u00e4gt das Vaterland seine Gedanken und seine Liebe zuerst zu denen, die daf\u00fcr gestorben sind, und dann zu denen, die so viel f\u00fcr seinen Dienst gek\u00e4mpft und gelitten haben! Nicht eine Anstrengung ihrer Soldaten, Matrosen, Flieger, nicht ein Akt des Mutes oder der Selbstaufopferung ihrer S\u00f6hne und T\u00f6chter, nicht ein Leiden ihrer gefangenen M\u00e4nner und Frauen, nicht eine Klage, nicht ein Opfer, nicht eine Tr\u00e4ne wird verloren gegangen sein!<\/p>\n\n\n\n<p>In Freude und Nationalstolz sendet das franz\u00f6sische Volk seine br\u00fcderlichen Gr\u00fc\u00dfe an seine tapferen Verb\u00fcndeten, ihre heldenhaften Armeen und die F\u00fchrer, die sie befehligen, die eine harte und lange Zeit schwere Sorgen trugen, an all jene M\u00e4nner und Frauen, die, wie sie, f\u00fcr die gleiche Sache wie sie in der ganzen Welt gek\u00e4mpft, gelitten und gearbeitet haben, damit am Ende Gerechtigkeit und Freiheit siegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ehre! Ehre f\u00fcr immer, unseren Armeen und ihren F\u00fchrern! Ehre f\u00fcr unser Volk, das durch die schrecklichen Pr\u00fcfungen weder geschw\u00e4cht noch entmutigt werden konnte! Ehre f\u00fcr die Vereinten Nationen, die ihr Blut mit unserem Blut vermischt haben, ihre Sorgen mit unseren Sorgen, ihre Hoffnung mit unserer Hoffnung, und die heute mit uns triumphieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ah, lang lebe Frankreich!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"stalin\">Josef Stalin<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>&#8222;\u041e\u0411\u0420\u0410\u0429\u0415\u041d\u0418\u0415 \u0421\u0422\u0410\u041b\u0418\u041d\u0410 \u041a \u041d\u0410\u0420\u041e\u0414\u0423, 9 \u043c\u0430\u044f 1945 \u0433.<\/p>\n\n\n\n<p>\u0422\u043e\u0432\u0430\u0440\u0438\u0449\u0438! \u0421\u043e\u043e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0438\u043a\u0438 \u0438 \u0441\u043e\u043e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0438\u0446\u044b! \u041d\u0430\u0441\u0442\u0443\u043f\u0438\u043b \u0432\u0435\u043b\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0434\u0435\u043d\u044c \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u044b \u043d\u0430\u0434 \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u0435\u0439. \u0424\u0430\u0448\u0438\u0441\u0442\u0441\u043a\u0430\u044f \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u044f, \u043f\u043e\u0441\u0442\u0430\u0432\u043b\u0435\u043d\u043d\u0430\u044f \u043d\u0430 \u043a\u043e\u043b\u0435\u043d\u0438 \u041a\u0440\u0430\u0441\u043d\u043e\u0439 \u0410\u0440\u043c\u0438\u0435\u0439 \u0438 \u0432\u043e\u0439\u0441\u043a\u0430\u043c\u0438 \u043d\u0430\u0448\u0438\u0445 \u0441\u043e\u044e\u0437\u043d\u0438\u043a\u043e\u0432, \u043f\u0440\u0438\u0437\u043d\u0430\u043b\u0430 \u0441\u0435\u0431\u044f \u043f\u043e\u0431\u0435\u0436\u0434\u0435\u043d\u043d\u043e\u0439 \u0438 \u043e\u0431\u044a\u044f\u0432\u0438\u043b\u0430 \u0431\u0435\u0437\u043e\u0433\u043e\u0432\u043e\u0440\u043e\u0447\u043d\u0443\u044e \u043a\u0430\u043f\u0438\u0442\u0443\u043b\u044f\u0446\u0438\u044e.<\/p>\n\n\n\n<p>7 \u043c\u0430\u044f \u0431\u044b\u043b \u043f\u043e\u0434\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d \u0432 \u0433\u043e\u0440\u043e\u0434\u0435 \u0420\u0435\u0439\u043c\u0441\u0435 \u043f\u0440\u0435\u0434\u0432\u0430\u0440\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u044b\u0439 \u043f\u0440\u043e\u0442\u043e\u043a\u043e\u043b \u043a\u0430\u043f\u0438\u0442\u0443\u043b\u044f\u0446\u0438\u0438. 8 \u043c\u0430\u044f \u043f\u0440\u0435\u0434\u0441\u0442\u0430\u0432\u0438\u0442\u0435\u043b\u0438 \u043d\u0435\u043c\u0435\u0446\u043a\u043e\u0433\u043e \u0433\u043b\u0430\u0432\u043d\u043e\u043a\u043e\u043c\u0430\u043d\u0434\u043e\u0432\u0430\u043d\u0438\u044f \u0432 \u043f\u0440\u0438\u0441\u0443\u0442\u0441\u0442\u0432\u0438\u0438 \u043f\u0440\u0435\u0434\u0441\u0442\u0430\u0432\u0438\u0442\u0435\u043b\u0435\u0439 \u0412\u0435\u0440\u0445\u043e\u0432\u043d\u043e\u0433\u043e \u041a\u043e\u043c\u0430\u043d\u0434\u043e\u0432\u0430\u043d\u0438\u044f \u0441\u043e\u044e\u0437\u043d\u044b\u0445 \u0432\u043e\u0439\u0441\u043a \u0438 \u0412\u0435\u0440\u0445\u043e\u0432\u043d\u043e\u0433\u043e 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\u043d\u0438 \u0440\u0430\u0441\u0447\u043b\u0435\u043d\u044f\u0442\u044c, \u043d\u0438 \u0443\u043d\u0438\u0447\u0442\u043e\u0436\u0430\u0442\u044c \u0413\u0435\u0440\u043c\u0430\u043d\u0438\u044e.<\/p>\n\n\n\n<p>\u0422\u043e\u0432\u0430\u0440\u0438\u0449\u0438! \u0412\u0435\u043b\u0438\u043a\u0430\u044f \u041e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0430\u044f \u0432\u043e\u0439\u043d\u0430 \u0437\u0430\u0432\u0435\u0440\u0448\u0438\u043b\u0430\u0441\u044c \u043d\u0430\u0448\u0435\u0439 \u043f\u043e\u043b\u043d\u043e\u0439 \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u043e\u0439. \u041f\u0435\u0440\u0438\u043e\u0434 \u0432\u043e\u0439\u043d\u044b \u0432 \u0415\u0432\u0440\u043e\u043f\u0435 \u043a\u043e\u043d\u0447\u0438\u043b\u0441\u044f. \u041d\u0430\u0447\u0430\u043b\u0441\u044f \u043f\u0435\u0440\u0438\u043e\u0434 \u043c\u0438\u0440\u043d\u043e\u0433\u043e \u0440\u0430\u0437\u0432\u0438\u0442\u0438\u044f.<\/p>\n\n\n\n<p>\u0421 \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u043e\u0439 \u0432\u0430\u0441, \u043c\u043e\u0438 \u0434\u043e\u0440\u043e\u0433\u0438\u0435 \u0441\u043e\u043e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0438\u043a\u0438 \u0438 \u0441\u043e\u043e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0438\u0446\u044b!<\/p>\n\n\n\n<p>\u0421\u043b\u0430\u0432\u0430 \u043d\u0430\u0448\u0435\u0439 \u0433\u0435\u0440\u043e\u0438\u0447\u0435\u0441\u043a\u043e\u0439 \u041a\u0440\u0430\u0441\u043d\u043e\u0439 \u0410\u0440\u043c\u0438\u0438, \u043e\u0442\u0441\u0442\u043e\u044f\u0432\u0448\u0435\u0439 \u043d\u0435\u0437\u0430\u0432\u0438\u0441\u0438\u043c\u043e\u0441\u0442\u044c \u043d\u0430\u0448\u0435\u0439 \u0420\u043e\u0434\u0438\u043d\u044b \u0438 \u0437\u0430\u0432\u043e\u0435\u0432\u0430\u0432\u0448\u0435\u0439 \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u0443 \u043d\u0430\u0434 \u0432\u0440\u0430\u0433\u043e\u043c!<\/p>\n\n\n\n<p>\u0421\u043b\u0430\u0432\u0430 \u043d\u0430\u0448\u0435\u043c\u0443 \u0432\u0435\u043b\u0438\u043a\u043e\u043c\u0443 \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u0443, \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u0443-\u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u0438\u0442\u0435\u043b\u044e!<\/p>\n\n\n\n<p>\u0412\u0435\u0447\u043d\u0430\u044f \u0441\u043b\u0430\u0432\u0430 \u0433\u0435\u0440\u043e\u044f\u043c, \u043f\u0430\u0432\u0448\u0438\u043c \u0432 \u0431\u043e\u044f\u0445 \u0441 \u0432\u0440\u0430\u0433\u043e\u043c \u0438 \u043e\u0442\u0434\u0430\u0432\u0448\u0438\u043c \u0441\u0432\u043e\u044e \u0436\u0438\u0437\u043d\u044c \u0437\u0430 \u0441\u0432\u043e\u0431\u043e\u0434\u0443 \u0438 \u0441\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c\u0435 \u043d\u0430\u0448\u0435\u0433\u043e \u043d\u0430\u0440\u043e\u0434\u0430!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle:<\/span><br><br>Russische Milit\u00e4rhistorische Gesellschaft,<br>\u0418\u0441\u0442\u043e\u0447\u043d\u0438\u043a \u0438\u043d\u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0446\u0438\u0438 &#8211; \u043f\u043e\u0440\u0442\u0430\u043b \u0418\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f.\u0420\u0424, <a href=\"https:\/\/histrf.ru\/lenta-vremeni\/event\/view\/dien-pobiedy-9-maia\">https:\/\/histrf.ru\/lenta-vremeni\/event\/view\/dien-pobiedy-9-maia<\/a> (8. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Genossen! Mitb\u00fcrger und Mitb\u00fcrgerinnen!<\/p>\n\n\n\n<p>Der gro\u00dfe Tag des Sieges \u00fcber Deutschland ist gekommen. Von der Roten Armee und den Truppen unserer Verb\u00fcndeten auf die Knie gezwungen, hat sich das faschistische Deutschland f\u00fcr besiegt erkl\u00e4rt und bedingungslos kapituliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Mai wurde in Reims ein vorl\u00e4ufiges Kapitulationsprotokoll unterzeichnet. Am 8. Mai haben in Berlin Vertreter des deutschen Oberkommandos im Beisein von Vertretern des Obersten Kommandos der verb\u00fcndeten Truppen und des Obersten Kommandos der Sowjettruppen die endg\u00fcltige Kapitulationsurkunde unterzeichnet, mit deren Verwirklichung am 8. Mai um 24 Uhr begonnen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir die Wolfsnatur der deutschen Machthaber kennen, die Vertr\u00e4ge und Abkommen als einen blo\u00dfen Fetzen Papier betrachten, haben wir keinen Grund, ihnen aufs Wort zu glauben. Seit heute morgen jedoch haben deutsche Truppen in Verwirklichung der Kapitulationsurkunde begonnen, in Massen die Waffen zu strecken und sich unseren Truppen gefangen zugeben. Das ist schon kein blo\u00dfer Papierfetzen mehr. Das ist die tats\u00e4chliche Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Allerdings sucht im Raume der Tschechoslowakei eine deutsche Heeresgruppe immer noch, sich der Kapitulation zu entziehen. Aber ich hoffe, dass es der Roten Armee gelingen wird, sie zur Besinnung zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt haben wir vollen Grund zu erkl\u00e4ren, dass der historische Tag der endg\u00fcltigen Niederwerfung Deutschlands, der Tag des gro\u00dfen Sieges unseres Volkes \u00fcber den deutschen Imperialismus gekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfen Opfer, die wir f\u00fcr die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit unseres Heimatlandes gebracht haben, die unermesslichen Entbehrungen und Leiden, die unser Volk w\u00e4hrend des Krieges zu erdulden hatte, die auf dem Altar des Vaterlandes dargebrachte angespannte Arbeit im Hinterland und an der Front sind nicht vergeblich gewesen, sondern durch den vollen Sieg \u00fcber den Feind gekr\u00f6nt worden. Der jahrhundertelange Kampf der slawischen V\u00f6lker um ihre Existenz und Unabh\u00e4ngigkeit hat mit dem Sieg \u00fcber die deutschen Okkupanten und die deutsche Tyrannei geendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Von nun an wird das gro\u00dfe Banner der V\u00f6lkerfreiheit und des V\u00f6lkerfriedens \u00fcber Europa wehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor drei Jahren verk\u00fcndete Hitler vor aller Welt, dass die Zerst\u00fcckelung der Sowjetunion, die Losrei\u00dfung des Kaukasus, der Ukraine, Bjeloru\u00dflands, der baltischen L\u00e4nder und anderer Sowjetgebiete zu seiner Aufgabe geh\u00f6rt. Er erkl\u00e4rte unumwunden: \u201eWir werden Russland vernichten, dass es sich niemals mehr erheben kann.\u201c Das war vor drei Jahren. Die wahnwitzigen Ideen Hitlers sollten jedoch nicht in Erf\u00fcllung gehen &#8211; im Verlaufe des Krieges sind sie wie Spreu im Winde verweht. Was in Wirklichkeit herauskam, ist das gerade Gegenteil dessen, wovon die Hitlerleute faselten. Deutschland ist aufs Haupt geschlagen. Die deutschen Truppen kapitulieren. Die Sowjetunion feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerst\u00fcckeln oder zu vernichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Genossen! Der Gro\u00dfe Vaterl\u00e4ndische Krieg hat mit unserem vollen Sieg geendet. Die Periode des Krieges in Europa ist zu Ende. Die Periode der friedlichen Entwicklung hat begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich begl\u00fcckw\u00fcnsche euch zum Siege, meine lieben Mitb\u00fcrger und Mitb\u00fcrgerinnen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ruhm und Ehre unserer heldenhaften Roten Armee, die die Unabh\u00e4ngigkeit unserer Heimat behauptete und den Sieg \u00fcber den Feind errungen hat!<\/p>\n\n\n\n<p>Ruhm und Ehre unserem gro\u00dfen Volke, dem Siegervolk!<\/p>\n\n\n\n<p>Ewiger Ruhm den in den K\u00e4mpfen gegen den Feind gefallenen Helden, die ihr Leben hingaben f\u00fcr die Freiheit und das Gl\u00fcck unseres Volkes!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle der deutschen \u00dcbersetzung:<\/span><br><br>J.W. Stalin, Ansprache an das sowjetische Volk am 9. Mai 1945, online unter: zeitgeschichte|online, <a href=\"https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/sites\/default\/files\/media\/stalin45.pdf\">https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/sites\/default\/files\/media\/stalin45.pdf<\/a> (8. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"truman\">Harry S. Truman<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>&#8222;This is a solemn but a glorious hour. I only wish that Franklin D. Roosevelt had lived to witness this day. General Eisenhower informs me that the forces of Germany have surrendered to the United Nations. The flags of freedom fly over all Europe.<\/p>\n\n\n\n<p>For this victory, we join in offering our thanks to the Providence which has guided and sustained us through the dark days of adversity.<\/p>\n\n\n\n<p>Our rejoicing is sobered and subdued by a supreme consciousness of the terrible price we have paid to rid the world of Hitler and his evil band. Let us not forget, my fellow Americans, the sorrow and the heartache which today abide in the homes of so many of our neighbors\u2014neighbors whose most priceless possession has been rendered as a sacrifice to redeem our liberty.<\/p>\n\n\n\n<p>We can repay the debt which we owe to our God, to our dead and to our children only by work\u2014by ceaseless devotion to the responsibilities which lie ahead of us. If I could give you a single watchword for the coming months, that word is\u2014work, work, and more work.<\/p>\n\n\n\n<p>We must work to finish the war. Our victory is but half-won. The West is free, but the East is still in bondage to the treacherous tyranny of the Japanese. When the last Japanese division has surrendered unconditionally, then only will our fighting job be done.<\/p>\n\n\n\n<p>We must work to bind up the wounds of a suffering world\u2014to build an abiding peace, a peace rooted in justice and in law. We can build such a peace only by hard, toilsome, painstaking work\u2014by understanding and working with our allies in peace as we have in war.<\/p>\n\n\n\n<p>The job ahead is no less important, no less urgent, no less difficult than the task which now happily is done.<\/p>\n\n\n\n<p>I call upon every American to stick to his post until the last battle is won. Until that day, let no man abandon his post or slacken his efforts. And now, I want to read to you my formal proclamation of this occasion:<\/p>\n\n\n\n<p>A Proclamation\u2014The Allied armies, through sacrifice and devotion and with God&#8217;s help, have wrung from Germany a final and unconditional surrender. The western world has been freed of the evil forces which for five years and longer have imprisoned the bodies and broken the lives of millions upon millions of free-born men. They have violated their churches, destroyed their homes, corrupted their children, and murdered their loved ones. Our Armies of Liberation have restored freedom to these suffering peoples, whose spirit and will the oppressors could never enslave.<\/p>\n\n\n\n<p>Much remains to be done. The victory won in the West must now be won in the East. The whole world must be cleansed of the evil from which half the world has been freed. United, the peace-loving nations have demonstrated in the West that their arms are stronger by far than the might of the dictators or the tyranny of military cliques that once called us soft and weak. The power of our peoples to defend themselves against all enemies will be proved in the Pacific war as it has been proved in Europe.<\/p>\n\n\n\n<p>For the triumph of spirit and of arms which we have won, and for its promise to the peoples everywhere who join us in the love of freedom, it is fitting that we, as a nation, give thanks to Almighty God, who has strengthened us and given us the victory.<\/p>\n\n\n\n<p>Now, therefore, I, Harry S. Truman, President of the United States of America, do hereby appoint Sunday, May 13, 1945, to be a day of prayer.<\/p>\n\n\n\n<p>I call upon the people of the United States, whatever their faith, to unite in offering joyful thanks to God for the victory we have won, and to pray that He will support us to the end of our present struggle and guide us into the ways of peace.<\/p>\n\n\n\n<p>I also call upon my countrymen to dedicate this day of prayer to the memory of those who have given their lives to make possible our victory.<\/p>\n\n\n\n<p>In Witness Whereof, I have hereunto set my hand and caused the seal of the United States of America to be affixed.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle:<\/span><br><br>&#8222;May 8, 1945: Announcing the Surrender of Germany&#8220;, University of Virginia, Miller Center, online unter:<br><a href=\"https:\/\/millercenter.org\/the-presidency\/presidential-speeches\/may-8-1945-announcing-surrender-germany\">https:\/\/millercenter.org\/the-presidency\/presidential-speeches\/may-8-1945-announcing-surrender-germany<\/a> (8. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Dies ist eine feierliche, aber auch glorreiche Stunde. Ich w\u00fcnschte nur, Franklin D. Roosevelt h\u00e4tte diesen Tag noch erleben k\u00f6nnen. General Eisenhower teilt mir mit, dass die deutschen Streitkr\u00e4fte vor den Vereinten Nationen kapituliert haben. Die Flaggen der Freiheit wehen \u00fcber ganz Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diesen Sieg danken wir gemeinsam der Vorsehung, die uns durch die dunklen Tage der Not gef\u00fchrt und gest\u00fctzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Jubel ist ern\u00fcchtert und ged\u00e4mpft durch das h\u00f6chste Bewusstsein des schrecklichen Preises, den wir bezahlt haben, um die Welt von Hitler und seiner b\u00f6sen Horde zu befreien. Lassen Sie uns, meine amerikanischen Mitb\u00fcrger, nicht die Trauer und das Leid vergessen, die heute in den H\u00e4usern so vieler unserer Nachbarn herrschen &#8211; Nachbarn, deren unsch\u00e4tzbarster Besitz als Opfer gebracht wurde, um unsere Freiheit zu erkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen die Verpflichtung, die wir unserem Gott, unseren Toten und unseren Kindern schulden, nur durch Arbeit zur\u00fcckzahlen &#8211; durch unaufh\u00f6rliche Hingabe an die Verantwortung, die vor uns liegt. Wenn ich Ihnen f\u00fcr die kommenden Monate ein einziges Losungswort nennen darf, so lautet dieses Wort: Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen arbeiten, um den Krieg zu beenden. Unser Sieg ist nur halb gewonnen. Der Westen ist frei, aber der Osten ist immer noch der verr\u00e4terischen Tyrannei der Japaner ausgeliefert. Wenn die letzte japanische Division bedingungslos kapituliert hat, dann ist unsere k\u00e4mpferische Arbeit erst getan.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen daran arbeiten, die Wunden einer leidenden Welt zu verbinden &#8211; um einen dauerhaften Frieden zu schaffen, einen Frieden, der in Gerechtigkeit und Recht verwurzelt ist. Wir k\u00f6nnen einen solchen Frieden nur durch harte, anstrengende und m\u00fchsame Arbeit schaffen &#8211; indem wir unsere Verb\u00fcndeten im Frieden verstehen und mit ihnen zusammenarbeiten, wie wir es im Krieg getan haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit, die vor uns liegt, ist nicht weniger wichtig, nicht weniger dringend und nicht weniger schwierig als die Aufgabe, die jetzt gl\u00fccklicherweise erledigt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich rufe jeden Amerikaner auf, auf seinem Posten zu bleiben, bis die letzte Schlacht gewonnen ist. Bis zu diesem Tag darf niemand seinen Posten verlassen oder in seinen Bem\u00fchungen nachlassen. Und nun m\u00f6chte ich Ihnen meine offizielle Proklamation dieses Ereignisses verlesen:<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Proklamation &#8211; Die alliierten Armeen haben Deutschland durch Opfer und Hingabe und mit Gottes Hilfe eine endg\u00fcltige und bedingungslose Kapitulation abgerungen. Die westliche Welt ist von den b\u00f6sen M\u00e4chten befreit worden, die f\u00fcnf Jahre und l\u00e4nger die Leiber von Millionen und Abermillionen frei geborener M\u00e4nner gefangen gehalten und ihr Leben zerst\u00f6rt haben. Sie haben ihre Kirchen gesch\u00e4ndet, ihre H\u00e4user zerst\u00f6rt, ihre Kinder verdorben und ihre Lieben ermordet. Unsere Befreiungsarmeen haben diesen leidenden V\u00f6lkern, deren Geist und Wille die Unterdr\u00fccker niemals versklaven konnten, die Freiheit zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt noch viel zu tun. Der im Westen errungene Sieg muss jetzt im Osten errungen werden. Die ganze Welt muss von dem \u00dcbel gereinigt werden, von dem die H\u00e4lfte der Welt befreit wurde. Vereint haben die friedliebenden Nationen im Westen bewiesen, dass ihre Waffen bei weitem st\u00e4rker sind als die Macht der Diktatoren oder die Tyrannei der Milit\u00e4rcliquen, die uns einst weich und schwach nannten. Die Kraft unserer V\u00f6lker, sich gegen alle Feinde zu verteidigen, wird sich im Pazifikkrieg beweisen, wie es auch in Europa bewiesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Triumph des Geistes und der Waffen, den wir errungen haben, und f\u00fcr sein Versprechen an die V\u00f6lker allerorts, die sich uns in der Liebe zur Freiheit anschlie\u00dfen, ist es angebracht, dass wir als Nation dem allm\u00e4chtigen Gott danken, der uns gest\u00e4rkt und den Sieg geschenkt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ernenne ich, Harry S. Truman, Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika, hiermit den Sonntag, den 13. Mai 1945, zu einem Tag des Gebets.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich appelliere an das Volk der Vereinigten Staaten, unabh\u00e4ngig von seinem Glauben, sich zusammenzuschlie\u00dfen und Gott freudig f\u00fcr den Sieg zu danken, den wir errungen haben, und zu beten, dass er uns bis zum Ende unseres gegenw\u00e4rtigen Kampfes unterst\u00fctzt und uns auf die Wege des Friedens f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich rufe auch meine Landsleute auf, diesen Gebetstag dem Gedenken an diejenigen zu widmen, die ihr Leben gegeben haben, um unseren Sieg zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dessen Zeugnis habe ich darauf meine Hand gelegt und die Anbringung des Siegels der Vereinigten Staaten von Amerika veranlasst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"doenitz\">Karl D\u00f6nitz<\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Deutsche M\u00e4nner und Frauen!<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Ansprache am 1.Mai, in der ich dem deutschen Volk den Tod des F\u00fchrers und meine Bestimmung zu seinem Nachfolger mitteilte, habe ich es als meine erste Aufgabe bezeichnet, das Leben deutscher Menschen zu retten. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich in der Nacht vom 6. zum 7. Mai dem Oberkommando der Wehrmacht den Auftrag gegeben, die bedingungslose Kapitulation f\u00fcr alle k\u00e4mpfenden Truppen auf allen Kriegsschaupl\u00e4tzen zu erkl\u00e4ren. Am 8. Mai 23 Uhr schweigen die Waffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in unz\u00e4hligen Schlachten bew\u00e4hrten Soldaten der deutschen Wehrmacht treten den bitteren Weg in die Gefangenschaft an und bringen damit das letzte Opfer f\u00fcr das Leben von Frauen und Kindern und f\u00fcr die Zukunft unseres Volkes. Wir verneigen uns vor ihrer tausendfach bewiesenen Tapferkeit und der Opfertat der Gefallenen und der Gefangenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe dem deutschen Volk zugesagt, in der kommenden Notzeit bestrebt zu sein, unseren tapferen Frauen, M\u00e4nnern und Kindern, so weit dies in meiner Macht steht, ertr\u00e4gliche Lebensbedingungen zu schaffen. Ob ich dazu beitragen kann, euch in dieser harten Zeit zu helfen, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen den Tatsachen klar ins Gesicht sehen. Die Grundlagen, auf denen das Deutsche Reich sich aufbaute, sind zerborsten. Die Einheit von Staat und Partei besteht nicht mehr. Die Partei ist vom Schauplatz ihrer Wirksamkeit abgetreten. Mit der Besetzung Deutschlands liegt die Macht bei den Besatzungsm\u00e4chten. Es liegt in ihrer Hand, ob ich und die von mir bestellte Reichsregierung t\u00e4tig sein kann oder nicht. Kann ich durch meine Amtst\u00e4tigkeit unserem Vaterlande n\u00fctzen und helfen, dann bleibe ich im Amt, bis der Wille des deutschen Volkes in der Bestellung eines Staatsoberhauptes Ausdruck finden kann oder die Besatzungsm\u00e4chte mir die Fortf\u00fchrung meines Amtes unm\u00f6glich machen. Denn mich halten nur die Liebe zu Deutschland und die Pflicht auf meinem schweren Posten. Ich bleibe nicht eine Stunde l\u00e4nger, als ich ohne R\u00fccksicht auf meine Person es mit der W\u00fcrde vereinbaren kann, die ich dem Reiche schulde, dessen oberster Repr\u00e4sentant ich bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben alle einen schweren Weg vor uns. Wir m\u00fcssen ihn in der W\u00fcrde, der Tapferkeit und der Disziplin gehen, die das Andenken unserer Gefallenen von uns fordert. Wir m\u00fcssen ihn mit dem Willen zur Anspornung aller unserer Arbeits\u2010 und Leistungskraft gehen, ohne die wir uns keine Lebensgrundlage schaffen k\u00f6nnen. Wir wollen ihn in der Einigkeit und Gerechtigkeit gehen, ohne die wir die Not der kommenden Zeit nicht \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Wir d\u00fcrfen ihn in der Hoffnung gehen, dass unsere Kinder einmal in einem befriedeten Europa gesichertes Dasein haben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will auf diesem dornenreichen Weg nicht hinter Euch zur\u00fcckbleiben. Gebietet mir die Pflicht, in meinem Amt zu bleiben, dann werde ich versuchen euch zu helfen, so weit ich irgend kann. Gebietet mir die Pflicht zu gehen, so soll auch dieser Schritt ein Dienst an Volk und Reich sein.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle: <\/span><br><br>Sender Flensburg: Rundfunkansprache von Gro\u00dfadmiral D\u00f6nitz zur Kapitulation des Deutschen Reiches, online unter: Demokratiezentrum Wien, <a href=\"http:\/\/www.demokratiezentrum.org\/fileadmin\/media\/img\/Gedenktage\/GO_4.1_Doenitz_Flensburg.pdf\">http:\/\/www.demokratiezentrum.org\/fileadmin\/media\/img\/Gedenktage\/GO_4.1_Doenitz_Flensburg.pdf<\/a> (10. Mai 2020)<br><br>Korrekturen am Text anhand der Radioaufzeichnung durchgef\u00fchrt, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.radiobremen.de\/nordwestradio\/audio146966-popup.html\">https:\/\/www.radiobremen.de\/nordwestradio\/audio146966-popup.html<\/a> (10. Mai 2020)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons aligncenter is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--13\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kontrollabkommen1\">Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4. Juli 1945 (Erstes Kontrollabkommen)<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p>&#8222;Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4.&nbsp;Juli 1945 [Erstes Kontrollabkommen]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches von Gro\u00dfbritannien und \nNordirland, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der \nSozialistischen Sowjetrepubliken und der Provisorischen Regierung der \nFranz\u00f6sischen Republik haben<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die am 1.&nbsp;November 1943 im Namen der Regierungen des  Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten Staaten von Amerika und der  Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in Moskau ver\u00f6ffentlichten  Erkl\u00e4rung, mit welcher diese drei Regierungen mitgeteilt haben, da\u00df sie  bez\u00fcglich der Notwendigkeit, \u00d6sterreich von der deutschen Herrschaft zu  befreien, \u00fcbereingekommen waren und da\u00df sie die Wiedererstehung eines  freien und unabh\u00e4ngigen \u00d6sterreich w\u00fcnschten;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die sp\u00e4ter vom Franz\u00f6sischen Nationalen  Befreiungskomitee in Algier am 16.&nbsp;November 1943 abgegebene Erkl\u00e4rung,  betreffend die Unabh\u00e4ngigkeit \u00d6sterreichs;<\/p>\n\n\n\n<p>Folgendes Abkommen geschlossen, betreffend das Alliierte Kontrollsystem, das in \u00d6sterreich bis zur Errichtung einer frei gew\u00e4hlten, von den vier M\u00e4chten anerkannten \u00f6sterreichischen Regierung funktionieren wird:<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 1.<br>Das Alliierte Kontrollsystem in \u00d6sterreich besteht aus einem Alliierten Rat, einem Exekutiv-Komitee und ihren von den vier beteiligten Regierungen ernannten St\u00e4ben, eine Organisation, die in ihrer Gesamtheit als \u201aAlliierte Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich\u2018 bezeichnet  wird.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 2.<br>a)&nbsp;Der Alliierte Rat setzt sich aus vier, jeweils von jeder der beteiligten Regierungen ernannten milit\u00e4rischen Kommissaren zusammen. Au\u00dfer ihren Funktionen als Mitglieder des Alliierten Rates haben die  milit\u00e4rischen Kommissare, jeder f\u00fcr sich, das Oberkommando der von ihrer  betreffenden Regierung zur Verf\u00fcgung gestellten Besatzungsstreitkr\u00e4fte  in \u00d6sterreich.<br>Die oberste Gewalt in \u00d6sterreich wird f\u00fcr die Fragen, die \u00d6sterreich in seiner Gesamtheit betreffen, von den milit\u00e4rischen Kommissaren in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Alliierten Rates gem\u00e4\u00df den von ihren entsprechenden Regierungen erhaltenen Weisungen ausge\u00fcbt. Mit diesem Vorbehalt \u00fcbt jeder milit\u00e4rische Kommissar als Oberstkommandierender der von seiner Regierung zur Verf\u00fcgung gestellten Besatzungsstreitkr\u00e4fte die h\u00f6chste Gewalt in der von diesen Streitkr\u00e4ften besetzten Zone aus. Jeder Oberstkommandierende hat in seiner Besatzungszone Vertreter der Land-, See- und Luftstreitkr\u00e4fte der anderen Oberstkommandierenden der  Besatzungstruppen in \u00d6sterreich zu Verbindungszwecken neben sich.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Der Alliierte Rat tritt wenigstens einmal innerhalb von zehn Tagen\n zusammen; au\u00dferdem tritt er auf Verlangen eines seiner Mitglieder zu \njedem Zeitpunkt zusammen. Die Beschl\u00fcsse des Rates werden einstimmig \ngefa\u00dft. Der Vorsitz des Alliierten Rates wird turnusweise von jedem der \nvier Mitglieder ausge\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Jeder milit\u00e4rische Kommissar wird von einem politischen Berater \nunterst\u00fctzt, der an den Sitzungen des Rates jedesmal, wenn es notwendig \nist, teilnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 3.<br>Das Exekutiv-Komitee besteht aus einem einen hohen Dienstrang  bekleidenden Vertreter jedes der vier Kommissare. Die Mitglieder des  Exekutiv-Komitees nehmen an den Sitzungen des Alliierten Rates teil,  wenn dies notwendig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 4.<br>a)&nbsp;Die von den betreffenden staatlichen Stellen ernannten St\u00e4be der  Alliierten Kommission in Wien gliedern sich in folgenderma\u00dfen  bezeichnete Abteilungen (\u201aDivisionen\u2018):<br>Milit\u00e4rische Angelegenheiten; Marine-Angelegenheiten; Luftfahrt-Angelegenheiten; Wirtschaft; Finanzwesen; Reparationen; \u00dcbergaben und Wiedergutmachungen; Inneres; Arbeit; Rechtsfragen; Kriegsgefangene und Versetzte Personen; Politik; und Transport.<br>In der Zahl und in den Befugnissen der Abteilungen k\u00f6nnen auf Grund der Erfahrungen \u00c4nderungen vorgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;An der Spitze jeder Abteilung stehen vier Funktion\u00e4re, einer von jeder Macht. Die Leiter der Abteilungen nehmen an den Sitzungen des Exekutiv-Komitees teil, deren Tagesordnung Angelegenheiten umfa\u00dft, welche die Arbeit ihrer Abteilungen ber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Die St\u00e4be der Abteilungen k\u00f6nnen Zivil- sowie Milit\u00e4r-Personen \numfassen. Desgleichen k\u00f6nnen sie in besonderen F\u00e4llen pers\u00f6nlich \nernannte Staatsangeh\u00f6rige anderer Vereinter Nationen umfassen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 5.<br>Der Alliierte Rat:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;Setzt auf Grund der Weisungen, die jeder Kommissar von seiner  Regierung erh\u00e4lt, die Pl\u00e4ne hinsichtlich der wichtigsten, milit\u00e4rischen,  politischen, wirtschaftlichen und anderen Fragen fest, die \u00d6sterreich in seiner Gesamtheit betreffen und fa\u00dft hier\u00fcber Beschl\u00fcsse;<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Gew\u00e4hrleistet eine angemessene Einheitlichkeit des Vorgehens in den Besatzungszonen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 6.<br>Das im Namen des Alliierten Rates handelnde Exekutiv-Komitee:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;Gew\u00e4hrleistet die Durchf\u00fchrung der Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates\n mittels der betreffenden Abteilungen der Alliierten Kommission, die in \nArtikel 4 angef\u00fchrt sind;<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Koordiniert die T\u00e4tigkeit der Abteilungen der Alliierten Kommission, pr\u00fcft alle Fragen, die ihm vom Alliierten Rat \u00fcberwiesen werden, und bereitet deren L\u00f6sung vor.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 7.<br>Die Abteilungen der Alliierten Kommission:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;Erstatten dem Alliierten Rat und dem Exekutiv-Komitee Gutachten.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;F\u00fchren die Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates durch, die ihnen vom Exekutiv-Komitee \u00fcberwiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 8.<br>Die vornehmlichsten Aufgaben der Alliierten Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich sind:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;Die Einhaltung der Bedingungen der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Niederlage  Deutschlands, die am 5.&nbsp;Juni 1945 in Berlin unterzeichnet wurde, in  \u00d6sterreich zu sichern;<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Die Trennung \u00d6sterreichs von Deutschland zu verwirklichen;<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;So bald als m\u00f6glich eine \u00f6sterreichische Zentralverwaltung zu errichten;<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;Die Errichtung einer frei gew\u00e4hlten \u00f6sterreichischen Regierung vorzubereiten;<\/p>\n\n\n\n<p>e)&nbsp;In der Zwischenzeit die geeigneten Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die  Verwaltung \u00d6sterreichs in hinreichender Weise sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 9.<br>W\u00e4hrend des Zeitraumes vor der Errichtung der \u00c4mter einer  \u00f6sterreichischen Zentralverwaltung, der so kurz als m\u00f6glich sein soll, wird die Durchf\u00fchrung der Beschl\u00fcsse der Alliierten Kommission, soweit sie ein Vorgehen in den verschiedenen Zonen erfordern, von den Besatzungsbeh\u00f6rden durchgef\u00fchrt. Jeder milit\u00e4rische Kommissar gibt in  seiner Eigenschaft als Oberstkommandierender auf Grund der Beschl\u00fcsse  des Alliierten Rates diesen Beh\u00f6rden die notwendigen Weisungen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 10.<br>Sobald die \u00c4mter einer \u00f6sterreichischen Zentralverwaltung in der Lage sind, in hinreichender Weise t\u00e4tig zu werden, wird ihnen die Aus\u00fcbung ihrer jeweiligen Funktionen hinsichtlich der Gesamtheit \u00d6sterreichs \u00fcbertragen; die Alliierte Kommission wird in der Folge ihre Aufgaben mittels dieser \u00c4mter erf\u00fcllen. Es steht dann den Abteilungen der Alliierten Kommission zu, die T\u00e4tigkeit der verschiedenen \u00c4mter zu \u00fcberwachen und ihnen die Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates und des Exekutiv-Komitees zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 11.<br>a)&nbsp;Es wird eine Alliierte Kommandantur (Komendatura) errichtet, die aus vier von ihren betreffenden Kommissaren ernannten Kommandanten,  einem f\u00fcr jede Macht, besteht, um die Verwaltung der Stadt Wien  gemeinsam zu leiten. Jeder der Kommandanten hat in seiner Eigenschaft  als Oberstkommandierender turnusweise den Vorsitz in diesem Organ.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Ein fachlicher Stab, der Angeh\u00f6rige jeder der vier M\u00e4chte umfa\u00dft, wird unter die Autorit\u00e4t der Alliierten Kommandantur gestellt und zur \u00dcberwachung und Kontrolle der T\u00e4tigkeit der Organe der Stadt Wien  eingerichtet, die die Gemeindedienste wahrzunehmen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Die Alliierte Kommandantur wird unter der allgemeinen Leitung des \nAlliierten Rates t\u00e4tig und erh\u00e4lt Weisungen im Wege des \nExekutiv-Komitees.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 12.<br>Die notwendige Verbindung mit den Regierungen der anderen vornehmlich interessierten Vereinten Nationen wird durch Milit\u00e4r-Missionen sichergestellt, welche diese Regierungen beim Alliierten&nbsp;Rat errichten (und die auch zivile Mitglieder umfassen k\u00f6nnen).<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 13.<br>Die Organisationen der Vereinten Nationen, die der Alliierte Rat zu einer T\u00e4tigkeit in \u00d6sterreich erm\u00e4chtigen kann, werden, was ihre T\u00e4tigkeit in diesem Lande anlangt, der Alliierten Kommission unterstellt und sind ihr verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 14.<br>Ein eigenes Abkommen zwischen den vier M\u00e4chten setzt die Art und den  Umfang der Weisungen und Ratschl\u00e4ge fest, welche die Alliierten \u00d6sterreich nach der Errichtung einer frei gew\u00e4hlten und von den vier  M\u00e4chten anerkannten \u00f6sterreichischen Regierung geben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lancaster House, London S. W. 1, am 4. Juli 1945.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vertreter der Regierung der Vereinigten Staaten in der Europ\u00e4ischen Beratungskommission:<br>John G. Winant<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vertreter der Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreiches in der Europ\u00e4ischen Beratungskommission:<br>Ronald I. Campbell<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vertreter der Provisorischen Regierung der Franz\u00f6sischen Republik in der Europ\u00e4ischen Beratungskommission:<br>R. Massigli<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vertreter der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in der Europ\u00e4ischen Beratungskommission:<br>F. Gusew&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:<br>Institut f\u00fcr Zeitgeschichte der Universit\u00e4t Innsbruck, \u00d6sterreich unter alliierter Besatzung 1945\u20131955, Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4. Juli 1945, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/eisterer.html#dok1\">https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/eisterer.html#dok1<\/a> (10. November 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--14\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kontrollabkommen2\">Abkommen zwischen den Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken und der Franz\u00f6sischen Republik \u00fcber den Kontrollapparat in \u00d6sterreich (Zweites Kontrollabkommen)<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Die Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches von Gro\u00dfbritannien und  Nordirland, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der  Sozialistischen Sowjet-Republiken und der Franz\u00f6sischen Republik (im  folgenden die \u201aVier M\u00e4chte\u2018 genannt):<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die Erkl\u00e4rung, die am 1.&nbsp;November 1943 in Moskau im \nNamen der Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten \nStaaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken \nabgegeben wurde, durch welche die drei Regierungen ihrer Zustimmung \nAusdruck gaben, da\u00df \u00d6sterreich von deutscher Herrschaft befreit werden \nsollte, und erkl\u00e4rten, da\u00df sie die Wiedererstehung eines freien und \nunabh\u00e4ngigen \u00d6sterreichs w\u00fcnschten, und im Hinblick auf die sp\u00e4ter \nerfolgte Erkl\u00e4rung von Algier vom 16.&nbsp;November 1943 des Franz\u00f6sischen \nNationalen Befreiungskomitees \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit \u00d6sterreichs;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die Errichtung einer von den Vier M\u00e4chten anerkannten  \u00f6sterreichischen Regierung als Ergebnis der am 25.&nbsp;November 1945  abgehaltenen freien Wahlen, unter Ber\u00fccksichtigung der Notwendigkeit,  Art und Machtbereich der \u00f6sterreichischen Regierung sowie die Funktionen der alliierten Beh\u00f6rden und Streitkr\u00e4fte in \u00d6sterreich neu zu bestimmen und um somit Artikel 14 des \u00dcbereinkommens, das vom Beratenden Ausschu\u00df f\u00fcr Europ\u00e4ische Angelegenheiten am 4.&nbsp;Juli 1945 unterzeichnet wurde, zu verwirklichen;<\/p>\n\n\n\n<p>haben folgendes vereinbart:<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 1.<br>Die Autorit\u00e4t der \u00f6sterreichischen Regierung erstreckt sich  uneingeschr\u00e4nkt \u00fcber ganz \u00d6sterreich, mit Ausnahme folgender Vorbehalte:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;die \u00f6sterreichische Regierung und alle untergeordneten \n\u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden haben die Anweisungen, die sie von der \nAlliierten Kommission empfangen, auszuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Bez\u00fcglich der im nachfolgenden Artikel 5 aufgez\u00e4hlten Angelegenheiten kann weder die \u00f6sterreichische Regierung noch irgendeine untergeordnete \u00f6sterreichische Beh\u00f6rde ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Alliierten Kommission Ma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 2.<br>a)&nbsp;Die Alliierte Organisation in \u00d6sterreich besteht aus:<\/p>\n\n\n\n<p>I. einem Alliierten Rat, bestehend aus vier Hochkommissaren, von denen je einer von jeder der Vier M\u00e4chte bestellt wird;<\/p>\n\n\n\n<p>II. einem Exekutivkomitee, bestehend aus je einem Vertreter hohen Ranges der vier Hochkommissare;<\/p>\n\n\n\n<p>III. den von jeder der vier einzelnen M\u00e4chte eingesetzten St\u00e4ben;<\/p>\n\n\n\n<p>eine Organisation, die in ihrer Gesamtheit als Alliierte Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;I. Die Machtbefugnisse der Alliierten Kommission sollen in Angelegenheiten, die \u00d6sterreich als Ganzes betreffen, vom Alliierten Rat oder vom Exekutivkomitee oder von den durch die Vier M\u00e4chte eingesetzten St\u00e4ben, die gemeinsam wirken, ausge\u00fcbt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>II. Die Hochkommissare haben innerhalb ihrer entsprechenden Zonen die Durchf\u00fchrung der Beschl\u00fcsse der Alliierten Kommission zu gew\u00e4hrleisten und die Durchf\u00fchrung der Anweisungen der \u00f6sterreichischen Zentralbeh\u00f6rden zu \u00fcberwachen.<\/p>\n\n\n\n<p>III. Die Hochkommissare haben weiterhin innerhalb ihrer  entsprechenden Zonen zu gew\u00e4hrleisten, da\u00df Ma\u00dfnahmen der \u00f6sterreichischen Landesbeh\u00f6rden, die sich aus deren autonomer Stellung ableiten, nicht im Gegensatz zur Politik der Alliierten Kommission  stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Die Alliierte Kommission soll nur \u00fcber die \u00f6sterreichische Regierung oder \u00fcber andere entsprechende \u00f6sterreichische Beh\u00f6rden handeln, au\u00dfer<\/p>\n\n\n\n<p>I. um Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten, falls die \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden dazu nicht imstande sind;<\/p>\n\n\n\n<p>II. wenn die \u00f6sterreichische Regierung oder andere entsprechende \u00f6sterreichische Beh\u00f6rden die von der Alliierten Kommission erhaltenen Anweisungen nicht ausf\u00fchren;<\/p>\n\n\n\n<p>III. wenn die Alliierte Kommission im Falle einer der im nachfolgenden Artikel 5 aufgez\u00e4hlten Angelegenheiten direkte Ma\u00dfnahmen ergreift.<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;Falls der Alliierte Rat keine Ma\u00dfnahmen ergreift, k\u00f6nnen die vier verschiedenen Hochkommissare in jeder Angelegenheit, auf die sich  Paragraph c, Absatz I und II, dieses Artikels und Artikel 5 beziehen, sowie in allen Angelegenheiten, bei denen ihnen hinsichtlich der nach Artikel 8, a, dieses Abkommens zu treffenden \u00dcbereinkunft die Macht \u00fcbertragen ist, unabh\u00e4ngig in ihren entsprechenden Zonen Ma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>e)&nbsp;Die Besatzungstruppen der Vier M\u00e4chte sollen ihre Standorte in den entsprechenden Besatzungszonen \u00d6sterreichs und Wiens haben, so wie es in dem Abkommen \u00fcber die Besatzungszonen von \u00d6sterreich und die Verwaltung der Stadt Wien, das vom Beratenden Ausschu\u00df f\u00fcr Europ\u00e4ische Angelegenheiten am 9.&nbsp;Juli 1945 unterzeichnet wurde, festgelegt ist.  Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates, die durchzuf\u00fchren sind von den  Besatzungstruppen, werden von diesen gem\u00e4\u00df den Weisungen ihrer  entsprechenden Hochkommissare durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 3.<br>Die vornehmlichsten Aufgaben der Alliierten Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich sind:<\/p>\n\n\n\n<p>a)&nbsp;Die Einhaltung der Bedingungen der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Niederlage Deutschlands, die am 5.&nbsp;Juni 1945 in Berlin unterzeichnet wurde, in \u00d6sterreich zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Die Trennung \u00d6sterreichs von Deutschland vollst\u00e4ndig zu machen, die unabh\u00e4ngige Existenz und Integrit\u00e4t des \u00f6sterreichischen Staates aufrechtzuerhalten und bis zur endg\u00fcltigen Festlegung seiner Grenzen die Unantastbarkeit derselben nach dem Stande vom 31.&nbsp;Dezember 1937 zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Die \u00f6sterreichische Regierung zu unterst\u00fctzen, ein gesundes und demokratisches nationales Leben neu zu schaffen, gest\u00fctzt auf eine wirksame Verwaltung, stabile wirtschaftliche und finanzielle Zust\u00e4nde und auf die Achtung vor Recht und Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;Die frei gew\u00e4hlte \u00f6sterreichische Regierung zu unterst\u00fctzen, so bald wie m\u00f6glich die volle Kontrolle der Staatsgesch\u00e4fte in \u00d6sterreich auszu\u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p>e)&nbsp;Die Aufstellung eines fortschrittlichen Erziehungsprogramms auf lange Sicht, das die Aufgabe hat, alle Spuren der Naziideologie auszumerzen und der \u00f6sterreichischen Jugend demokratische Grunds\u00e4tze einzupr\u00e4gen, zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 4.<br>a)&nbsp;Um die volle Aus\u00fcbung der Machtbefugnisse der \u00f6sterreichischen Regierung gleichm\u00e4\u00dfig in allen Zonen zu erleichtern und die wirtschaftliche Einheit \u00d6sterreichs zu f\u00f6rdern, wird der Alliierte Rat vom Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Abkommens an die Aufhebung aller noch bestehenden Beschr\u00e4nkungen des Personen- und G\u00fcterverkehrs und anderen Verkehrs innerhalb \u00d6sterreichs verwirklichen, mit Ausnahme solcher Beschr\u00e4nkungen, die vom Alliierten Rat besonders vorgeschrieben werden oder die in Grenzgebieten f\u00fcr die Aufrechterhaltung einer wirksamen Kontrolle des internationalen Verkehrs notwendig sind. Die Zonengrenzen werden dann keine andere Wirkung haben, als die Machtbereiche und die Verantwortlichkeit der entsprechenden Hochkommissare sowie die Standorte der Besatzungstruppen zu begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Die \u00f6sterreichische Regierung kann eine Zoll- und Grenzverwaltung errichten, und die Alliierte Kommission wird Schritte einleiten, ihr, sobald dies m\u00f6glich ist, die Zoll- und Reisekontrolle, soweit sie \u00d6sterreich betreffen und nicht die milit\u00e4rischen Erfordernisse der Besatzungstruppen behindern, zu \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 5.<br>Im folgenden sind die Angelegenheiten angef\u00fchrt, in denen die Alliierte Kommission direkte Ma\u00dfnahmen ergreifen kann, so wie es im obigen Artikel 2, c, III, vorgesehen ist:<\/p>\n\n\n\n<p>I. Entmilitarisierung und Entwaffnung (milit\u00e4rische, wirtschaftliche, industrielle, technische und wissenschaftliche).<\/p>\n\n\n\n<p>II. Schutz und Sicherheit der alliierten Streitkr\u00e4fte in \u00d6sterreich und die Erf\u00fcllung ihrer milit\u00e4rischen Erfordernisse entsprechend des nach Artikel 8, a, zu treffenden \u00dcbereinkommens.<\/p>\n\n\n\n<p>III. Schutz, Obsorge und R\u00fcckerstattung von Eigentum, das den Regierungen einer der Vereinten Nationen oder deren Staatsb\u00fcrgern geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>IV. Die Verf\u00fcgung \u00fcber deutsches Eigentum gem\u00e4\u00df den bestehenden Vereinbarungen zwischen den Alliierten.<\/p>\n\n\n\n<p>V. Betreuung und Abtransport von Kriegsgefangenen und versetzten Personen sowie Aus\u00fcbung der rechtlichen Gewalt \u00fcber dieselben.<\/p>\n\n\n\n<p>VI. Die Kontrolle des Ein- und Ausreiseverkehrs in \u00d6sterreich, bis \u00f6sterreichische Reisekontrollen errichtet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>VII. a)&nbsp;Ausforschung, Verhaftung und Auslieferung irgendwelcher Personen, die von einer der Vier M\u00e4chte oder vom Internationalen Gerichtshof f\u00fcr Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit  gesucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Ausforschung, Verhaftung und Auslieferung irgendwelcher Personen, die von anderen Vereinten Nationen wegen Verbrechen gesucht werden, die  im vorhergehenden Absatz genannt sind, und die in den Listen der Kommission der Vereinten Nationen f\u00fcr Kriegsverbrechen enthalten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6sterreichische Regierung wird weiter zust\u00e4ndig sein, alle anderen Personen, die solcher Verbrechen beschuldigt sind und unter ihre rechtliche Gewalt fallen, abzuurteilen, vorbehaltlich des Kontrollrechtes des Alliierten Rates hinsichtlich Verfolgung und Bestrafung solcher Verbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 6.<br>a)&nbsp;Alle legislativen Ma\u00dfnahmen, so wie sie vom Alliierten Rat bestimmt sind, und internationale Abkommen, die die \u00f6sterreichische Regierung abzuschlie\u00dfen w\u00fcnscht, ausgenommen Abkommen mit einer der Vier M\u00e4chte, sollen \u2013 bevor sie in Kraft treten oder im Bundesgesetzblatt ver\u00f6ffentlicht werden \u2013 von der \u00f6sterreichischen Regierung dem Alliierten Rat vorgelegt werden. Im Falle von Verfassungsgesetzen bedarf es der schriftlichen Zustimmung des Alliierten Rates, bevor ein solches Gesetz ver\u00f6ffentlicht werden und in Kraft treten kann. Im Falle aller anderen legislativen Ma\u00dfnahmen und internationalen Abkommen darf angenommen werden,&nbsp;da\u00df der Alliierte Rat seine Zustimmung erteilt hat, wenn er binnen einunddrei\u00dfig Tagen nach Einlangen bei der Alliierten Kommission die \u00f6sterreichische Regierung nicht benachrichtigt, da\u00df er gegen eine legislative Ma\u00dfnahme oder gegen ein internationales Abkommen Einspruch erhebt. Solche legislative Ma\u00dfnahmen oder internationale Abkommen k\u00f6nnen dann ver\u00f6ffentlicht werden und in Kraft treten. Die \u00f6sterreichische Regierung hat den Alliierten Rat \u00fcber alle internationalen Abkommen in Kenntnis zu setzen, die sie mit einer oder mehreren der Vier M\u00e4chte geschlossen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Der Alliierte Rat kann die \u00f6sterreichische Regierung oder die entsprechende \u00f6sterreichische Beh\u00f6rde jederzeit von seinem Einspruch gegen eine legislative oder Verwaltungsma\u00dfnahme der Regierung oder einer solchen Beh\u00f6rde in Kenntnis setzen und verf\u00fcgen, da\u00df die betreffende Ma\u00dfnahme r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht oder abge\u00e4ndert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 7.<br>Es steht der \u00f6sterreichischen Regierung frei, diplomatische und konsularische Beziehungen mit den Regierungen der Vereinten Nationen aufzunehmen. Die Aufnahme von diplomatischen und konsularischen Beziehungen mit anderen Regierungen bedarf der vorherigen Genehmigung des Alliierten Rates. Diplomatische Missionen in Wien haben das Recht, direkt mit dem Alliierten Rat in Verbindung zu treten. Beim Alliierten Rat akkreditierte Milit\u00e4rmissionen sollen, sobald ihre entsprechenden Regierungen diplomatische Beziehungen mit der \u00f6sterreichischen Regierung aufnehmen, zur\u00fcckgezogen werden, jedenfalls jedoch binnen zwei Monaten nach der Unterzeichnung dieses Abkommens.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 8.<br>a)&nbsp;Ein weiteres Abkommen ist zwischen den Vier M\u00e4chten abzuschlie\u00dfen und der \u00f6sterreichischen Regierung so bald wie m\u00f6glich und innerhalb von drei Monaten vom heutigen Tage zu \u00fcbermitteln, durch das die Immunit\u00e4t der Mitglieder der Alliierten Kommission und der Truppen der Vier M\u00e4chte in \u00d6sterreich umschrieben wird sowie die Rechte, die sie genie\u00dfen werden, um ihre Sicherheit und ihren Schutz sowie die Erf\u00fcllung ihrer milit\u00e4rischen Erfordernisse zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Bis zum Abschlu\u00df eines weiteren Abkommens, wie in Artikel 8, a, vorgesehen, bleiben die gegenw\u00e4rtigen Rechte und die Immunit\u00e4t der Mitglieder der Alliierten Kommission und der Streitkr\u00e4fte der Vier M\u00e4chte in \u00d6sterreich, die entweder aus der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Niederlage Deutschlands oder aus der Machtvollkommenheit eines Oberstkommandierenden im Felde entspringen, unver\u00e4ndert in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 9.<br>a)&nbsp;Mitglieder des Alliierten Rates, des Exekutivkomitees und Mitglieder der St\u00e4be, die von einer der Vier M\u00e4chte zur Alliierten Kommission berufen wurden, k\u00f6nnen sowohl Zivilisten als auch Milit\u00e4rangeh\u00f6rige sein.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Jede der Vier M\u00e4chte kann als ihren Hochkommissar entweder den Oberstkommandierenden ihrer Streitkr\u00e4fte in \u00d6sterreich oder ihren diplomatischen oder politischen Vertreter in \u00d6sterreich einsetzen oder je nach Belieben einen anderen Funktion\u00e4r ernennen.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Jeder Hochkommissar kann einen Stellvertreter bestimmen, der w\u00e4hrend seiner Abwesenheit f\u00fcr ihn die Agenden f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;Ein Hochkommissar kann im Alliierten Rat von einem politischen Berater und\/oder von einem milit\u00e4rischen Berater unterst\u00fctzt werden, der entweder der diplomatische oder politische Vertreter seiner Regierung in Wien oder der Oberstkommandierende der Truppen seiner Regierung in \u00d6sterreich sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>e)&nbsp;Der Alliierte Rat tritt mindestens zweimal im Monat oder auf Wunsch eines der Mitglieder zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 10.<br>a)&nbsp;Die Mitglieder des Exekutivkomitees sollen, falls n\u00f6tig, den Sitzungen des Alliierten Rates beiwohnen.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;In Angelegenheiten, die ihm vom Alliierten Rate \u00fcberantwortet werden, handelt das Exekutivkomitee im Namen des Alliierten Rates.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Das Exekutivkomitee hat daf\u00fcr zu sorgen, da\u00df die Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates und seine eigenen Beschl\u00fcsse ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;Das Exekutivkomitee hat die T\u00e4tigkeiten der St\u00e4be der Alliierten Kommission miteinander in Einklang zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 11.<br>a)&nbsp;Die St\u00e4be der Alliierten Kommission in Wien setzen sich aus Abteilungen (\u201aDivisionen\u2018) zusammen, die sich mit einem oder mehreren der \u00f6sterreichischen Ministerien oder \u00c4mter decken, zus\u00e4tzlich gewisser Abteilungen, die keinem \u00f6sterreichischen Ministerium oder Amt entsprechen. Eine Liste der Abteilungen ist im Anhang I zu diesem Abkommen gegeben; diese Einteilung kann vom Alliierten Rat jederzeit ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>b)&nbsp;Die Abteilungen sollen mit den entsprechenden \u00c4mtern der \u00f6sterreichischen Regierung F\u00fchlung aufrechterhalten und im Rahmen der Politik, die vom Alliierten Rat oder vom Exekutivkomitee angenommen wurde, handeln und Anordnungen treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>c)&nbsp;Die Abteilungen sollen dem Exekutivkomitee, wenn n\u00f6tig, Bericht erstatten.<\/p>\n\n\n\n<p>d)&nbsp;An der Spitze jeder Abteilung stehen vier Direktoren, einer f\u00fcr jede der Vier M\u00e4chte, die zusammen das Direktorium dieser Abteilung genannt werden. Direktoren der Abteilung oder deren Vertreter d\u00fcrfen solchen Sitzungen des Alliierten Rates oder des Exekutivkomitees beiwohnen, in denen Angelegenheiten, welche die Arbeit ihrer Abteilung ber\u00fchren, besprochen werden. Die vier Funktion\u00e4re, die als Direktoren der Abteilung handeln, k\u00f6nnen zeitweilig Unteraussch\u00fcsse, wenn sie es f\u00fcr erw\u00fcnscht halten, einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 12.<br>Die Beschl\u00fcsse des Alliierten Rates, des Exekutivkomitees und anderer bestellter K\u00f6rperschaften der Alliierten Kommission m\u00fcssen einstimmig gefa\u00dft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsitz im Alliierten Rat, im Exekutivkomitee und in den Direktorien soll turnusm\u00e4\u00dfig eingenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 13.<br>Die bestehende Interalliierte Kommandantur in Wien, fr\u00fcher die \u201aKommandantura\u2018 genannt, soll weiterhin als das Organ der Alliierten Kommission in Angelegenheiten handeln, die Wien als Ganzes ber\u00fchren, bis diejenigen ihrer Funktionen, die die zivile Verwaltung betreffen, der Gemeinde Wien \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Diese Funktionen sollen schrittweise und so schnell wie m\u00f6glich \u00fcbertragen werden. Die Art der Kontrolle, die dann angewendet werden wird, wird vom Alliierten Rat bestimmt werden. In der Zwischenzeit soll die Interalliierte Kommandantur die gleichen Beziehungen zu der Gemeindeverwaltung von Wien unterhalten wie die Alliierte Kommission zu der \u00f6sterreichischen Regierung.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Artikel 14.<br>Das vorliegende Abkommen wird mit heutigem Tage wirksam und soll in Kraft bleiben, bis es auf Grund einer Vereinbarung zwischen den Vier M\u00e4chten abge\u00e4ndert oder aufgehoben wird. Mit dem Inkrafttreten des vorliegenden Abkommens verliert das Abkommen, welches vom Beratenden Ausschu\u00df f\u00fcr Europ\u00e4ische Angelegenheiten am 4.&nbsp;Juli 1945 unterzeichnet wurde, seine G\u00fcltigkeit. Die Vier M\u00e4chte sollen nicht sp\u00e4ter als sechs Monate nach dem heutigen Tage bez\u00fcglich seiner Ab\u00e4nderung gemeinsame Beratungen aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Urkundlich dessen ist das vorliegende Abkommen im Namen jeder der Vier M\u00e4chte von ihren Hochkommissaren in \u00d6sterreich unterzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegeben am 28. Tag des Monates Juni 1946 zu Wien in vierfacher Ausfertigung, in Englisch, Franz\u00f6sisch und Russisch, wobei jeder Text gleicherweise authentisch ist. Eine \u00dcbersetzung ins Deutsche soll von den vier Hochkommissaren genehmigt und von diesen so bald wie m\u00f6glich der \u00f6sterreichischen Regierung \u00fcbermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Regierung des Vereinigten K\u00f6nigreiches<br>Generalleutnant J. S. STEELE<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika<br>General Mark W. CLARK<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Regierung der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken<br>Generaloberst L. V. KURASSOW<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Regierung der Franz\u00f6sischen Republik<br>Armee-Korps-General M. E. B\u00c9THOUART&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:<br>Institut f\u00fcr Zeitgeschichte der Universit\u00e4t Innsbruck, \u00d6sterreich unter alliierter Besatzung 1945\u20131955, Abkommen zwischen den Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union de Sozialistischen Sowjet-Republiken und der Franz\u00f6sischen Republik \u00fcber den Kontrollapparat in \u00d6sterreich (Zweites Kontrollabkommen), online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/eisterer.html#dok2\">https:\/\/www.uibk.ac.at\/zeitgeschichte\/zis\/library\/eisterer.html#dok2<\/a> (10. November 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--15\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"marshall\">Rede George C. Marshalls vom 5. Juni 1947<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u00dcbersetzung aus dem Englischen<\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Ich brauche Ihnen, meine Herren, nicht zu sagen, da\u00df die Weltlage sehr ernst ist. Allen denkenden Menschen mu\u00df dies klar sein. Eine der Hauptschwierigkeiten besteht meiner Ansicht nach in der ungeheuren Vielseitigkeit des Problems, die bewirkt, da\u00df gerade die Menge der Tatsachen, welche die \u00d6ffentlichkeit durch Presse und Rundfunk zu h\u00f6ren bekommt, es dem einfachen Mann au\u00dferordentlich schwer macht, sich eine richtige Vorstellung von der Lage zu bilden. Au\u00dferdem lebt die Bev\u00f6lkerung unseres Landes fern von den Unruhegebieten der Welt, und es ist f\u00fcr sie schwer, sich die Not der schon so lange leidenden V\u00f6lker, ihre Reaktionen darauf und schlie\u00dflich deren Auswirkungen auf die betreffenden Regierungen, w\u00e4hrend unsere Bem\u00fchungen, den Frieden der Welt zu f\u00f6rdern im Gange sind, vorzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Pr\u00fcfung der Erfordernisse f\u00fcr den Wiederaufbau Europas wurden die Verluste an Menschenleben, die sichtbaren Zerst\u00f6rungen von St\u00e4dten,  Fabriken, Bergwerken und Eisenbahnnetzen richtig eingesch\u00e4tzt, doch wurde es im Laufe der verflossenen Monate offenbar, da\u00df diese sichtbaren Zerst\u00f6rungen wahrscheinlich weniger folgenschwer sind wie die Desorganisation des ganzen Gef\u00fcges der europ\u00e4ischen Wirtschaft. In den letzten zehn Jahren sind die Verh\u00e4ltnisse im h\u00f6chsten Grade anomal gewesen. Die fieberhaften Vorbereitungen auf den Krieg und die noch fieberhafteren Anstrengungen f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des Krieges haben alle Zweige des nationalen Wirtschaftslebens in Mitleidenschaft gezogen. Maschinen blieben ohne Pflege oder sind v\u00f6llig veraltet. Unter der willk\u00fcrlichen und zerst\u00f6rerischen Naziherrschaft wurden praktisch alle Unternehmungen f\u00fcr die deutschen Kriegsanstrengungen eingespannt. Alte  Gesch\u00e4ftsverbindungen, Privatunternehmungen, Banken, Versicherungs- und Schiffahrtsgesellschaften verschwanden infolge von Kapitalverlusten, Verstaatlichungen oder einfach durch Zerst\u00f6rung. In vielen L\u00e4ndern ist das Vertrauen in die eigene W\u00e4hrung schwer ersch\u00fcttert. Das wirtschaftliche Gef\u00fcge Europas ist w\u00e4hrend des Krieges vollst\u00e4ndig zusammengebrochen. Der Wiederaufbau ist dadurch, da\u00df zwei Jahre nach Beendigung der Feindseligkeiten eine Einigung \u00fcber den Frieden mit Deutschland und \u00d6sterreich noch nicht erzielt werden konnte, ernstlich verz\u00f6gert worden. Aber selbst bei einer schnelleren L\u00f6sung dieser schwierigen Probleme wird der Wiederaufbau der wirtschaftlichen Struktur Europas offensichtlich weit mehr Zeit in Anspruch nehmen und gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen, als wir vorhergesehen hatten, erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Seite des Problems ist ebenso interessant wie wichtig. Der Landwirt hat stets Nahrungsmittel erzeugt, um sie mit dem St\u00e4dter gegen andere lebenswichtige Dinge auszutauschen. Arbeitsteilung ist die Grundlage der  modernen Zivilisation. Gegenw\u00e4rtig droht sie zusammenzubrechen. Die Fabriken in der Stadt erzeugen nicht genug Waren f\u00fcr den Tausch gegen Lebensmittel mit dem Landwirt. Rohmaterialien und Brennstoff sind nicht in ausreichender Menge vorhanden. Maschinen fehlen oder sind abgenutzt. Bauern und Landarbeiter finden kein Angebot an den Waren, die sie kaufen wollen. Daher lohnt es sich f\u00fcr sie nicht, ihre Ware gegen Geld, f\u00fcr das sie nichts kaufen k\u00f6nnen, abzugeben. Sie haben daher viel Ackerland brachgelegt und benutzen es als Weiden. Daher verf\u00fcttern sie lieber das Getreide und ern\u00e4hren sich und ihre Familie ausgiebig, auch wenn es ihnen an Kleidung und anderen Annehmlichkeiten des Lebens fehlt. Gleichzeitig haben die St\u00e4dter zu wenig Nahrungsmittel und Brennstoffe. Infolgedessen m\u00fcssen die Regierungen ihre Devisen und Guthaben angreifen, um diese lebensnotwendigen Dinge im Ausland zu kaufen. Dadurch werden die Reserven, die dringend f\u00fcr den Wiederaufbau ben\u00f6tigt werden, aufgezehrt. So entsteht rasch eine sehr ernste Lage, die nichts Gutes f\u00fcr die Welt birgt. Das moderne System der Arbeitsteilung, auf dem der Austausch der Produktion beruht, ist in Gefahr, zusammenzubrechen. In Wirklichkeit handelt es sich darum, da\u00df Europas Bedarf an ausl\u00e4ndischen Nahrungsmitteln und sonstigen lebenswichtigen G\u00fctern &#8211; haupts\u00e4chlich aus Amerika &#8211; so viel gr\u00f6\u00dfer als seine gegenw\u00e4rtige Zahlungsf\u00e4higkeit ist, da\u00df es entweder wesentliche zus\u00e4tzliche Hilfe ben\u00f6tigt oder aber sich einem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Niedergang sehr ernsten Charakters gegen\u00fcber sehen wird. Das Hilfsmittel besteht darin, diesen b\u00f6sartigen Kreislauf zu durchbrechen und den Glauben der europ\u00e4ischen V\u00f6lker an die wirtschaftliche Zukunft ihres eigenen Landes sowie Europas in seiner Gesamtheit wiederherzustellen. \u00dcber ein weites Gebiet hin m\u00fcssen Fabrikanten und Landwirte wieder willens und in der Lage sein, ihre Ware gegen Geld von unbestrittenem Wert abzugeben. <\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von der demoralisierenden Wirkung auf die ganze Welt und der M\u00f6glichkeit der Entstehung von Unruhen als Folge der Verzweiflung der betroffenen V\u00f6lker sind die Folgen f\u00fcr die Wirtschaft der Vereinigten Staaten offenkundig. Logischerweise m\u00fcssen die Vereinigten Staaten alles, was in ihrer Macht steht, unternehmen, um zu der R\u00fcckkehr normaler wirtschaftlicher Verh\u00e4ltnisse beizutragen, denn ohne diese ist eine politische Stabilit\u00e4t und ein gesicherter Friede unm\u00f6glich. Unsere Politik richtet sich nicht gegen irgendein Land oder eine Anschauung, sondern gegen Hunger, Armut, Verzweiflung und Chaos. Ihr Ziel ist die Wiederbelebung einer leistungsf\u00e4higen Weltwirtschaft, die das Entstehen politischer und sozialer Zust\u00e4nde, in denen freiheitliche Einrichtungen gedeihen k\u00f6nnen, erm\u00f6glichen soll. Ich bin davon \u00fcberzeugt, da\u00df eine solche Hilfe nicht von Fall zu Fall, je nachdem sich Krisen entwickeln, gegeben werden sollte. Jede Hilfe die unsere Regierung in Zukunft gew\u00e4hren mag, sollte Heilung und nicht blo\u00df Linderung bringen. Ich bin davon \u00fcberzeugt, da\u00df jede Regierung, die am Wiederaufbau mitarbeiten will, die volle Unterst\u00fctzung der Vereinigten Staaten finden wird. Eine Regierung aber, die darauf hinarbeitet, den Wiederaufbau anderer L\u00e4nder zu behindern, kann von uns keine Hilfe erwarten. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Regierungen, politische Parteien oder Gruppen, die das menschliche Elend verewigen wollen, um davon politisch oder sonstwie zu profitieren, mit der Gegnerschaft der Vereinigten Staaten rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist aber klar, da\u00df, ehe die Vereinigten Staaten in ihren Anstrengungen,  die Lage zu lindern und der europ\u00e4ischen Welt auf ihrem Weg zur Wiedergesundung zu helfen, ernstlich fortfahren k\u00f6nnen, die europ\u00e4ischen L\u00e4nder in Bezug auf die Erfordernisse der Lage und des Anteils, den sie selbst \u00fcbernehmen werden, zu einer Verst\u00e4ndigung kommen m\u00fcssen, um jede etwa von der Regierung der Vereinigten Staaten unternommene Aktion mit dem n\u00f6tigen Nachdruck durchzuf\u00fchren. Es w\u00e4re f\u00fcr die Regierung der Vereinigten Staaten weder angemessen noch wirkungsvoll, wenn sie in einseitiger Weise ein Programm aufstellen w\u00fcrde, das dazu bestimmt ist, Europa wirtschaftlich wieder auf eigene F\u00fc\u00dfe zu stellen. Das ist Sache der Europ\u00e4er. Ich glaube, da\u00df die Initiative von Europa ausgehen mu\u00df. Die Rolle unseres Landes sollte in freundschaftlicher Hilfe bei dem Aufstellen eines europ\u00e4ischen Programms und in der sp\u00e4teren Unterst\u00fctzung eines solchen bestehen, sofern es uns ausf\u00fchrbar zu sein scheint. Das Programm sollte von den europ\u00e4ischen Nationen gemeinsam aufgestellt und von einer Anzahl derselben, wenn nicht von allen, gebilligt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Bestandteil jeder erfolgreichen Aktion der Vereinigten Staaten ist das Verst\u00e4ndnis des amerikanischen Volkes f\u00fcr die Art des Problems und der anzuwendenden Mittel. Mit Weitblick und einer Bereitschaft unseres Volkes, die ungeheure Verantwortung zu \u00fcbernehmen, welche die Geschichte unserem Land offenbar auferlegt hat, k\u00f6nnen und werden wir die von mir dargestellten Schwierigkeiten \u00fcberwinden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Quelle:<\/p>\n\n\n\n<p>Rede von George C. Marshall an der Harvard University, 5. Juni 1947, in: Themenportal Europ\u00e4ische Geschichte, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.europa.clio-online.de\/quelle\/id\/q63-28407\">https:\/\/www.europa.clio-online.de\/quelle\/id\/q63-28407<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--16\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"oktoberstreik\">Oktoberstreiks \u2013 Sitzung des Nationalrates vom 12. Oktober 1950<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><br>Ich habe an dieser Stelle nur die Wortmeldung des Bundesministers f\u00fcr Inneres Oskar Helmer zitiert, weil er relativ viele Details anspricht, die w\u00e4hrend der Streiks zu beobachten waren. Zum Zeitpunkt dieser Sitzung wurde der KP\u00d6 ganz offen vorgeworfen, mit diesem Streik einen Putsch versucht zu haben. Dieser Vorwurf konnte mittlerweile durch die historische Forschung widerlegt werden.<br>All jene, die sich ein vollst\u00e4ndiges Bild der Diskussion machen m\u00f6chten, lesen hier im stenographischen Protokoll der Sitzung nach: <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/VHG\/VI\/NRSITZ\/NRSITZ_00031\/imfname_159369.pdf\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/VHG\/VI\/NRSITZ\/NRSITZ_00031\/imfname_159369.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Hohes Haus! Der Herr Bundeskanzler hat schon auf die Gr\u00fcnde verwiesen, die die Bundesregierung gen\u00f6tigt haben, die Regelung von Lohn und Preis durchzuf\u00fchren. Er hat auch darauf verwiesen, da\u00df die Kommunisten den Zeitpunkt f\u00fcr gekommen hielten, diese Neuregelung f\u00fcr ihre politischen Zwecke auszun\u00fctzen. Noch w\u00e4hrend der Verhandlungen begann in der Kommunistischen Partei und in der kommunistischen Presse ein wahrhaftes Trommelfeuer wilder Ger\u00fcchte. Sie versuchten mit allen Mitteln, eine Bewegung zu entfachen, die ihnen die Macht in \u00d6sterreich in die H\u00e4nde spielen und der demokratischen Republik ein Ende bereiten sollte. Hohes Haus! Die Erfahrungen, die in den letzten Jahren rund um \u00d6sterreich gemacht wurden, zeigen eine bemerkenswerte \u00c4hnlichkeit mit den Ereignissen der letzten zwei Wochen in \u00d6sterreich. Auch in den Nachbarstaaten haben die Kommunisten die wirtschaftlichen Schwierigkeiten dazu ausgen\u00fctzt, um die demokratischen Einrichtungen zu diskreditieren und durch wilde Ger\u00fcchte eine Panikstimmung in der Bev\u00f6lkerung zu erzeugen, die es ihnen dann m\u00f6glich machte, die demokratischen Einrichtungen zu beseitigen und schlie\u00dflich in den L\u00e4ndern eine Gewaltherrschaft aufzurichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Bericht, den ich nun nach dem\nEinlangen der Nachrichten \u00fcber die Vorf\u00e4lle erstatten werde, werden\nSie eindeutig ersehen k\u00f6nnen, was die Kommunisten in den letzten\nWochen in \u00d6sterreich geplant haben. Schon am Tage vor jenem\nSeptember-Dienstag, an dem es zu den Demonstrationen vor dem\nBundeskanzleramt gekommen ist, haben \u00fcber Auftrag der russischen\nStadtkommandantur jene Polizeikommissariate in Wien, die in der\nrussischen Zone liegen, den Auftrag erhalten, da\u00df am n\u00e4chsten Tag\nkeine Polizeibeamten aus der Sowjetzone in die Innere Stadt abberufen\nwerden sollen. (H\u00f6rt! H\u00f6rt!-Rufe.) Als Begr\u00fcndung wurde angef\u00fchrt,\nda\u00df die Sowjets f\u00fcr die Sicherheit in ihrer Zone verantwortlich\nsind. (Heiterkeit.)<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine Reihe von anderen\nBeg\u00fcnstigungen, wie sie insbesondere die USIA-Betriebe erfuhren,\nermunterten die Kommunisten zu sch\u00e4rferem Vorgehen. Auch diesmal\nwurden die Arbeiter der USIA-Betriebe als Sturmbock ben\u00fctzt. Die\nEreignisse in den von den Sowjets besetzten Bezirken und in der\ninternationalen Zone Wiens sollten dann auf die anderen Gebiete\n\u00fcbergreifen. In den Morgenstunden des 26. September wurde zun\u00e4chst\ndie Arbeit im Erd\u00f6lgebiet und in einer Reihe von USIA-Betrieben, in\nFloridsdorf, Stadlau, Liesing und in M\u00f6dling, niedergelegt. Gruppen\naus den USIA-Betrieben versuchten schon an diesem Tage die Arbeiter\nanderer Betriebe mit Drohungen und Gewalt dazu zu zwingen, die Arbeit\nniederzulegen. Gleichzeitig setzten aber auch die ersten\nTerroraktionen gegen die Verkehrswege ein. Auf der nach Wien\nf\u00fchrenden Stra\u00dfe Raasdorf\u2013S\u00fc\u00dfenbrunn lie\u00dfen Streikende nur\nFahrzeuge der USIA-Betriebe passieren. Durch quer \u00fcber die Geleise\ngestellte Raupenschlepper blockierten Demonstranten die\nOstbahnstrecke bei Gro\u00df-Enzersdorf. Inzwischen hatten sich in\nFloridsdorf, Stadlau, Liesing, M\u00f6dling und Favoriten durch Zuzug\nauch von ausw\u00e4rts insgesamt 15.000 Streikende gesammelt, die den\nMarsch in Richtung Innere Stadt-Ballhausplatz begannen, wo sie dann\nallerdings nur in einer St\u00e4rke von etwa 6.000 Menschen eingetroffen\nsind. Ein Teil der Marschierenden hat sich schon w\u00e4hrend des\nMarsches abgesondert. Die am Ballhausplatz zum Schutze \u00f6ffentlicher\nGeb\u00e4ude eingesetzte Sicherheitswache wurde von den Demonstranten mit\nHolzlatten, Steinen und St\u00f6cken angegriffen, wodurch insgesamt 23\nSicherheitswachebeamte teilweise sogar schwer verletzt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Nieder\u00f6sterreich waren es\nneben dem Erd\u00f6lgebiet vornehmlich die USIA-Betriebe des Wiener\nNeust\u00e4dter und Sankt P\u00f6ltener Bezirkes, deren Belegschaft  am 26.\nSeptember die Arbeit niederlegte. Kommunistische St\u00f6rtrupps aus\nsolchen USIA-Betrieben versuchten, genau wie in Wien, nichtstreikende\nBetriebe zur Arbeitsniederlegung zu pressen und insbesondere die\nStillegung lebenswichtiger Betriebe sowie der Verkehrsmittel zu\nerzwingen. In Wiener Neustadt konnten sie tats\u00e4chlich die\nS\u00fcdbahnstrecke, bei Deutsch Wagram die Nordbahnstrecke und bei St.\nP\u00f6lten die Westbahnstrecke vor\u00fcbergehend blockieren. Die Post\u00e4mter\nin G\u00e4nserndorf, S\u00fc\u00dfenbrunn und Deutsch Wagram wurden von\nDemonstranten \u00fcberfallsartig besetzt und die Beamten gezwungen, nur\nGespr\u00e4che f\u00fcr die Streikleitung zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferhalb der sowjetisch besetzten\nZone gelang es den Kommunisten am 26. September nur in Ober\u00f6sterreich\nin einigen wenigen Betrieben, darunter allerdings den Steyr-Werken\nund den V\u00d6EST-Werken, wilde Streiks herbeizuf\u00fchren. In Linz zogen\neinige tausend Kommunisten gemeinsam mit VdU-Leuten, haupts\u00e4chlich\naus der V\u00d6EST, zum Hauptplatz und versuchten dort ins Rathaus\neinzudringen, und zwar gewaltsam, indem sie die T\u00fcre zum Rathaus\naufsprengten. Der Versuch, das Rathaus von Linz zu besetzen, wurde\njedoch von der Sicherheitswache vereitelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ereignisse des 26. September hatten\ninsbesondere in Wien bereits erkennen lassen, da\u00df der angeblich\ngegen das Lohn- und Preisabkommen begonnene Kampf von den Kommunisten\nnur als Vorwand ben\u00fctzt wurde, um den Ausgangspunkt f\u00fcr ein viel\nweiter gestecktes politisches Ziel zu gewinnen. Die von den\nMi\u00dferfolgen des ersten Tages diktierte Parole, am n\u00e4chsten Tag wohl\nim Betrieb zu erscheinen, die Arbeit aber nicht aufzunehmen, blieb\ndaher ohne Erfolg. In vielen Fabriken haben die Arbeiter in\nBetriebsversammlungen vielmehr der Streikparole eine einstimmige\nAbsage erteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich von Wien wurde am 21.\nSeptember, von USIA-Betrieben abgesehen, in fast allen Betrieben, die\ntags zuvor noch am Streik teilgenommen hatten, die Arbeit wieder\naufgenommen. Auch in Nieder\u00f6sterreich konnte ein starkes Abflauen\nder Streikbewegung an diesem Tage festgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Tatsache konnte auch dadurch\nnichts ge\u00e4ndert werden, da\u00df in der Folge einige Terroraktionen, und\nzwar noch am gleichen Tage einsetzten. Versuchen, den Stra\u00dfenverkehr\nin Wien an einzelnen Stellen durch Barrikaden, Aufrei\u00dfen des\nStra\u00dfenpflasters und Besetzen der Stra\u00dfenbahnh\u00f6fe zu unterbrechen,\nwurde von der Sicherheitsexekutive mit Erfolg begegnet; ebenso\nzerschellte eine Attacke von 600 Terroristen, die mit Lastkraftwagen\nmit sowjetischem Kennzeichen in das kalorische Kraftwerk\nEngerthstra\u00dfe gebracht wurden, an der entschlossenen und\ntatkr\u00e4ftigen Abwehr der E-Werks-Arbeiter. Auch die Abschaltung des\nUmspannwerkes Jedlesee durch ein kommunistisches Rollkommando wurde\nvon der dortigen Betriebsarbeiterschaft verhindert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bahnverkehr wurde allerdings am 27.\nSeptember durch Streikende, wohl nur f\u00fcr kurze Zeit, an einigen\nOrten unterbunden. So die Badner Elektrische bei V\u00f6sendorf, eine\nSeitenlinie der Eisenbahnstrecke St. P\u00f6lten-Leobersdorf und die\nFranz-Josefs-Bahn bei Klosterneuburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ganzen genommen lag jedoch das\nSchwergewicht des kommunistischen Angriffs an diesem Tag, n\u00e4mlich am\n27. September, nicht in Wien und nicht in Nieder\u00f6sterreich, sondern\nin Ober\u00f6sterreich, besonders in Linz. Dort begaben sich, von\nBetriebsr\u00e4ten der KP und des VdU dazu veranla\u00dft, ungef\u00e4hr 3000\nDemonstranten, haupts\u00e4chlich der V\u00d6EST-Werke, zur Arbeiterkammer \nund drangen in das Geb\u00e4ude ein. Als sie eingedrungen waren, wurde\nder Pr\u00e4sident der Arbeiterkammer mit Gewaltanwendung dazu gezwungen,\neine Verzichtserkl\u00e4rung abzugeben und das Haus zu verlassen, worauf\nsich dort eine provisorische Landesexekutive des Gewerkschaftsbundes\ndie Rechte der gew\u00e4hlten und vertriebenen legalen\nGewerkschaftsleitung anma\u00dfte. Die Eindringlinge forderten den\nR\u00fccktritt des Pr\u00e4sidenten des \u00d6sterreichischen Gewerkschaftsbundes\nB\u00f6hm sowie den R\u00fccktritt des Vorsitzenden des Arbeiterkammertages,\ndes ehemaligen Staatssekret\u00e4rs MantIer. Sie verlangten den Widerruf\ndes Lohn- und Preisabkommens und sie versuchten vor allem, durch\ntelephonische Durchgabe die Betriebe zum Streik aufzufordern und\ndiesen Aufrufen legale Bedeutung zu geben. Sie gaben ferner die\nParole des Generalstreiks f\u00fcr das gesamte Bundesgebiet aus und\nversuchten in den Betrieben, die dieser Parole keine Folge leisteten,\ndurch Entsendung von Terrortrupps in die wichtigsten dieser Betriebe,\nin  den Stickstoffwerken und den Bundesbahnwerkst\u00e4tten Linz sowie\nder Tabakfabrik, die Arbeitsniederlegung zu erzwingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Terrortrupps haben sich in  den\nangef\u00fchrten Betrieben, vor allem aber bei den Stickstoffwerken, eine\neingehende Abfuhr geholt, die Arbeiterschaft hat sich dort dem Terror\nentgegengestellt. Noch in den sp\u00e4ten Abendstunden wurden auch die\nEindringlinge, die das Geb\u00e4ude der Arbeiterkammer besetzt hielten,\ndaraus wieder entfernt. Zusammengezogene Polizei- und\nGendarmeriebeamte haben dann das Haus besetzt und von den Putschisten\nger\u00e4umt. Der Vorsitzende der Arbeiterkammer wurde wieder in sein Amt\neingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die gleiche Zeit blockierten\nDemonstranten den Bahnverkehr am Hauptbahnhof in Linz durch\nVerstellen der Gleisanlagen auf einer Strecke von mehreren\nKilometern. Der Zugsverkehr auf dieser Hauptlinie wurde durch einige\nStunden unterbrochen. Die Exekutive mu\u00dfte dort die Ordnung\nwiederherstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>So war auch das Ergebnis des zweiten Tages trotz aller Anstrengungen ein Mi\u00dferfolg der illegalen Streikleitung und ihrer kommunistischen Hinterm\u00e4nner, die nach schweren Auseinandersetzungen und bereits abklingenden Aufstandsversuchen durch Ank\u00fcndigungen einen neuen Impuls zu geben versuchten, indem sie f\u00fcr Samstag, den 30. September, in die Lokomotivfabrik von Floridsdorf eine \u201aGesamt\u00f6sterreichische Betriebsr\u00e4tekonferenz\u2018 einberufen haben, um dort weitere Beschl\u00fcsse zu fassen. Am 30. September trat die bereits vom Herrn Bundeskanzler erw\u00e4hnte \u201aGesamt\u00f6sterreichische Betriebsr\u00e4tekonferenz\u2018 in Floridsdorf zusammen. Es waren ungef\u00e4hr 2.500 Personen anwesend. Darunter war die Mehrzahl Betriebsr\u00e4te, aber nicht alle konnten darauf hinweisen, da\u00df sie gew\u00e4hlte Betriebsr\u00e4te sind. Bei dieser Konferenz wurde eine Resolution gefa\u00dft, in der die Annullierung des Lohn- und Preisabkommens oder eine zwanzigprozentige Lohnerh\u00f6hung mit Steuerfreiheit und Bezahlung der Streiktage durch den \u00d6sterreichischen Gewerkschaftsbund gefordert wurde; falls eine positive Antwort der Regierung bis Dienstag, den 3. Oktober, nicht einlangen sollte, werde am 4. Oktober in ganz \u00d6sterreich der allgemeine Streik durchgef\u00fchrt und mit Demonstrationen begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesregierung hat in ihrem Aufruf\nvom 3. Oktober der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber ihre Beschl\u00fcsse\nRechenschaft abgelegt und gleichzeitig in n\u00fcchterner Erkenntnis der\nGefahr f\u00fcr die Republik die gesamte Exekutive gegen einen\nallf\u00e4lligen Putschversuch der Kommunisten in Bereitschaft gestellt.\nDie Ereignisse der beiden folgenden Tage haben diese Ma\u00dfnahmen voll\nund ganz gerechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit um so gr\u00f6\u00dferem Nachdruck setzte\naber der Terror der kommunistischen Rollkommandos ein, als sich die\nDrahtzieher des Aufstandsversuches des Fehlschlagens ihrer\nGeneralstreikparole bewu\u00dft wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere in der vom Kriege so\nschwer heimgesuchten Stadt Wiener Neustadt und im Neunkirchner Bezirk\ntobte sich der Terror motorisierter Streiktrupps aus den Rax-Werken,\neinem USIA-Betrieb, hemmungslos aus. Ihr erster Angriff richtete sich\ngegen die Spinnerei Walek, deren 1.300-k\u00f6pfige Belegschaft\nhaupts\u00e4chlich aus Frauen besteht. Rund 400 Terroristen verwehrten\nden Frauen in den Morgenstunden des 4. Oktober unter w\u00fcstesten\nBeschimpfungen und unter Gewaltandrohung den Eintritt in das Werk.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem ergebnislosen Versuch, die\nRadiatorenfabrik, die Betriebe der Umgebung von Wiener Neustadt durch\nTerror zum Streik zu zwingen, wandte sich das Rollkommando der\nRax-Werke den Schoeller-Bleckmann-Werken in Ternitz zu, sprengte die\nTore und mi\u00dfhandelte die Arbeiter, die sich erbittert gegen die\nVersuche, ihren Betrieb stillzulegen, zur Wehr setzten, wobei es, wie\nich dem Hohen Hause bereits mitteilen konnte, auf seiten derer, die\ndie Betriebe verteidigten, mehr als 17 zum Teil schwerverletzte\nArbeiter gab, die ins Krankenhaus \u00fcberf\u00fchrt werden mu\u00dften.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Terror dieser Gruppe, die von\nBetrieb zu Betrieb zog, mu\u00dften sich die Betriebsleitungen anderer\nFabriken, darunter der Semperit-Werke in  Wimpassing und der\nSchraubenfabrik Brevillier &amp; Urban in Neunkirchen, ebenso der\nRohrbacher Spinnerei, zur vor\u00fcbergehenden Arbeitsniederlegung\nentschlie\u00dfen. Viele andere Betriebe widersetzten sich erfolgreich\nden mit Gewaltmitteln vorgehenden Terroristen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wiener Neustadt setzte ein\nungeheurer Terror ein, den die ganze Bev\u00f6lkerung f\u00fchlte. Dort\nbesetzten die Putschisten schlie\u00dflich das Hauptpostamt. Mit\nHolzpr\u00fcgeln und Stahlruten griffen sie die Polizeibeamten, die zum\nSchutze der wertvollen Fernsprechanlagen herbeigeeilt waren, an und\nbedrohten sie an ihrem Leben. Mehrere Polizeibeamte erhielten bei\ndieser Auseinandersetzung mit den Putschisten Verletzungen.\nAngesichts der Drohung der Putschisten, die automatischen\nFernsprechanlagen zu zerst\u00f6ren, mu\u00dfte sich die zahlenm\u00e4\u00dfig weit\nunterlegene Polizeimannschaft, der es trotz des gewaltt\u00e4tigen\nWiderstandes der Demonstranten gelungen war, bis zur Fernsprechanlage\nvorzudringen, auf den Schutz der technischen Einrichtungen und der im\nHause befindlichen Postkasse beschr\u00e4nken. Die Gewaltt\u00e4ter lie\u00dfen\nin der Folge nur Gespr\u00e4che der Sowjetkommandantur, der Feuerwehr und\nmit der Streikleitung zu. Alle Privatgespr\u00e4che wurden unterbunden.\nErst am 5. Oktober um 4 Uhr morgens konnte das Postamt durch einen\nVerband von Sicherheitswache- und Gendarmeriebeamten, die zur\nVerst\u00e4rkung ihrer bedr\u00e4ngten Kollegen in Wiener Neustadt\nherangebracht worden waren, ges\u00e4ubert werden, wobei auch eine Reihe\nvon Exekutivorganen schwere Verletzungen davongetragen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sicherung des Geb\u00e4udes durch\nExekutivbeamte wurde allerdings in der Folge dadurch zunichte\ngemacht, da\u00df der Sperriegel beim Herannahen eines sowjetischen\nKraftwagens, der zuf\u00e4llig bei dem Sperriegel vorbeikam und vor dem\nsowjetisch Uniformierte schritten, ge\u00f6ffnet werden mu\u00dfte, wodurch\nden heranstr\u00f6menden Putschisten neuerdings der Zuzug zum Postamt\nerm\u00f6glicht wurde. Unmittelbar darauf mu\u00dften die ausw\u00e4rtigen\nExekutivabteilungen auf Befehl der Besatzungsmacht angesichts der\nAndrohung des Einsatzes von Besatzungsangeh\u00f6rigen binnen zehn\nMinuten Wiener Neustadt verlassen, worauf das Postamt neuerdings von\nden kommunistischen Putschisten besetzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in St. P\u00f6lten schritt die\nBelegschaft der Voith-Werke zu einem Terrorakt. Nach Verdr\u00e4ngung der\nSicherheitswache besetzten die Streikenden dieses USIA-Betriebes die\nBundesbahnwerkst\u00e4tte von St. P\u00f6lten und gaben sie erst am\nNachmittag frei. Mit Terrorma\u00dfnahmen, mit Autos, die sie\nherbeigebracht haben, wurde das Tor eingedr\u00fcckt, und so haben sie\nsich in die Bundesbahnwerkst\u00e4tte Eingang verschafft. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die sogenannte Exekutive der\nBetriebsr\u00e4tekonferenz hatte f\u00fcr den 5. Oktober zu einer\nGro\u00dfkundgebung des arbeitenden Wien auf dem Rathausplatz aufgerufen.\nDie sogenannte Exekutive dieser Betriebsr\u00e4tekonferenz hatte sich\naber geirrt. Die Tage vorher versuchten die Kommunisten in Wien durch\nw\u00fcste Ger\u00fcchte eine wahre Panikstimmung zu erzeugen. Man redete\nallgemein vom Generalstreik und forderte unter allerhand Drohungen\nzur Schlie\u00dfung der Gesch\u00e4fte und Betriebe auf. Die Bev\u00f6lkerung\nWiens lie\u00df sich jedoch nicht einsch\u00fcchtern. Schon die Zahl der\nTeilnehmer an der Gro\u00dfkundgebung war nicht erhebend. Die Arbeiter\nund Angestellten wu\u00dften, um was es geht, und blieben der Kundgebung\nfern. Am Rathausplatz in Wien versammelten sich 6000 Demonstranten,\ndarunter viele Neugierige. Das arbeitende Wien hatte die Pl\u00e4ne der\nKommunisten l\u00e4ngst durchschaut und blieb der Kundgebung fern. Das\nGeneralstreikfiasko der Kommunisten war damit besiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenige Stunden sp\u00e4ter konnte ein\nletzter Versuch der Kommunisten, auch au\u00dferhalb der sowjetischen\nBesatzungszone zum Terror zu schreiten, verhindert werden. In\nDonawitz hatten kommunistische Betriebsr\u00e4te die Zeit des\nSchichtwechsels dazu ben\u00fctzt, um eine Stillegung des\nHochofenbetriebes durch Abblasen der Hoch\u00f6fen zu erzwingen.\nAngeh\u00f6rige des Betriebes griffen jedoch mit Unterst\u00fctzung der\nSicherheitsexekutive sofort ein und konnten einen Sabotageakt noch\nvereiteln, bevor Schaden eintrat. Die f\u00fcr den Anschlag\nverantwortlichen kommunistischen Betriebsr\u00e4te wurden in Haft\ngenommen. Sie werden sich vor Gericht zu verantworten haben. Ein\nGelingen dieses im kommunistischen Generalstreikprogramm offenbar\nvorgesehenen Anschlages h\u00e4tte durch den dadurch verursachten\nProduktionsausfall eines halben Jahres un\u00fcbersehbaren Schaden\nverursacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Verhinderung dieser\nSabotageversuche an der gesamt\u00f6sterreichischen Wirtschaft wurde den\nkommunistischen Putschstrategen der letzte Trumpf aus der Hand\ngeschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch in der Nacht l\u00f6ste sich die\nillegale Streikleitung in Steyr auf, und am Morgen des 5. Oktober\nkonnte die Streikbewegung in den westlichen und s\u00fcdlichen\nBundesl\u00e4ndern, in denen es tags zuvor noch da und dort vereinzelt zu\nArbeitsniederlegungen gekommen war, als beendet betrachtet werden.\nAuch in Nieder\u00f6sterreich begannen sich die Verh\u00e4ltnisse schon in\nden Morgenstunden zu normalisieren. Lediglich in St. P\u00f6lten wurden\nvon Demonstranten der Bahnhof und die beiden Hauptstra\u00dfenz\u00fcge\nblockiert. Um die Mittagsstunden waren die Eisenbahnstrecke und die\nStra\u00dfen wieder freigelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abwehrwille der Arbeiter in den\nBetrieben und der Bauern auf dem Lande hatte inzwischen so\ntatkr\u00e4ftige Formen angenommen, da\u00df vereinzelte Versuche, trotzdem\nnoch Arbeitseinstellungen zu erzwingen, endg\u00fcltig scheiterten. So\nhaben die Eisenbahner von Wiener Neustadt eine Besetzung des\nBahnhofes durch Streikende schlechthin nicht mehr zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur in Wien wollten die Kommunisten\nihre vollkommene Niederlage, die restlose Abwehr des Angriffes auf\ndie Republik, noch immer nicht wahrhaben. In den sowjetisch besetzten\nBezirken Wiens unternahmen sie eine Reihe von Versuchen, durch\nTerrortrupps den Stra\u00dfen- und Schienenverkehr zu unterbrechen. Die\nTerroristen wandten hiebei Methoden an, die nicht nur eine schwere\nSch\u00e4digung der \u00f6ffentlichen Betriebsmittel, sondern auch eine\nGef\u00e4hrdung der Sicherheit des Lebens im Gefolge hatten. Trotz\nBehinderung durch Verf\u00fcgungen der Besatzungsmacht konnte sich die\nSicherheitsexekutive mit kraftvoller Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung\nschlie\u00dflich auch in den sowjetischen Bezirken Wiens mehr und mehr\ndurchsetzen und Ruhe und Ordnung wieder sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis dieser Tatsache war\nschlie\u00dflich der \u00fcberraschend schnelle Entschlu\u00df der Kommunisten,\nden Zusammenbruch ihres Angriffes auf \u00d6sterreich einzugestehen und\nihre kurzsichtigen Mitl\u00e4ufer wieder in die Arbeit zu schicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Hohes Haus! Ich habe in kurzen Worten\ndargestellt, wie sich die Verh\u00e4ltnisse und Vorf\u00e4lle zugetragen\nhaben. Erlauben Sie mir, da\u00df ich nunmehr dem Hohen Haus auf Grund\nder amtlichen Feststellungen eindeutig die Einmengung der\nBesatzungsmacht bekanntgebe. W\u00e4hrend der Demonstrationen im\nZusammenhang mit dem Lohn- und Preisabkommen wurde verschiedentlich\nder Einsatz von Kraftfahrzeugen f\u00fcr Zwecke der Demonstranten\nfestgestellt. So fuhren am 26. September Arbeiter aus der\n\u00d6lraffinerie Lobau auf Kraftfahrzeugen mit sowjetischen Kennzeichen\nin die Innere Stadt, wo sie an den Demonstrationen teilnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Terroristen, die am 27. September\n1950 in das kalorische E-Werk in der Engerthstra\u00dfe eindrangen und\nden Betrieb f\u00fcr kurze Zeit stillegen konnten, waren ebenfalls auf\nKraftfahrzeugen mit sowjetischen Kennzeichen auf den Tatort gebracht\nworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die etwa 70 Demonstranten, die am\n28. September in das Geb\u00e4ude des Gewerkschaftsbundes in der\nHohenstaufengasse in Wien einzudringen versuchten, sind dort unter\nF\u00fchrung eines Jeeps mit dem sowjetischen Kennzeichen C 26350 und auf\ndrei Lastkraftwagen mit  den sowjetischen Kennzeichen C 26231, C\n53495 und C 53494 vorgefahren. Am 30. September 1950 fuhr ein PKW mit\ndem sowjetischen Kennzeichen L 53465, auf dem ein Lautsprecher\nmontiert war, durch die Betriebe des Erd\u00f6lgebietes und verk\u00fcndete\ndort die Generalstreikparolen der Kommunisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Darstellung ist bei weitem nicht\nersch\u00f6pfend; sie greift lediglich bezeichnende F\u00e4lle aus einer\nReihe von Beobachtungen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Von sowjetischen Dienststellen des\nsowjetischen Sektors in Wien wurden ferner beh\u00f6rdliche\nAufkl\u00e4rungsma\u00dfnahmen verhindert. Der Bundeskanzler hat schon darauf\nverwiesen, da\u00df die sowjetischen Ortskommandanten im Bereich der\nBezirkspolizeikommissariate  21 und 27 die Verbreitung des\nRegierungsaufrufes verhindert haben. Weiterhin haben sich noch eine\nganze Reihe von anderen Einmengungen ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurden von sowjetischen\nKommandanten den Sicherheitsbeh\u00f6rden beziehungsweise den Organen\nWeisungen gegeben, die praktisch darauf hinausliefen, da\u00df die\nSicherheitsexekutive im Sowjetsektor Wiens die zur Aufrechterhaltung\nund Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung nach Gesetz und\nDienstvorschrift vorgesehenen Ma\u00dfnahmen teils nur mit gro\u00dfer\nVerz\u00f6gerung, teils \u00fcberhaupt nicht treffen konnte. So hat der\nsowjetische Bezirkskommandant des II. Bezirkes am 3. Oktober den\nAuftrag erteilt, ihn von allen beabsichtigten Aktionen der\nSicherheitswache im vorhinein zu verst\u00e4ndigen und seine Genehmigung\ndazu abzuwarten. Der Sowjetkommandant von M\u00f6dling hat am 3. Oktober\ndie vom Bundesministerium f\u00fcr Inneres angeordnete Verlegung von\nBeamten der Gendarmeriezentralschule von M\u00f6dling nach Wien untersagt\nund dem leitenden Gendarmeriebeamten, der pflichtgem\u00e4\u00df dem Auftrag\ndes Innenministeriums nachkommen wollte, pers\u00f6nliche Folgen\nangek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 5. Oktober wurde eine Anordnung des\nsowjetischen Ortskommandanten f\u00fcr den 11. Bezirk des Inhalts\ngemeldet, da\u00df Erhebungen oder Beobachtungen in seinem Bezirk nur der\nSicherheitswache in Uniform gestattet sind, andere Organe der\nPolizei, die bei einer solchen T\u00e4tigkeit betreten w\u00fcrden,\nfestzunehmen und dem Sowjetortskommando zu \u00fcberstellen sind.\nTats\u00e4chlich wurde am gleichen Tage im XXI. Bezirk ein\nKriminalbeamter der Polizeidirektion Wien, der auftragsgem\u00e4\u00df\nBeobachtungen durchzuf\u00fchren hatte, auf Grund einer gleichen\nAnordnung der sowjetischen Kommandantur f\u00fcr  den XXI. Bezirk dort\nviele Stunden festgehalten, so da\u00df er dort seine T\u00e4tigkeit nicht\naus\u00fcben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle diese F\u00e4lle der Einmengung\nsowjetischer Bezirkskommandanten in rein \u00f6sterreichische\nAngelegenheiten des Polizeidienstes stellen Ausschnitte aus der\nGesamtsituation dar, die dadurch gekennzeichnet  ist,  da\u00df dem\nPolizeipr\u00e4sidenten anl\u00e4\u00dflich seiner Vorstellungen gegen Eingriffe\nvon BesatzungsdienststeIlen am 3. Oktober von der Zentralkommandantur\neine Aufhebung von Anordnungen,  die die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber den\nPolizeiapparat in Wien einschr\u00e4nkten, nicht zugestanden, sondern\nlediglich eine weitere Weisung in Aussicht gestellt wurde, die\ntats\u00e4chlich bis zur Stunde noch aussteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Durchf\u00fchrung gerichtlicher\nAnordnungen wurde behindert. Sowjetische Dienststellen haben aber\nnicht nur in der durch Beispiele geschilderten Art den Polizeiorganen\ndie Erf\u00fcllung ihrer Dienstpflicht erschwert oder unm\u00f6glich gemacht,\nsondern auch die Durchf\u00fchrung von Gerichtsauftr\u00e4gen verhindert, wie\nder Herr Bundeskanzler ohnedies schon mitgeteilt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht minder tiefgreifend und hemmend\nwar die  Einmengung sowjetischer Dienststellen in den\nSicherheitsapparat in Nieder\u00f6sterreich, und in auffallender Weise \nam 3. Oktober 1950. Aus der Vielzahl der vorliegenden Berichte\nhier\u00fcber zeigen die folgenden Befehle der Besatzungsmacht, wie\nweitgehend das Verf\u00fcgungsrecht der \u00f6sterreichischen\nSicherheitsbeh\u00f6rden \u00fcber die Exekutive eingeschr\u00e4nkt, ja in vielen\nF\u00e4llen praktisch ausgeschaltet und damit offenkundigen Rechtsbr\u00fcchen\nVorschub geleistet war.<\/p>\n\n\n\n<p>So hat der Stadtkommandant von St.\nValentin am 3. Oktober verf\u00fcgt: Die Gendarmerie darf am 4. Oktober\ngegen Demonstranten nicht einschreiten und hat sich \u00fcberhaupt von\nder Stra\u00dfe fernzuhalten. S\u00e4mtliche Gendarmeriebeamte haben in ihrem\nPolizeirayon zu verbleiben.  Zuteilungen von anderen Posten, die zur\nSicherung des Umspannwerkes Ernsthofen und des Kraftwerkes M\u00fchlrading\nerfolgten, mu\u00dften \u00fcber Auftrag der Stadtkommandantur St. Valentin\nsofort abgezogen werden. Alle auf den 4. Oktober entfallenden\nVorkommnisse sind sofort der Kommandantur zu melden, insbesondere\nsind Entlassungen von Gendarmen und eventuelle Verhaftungen der\nKommandantur sofort bekanntzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr Bundeskanzler hat bereits\ngeschildert, wie es die Kommandantur von Krems verhindert hat, da\u00df\ndie Br\u00fccke \u00fcber die Donau freigemacht werde. Die dort\nzusammengezogenen Gendarmen wurden in den nahen Wald geschickt, um\nnach Banditen zu suchen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stadtkommandant von Bruck an der\nLeitha hat ebenfalls den dortigen Bezirksgendarmeriekommandanten\nangewiesen, die in Bruck zusammengezogenen Gendarmen wieder auf ihre\nStammposten zur\u00fcckkehren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wiener Neustadt mu\u00dften angesichts\nschwerster Ausschreitungen und der Besetzung der \u00f6ffentlichen\nGeb\u00e4ude zur Wiederherstellung des gesetzm\u00e4\u00dfigen Zustandes\nAbteilungen der Sicherheitswache und der Bundesgendarmerie eingesetzt\nwerden.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die Darstellung w\u00e4re nicht vollst\u00e4ndig, wenn nicht auch eines Ereignisses gedacht w\u00fcrde, das sich vor zwei Tagen abgespielt hat. Am 10. Oktober 1950 um 20 Uhr fand in D\u00fcrnkrut, im Bezirk G\u00e4nserndorf, eine Versammlung der Sozialistischen Partei statt. Die Versammlung war von ungef\u00e4hr 300 Teilnehmern besucht. Auch diese Versammlung wurde planm\u00e4\u00dfig gest\u00f6rt, nachdem man eine gr\u00fcndliche Vorbereitung durchgef\u00fchrt hatte. Es wurden aus dem Erd\u00f6lgebiet, von einem Leiter des sogenannten Werkschutzes gef\u00fchrt, ungef\u00e4hr 50 bis 100 Kommunisten aus dem Zistersdorfer Gebiet nach D\u00fcrnkrut gebracht, um diese Versammlung zu st\u00f6ren. Die amtliche Feststellung hat nun ergeben, da\u00df die Gendarmerie an diesem Tag \u201azuf\u00e4llig\u2018 nach Zistersdorf berufen wurde. \u201aZuf\u00e4llig\u2018 hat der zur\u00fcckgebliebene Gendarmerieposten keinen Telephonanschlu\u00df bekommen, als sich die Verh\u00e4ltnisse in dem Versammlungslokal zugespitzt haben. Er konnte infolge der Abschaltung des Telephons keinerlei Verst\u00e4rkung nach D\u00fcrnkrut heranholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Werkzeuge, die dort verwendet\nwurden, um gegen Andersdenkende vorzugehen, liegen heute vor, ich\nhabe sie selbst mitgebracht. Die Kommunisten, die die ganze Zeit \u00fcber\nmit Friedensaufrufen und Friedenstauben ihre Agitation in unserem\nLande betreiben, haben dort wahrhaftig in der einen Hand die\nFriedenstaube oder einen Friedensaufruf und in der anderen Hand die\nSchlagwerkzeuge, die Schlagriemen und die Kn\u00fcppel gehabt, die ihnen\ndie Polizei und Gendarmerie abgenommen haben. (Der Minister zeigt\nunter lebhafter Emp\u00f6rung der Regierungsparteien dem Hause eine\nAnzahl abgenommener Schlagwerkzeuge. Lebhafte Pfuirufe bei den\nRegierungsparteien.) Die Friedenstaube in der einen Hand, in der\nanderen jene Waffen, mit denen man den anderen totschlagen kann!\n(Zwischenrufe.) Das sind die Werkzeuge der Terroristen, die uns die\nFriedenstaube ins Land zu bringen versuchen! (Lebhafte Zwischenrufe.\nRuf bei der Volkspartei: Messerstecher! Der Pr\u00e4sident gibt das\nGlockenzeichen. Ruf: Bandenf\u00fchrer! Anhaltende Zwischenrufe. Der\nPr\u00e4sident gibt abermals das Glockenzeichen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Hohes Haus! Es ist mir ein Bed\u00fcrfnis,\nvon dieser Stelle aus in meiner Eigenschaft als der mit der\nAufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im Lande betraute\nMinister den Angeh\u00f6rigen der Polizei und Gendarmerie, die das von\nder Bev\u00f6lkerung in sie gesetzte Vertrauen so voll gerechtfertigt\nhaben, den Dank auszusprechen. (Lebhafter Beifall bei der Volkspartei\nund den Sozialisten.)<\/p>\n\n\n\n<p>In Erf\u00fcllung ihrer Pflichten wurden\nbei diesen Unruhen in den letzten zwei Wochen 115 Polizeibeamte und\n21 Gendarmeriebeamte von den Putschisten mehr oder weniger schwer\nverletzt. (Zwischenruf bei den Kommunisten.) Ich gr\u00fc\u00dfe diese Braven\nvon dieser Stelle aus im Namen der Regierung und, ich kann auch\nannehmen, im Namen der Volksvertretung, wie ich auch alle Arbeiter\nund Angestellten begr\u00fc\u00dfe (lebhafter Beifall bei Volkspartei und\nSozialisten), die bei diesen Ereignissen gesundheitlichen Schaden\ngenommen haben. Ganz besonders will ich der Haltung des Herrn\nPolizeipr\u00e4sidenten von Wien gedenken, der mit Umsicht und treuester\nPflichterf\u00fcllung t\u00e4tig gewesen ist. (Neuerlicher Beifall bei den\nRegierungsparteien.)<\/p>\n\n\n\n<p>Das demokratische \u00d6sterreich ist dank\nder umsichtigen Haltung seiner Bev\u00f6lkerung aus einer schweren Gefahr\nerrettet worden. Es wird aber der Einsicht aller Wirtschaftskreise\nbed\u00fcrfen, damit in der Zukunft \u00e4hnliche Gefahren vermieden werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Innenministerium betrachtet es auch\nals eine seiner wichtigsten Aufgaben, im Rahmen seiner\nverfassungsm\u00e4\u00dfigen Verpflichtung die Bev\u00f6lkerung vor den Folgen\nder Habgier und der Profitsucht zu sch\u00fctzen. Das \u00f6sterreichische\nVolk hat in den beiden letzten Wochen gezeigt, da\u00df es entschlossen\nist, seine Freiheit zu bewahren. Es ist trotz aller Hindernisse, die\nihm in den Weg gelegt werden, aber auch entschlossen, um seinen\nwirtschaftlichen und sozialen Aufstieg als gleichberechtigtes\nMitglied der Gemeinschaft der demokratischen Nationen zu k\u00e4mpfen.\nDurch mehr als f\u00fcnf Jahre ist unser Land st\u00e4rkster Bedr\u00fcckung\nausgesetzt. In vier Zonen geteilt und milit\u00e4risch besetzt, sind wir\noftmals dem\u00fctigender Willk\u00fcr preisgegeben. Diese Willk\u00fcr empfinden\nwir um so st\u00e4rker, weil wir die Schande erleben, da\u00df sich\n\u00d6sterreicher als Handlanger der fremden Bedr\u00fccker hergeben und in\nAnlehnung an diese ihr eigenes Vaterland Tag f\u00fcr Tag verraten.\n(Zustimmung bei den Regierungsparteien und dem KdU.) Die\nKommunistische Partei mag sich winden und wenden, wie sie will. Das\nVolk von \u00d6sterreich hat sie und ihre Absichten l\u00e4ngst durchschaut.\nDie Interessen der Arbeiter und Angestellten sind den Kommunisten\nvollst\u00e4ndig gleichg\u00fcltig. Sie haben die Auftr\u00e4ge und W\u00fcnsche\nihrer Auftraggeber zu erf\u00fcllen. (Abg. Fr\u00fchwirth: Daf\u00fcr werden sie\nbezahlt!) Wenn sie auch mit Friedensbeteuerungen der Bev\u00f6lkerung die\nGehirne vernebeln, so wissen wir, da\u00df hinter diesen Friedensaufrufen\nund Friedenstauben die Totschl\u00e4ger, die Maschinenpistolen,\nMaschinengewehre und die Tanks stehen. Unser Volk lehnt aber diese\nWaffen ab. Unser Volk will den Frieden. Und weil es den Frieden haben\nwill und f\u00fcr den Frieden k\u00e4mpft, lehnt es die Kommunisten und ihre\nHinterm\u00e4nner grunds\u00e4tzlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollten die Kommunisten jedoch weiter fortfahren, die Bev\u00f6lkerung zu terrorisieren und damit die Republik zu bedrohen, dann sagen wir ihnen und sage ich ihnen von dieser Stelle aus eindeutig und klar: Die Republik ist nicht wehrlos! Niemals werden wir uns dem kommunistischen Druck und Terror beugen! (Beifall bei SP\u00d6, \u00d6VP und KdU.) Wir werden f\u00fcr unsere Rechte k\u00e4mpfen, werden alle Kraft dazu aufwenden, um die Freiheit und Demokratie zu sichern, und wir hoffen, da\u00df wir in diesem harten Kampf, den wir f\u00fcr Europa f\u00fchren, die Unterst\u00fctzung aller friedliebenden Nationen der Welt finden werden. (Starker, langanhaltender Beifall bei den Regierungsparteien und dem KdU.)&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--17\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#1918\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1918 bis 1938 An meine getreuen \u00f6sterreichischen V\u00f6lker (V\u00f6lkermanifest Karls I.) Ergebnisse der Nationalratswahlen zwischen 1919 und 1930 Paramilit\u00e4rische Wehrverb\u00e4nde der Ersten Republik Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich vom 13. 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