{"id":459,"date":"2019-09-11T22:36:24","date_gmt":"2019-09-11T20:36:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=459"},"modified":"2021-02-22T19:30:17","modified_gmt":"2021-02-22T18:30:17","slug":"1945-bis-1955","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=459","title":{"rendered":"Besatzungszeit bis 1955"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachkriegszeit. Vom Ende des Krieges bis zum Staatsvertrag<\/h2>\n\n\n\n<p><br>Der Zweite Weltkrieg war zu Ende. Die \u00c4nderungen an den Grenzen und den Verwaltungen der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, die im Nationalsozialismus seit 1938 geschehen waren, wurden r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, unterdr\u00fcckte Staaten wieder selbstst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich wurde bis zum Abschluss des Staatsvertrags in vier Besatzungszonen eingeteilt und gewann erst 1955 wieder seine volle Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Inhalt<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#verbotsgesetz\">1945 \u2013 Das Verbotsgesetz<\/a><\/li><li><a href=\"#kontrollabkommenI\">1945 \u2013 Das Erste Kontrollabkommen und die Einteilung \u00d6sterreichs in Besatzungszonen<\/a><\/li><li><a href=\"#verbrechen\">1945 \u2013 Die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen<\/a><\/li><li><a href=\"#regierung\">1945 \u2013 Die Regierung wird anerkannt<\/a><\/li><li><a href=\"#nationalratswahl\">1945 \u2013 Die Nationalratswahl und die R\u00fcckkehr der Bundesverfassung<\/a><\/li><li><a href=\"#kontrollabkommenII\">1946 \u2013 Das Zweite Kontrollabkommen<\/a><\/li><li><a href=\"#grosswien\">1946 \u2013 Aus Gro\u00df-Wien wird wieder Wien<\/a><\/li><li><a href=\"#usia\"> 1946 \u2013 Die USIA<\/a><\/li><li><a href=\"#marshallplan\">1947 \u2013 Der Marshallplan<\/a><\/li><li><a href=\"#oktoberstreik\">1950 \u2013 Der Oktoberstreik<\/a><\/li><li><a href=\"#staatsvertrag1955\">1955 \u2013 Der Staatsvertrag<\/a><\/li><li><a href=\"#neutralitaet\">1955 \u2013 Das Neutralit\u00e4tsgesetz<\/a><\/li><li><a href=\"#literatur1945\">Literatur<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">[Die Quellen der Zitate in den gr\u00fcnen K\u00e4sten sind unten im Literaturverzeichnis angef\u00fchrt.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"verbotsgesetz\"><strong>Das Verbotsgesetz<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>8. Mai 1945<\/strong> wurde das von der Provisorischen Staatsregierung beschlossene Verbotsgesetz verk\u00fcndet. Es bestimmte in Artikel I das Verbot der NSDAP und in Artikel II die Registrierung der ehemaligen Nationalsozialisten. Weiters wurde in den Artikeln III und IV bestimmt, wie mit einstmals illegalen Nationalsozialisten, also jenen, die zwischen dem 1. Juli 1933 und dem &#8222;Anschluss&#8220; Parteiangeh\u00f6rige waren, schwer belasteten Nationalsozialisten und F\u00f6rderern der NSDAP umzugehen sei.<br>Artikel V bestimmte zur Aburteilung der im Verbotsgesetz definierten Verst\u00f6\u00dfe die neu zu schaffenden Volksgerichte (siehe weiter unten).<br>F\u00fcr Personen, die ihre Mitgliedschaft in der NSDAP nicht missbraucht haben und schon vor Kriegsende eine positive Einstellung zur Republik \u00d6sterreich zeigten, wurde Artikel VI definiert. In diesen F\u00e4llen hatte die Provisorische Staatsregierung \u00fcber die weitere Vorgehensweise zu entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel I. Verbot der NSDAP<\/em><br><em>\u00a71. Die NSDAP, ihre Wehrverb\u00e4nde (SS, SA, NSKK, NSFK), ihre Gliederungen und angeschlossenen Verb\u00e4nde sowie alle nationalsozialistischen Organisationen und Einrichtungen \u00fcberhaupt sind aufgel\u00f6st; ihre Neubildung ist verboten.<\/em><br><em>Ihr Verm\u00f6gen ist der Republik verfallen.<\/em><br><br>Verfassungsgesetz vom 8. Mai 1945 \u00fcber das Verbot der NSDAP (Verbotsgesetz)<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz darauf, am <strong>13. Mai 1945<\/strong>, wurden auch die N\u00fcrnberger Rassegesetze mit Wirkung vom 10. April 1945 au\u00dfer Kraft gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kontrollabkommenI\"><strong>Das Erste Kontrollabkommen und die Einteilung \u00d6sterreichs in Besatzungszonen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>4. Juli 1945<\/strong> beschlossen die vier Besatzungsm\u00e4chte die Organisation und Verwaltungsstruktur f\u00fcr \u00d6sterreich. In diesem &#8222;Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich&#8220; (besser bekannt als <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#kontrollabkommen1\">&#8222;Erstes Kontrollabkommen&#8220;<\/a>) wurde die Errichtung eines alliierten Verwaltungssystems beschlossen, das solange im Amt bleiben sollte, bis eine von allen Besatzungsm\u00e4chten anerkannte Regierung \u00d6sterreichs ihre Arbeit aufnehmen w\u00fcrde. Dieses Kontrollsystem bestand aus der Alliierten Kommission unter der Leitung des Alliierten Rates. Dieser wiederum bildete sich aus vier milit\u00e4rischen Hochkommissaren \u2013 je einer von jeder Besatzungsmacht. Auch in s\u00e4mtlichen Abteilungen der Kommission sa\u00dfen immer alle vier M\u00e4chte an einem Tisch.<br>Bis zum Inkrafttreten des Zweiten Kontrollabkommens 1946 (siehe unten) musste der Alliierte Rat s\u00e4mtliche Gesetze, die der Nationalrat beschloss einstimmig best\u00e4tigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Kurz darauf, am <strong>9. Juli 1945<\/strong>, wurden die Zonen festgelegt, die von den vier M\u00e4chten besetzt werden sollten:<br><span style=\"text-decoration: underline;\">Sowjetunion:<\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span> <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=8369\" data-type=\"post\" data-id=\"8369\">Ober\u00f6sterreich n\u00f6rdlich der Donau, Nieder\u00f6sterreich, Burgenland<\/a><br><span style=\"text-decoration: underline;\">USA:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=8027\" data-type=\"post\" data-id=\"8027\">Ober\u00f6sterreich s\u00fcdlich der Donau, Salzburg<\/a><br><span style=\"text-decoration: underline;\">Gro\u00dfbritannien:<\/span> Steiermark, K\u00e4rnten, Osttirol<br><span style=\"text-decoration: underline;\">Frankreich:<\/span> Vorarlberg, Nordtirol<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollte die Sowjetunion Wien ganz f\u00fcr sich haben, hatte sie die Stadt doch schlie\u00dflich ohne die Hilfe westalliierter Bodentruppen erobert, doch letztendlich teilten sich die Besatzungsm\u00e4chte die Stadt auf. In den Verhandlungen zur Einteilung Wiens galt es, verschiedene Standpunkte zu kl\u00e4ren.<br>Pochte die Sowjetunion darauf, die Grenzen Wiens von 1937 wieder in Kraft zu setzen, so wollten die Westalliierten die aktuellen Grenzen Gro\u00df-Wiens belassen. Diese L\u00f6sung war f\u00fcr die USA, Gro\u00dfbritannien und Frankreich vor allem deshalb angenehmer, weil sie dadurch eigene Flugpl\u00e4tze h\u00e4tten verwenden k\u00f6nnen. Daraus wurde jedoch nichts. Die Sowjetunion setzte sich durch, gestattete den Westalliierten aber die Ben\u00fctzung von Flugpl\u00e4tzen in der sowjetischen Zone \u2013 die USA starteten und landeten fortan in Tulln und der Flugplatz in Schwechat diente nun dem britischen und franz\u00f6sischen Flugverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiener Bezirke wurden folgenderma\u00dfen von den Besatzungsm\u00e4chten unter sich aufgeteilt:<br>Sowjetunion: 2, 4, 10, 20, 21<br>USA: 7, 8, 9, 17, 18, 19<br>Gro\u00dfbritannien: 3, 5, 11, 12, 13<br>Frankreich: 6, 14, 15, 16<\/p>\n\n\n\n<p>Die Innere Stadt, der erste Bezirk Wiens, wurde als internationaler Sektor von allen vier Besatzungsm\u00e4chten verwaltet. Jedes Monat \u00fcbernahm eine andere Macht die Leitung.<br>Am 1. September besetzten die Westm\u00e4chte die vereinbarten Bezirke, die Rote Armee zog sich in ihre Zone zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Besatzungssoldaten auf \u00f6sterreichischem Boden war durchaus imposant \u2013 direkt nach Kriegsende belief sie sich auf etwa 700.000 Soldaten. Ende Dezember 1945 reduzierte sich ihre Zahl bereits auf 200.000 Soldaten der Roten Armee, 47.000 Amerikaner, 65.000 Briten und 25.000 Franzosen.<br>1946 waren diese Zahlen schon auf 150.000 Angeh\u00f6rige der Roten Armee, 40.000 Amerikaner, 55.000 Briten und 15.000 Franzosen gesunken.<br>Bis 1954 reduzierte sich diese Zahl auf 36.000 sowjetische Soldaten, 15.000 Amerikaner, 2.800 Briten und etwa 540 Franzosen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel 8. Die vornehmlichsten Aufgaben der Alliierten Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich sind:<\/em><br><em>a) Die Einhaltungen der Bedingungen der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Niederlage Deutschlands, die am 5. Juni 1945 in Berlin unterzeichnet wurde, in \u00d6sterreich zu sichern;<\/em><br><em>b) Die Trennung \u00d6sterreichs von Deutschland zu verwirklichen;<\/em><br><em>c) So bald als m\u00f6glich eine \u00f6sterreichische Zentralverwaltung zu errichten;<\/em><br><em>d) Die Errichtung einer frei gew\u00e4hlten \u00f6sterreichischen Regierung vorzubereiten;<\/em><br><em>e) In der Zwischenzeit die geeigneten Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die Verwaltung \u00d6sterreichs in hinreichender Weise sicherzustellen.<\/em><br><br>Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4. Juli 1945 (Erstes Kontrollabkommen)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"verbrechen\"><strong>Die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die in Artikel V des Verbotsgesetzes definierten Volksgerichte zur Aburteilung nationalsozialistischer Verbrechen nahmen mit<strong> August 1945<\/strong> ihre Arbeit auf \u2013 zuerst in Wien f\u00fcr die sowjetische Besatzungszone. Anfang 1946 folgten Graz f\u00fcr die britische, Linz f\u00fcr die amerikanische und Innsbruck f\u00fcr die franz\u00f6sische Besatzungszone.<br>Ein solches Gericht bestand aus zwei Berufsrichtern, von denen einer den Vorsitz f\u00fchrte, und drei Sch\u00f6ffen (Laienrichtern). Diese Senate wurden bei den Landesgerichten am Sitz der Oberlandesgerichte gebildet. Die Verfahren selbst wurden nach der \u00f6sterreichischen Strafprozessordnung gef\u00fchrt. Gem\u00e4\u00df Paragraf 24 im Verbotsgesetz konnten die Verurteilten keinen Einspruch gegen die Anklageschrift, keine Berufung oder Nichtigkeitsbeschwerde sowie keine Beschwerden gegen Beschl\u00fcsse der Volksgerichte einlegen. Nur der Pr\u00e4sident des Obersten Gerichtshofes konnte ein Urteil aufheben oder den Prozess vor einem neu zusammengesetzten Senat verhandeln lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Prozess wurden die Taten der ehemaligen SA-Mitglieder Rudolf Kronberger, Alois Frank, Wilhelm Neunteufel und Konrad Polinovsky verhandelt. Ihnen wurde vorgeworfen, mehrere Morde an ungarischen Juden und J\u00fcdinnen im Zuge des S\u00fcdostwallbaus begangen zu haben. Dieser Prozess ging als der erste von sechs Engerau-Prozessen in die Geschichte ein. Drei der vier Angeklagten \u2013 Kronberger, Frank und Neunteufel \u2013 wurden am <strong>17. August 1945<\/strong> zum Tode verurteilt und die Urteile im Herbst des Jahres vollstreckt. Polinovsky wurde zu acht Jahren schweren Kerkers verurteilt, aus dem er 1947 entlassen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 1955, als mit dem Abzug der Besatzungsm\u00e4chte auch die Volksgerichte ihre Arbeit einstellten, wurden 136.829 F\u00e4lle verhandelt. Von 23.477 Urteilen waren 13.607 Schuldspr\u00fcche. 269 Angeklagte wurden zu langj\u00e4hrigen Haftstrafen verurteilt, 29 zu lebensl\u00e4nglicher Haft und 43 zum Tode. 30 Todesurteile wurden tats\u00e4chlich vollstreckt, zwei Verurteilte begingen Selbstmord, bevor das Todesurteil vollstreckt werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>29. Juli 1954<\/strong> wurde das letzte Urteil eines Volksgerichtes gegen einen nationalsozialistischen Verbrecher gef\u00e4llt: Peter Acher wurde im sechsten und letzten Engerau-Prozess wegen der Beteiligung an Erschie\u00dfungen ungarischer Juden, wegen versuchter Erschie\u00dfungen und wegen schwerer Qu\u00e4lerei und Misshandlung j\u00fcdischer H\u00e4ftlinge zu lebenslangem Kerker verurteilt, aus dem er 1972 entlassen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 1956 und 2006 wurden nur noch 35 weitere Prozesse wegen nationalsozialistischer Verbrechen gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"regierung\"><strong>Die Regierung wird anerkannt<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die westlichen Bundesl\u00e4nder hatten anfangs Bedenken gegen\u00fcber der Regierung Renner, denn sie bef\u00fcrchteten, sie k\u00f6nnte unter sowjetischer Steuerung stehen. Genauso sahen das auch die Briten, die dem Staatskanzler h\u00f6chst misstrauisch gegen\u00fcberstanden. Das zeigte sich auch in der Proklamation, in der der Alliierte Rat am 11. September dem Volk mitteilte, nun die h\u00f6chste Gewalt im Staate \u00fcbernommen zu haben \u2013 die Provisorische Staatsregierung wurde darin mit keinem Wort erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst  durch die Abhaltung von L\u00e4nderkonferenzen, deren erste zwischen <strong>24. und 26. September 1945<\/strong> stattfand, wurde zwischen der Regierung in Wien und den Vertretern der L\u00e4nder ein Konsens erzielt und die ersten freien Wahlen f\u00fcr November 1945 festgelegt. Auch das Misstrauen der Westm\u00e4chte schwand nun unter diesen einigenden Bestrebungen und sie erkannten am 20. Oktober die Provisorische Staatsregierung an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"nationalratswahl\"><strong>Die Nationalratswahl 1945 und die R\u00fcckkehr der Bundesverfassung<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>25. November 1945<\/strong> war es dann soweit. \u00d6sterreich w\u00e4hlte mit Zustimmung aller Besatzungsm\u00e4chte einen neuen Nationalrat. Die Zustimmung der UdSSR beruhte zwar auf der Fehleinsch\u00e4tzung, die Kommunistische Partei \u00d6sterreichs (KP\u00d6) k\u00f6nnte als stimmenstarkes Sprachrohr des Ostens in die Regierung einziehen, doch dieses Kalk\u00fcl k\u00fcmmerte den W\u00e4hler wenig.<br>Die \u00d6sterreichische Volkspartei (\u00d6VP \u2013 49,8 %) gewann vor der Sozialistischen Partei \u00d6sterreichs (SP\u00d6 \u2013 44,6 %), die KP\u00d6 kam auf nur 5,4 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>19. Dezember 1945<\/strong> bekamen wir durch die demokratisch gew\u00e4hlte Regierung eine rechtsstaatliche Verfassung zur\u00fcck. Grundlage dessen war das Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 in der Fassung von 1929. Sie war die letzte Verfassung der Ersten Republik, die vor dem Einzug faschistischer Diktatoren in Kraft getreten war.<\/p>\n\n\n\n<p>Karl Renners Funktion im Dienste \u00d6sterreichs war damit aber noch nicht zu Ende. Einen Tag sp\u00e4ter, am 20. Dezember 1945 wurde er der erste Bundespr\u00e4sident der Zweiten Republik.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kontrollabkommenII\"><strong>Das Zweite Kontrollabkommen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>28. Juni 1946<\/strong> wurde das <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#kontrollabkommen2\">Zweite Kontrollabkommen<\/a> beschlossen. Die \u00f6sterreichische Regierung bekam damit mehr Entscheidungskompetenzen. Gesetze allerdings, die die Verfassung betrafen, mussten weiterhin vom Alliierten Rat abgesegnet werden, w\u00e4hrend alle anderen Gesetze mit einer einmonatigen Einspruchsfrist versehen waren. Nutzte der Alliierte Rat diese Frist nicht, so trat das Gesetz in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besatzungsm\u00e4chte waren allerdings auch nach diesem Zweiten Kontrollabkommen f\u00fcr alle direkten Folgen des Krieges zust\u00e4ndig: f\u00fcr die Entmilitarisierung \u00d6sterreichs, f\u00fcr Schutz und Sicherheit der alliierten Streitkr\u00e4fte, f\u00fcr die Verfolgung von Kriegsverbrechen, f\u00fcr die Verwaltung deutschen Eigentums, das vor allem in der sowjetischen Zone so gut wie vollumf\u00e4nglich beschlagnahmt wurde, sowie f\u00fcr die Behandlung Kriegsgefangener und der sogenannten &#8222;Displaced Persons&#8220;, Angeh\u00f6rige fremder Staaten, die sich nach dem Krieg sozusagen als Gestrandete der Ereignisse in \u00d6sterreich aufhielten und nun registriert und bestenfalls in ihre Heimat verbracht wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel 3. Die vornehmlichsten Aufgaben der Alliierten Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich sind:<\/em><br><em>a) Die Einhaltung der Bedingungen der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Niederlage Deutschlands, die am 5. Juni 1945 in Berlin unterzeichnet wurde, in \u00d6sterreich zu sichern.<\/em><br><em>b) Die Trennung \u00d6sterreichs von Deutschland vollst\u00e4ndig zu machen, die unabh\u00e4ngige Existenz und Integrit\u00e4t des \u00f6sterreichischen Staates aufrechtzuerhalten und bis zur endg\u00fcltigen Festlegung seiner Grenzen die Unantastbarkeit derselben nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 zu sichern.<\/em><br><em>c) Die \u00f6sterreichische Regierung zu unterst\u00fctzen, ein gesundes und demokratisches nationales Leben neu zu schaffen, gest\u00fctzt auf eine wirksame Verwaltung, stabile wirtschaftliche und finanzielle Zust\u00e4nde und auf die Achtung von Recht und Ordnung.<\/em><br><em>d) Die frei gew\u00e4hlte \u00f6sterreichische Regierung zu unterst\u00fctzen, so bald wie m\u00f6glich die volle Kontrolle der Staatsgesch\u00e4fte in \u00d6sterreich auszu\u00fcben.<\/em><br><em>e) Die Aufstellung eines fortschrittlichen Erziehungsprogramms auf lange Sicht, das die Aufgabe hat, alle Spuren auszumerzen und der \u00f6sterreichischen Jugend demokratische Grunds\u00e4tze einzupr\u00e4gen, zu sichern.<\/em><br><br>Abkommen zwischen den Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und der Franz\u00f6sischen Republik \u00fcber den Kontrollapparat in \u00d6sterreich vom 28. Juni 1946 (Zweites Kontrollabkommen)<em><br><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"grosswien\"><strong>Aus Gro\u00df-Wien wird wieder Wien<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Schon am <strong>29. Juni 1946<\/strong> war beschlossen worden, Gro\u00df-Wien wieder drastisch zu verkleinern. Von den 97 Gemeinden, die 1938 eingegliedert wurden, sollten 80 wieder an Nieder\u00f6sterreich zur\u00fcckgehen. Die Sowjetunion weigerte sich jedoch lange, diesem Vorhaben zuzustimmen, sodass dieses Gesetz erst am <strong>1. September 1954<\/strong> in Kraft treten konnte. Die neue Gr\u00f6\u00dfe der Bundeshauptstadt betrug nun 414 Quadratkilometer und war in 23 Bezirke unterteilt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"usia\"><strong>Die USIA<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Direkt nach dem Krieg ging vor allem die Rote Armee unerbittlich dazu \u00fcber, die Sch\u00e4den, die das Dritte Reich an ihrem Land verursacht hatte, durch Beschlagnahmungen und Demontagen alles Wertvollen und N\u00fctzlichen zu kompensieren. Unz\u00e4hlige Betriebe wurden ihrer Maschinen und Ger\u00e4te beraubt, um sie in die Sowjetunion zu verbringen. Dabei ging man allerdings so unfachm\u00e4nnisch vor, dass viele Maschinen schon im Moment der Demontage jeglichen Wert verloren. Andere wiederum standen so lange ungesch\u00fctzt vor Witterungseinfl\u00fcssen im Freien bis sie unbrauchbar geworden waren.<br>Diese Gepflogenheiten behielt man bis zum Sommer 1946 bei, wobei man sich gegen Ende dieser Phase auf Betriebe in deutschem Eigentum, kriegswichtige Betriebe oder spezielle Waffen- und Sprengstofffabriken beschr\u00e4nkte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die UdSSR waren zwei Wirtschaftszweige besonders wichtig: einerseits die Erd\u00f6lindustrie und andererseits die Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft (DDSG). Sie \u00fcbernahm beide. Die Betriebe der Erd\u00f6lproduktion kamen unter die eigens gegr\u00fcndete &#8222;Sowjetische Mineral\u00f6lverwaltung&#8220; (SMV), w\u00e4hrend f\u00fcr den Betrieb der DDSG die &#8222;Verwaltung der Donaudampfschiffahrtsgesellschaft&#8220; gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>5. Juli 1946<\/strong> wurden seitens der UdSSR an diesem einen Tag all jene Betriebe beschlagnahmt, die nach dem Krieg als deutsches Eigentum deklariert worden waren. Es handelte sich dabei um \u00fcber 400 Betriebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Basis f\u00fcr diesen Vorgang war der Befehl Nummer 17 mit dem Titel &#8222;\u00dcbergang des reichsdeutschen Verm\u00f6gens an die Sowjetunion&#8220;. Dieser sah die Beschlagnahme deutschen Eigentums als Reparationsleistung an.<br>Im Gefolge dieser Beschlagnahmungen wurde die USIWA (&#8222;Uprawlenje Sowjetskim Imuschestwom Wostotschnoj Awstrij&#8220; \u2013 &#8222;Verwaltung des sowjetischen Verm\u00f6gens im \u00f6stlichen \u00d6sterreich&#8220;) gegr\u00fcndet, die zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt, aber wohl noch vor November 1947 in USIA (&#8222;Uprawlenje Sowjetskim Imuschestwom w Awstrij&#8220; \u2013 &#8222;Verwaltung des sowjetischen Verm\u00f6gens in \u00d6sterreich&#8220;) umbenannt wurde. Dieser Verwaltungsk\u00f6rper existierte neben der SMV und der &#8222;Verwaltung der Donaudampfschiffahrtsgesellschaft&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>1. Alle \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden und die gesamte \u00f6sterreichische Bev\u00f6lkerung sind davon in Kenntnis zu setzen, da\u00df die im \u00f6stlichen \u00d6sterreich befindlichen deutschen Verm\u00f6genswerte, die dem Deutschen Reich, deutschen Firmen, Gesellschaften, Organisationen und physischen oder juristischen Personen geh\u00f6rten, als deutsche Reparationsleistungen in das Eigentum der Sowjetunion \u00fcbergegangen sind.<\/em><br><br>Befehl Nr. 17, 5. Juli 1946<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge schlossen die USA mit \u00d6sterreich am <strong>16. Juli 1946 <\/strong>ein Abkommen, das die treuh\u00e4nderische Verwaltung ehemaligen deutschen Eigentums durch die \u00f6sterreichische Verwaltung festlegte.<br>Am <strong>8. April 1949<\/strong> verzichteten die Westm\u00e4chte auf ihre Anspr\u00fcche an deutschem Eigentum in ihren jeweiligen Besatzungszonen. Aus dieser Diskrepanz zwischen sowjetischer und westlicher Handhabung des Problems des deutschen Eigentums ergaben sich deutliche wirtschaftliche Unterschiede: Arbeitete man in der russischen Zone mit veralteten und viel zu wenigen Arbeitsmitteln vor allem f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der UdSSR, so wurde im Rahmen des Marshall-Plans in die Betriebe der westlichen Besatzungsm\u00e4chte investiert und die Maschinenbest\u00e4nde an die Anforderungen des offenen Weltmarkts angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie krass diese Unterschiede waren zeigen die Zahlen: Wien, Nieder\u00f6sterreich und das Burgenland erhielten bis Oktober 1950 nur 16,5 % der Gelder aus dem European Recovery Program (siehe unten unter &#8222;Der Marshall-Plan&#8220;), obwohl hier 46 % der \u00f6sterrreichischen Arbeitnehmer lebten, w\u00e4hrend Salzburg und Ober\u00f6sterreich, wo 22 % der Arbeitnehmer wohnten, 44 % dieser Gelder zugeteilt bekamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die USIA verfolgte drei klare Ziele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Durch den Krieg, den das Dritte Reich gegen die Sowjetunion gef\u00fchrt hatte, waren dem Land ungeheure Sch\u00e4den und Verluste entstanden. Die USIA-Betriebe dienten dem Zweck, Reparationen zu erwirtschaften.<\/li><li>Russische Mangelprodukte sollten in den USIA-Betrieben hergestellt und an alle verteilt werden, die daran Bedarf hatten, vor allem die Rote Armee und die sowjetische Bev\u00f6lkerung.<\/li><li>Die USIA-Betriebe sollten den \u00d6sterreichern den Kommunismus n\u00e4herbringen sowie die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Ziele sowjetischer Wirtschaft.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Mitte 1950<\/strong> erschienen mit einem Male die ersten USIA-L\u00e4den. Hier bekam man verschiedenste Waren \u2013 Lebensmittel, Bekleidung, Gebrauchsgegenst\u00e4nde, Tabakwaren \u2013, die entweder aus der Produktion \u00f6sterreichischer USIA-Betriebe stammten oder aus der UdSSR importiert wurden. Da die USIA sich nicht um \u00f6sterreichische Wirtschaftsbedingungen und somit Steuern und Abgaben k\u00fcmmerte, konnten diese L\u00e4den die \u00fcblichen Marktpreise f\u00fcr vergleichbare Waren weit unterbieten. Die Beliebtheit dieser Gesch\u00e4fte in finanzschwachen Bev\u00f6lkerungsgruppen war deshalb denkbar gro\u00df. Die \u00f6sterreichische Wirtschaft hingegen teilte diese Liebe nicht und machte Werbung gegen die USIA-L\u00e4den, bis es als verp\u00f6nt galt, hier einzukaufen. Die sowjetische Besatzungsmacht wiederum versuchte, die g\u00fcnstigen Angebote in ihren L\u00e4den als ihre volksgef\u00e4llige Form des Marshall-Plans darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"marshallplan\"><strong>Der Marshallplan<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Nach dem Krieg war nicht nur die seelische Not gro\u00df, auch die materiellen Entbehrungen machten den \u00d6sterreichern zu schaffen. 1947 erkannte der US-Au\u00dfenminister George C. Marshall die Notwendigkeit, dem zerst\u00f6rten Europa wieder auf die Beine zu helfen. Er lie\u00df ein Programm f\u00fcr den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas ausarbeiten, das sogenannte European Recovery Program (ERP).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#marshall\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#marshall\">Am <strong>5. Juni 1947<\/strong> hielt Marshall eine Rede an der Harvard Universit\u00e4t<\/a>, in der er seine Sichtweise bez\u00fcglich eines Hilfsprogramms f\u00fcr Europa darlegte. Der Gedanke fand Verbreitung und Unterst\u00fctzung, sodass am <strong>2. Juli 1948<\/strong> ein Abkommen zwischen den USA und \u00d6sterreich geschlossen wurde, das umfangreichste Wirtschaftshilfen zusicherte.<br>Insgesamt wurden bis zum Auslaufen des Programms 1952 etwa 13 Milliarden Dollar in Form von Geld und Waren nach Europa gepumpt, wovon 962 Millionen Dollar alleine nach \u00d6sterreich flossen. Die Waren mussten zum Inlandspreis verkauft werden und der Gegenwert auf ein eigenes Sonderkonto einbezahlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Rede wies Marshall auf einen unheilvollen Teufelskreis hin, dessen Anzeichen er bereits erkannt hatte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Eine Seite des Problems ist ebenso interessant wie wichtig. Der Landwirt hat stets Nahrungsmittel erzeugt, um sie mit dem St\u00e4dter gegen andere lebenswichtige Dinge auszutauschen. Arbeitsteilung ist die Grundlage der modernen Zivilisation. Gegenw\u00e4rtig droht sie zusammenzubrechen. Die Fabriken in der Stadt erzeugen nicht genug Waren f\u00fcr den Tausch gegen Lebensmittel mit dem Landwirt. Rohmaterialien und Brennstoff sind nicht in ausreichender Menge vorhanden. Maschinen fehlen oder sind abgenutzt. Bauern und Landarbeiter finden kein Angebot an den Waren, die sie kaufen wollen. Daher lohnt es sich f\u00fcr sie nicht, ihre Ware gegen Geld, f\u00fcr das sie nichts kaufen k\u00f6nnen, abzugeben. Sie haben daher viel Ackerland brachgelegt und benutzen es als Weiden. Daher verf\u00fcttern sie lieber das Getreide und ern\u00e4hren sich und ihre Familie ausgiebig, auch wenn es ihnen an Kleidung und anderen Annehmlichkeiten des Lebens fehlt. Gleichzeitig haben die St\u00e4dter zu wenig Nahrungsmittel und Brennstoffe. Infolgedessen m\u00fcssen die Regierungen ihre Devisen und Guthaben angreifen, um diese lebensnotwendigen Dinge im Ausland zu kaufen. Dadurch werden die Reserven, die dringend f\u00fcr den Wiederaufbau ben\u00f6tigt werden, aufgezehrt. So entsteht rasch eine sehr ernste Lage, die nichts Gutes f\u00fcr die Welt birgt. Das moderne System der Arbeitsteilung, auf dem der Austausch der Produktion beruht, ist in Gefahr zusammenzubrechen. In Wirklichkeit handelt es sich darum, da\u00df Europas Bedarf an ausl\u00e4ndischen Nahrungsmitteln und sonstigen lebenswichtigen G\u00fctern \u2013 haupts\u00e4chlich aus Amerika \u2013 so viel gr\u00f6\u00dfer als seine gegenw\u00e4rtige Zahlungsf\u00e4higkeit ist, da\u00df es entweder wesentliche zus\u00e4tzliche Hilfe ben\u00f6tigt oder aber sich in einem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Niedergang sehr ernsten Charakters gegen\u00fcbersehen wird. Das Hilfsmittel besteht darin, diesen b\u00f6sartigen Kreislauf zu durchbrechen und den Glauben der europ\u00e4ischen V\u00f6lker an die wirtschaftliche Zukunft ihres eigenen Landes sowie Europas in seiner Gesamtheit wiederherzustellen. \u00dcber ein weites Gebiet hin m\u00fcssen Fabrikanten und Landwirte wieder willens und in der Lage sein, ihre Ware gegen Geld von unbestrittenem Wert abzugeben.<\/em><br><br>George C. Marshall, 5. Juni 1947<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"oktoberstreik\"><strong>Der Oktoberstreik<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Im September 1950 beschloss die Regierung das vierte Lohn-Preis-Abkommen. Dieses sah eine Erh\u00f6hung der Preise f\u00fcr Waren des t\u00e4glichen Bedarfs, auch f\u00fcr Grundnahrungsmittel vor \u2013 bei gleichbleibender Lohnh\u00f6he. Mehl wurde um 64 % teurer, Zucker um 34 % und Brot um 26 %. Gegen diese massive Preiserh\u00f6hung k\u00fcndigten die Arbeiter Widerstand an. Ein Streik wurde ausgerufen, der haupts\u00e4chlich von kommunistischen und sozialdemokratischen Betriebsr\u00e4ten sowie solchen der USIA-Betriebe organisiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>200.000 Menschen aus insgesamt \u00fcber 400 Betrieben folgten dem Aufruf und bildeten so den gr\u00f6\u00dften Streik, der jemals in \u00d6sterreich stattgefunden hat. Etwa ein Drittel der teilnehmenden Betriebe in Ost\u00f6sterreich geh\u00f6rten zum USIA-Konzern. Die H\u00f6hepunkte der Streikbewegung wurde um den <strong>26. September 1950<\/strong> in Ober\u00f6sterreich und am <strong>4. Oktober 1950<\/strong> in Wien erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ein gro\u00dfer Teil der Arbeiter, die sich an den Streiks beteiligten, kommunistisch gesinnt und\/oder Besch\u00e4ftigte der USIA-Betriebe waren, hielt sich jahrzehntelang die mittlerweile widerlegte These, es h\u00e4tte sich bei diesem Streik um den Versuch eines kommunistischen Putsches gehandelt. Da jedoch zu diesem Zeitpunkt die sowjetische Besatzungsmacht kein Interesse an einer derartigen Macht\u00fcbernahme hatte und die KP\u00d6 in den Wahlergebnissen stets nur Menschenmengen im einstelligen Prozentbereich f\u00fcr sich gewinnen konnte, kann ein dahintersteckender Putschversuch ausgeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>An den Streiks beteiligten sich einige der gr\u00f6\u00dften Industriebetriebe des Landes, unter anderem die V\u00d6EST, die Bundesbahnen, die Post, Steyr-Daimler-Puch oder die Simmering-Graz-Pauker-Werke. Durch die Streikma\u00dfnahmen stand der \u00f6ffentliche Verkehr in Linz v\u00f6llig still \u2013 nicht zuletzt von Streikenden zubetonierte Stra\u00dfenbahngleise erhielten diesen Zustand aufrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>5. Oktober 1950<\/strong> wurde der Streik beendet und das Abkommen akzeptiert. Die Streikteilnehmer kehrten an ihre Arbeitsst\u00e4tten zur\u00fcck. In der Folge wurden 78 Gewerkschafter als Streikorganisatoren aus der Gewerkschaft ausgeschlossen und\/oder verloren ihren Job.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"staatsvertrag1955\"><strong>Der Staatsvertrag<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Der <strong>15. Mai 1955<\/strong> ist wohl das wichtigste politische Datum \u00d6sterreichs. An diesem Tag wurde die Freiheit und Souver\u00e4nit\u00e4t \u00d6sterreichs in den Grenzen vom 1. J\u00e4nner 1938 wiederhergestellt. Die Delegierten der Besatzungsm\u00e4chte und \u00d6sterreichs unterzeichneten dieses Papier, das unter anderen folgende wichtige Punkte beinhaltete:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreich verpflichtete sich in Artikel 4 \u2013 wieder einmal \u2013 keine politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland anzustreben. Der &#8222;Anschluss&#8220; wurde, wie bereits im 1920 in Kraft getretenen Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye und in den Kreditbedingungen des V\u00f6lkerbunds, verboten.<br>Ebenso wurde in Artikel 3 versichert, im Friedensvertrag mit Deutschland die Bestimmung zu verankern, Deutschland m\u00fcsse die Unabh\u00e4ngigkeit \u00d6sterreichs anerkennen und d\u00fcrfe keinerlei territoriale oder politische Anspr\u00fcche bez\u00fcglich \u00d6sterreich erheben.<\/p>\n\n\n\n<p>In Artikel 6 verpflichtete sich \u00d6sterreich zur aus menschlicher Sicht wichtigsten Einhaltung von Bestimmungen, die eigentlich f\u00fcr jeden Menschen auch ohne jegliche Gesetzgebung selbstverst\u00e4ndlich sind. Hierin wird geregelt, dass \u00d6sterreich alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen treffen wird, um allen unter \u00f6sterreichischer Staatshoheit lebenden Personen ohne Unterschied von Rasse, Geschlecht, Sprache oder Religion den Genuss der Menschenrechte und der Grundfreiheiten einschlie\u00dflich der Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung, der Presse und Ver\u00f6ffentlichung, der Religionsaus\u00fcbung, der politischen Meinung und der \u00f6ffentlichen Versammlung zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Artikel 8 bestimmte den Umgang mit der NSDAP und nationalsozialistischen Organisationen. \u00d6sterreich verpflichtete sich, alle bisher getroffenen Ma\u00dfnahmen zur Zerschlagung und Aufl\u00f6sung nazistischer Manifestationen weiter zu betreiben und ein erneutes Aufkommen dieser Bewegung zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem 38. Artikel unterzeichneten die Verhandlungsf\u00fchrer den Staatsvertrag. Es waren dies:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow \u2013 Au\u00dfenminister der Sowjetunion<\/li><li>Iwan Iwanowitsch Iljitschow \u2013 Hochkommissar und Gesandter der Sowjetunion<\/li><li>Harold Macmillan \u2013 Au\u00dfenminister von Gro\u00dfbritannien<\/li><li>Geoffrey Wallinger \u2013 Hochkommissar und Botschafter von Gro\u00dfbritannien<\/li><li>John Foster Dulles \u2013 Au\u00dfenminister der USA<\/li><li>Llewellyn E. Thompson \u2013 Hochkommissar und Botschafter der USA<\/li><li>Antoine Pinay \u2013 Au\u00dfenminister von Frankreich<\/li><li>Roger Lalouette \u2013 Stellvertretender Hochkommissar und Gesandter Frankreichs<\/li><li>Leopold Figl \u2013 Au\u00dfenminister von \u00d6sterreich<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Artikel 1 des Staatsvertrages, der nunmehr seit 64 Jahren in Kraft ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel 1. Wiederherstellung \u00d6sterreichs als freier und unabh\u00e4ngiger Staat<\/em><br><br><em>Die Alliierten und Assoziierten M\u00e4chte anerkennen, da\u00df \u00d6sterreich als ein souver\u00e4ner, unabh\u00e4ngiger und demokratischer Staat wiederhergestellt ist.<\/em><br><br>Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabh\u00e4ngigen und demokratischen \u00d6sterreich, 15. Mai 1955<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"neutralitaet\"><strong>Das Neutralit\u00e4tsgesetz<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Nachdem am 25. Oktober 1955 der letzte Besatzungssoldat \u2013 ein Brite \u2013 \u00f6sterreichisches Staatsgebiet verlassen hatte, wurde am <strong>26. Oktober 1955<\/strong> das Gesetz zur immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund, warum ausgerechnet bis 25. Oktober 1955 der Abzug der Besatzungstruppen abgeschlossen sein sollte, liegt in einer Bestimmung des Staatsvertrages. Hier wurde in Artikel 20, Absatz 3, festgelegt, dass die &#8222;Streitkr\u00e4fte der Alliierten und Assoziierten M\u00e4chte und die Mitglieder der Alliierten Kommission f\u00fcr \u00d6sterreich innerhalb von neunzig Tagen, angefangen vom Inkrafttreten des vorliegenden Vertrages, soweit irgend m\u00f6glich, sp\u00e4testens bis zum 31. Dezember 1955, aus \u00d6sterreich zur\u00fcckgezogen&#8220; werden. Da der Staatsvertrag mit der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde durch Frankreich am 27. Juli in Kraft getreten war, lief ab diesem Datum der 90-t\u00e4gige Countdown, der am 25. Oktober endete.<\/p>\n\n\n\n<p>An jenem Tage verlie\u00df nun nach offiziellen Angaben der letzte Besatzungssoldat \u00f6sterreichischen Boden. Erst am Tag danach, am <strong>26. Oktober 2019<\/strong>, als \u00d6sterreich also tats\u00e4chlich frei und unabh\u00e4ngig war, konnte das Neutralit\u00e4tsgesetz verabschiedet werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel I.<\/em><br><em>(1) Zum Zwecke der dauernden Behauptung seiner Unabh\u00e4ngigkeit nach au\u00dfen und zum Zwecke der Unverletzlichkeit seines Gebietes erkl\u00e4rt \u00d6sterreich aus freien St\u00fccken seine immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t.<\/em><br><em>\u00d6sterreich wird diese mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln aufrechterhalten und verteidigen.<\/em><br><em>(2) \u00d6sterreich wird zur Sicherung dieser Zwecke in aller Zukunft keinen milit\u00e4rischen B\u00fcndnissen beitreten und die Errichtung milit\u00e4rischer St\u00fctzpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiete nicht zulassen.<\/em><br><br>Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 \u00fcber die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs<em><br><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=1343\">1939 bis Kriegsende<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=459\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"literatur1945\">Literatur<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Druckwerke<\/h3>\n\n\n\n<p>Helmut <em>Feigl<\/em>, Andreas <em>Kusternig<\/em> (Hg.), Die USIA-Betriebe in Nieder\u00f6sterreich. Geschichte, Organisation, Dokumentation (Studien und Forschungen aus dem nieder\u00f6sterreichischen Institut f\u00fcr Landeskunde 5, Wien 1983)<\/p>\n\n\n\n<p>Alois <em>Niederst\u00e4tter<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs (Stuttgart 2007)<\/p>\n\n\n\n<p>Gerald <em>Stourzh<\/em>, Geschichte des Staatsvertrages 1945\u20131955. \u00d6sterreichs Weg zur Neutralit\u00e4t (Graz 1980)<\/p>\n\n\n\n<p>Karl <em>Vocelka<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs. Kultur \u2013 Gesellschaft \u2013 Politik (M\u00fcnchen 2009)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Internet<\/h3>\n\n\n\n<p>Michael <em>Gehler<\/em>, Kapitulation als Voraussetzung f\u00fcr \u00d6sterreichs Freiheit, Artikel in der Tiroler Tageszeitung vom 2. Mai 2015, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.tt.com\/panorama\/wissen\/9952746\/kapitulation-als-voraussetzung-fuer-oesterreichs-freiheit\">https:\/\/www.tt.com\/panorama\/wissen\/9952746\/kapitulation-als-voraussetzung-fuer-oesterreichs-freiheit<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Peter <em>Mayr<\/em>, Sp\u00e4te Gerechtigkeit f\u00fcr die Streikopfer, Artikel in der DerStandard vom 24. April 2016, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000035538307\/spaete-gerechtigkeit-fuer-die-streikopfer\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000035538307\/spaete-gerechtigkeit-fuer-die-streikopfer<\/a> (31. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Michael <em>Rosecker<\/em>, Gr\u00fcnder einer erfolgreichen Republik \u2013 die Zweite Republik, Aufbruch aus der Katastrophe, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.rennermuseum.at\/zweite-rep.htm\">https:\/\/www.rennermuseum.at\/zweite-rep.htm<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Eric <em>Wegner<\/em>, Streiks in der 2. Republik (Marxismus 34, Wien 2013), <br>Kapitel &#8222;Spontane Streikwelle Ende September 1950&#8220; online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.arbeiter-innen-kampf.org\/publikationen\/marxismus-buecher\/streiks-der-2-republik\/spontane-streikwelle-ende-september-1950\/\">http:\/\/www.arbeiter-innen-kampf.org\/publikationen\/marxismus-buecher\/streiks-der-2-republik\/spontane-streikwelle-ende-september-1950\/<\/a> (31. Oktober 2019)<br>Kapitel &#8222;Von der KP\u00d6 gef\u00fchrte Streiks Anfang Oktober 1950&#8220; online unter: <a href=\"http:\/\/www.arbeiter-innen-kampf.org\/publikationen\/marxismus-buecher\/streiks-der-2-republik\/von-der-kpoe-gefuehrte-streiks-anfang-oktober-1950\/\">http:\/\/www.arbeiter-innen-kampf.org\/publikationen\/marxismus-buecher\/streiks-der-2-republik\/von-der-kpoe-gefuehrte-streiks-anfang-oktober-1950\/<\/a> (31. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, Besatzung 1945\u20131955, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Besatzung_1945-1955\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Besatzung_1945-1955<\/a> (29. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, Marshall-Plan, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Marshall-Plan\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Marshall-Plan<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria Presse Agentur, apa.historisch 55\u201385, Die Verstaatlichten Betriebe \u00d6sterreichs 1955\u20131960, online unter:<br><a href=\"http:\/\/historisch.apa.at\/cms\/apa-historisch\/dossier_print.html?&amp;dossierID=AHD_19550831_AHD0001\">http:\/\/historisch.apa.at\/cms\/apa-historisch\/dossier_print.html?&amp;dossierID=AHD_19550831_AHD0001<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Haus der Geschichte \u00d6sterreich, Hans <em>Petschar<\/em>, Marshallplan, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.hdgoe.at\/marshallplan\">https:\/\/www.hdgoe.at\/marshallplan<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Nachkriegsjustiz.at, Prozesse, Volksgerichte, online unter:<br><a href=\"http:\/\/nachkriegsjustiz.at\/prozesse\/volksg\/index.php\">http:\/\/nachkriegsjustiz.at\/prozesse\/volksg\/index.php<\/a> (6. November 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Republik \u00d6sterreich, Parlamentsdirektion, Schicksalswahl 1945. Sonderausstellung im \u00d6sterreichischen Parlament aus Anlass des 60. Jahrestages der Nationalratswahl vom 25. November 1945, PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/ZUSD\/PDF\/2005_schicksalswahl_1945.pdf\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/ZUSD\/PDF\/2005_schicksalswahl_1945.pdf<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Abkommen betreffend die Besatzungszonen und die Verwaltung der Stadt Wien, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Abkommen_betreffend_die_Besatzungszonen_und_die_Verwaltung_der_Stadt_Wien\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Abkommen_betreffend_die_Besatzungszonen_und_die_Verwaltung_der_Stadt_Wien<\/a> (29. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Alliierte Besatzung, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Alliierte_Besatzung\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Alliierte_Besatzung<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Gro\u00df-Wien, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Stadterweiterung, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Stadterweiterung#Nach_dem_Zweiten_Weltkrieg\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Stadterweiterung#Nach_dem_Zweiten_Weltkrieg<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Zweites Alliiertes Kontrollabkommen, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Zweites_Alliiertes_Kontrollabkommen\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Zweites_Alliiertes_Kontrollabkommen<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Zitate<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Verfassungsgesetz vom 8. Mai 1945 \u00fcber das Verbot der NSDAP (Verbotsgesetz), Artikel I, Absatz 1, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/Dokumente\/BgblPdf\/1945_13_0\/1945_13_0.pdf\">https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/Dokumente\/BgblPdf\/1945_13_0\/1945_13_0.pdf<\/a> (6. November 2019)<\/li><li>Abkommen \u00fcber die Alliierte Kontrolle in \u00d6sterreich vom 4. Juli 1945 (Erstes Kontrollabkommen), online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.verfassungen.at\/at45-\/kontrollabkommen45.htm\">http:\/\/www.verfassungen.at\/at45-\/kontrollabkommen45.htm<\/a> (29. Oktober 2019)<\/li><li>Abkommen zwischen den Regierungen des Vereinigten K\u00f6nigreiches, der  Vereinigten Staaten von Amerika, der Union der Sozialistischen  Sowjetrepubliken und der Franz\u00f6sischen Republik \u00fcber den Kontrollapparat  in \u00d6sterreich vom 28. Juni 1946 (Zweites Kontrollabkommen), online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.verfassungen.at\/at45-\/kontrollabkommen46.htm\">http:\/\/www.verfassungen.at\/at45-\/kontrollabkommen46.htm<\/a> (29. Oktober 2019)<\/li><li>Befehl Nr. 17 [5. Juli 1946]: Wiener Zeitung vom 6. Juli 1946, online unter:<br><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19460706&amp;seite=5\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19460706&amp;seite=5<\/a> (30. Oktober 2019)<\/li><li>George C. Marshall [5. Juni 1947]: Rede von George C. Marshall an der Harvard University, 5. Juni 1947, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.europa.clio-online.de\/quelle\/id\/q63-28407\">https:\/\/www.europa.clio-online.de\/quelle\/id\/q63-28407<\/a> (30. Oktober 2019)<\/li><li>Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabh\u00e4ngigen und demokratischen \u00d6sterreich [15. Mai 1955]: Gerald <em>Stourzh<\/em>, Geschichte des Staatsvertrages 1945\u20131955. \u00d6sterreichs Weg zur Neutralit\u00e4t (Graz 1980), Seite 245.<\/li><li>Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 \u00fcber die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10000267\">https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10000267<\/a> (31. Oktober 2019)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--2\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=459\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachkriegszeit. Vom Ende des Krieges bis zum Staatsvertrag Der Zweite Weltkrieg war zu Ende. 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