{"id":457,"date":"2019-09-11T22:35:32","date_gmt":"2019-09-11T20:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457"},"modified":"2021-03-22T21:00:56","modified_gmt":"2021-03-22T20:00:56","slug":"1932-bis-1938","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457","title":{"rendered":"1918 bis zum &#8222;Anschluss&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span id=\"oben\"><\/span>Erste Republik, St\u00e4ndestaat und &#8222;Anschluss&#8220; 1938. Krisen, Putsche, B\u00fcrgerkrieg<\/h2>\n\n\n\n<p><br>In den knapp 16 Jahren ihres Bestehens gab es in der Ersten Republik zahlreiche Situationen zu bew\u00e4ltigen, die uns eine v\u00f6llig andere Zeit vor Augen f\u00fchren: Der Verlauf der Geschehnisse in der Ersten Republik war turbulent, von Krisen gepr\u00e4gt, und von politischer Gewalt, die nicht selten physisch wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende <span style=\"text-decoration: underline;\">exemplarische Kurz\u00fcbersicht<\/span> \u00fcber diesen Zeitraum soll dazu dienen, die politische Andersartigkeit der Ersten Republik und des darauffolgenden St\u00e4ndestaats zu erkennen. Durch die relativ oftmalige Zitierung Adolf Hitlers m\u00f6chte ich einerseits die Entwicklung der Geschehnisse vom Anschlusswunsch bis zum tats\u00e4chlichen &#8222;Anschluss&#8220; hervorheben und andererseits die enge Verzahnung zwischen den geschichtlichen Abl\u00e4ufen \u00d6sterreichs und Deutschlands darstellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Inhalt<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#beginn\">1918 \u2013 Der Beginn der Ersten Republik<\/a><\/li><li><a href=\"#zustand\">1918 \u2013 Zustand und Selbstbild \u00d6sterreichs nach dem Ersten Weltkrieg<\/a><\/li><li><a href=\"#wahl\">1919 \u2013 Die ersten Nationalratswahlen<\/a><\/li><li><a href=\"#putsch\">1919 \u2013 Ein kommunistischer Putschversuch<\/a><\/li><li><a href=\"#sozial\">1919 \u2013 Die soziale Lage<\/a><\/li><li><a href=\"#kirschenrummel\">1920 \u2013 Der Kirschenrummel<\/a><\/li><li><a href=\"#staatsvertrag\">1919\/1920 \u2013 Der Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye<\/a><\/li><li><a href=\"#verfassung\">1920 \u2013 Die erste Verfassung \u00d6sterreichs<\/a><\/li><li><a href=\"#kredit\">1922 \u2013 Der Kredit des V\u00f6lkerbunds<\/a><\/li><li><a href=\"#kampf\">1924 \u2013 Adolf Hitler und sein Buch \u201eMein Kampf\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"#schilling\">1925 \u2013 Der Schilling<\/a><\/li><li><a href=\"#schattendorf\">1927 \u2013 Schattendorf und der Brand des Justizpalastes<\/a><\/li><li><a href=\"#hitler\">1928 \u2013 Hitler und \u00d6sterreich<\/a><\/li><li><a href=\"#krise\">1929\/1930 \u2013 Die Weltwirtschaftskrise<\/a><\/li><li><a href=\"#pfrimer\">1931 \u2013 Der Pfrimerputsch<\/a><\/li><li><a href=\"#1932\">1932<\/a><\/li><li><a href=\"#dollfuss\">1932 \u2013 Engelbert Dollfu\u00df wird Bundeskanzler<\/a><\/li><li><a href=\"#terror\">1932\/1933 \u2013 Nationalsozialistischer Terror und Parteiverbot<\/a><\/li><li><a href=\"#parlament\">1933 \u2013 Dollfu\u00df entmachtet das Parlament<\/a><\/li><li><a href=\"#verbot\">1933 \u2013 Verbot der Kommunistischen Partei<\/a><\/li><li><a href=\"#buergerkrieg\">1934 \u2013 \u00d6sterreichischer B\u00fcrgerkrieg und Verbot der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei<\/a><\/li><li><a href=\"#maiverfassung\">1934 \u2013 Die Maiverfassung des St\u00e4ndestaats<\/a><\/li><li><a href=\"#mussolini\">1934 \u2013 Hitler, Mussolini und \u00d6sterreich<\/a><\/li><li><a href=\"#terrorII\">1934 \u2013 Nationalsozialistischer Terror II<\/a><\/li><li><a href=\"#putschversuch\">1934 \u2013 Nationalsozialistischer Putschversuch<\/a><\/li><li><a href=\"#luftschutzbund\">1935 \u2013 Der \u00d6sterreichische Luftschutzbund<\/a><\/li><li><a href=\"#juliabkommen\">1936 \u2013 Das Juliabkommen<\/a><\/li><li><a href=\"#druck\">1938 \u2013 Hitler erh\u00f6ht den Druck auf Schuschnigg<\/a><\/li><li><a href=\"#anschluss\" data-type=\"internal\" data-id=\"#anschluss\">1938 \u2013 Der \u201eAnschluss\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"#literatur1918\">Literatur<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">[Die Quellen der Zitate in den gr\u00fcnen K\u00e4sten sind unten im Literaturverzeichnis angef\u00fchrt.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"beginn\"><strong>Der Beginn der Ersten Republik<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Im Verlauf der Endphase des Ersten Weltkriegs zerfiel im <strong>Oktober 1918<\/strong> \u00d6sterreich-Ungarn in seine Einzelteile. Sich auf das am 17. Oktober verlautbarte V\u00f6lkermanifest Kaiser Karls I. berufend, gr\u00fcndeten Slowenen, Kroaten und Serben Ende des Monats ihren eigenen Staat, und auch die Tschechen und Slowaken verselbstst\u00e4ndigten sich durch die Gr\u00fcndung der Tschechoslowakei. Ebenso strebten Polen und Rum\u00e4nien nach Unabh\u00e4ngigkeit. Ungarn hatte ohnehin seit 1867 einen Sonderstatus in der Monarchie und erkl\u00e4rte sich am 31. Oktober f\u00fcr selbstst\u00e4ndig. All diese L\u00e4nder entzogen sich damit der kaiserlichen F\u00fchrung \u2013 die Monarchie war zerfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>\u00d6sterreich soll, dem Willen seiner V\u00f6lker gem\u00e4\u00df, zu einem Bundesstaate werden, in dem jeder Volksstamm auf seinem Siedlungsgebiete sein eigenes staatliches Gemeinwesen bildet. [\u2026]<\/em><br><em>Diese Neugestaltung, durch die die Integrit\u00e4t der L\u00e4nder der ungarischen heiligen Krone in keiner Weise ber\u00fchrt wird, soll jedem nationalen Einzelstaate seine Selbst\u00e4ndigkeit gew\u00e4hrleisten; sie wird aber auch gemeinsame Interessen wirksam sch\u00fctzen und \u00fcberall dort zur Geltung bringen, wo die Gemeinsamkeit ein Lebensbed\u00fcrfnis der einzelnen Staatswesen ist.<\/em><br><br>Kaiser Karl I., 16. Oktober 1918<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">&#8222;An Meine getreuen \u00f6sterreichischen V\u00f6lker&#8220;, siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#manifest\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#manifest<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Kaiser Karl I. dankte zwar nicht ab, hatte jedoch die Macht verloren, sein gro\u00dfes Vielv\u00f6lkerreich weiter zu f\u00fchren. So versammelte sich am 21. Oktober die Provisorische Nationalversammlung in Wien, die \u00fcber die Gr\u00fcndung eines Staates beratschlagte, der den verbleibenden deutschsprachigen Rest der ehemaligen L\u00e4nder der Monarchie in sich vereinen sollte. Der Name des neuen Staates sollte Deutsch\u00f6sterreich lauten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>11. November 1918<\/strong> verzichtete Kaiser Karl auf die weitere Beteiligung an den Staatsgesch\u00e4ften, am 12. November wurde vom Staatsrat die Republik Deutsch\u00f6sterreich ausgerufen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"zustand\"><strong>Zustand und Selbstbild \u00d6sterreichs nach dem Ersten Weltkrieg<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Unmittelbar nach der Gr\u00fcndung der Republik herrschte sozusagen das freie Spiel der politischen Kr\u00e4fte. Gruppen, die nach wie vor dem Kaiser und der Monarchie treu waren, standen solchen gegen\u00fcber, die die republikanische Staatsform festigen wollten. Kr\u00e4fte, die dem Faschismus zuneigten, existierten neben solchen, die den Anschluss an Deutschland suchten. Dieser letzte Punkt zog sich allerdings durch fast alle politischen Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialdemokraten hatten Angst, nur in den gro\u00dfen St\u00e4dten und Industriegebieten zur st\u00e4rksten Macht zu werden und im b\u00e4uerlichen und b\u00fcrgerlichen Lager keine Chance gegen die Christlichsozialen zu haben und umgekehrt. Beide gro\u00dfen politischen Parteien hofften also darauf, als Bundesstaat Deutschlands Teil einer gro\u00dfen Nation zu werden. Das gro\u00dfe \u00d6sterreich-Ungarn, das in den K\u00f6pfen der Menschen \u00fcber Jahrhunderte das Bewusstsein bildete, Bewohner eines riesigen Reiches zu sein, sollte durch die Kombination \u00d6sterreich-Deutschland ersetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz bevor er zum Au\u00dfenminister ernannt wurde, sagte selbst der gro\u00dfe Vertreter der Sozialdemokratie Otto Bauer, nachdem Kaiser Karl I. das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker legitimiert hatte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Wir Deutschen k\u00f6nnen ruhig abwarten, wie die Nationen in voller Freiheit entscheiden! Denn wir werden nicht allein, nicht vereinsamt bleiben, wenn die anderen V\u00f6lker die Gemeinschaft mit uns nicht wollen; jenseits der Staatsgrenze wohnen sechzig Millionen Deutsche.<\/em><br><br>Otto Bauer, 1. November 1918<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"wahl\"><strong>Die ersten Nationalratswahlen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Einige Monate sp\u00e4ter, am <strong>16. Februar 1919<\/strong> fanden dann die ersten Nationalratswahlen statt. Erstmals waren auch Frauen eingeladen, ihre Stimme abzugeben.<br>Zu den wichtigen Beschl\u00fcssen des ersten Nationalrats z\u00e4hlten das Habsburgergesetz, das den ehemaligen Kaiser Karl I. des Landes verwies und das Verm\u00f6gen der Habsburger, au\u00dfer deren Privatbesitz, in Bundesbesitz \u00fcbernahm. Weiters wurde das Adelsaufhebungsgesetz beschlossen, das unter anderem das Tragen des Adelszusatzes &#8222;von&#8220; verbot. Beide Gesetze wurden Anfang April beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Ergebnisse der Nationalratswahlen zwischen 1919 und 1930, siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wahlen\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wahlen<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"putsch\"><strong>Ein kommunistischer Putschversuch<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>15. Juni 1919<\/strong> versuchten in Wien Kommunisten gegen die Regierung zu putschen. Nach dem Scheitern der R\u00e4terepublik in Bayern war die Partei jedoch zwiegespalten in jene, die den Putsch unbedingt durchf\u00fchren wollten und jenen, die aufgrund der Ereignisse in M\u00fcnchen den Putsch f\u00fcr keine gute Idee hielten, denn schlie\u00dflich w\u00e4hrte die dortige R\u00e4terepublik nur etwa ein Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es erging nun also ein Aufruf zu einer Demonstration, deren Teilnehmer bewaffnet sein sollten. Polizeipr\u00e4sident Johann Schober verhaftete daraufhin am 14. Juni die f\u00fchrenden Funktion\u00e4re der Kommunistischen Partei, um dem geplanten Putsch den &#8222;Kopf&#8220; zu nehmen. Am 15. Juni versammelten sich jedoch einige Dutzend Demonstranten beziehungsweise Putschisten, um die Inhaftierten zu befreien. Im Zuge dessen richtete die Polizei ihre Maschinengewehre gegen die Putschisten, von denen etwa 20 starben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>\u00dcberall sah man die Spuren des Kampfes. Auf den Stra\u00dfen war der Asphalt von Lachen geronnenen Blutes bedeckt. Namentlich an der Ecke der Wasagasse und H\u00f6rlgasse tragen fast alle H\u00e4user die Spuren des Kampfes. Dort, wo die Kugeln einschlugen, ist in das Mauerwerk tiefe Bresche geschlagen.<\/em><br><br>Wiener Zeitung, 16. Juni 1919<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"sozial\"><strong>Die soziale Lage<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Neben solchen Problemen politischer Natur galt es in diesen Jahren, sozialen Missst\u00e4nden entgegenzutreten, die aus den finanziellen Verpflichtungen nach dem Ersten Weltkrieg entstanden waren. Die Reparationszahlungen des jungen \u00d6sterreich \u2013 als Nachfolger der kriegsausl\u00f6senden Habsburgermonarchie und als Kriegsverlierer \u2013 waren nur durch Ma\u00dfnahmen zu bew\u00e4ltigen, die die Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung so weit minderten, dass sich jene auf den Erwerb ihres t\u00e4glich Brots beschr\u00e4nken mussten. Unternehmen, deren Palette die Produkte des t\u00e4glichen Bedarfs \u00fcberstiegen, mussten zusperren. Dadurch wiederum stiegen die Arbeitslosenzahlen erneut an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kirschenrummel\"><strong>Der Kirschenrummel<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Im <strong>Juni 1920 <\/strong>kam es in Graz zu einer Hungerrevolte am Jakomini- und am Kaiser-Josef-Platz. Hausfrauen, die sich die Lebensmittel nicht mehr leisten konnten und sich \u00fcber die horrenden Kirschenpreise beschwerten, verlangten von den Verk\u00e4ufern, sie sollten ihre Preise senken. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, stie\u00dfen sie Marktst\u00e4nde und K\u00f6rbe um. Immer mehr Menschen schlossen sich ihnen an, bis etwa 600 Personen an diesem Aufstand, der als &#8222;Kirschenrummel&#8220; in die Geschichte einging, beteiligt waren. Die Gewalt schaukelte sich hoch, bis die Polizei das Feuer er\u00f6ffnete. 15 Tote waren zu beklagen.<br>Als Konsequenz wurden die Marktpreise festgelegt, um Wucher zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"staatsvertrag\"><strong>Der Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>16. Juli 1920<\/strong> schlie\u00dflich trat der Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye in Kraft, nachdem er bereits am 10. September 1919 unterzeichnet wurde. Er wurde in englischer, franz\u00f6sischer und italienischer, nicht aber in deutscher Sprache verfasst. Der Begriff &#8222;Deutsch\u00f6sterreich&#8220; erscheint im Dokument nicht. Der neue Name f\u00fcr die junge Republik wurde im Vertrag mit &#8222;\u00d6sterreich&#8220; definiert, indem man ihn verwendete.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Staatsvertrag regelte beispielsweise innerhalb welcher Grenzen der Staat \u00d6sterreich zu liegen habe (Artikel 27), wie die Volksabstimmung in K\u00e4rnten \u00fcber Verbleib bei \u00d6sterreich oder Einverleibung durch den serbisch-kroatisch-slowenischen Staat abzulaufen habe (Artikel 49 und 50) oder die unab\u00e4nderliche Unabh\u00e4ngigkeit \u00d6sterreichs und somit implizit das Anschlussverbot an Deutschland oder andere Staaten (Artikel 88).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"verfassung\"><strong>Die erste Verfassung \u00d6sterreichs<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Der Beschluss des ersten Bundesverfassungsgesetzes datiert auf den <strong>1. Oktober 1920.<\/strong> Am 10. November trat diese erste Verfassung \u00d6sterreichs in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel 1. \u00d6sterreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.<br><\/em><br>Bundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920, Artikel I<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kredit\"><strong>Der Kredit des V\u00f6lkerbunds<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Im <strong>September 1922<\/strong> sah der damalige Bundeskanzler Ignaz Seipel keine andere M\u00f6glichkeit, dem in Richtung Bankrott wankenden Staat auf die Beine zu helfen, als den V\u00f6lkerbund in Genf um Kredite zu bitten. Gegen die Verpflichtung, keinerlei Anschlussbestrebungen an Deutschland zu verfolgen, etwa die H\u00e4lfte der erwirtschafteten Erl\u00f6se in ausl\u00e4ndischen Banken anzulegen und einen Sanierungs- und Sparplan f\u00fcr die \u00f6sterreichische Wirtschaft auszuarbeiten, wurden 650 Millionen Goldkronen bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kampf\"><strong>Adolf Hitler und sein Buch &#8222;Mein Kampf&#8220;<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Von <strong>1. April bis 20. Dezember 1924<\/strong> verb\u00fc\u00dfte Adolf Hitler seine Festungshaft in der Gefangenenanstalt Landsberg am Lech, die ihm wegen des gescheiterten Putsches vom November 1923 in M\u00fcnchen auferlegt worden war. Er nutzte die Zeit allerdings wenig sinnvoll und verfasste stattdessen &#8222;Mein Kampf&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon damals schwadronierte er im ersten Band dieses inhaltlich und stilistisch durchaus einschl\u00e4fernden Buches dar\u00fcber, wie sehr er sich den Anschluss \u00d6sterreichs an Deutschland w\u00fcnschte. Gleichzeitig erz\u00e4hlt er von seinen urspr\u00fcnglichen Berufspl\u00e4nen als Baumeister. Tats\u00e4chlich w\u00e4re er als solcher erfolgsunabh\u00e4ngig besser in der Weltgeschichte aufgehoben gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Ich hoffte, dereinst als Baumeister mir einen Namen zu machen und so, in kleinem oder gro\u00dfem Rahmen, den mir das Schicksal dann eben schon zuweisen w\u00fcrde, der Nation meinen redlichen Dienst zu weihen.<\/em><br><em>Endlich aber wollte ich des Gl\u00fccks teilhaftig werden, an der Stelle zu sein und wirken zu d\u00fcrfen, von der einst ja auch mein brennendster Herzenswunsch in Erf\u00fcllung gehen mu\u00dfte: der Anschlu\u00df meiner geliebten Heimat an das gemeinsame Vaterland, das Deutsche Reich.<\/em><br><br>Adolf Hitler, 1924<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"schilling\"><strong>Der Schilling<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die Kredite des V\u00f6lkerbundes waren an verschiedene Bedingungen gebunden, unter anderem das Anschlussverbot. Weiters musste die W\u00e4hrung stabilisiert werden, was man durch die Einf\u00fchrung des Schillings am <strong>1. Januar 1925<\/strong> erreichte. Die dazugeh\u00f6rige Teilw\u00e4hrung war der Groschen. Der Schilling l\u00f6ste die seit 1892 verwendete Kronenw\u00e4hrung ab.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"schattendorf\"><strong>Schattendorf und der Brand des Justizpalastes<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die Krisen nahmen kein Ende: Als am <strong>30. Januar 1927<\/strong>  der Republikanische Schutzbund und Mitglieder der Frontk\u00e4mpfervereinigung im burgenl\u00e4ndischen Schattendorf aneinandergerieten, starben ein Kriegsversehrter und ein Kind durch Kugeln dreier Frontk\u00e4mpfer. Zwei Tote, drei Sch\u00fctzen \u2013 im <strong>August<\/strong> fand der Prozess statt, doch keinem der Angeklagten konnte die klare Schuld zugewiesen werden. Sie behaupteten au\u00dferdem, in Notwehr gehandelt zu haben, weil der Schutzbund auf sie geschossen h\u00e4tte. Die Geschworenen erreichten keine Zweidrittelmehrheit f\u00fcr eine Verurteilung, so sprach der Richter sie frei. Die Emp\u00f6rung der Bev\u00f6lkerung war gro\u00df und m\u00fcndete in Demonstrationen mit hohem Gewalt- und Eskalationspotenzial. Der Zorn richtete sich gegen die scheinbar parteiische Justiz \u2013 kurz danach brannten auch schon einzelne Trakte des Wiener Justizpalastes. Wieder scho\u00df die Polizei auf die Demonstranten, 89 Tote lagen in den Stra\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Zu den Wehrverb\u00e4nden siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wehrverbaende\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wehrverbaende<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"hitler\"><strong>Hitler und \u00d6sterreich<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Den nach dem Ende des Ersten Weltkrieges st\u00e4ndig in politische Forderungen einflie\u00dfenden Gedanken, \u00d6sterreich an Deutschland anzuschlie\u00dfen, verarbeitete <strong>1928<\/strong> auch Hitler, zehn Jahre bevor er den &#8222;Anschluss&#8220; verk\u00fcndete. An die einzige Richtigkeit seiner Ausf\u00fchrungen glaubend, \u00fcbte er sich hier als prophezeiender Staatsmann, der die Konsequenzen eines verlorenen Krieges nicht akzeptieren wollte. Die Ausf\u00fchrungen In seinem zweiten Buch schreibt er in dem f\u00fcr seine Texte typischen welterkl\u00e4rerischen Stil:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>So ernst gemeint dabei die Anschlu\u00dftendenzen der \u00f6sterreichischen Provinzen an sich sind, so wenig ernst nahm man sie in Wien. [\u2026]<\/em><br><em>Allm\u00e4hlich aber wird dieser Anschlu\u00dfgedanke in eben dem Ma\u00df versiegen, in dem eine innere Konsolidierung des \u00f6sterreichischen Bundes stattfindet und Wien seine volle dominierende Stellung zur\u00fcckerh\u00e4lt. [\u2026]<\/em><br><em>\u00dcbrigens kann von einer wirklichen Selbst\u00e4ndigkeit eines so kleinen Gebildes tats\u00e4chlich ja ohnehin nicht geredet werden. [\u2026] \u00d6sterreich wird immer an den Schn\u00fcren irgendeiner Gro\u00dfmacht h\u00e4ngen.<\/em><br><br>Adolf Hitler, 1928<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"krise\"><strong>Die Weltwirtschaftskrise<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br><strong>Ende der 1920er Jahre<\/strong> schwappte schlie\u00dflich die von den USA ausgehende Weltwirtschaftskrise nach Europa. War es bis zu diesem Zeitpunkt auf m\u00fchselige Weise gelungen, dank internationaler Kredite die nach dem Ersten Weltkrieg am Boden liegende Wirtschaft wieder aufzubauen und damit Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot zu lindern, so brach sie nun erneut in sich zusammen. Die Krise bestimmte die heimische Wirtschaft \u00fcber mehrere Jahre. Nur langsam konnten die Besch\u00e4ftigungszahlen und die Kaufkraft der Menschen dank neuerlicher Kredite wieder gehoben werden. Auch hier verpflichtete sich \u00d6sterreich, keinen Anschluss an Deutschland anzustreben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"pfrimer\"><strong>Der Pfrimerputsch<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>13. September 1931<\/strong> versuchte Walter Pfrimer als Leiter des &#8222;Steirischen Heimatschutzes&#8220; den Putsch. Er organisierte einen \u00fcber das westliche Nieder\u00f6sterreich f\u00fchrenden Marsch auf Wien, inspiriert von Benito Mussolinis Marsch auf Rom im Jahr 1922. Pfrimer tat dies in der Hoffnung, die Heimwehr zur ersten Macht im Staate zu f\u00fchren. In seiner Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung \u00fcbersah er jedoch den Unwillen anderer Heimwehrverb\u00e4nde, ihn bei diesem absurden Vorhaben zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Amstetten begegnete ihm das Bundesheer und der Marsch auf Wien fand sein Ende. Pfrimer floh zuerst nach Jugoslawien, kehrte dann jedoch nach \u00d6sterreich zur\u00fcck und wurde vor Gericht freigesprochen.<br>Schon damals konnte als ernsthafte Rechtfertigung vorgebracht werden, es h\u00e4tte sich bei diesem Umsturzversuch nur um eine &#8222;b&#8217;soffene G&#8217;schicht&#8220; gehandelt, wie sich angeblich der damalige steirische Landeshauptmann Anton Rintelen dazu ge\u00e4u\u00dfert haben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Leopold Kunschak, zu diesem Zeitpunkt Nationalratsabgeordneter der Christlichsozialen, fasste die Lage nach dem als &#8222;Narretei&#8220; verharmlosten Putschversuch so zusammen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Mit dem Zusammenbruch des operettenhaften Putsches der Heimwehren erscheint keinesfalls die Richtigkeit und N\u00fctzlichkeit des Heimatschutzgedankens getroffen. Die Sozialdemokraten wittern Morgenluft und glauben, da\u00df nun der Weg f\u00fcr ihren Terror und ihre Diktaturgel\u00fcste wieder frei geworden sei. Nun erst recht mu\u00df der Freiheitsbund das Gegenteil beweisen. Der Heimatschutzgedanke hat trotz der Narretei des Herrn Pfriemer nichts von seiner Berechtigung eingeb\u00fc\u00dft.<br><\/em><br>Leopold Kunschak, 14. September 1931<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"1932\"><strong>1932<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br><strong>1932<\/strong> war in \u00d6sterreich das letzte Jahr der Ersten Republik, bevor Engelbert Dollfu\u00df die Demokratie untergrub und begann, seine diktatorischen Vorstellungen f\u00fcr \u00d6sterreich umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1932<\/strong> war in Deutschland das letzte Jahr der Weimarer Republik, bevor Adolf Hitler diktatorisch regierte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1932<\/strong> war also ein sehr wichtiges Jahr, markierte diese Zahl doch in beiden Republiken das letzte volle Jahr ihrer demokratischen Existenz, bevor sie im Nationalsozialismus zu Grabe getragen wurden.<br>Im selben Jahr <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=11228\" data-type=\"post\" data-id=\"11228\">f\u00fchrten die Sozialdemokraten ihr Drei-Pfeile-Logo als Gegensymbol zum nationalsozialistischen Hakenkreuz ein<\/a>. Des \u00f6fteren fanden sich nun an den Fassaden von Wien Hakenkreuze, die von drei Pfeilen \u00fcbermalt worden waren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"dollfuss\"><strong>Engelbert Dollfu\u00df wird Bundeskanzler<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Seit <strong>Mai 1932 <\/strong>bekleidete Engelbert Dollfu\u00df das Amt des Bundeskanzlers. Da ihm seitens der Gro\u00dfdeutschen und der Sozialdemokraten relativ strenger Gegenwind entgegenblies, formte er eine Regierung, die sich auf die Zusammenarbeit aus Christlichsozialen, Heimatblock und Landbund gr\u00fcndete. Diese Koalition hatte nur eine Stimme Mehrheit im Parlament.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"terror\"><strong>Nationalsozialistischer Terror und Parteiverbot<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Ab <strong>Juli 1932<\/strong> begann sich der <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=7330\" data-type=\"post\" data-id=\"7330\">nationalsozialistische Terror<\/a> zu steigern, der im Juni 1933 seinen H\u00f6hepunkt erreichte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Anfang Juli 1932 wurde eine Veranstaltung des Country-Clubs im Lainzer Tiergarten gest\u00fcrmt und viele Anwesende verletzt.<\/li><li>Im September kam es zu heftigen Pr\u00fcgeleien, als Joseph Goebbels in Wien-Hernals eine Rede hielt.<\/li><li>Ein Ende September, Anfang Oktober stattfindender &#8222;Gauparteitag&#8220;, zu dem sich sogar Hermann G\u00f6ring, Julius Streicher und Hans Frank in Wien einfanden, war flankiert von Gewalt und Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen politischen Gruppen.<\/li><li>Mitte Oktober kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen SA und Republikanischem Schutzbund im Bereich des Arbeiterheimes Wien-Simmering, bei der vier Menschen ihr Leben verloren.<\/li><li>Im Dezember wurde das Kaufhaus Gerngro\u00df auf der Wiener Mariahilfer Stra\u00dfe mit Tr\u00e4nengas angegriffen.<\/li><li>Ein im Juni 1933 durchgef\u00fchrter Bombenanschlag auf den Juwelier Norbert Futterweit in Wien-Meidling kostete sowohl den Juwelier als auch einen zuf\u00e4llig in der N\u00e4he befindlichen Passanten das Leben.<\/li><li>Der kurz danach durchgef\u00fchrte Bombenterror in Wien-Wieden verursachte hohen Sachschaden.<\/li><li>Am 19. Juni 1933 warfen Nationalsozialisten in Krems Handgranaten auf christlichsoziale Turner, wieder war ein Toter zu beklagen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Am selben Tag wurde die NSDAP in \u00d6sterreich verboten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>\u00a71. Der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (Hitlerbewegung) wird jede Bet\u00e4tigung in \u00d6sterreich und insbesondere auch die Bildung irgendwelcher Parteiorganisationen verboten. Die bestehenden Sturmabteilungen und Schutzstaffeln (S.A.- und S.S.-Formationen) sind unstatthaft, das Tragen jedweder Parteiabzeichen ist verboten. Dasselbe gilt f\u00fcr den Steirischen Heimatschutz (F\u00fchrung Kammerhofer).<\/em><br><br>240. Verordnung der Bundesregierung, 19. Juni 1933<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"parlament\"><strong>Dollfu\u00df entmachtet das Parlament<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>4. M\u00e4rz 1933<\/strong> besiegelte nun eine demokratiepolitische Anomalie, f\u00fcr die die Verfassung zu diesem Zeitpunkt noch keine klare L\u00f6sung bereithielt, das nahende Ende der Ersten Republik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eisenbahner hatten gestreikt, weil man ihnen angek\u00fcndigt hatte, Ihre L\u00f6hne in drei Raten auszuzahlen. Als die Abgeordneten des Nationalrats dar\u00fcber berieten, wie mit dem Problem umzugehen sei, kam es zu Formalfehlern. Die Vorschl\u00e4ge der Nationalratspr\u00e4sidenten Karl Renner und Rudolf Ramek, wie diese Fehler am besten zu berichtigen seien, wurden abgelehnt, woraufhin die beiden zur\u00fccktraten. Anschlie\u00dfend trat auch der dritte Nationalratspr\u00e4sident Sepp Straffner zur\u00fcck, was Dollfu\u00df als &#8222;Selbstausschaltung des Parlaments&#8220; deklarierte und seine einmalige Chance wahrnahm, die parlamentarische Demokratie im Handstreich zu beenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Nationalrat am 15. M\u00e4rz noch einmal zusammenkommen wollte, um die unterbrochene Sitzung zu Ende zu bringen, lie\u00df Dollfu\u00df mit Hilfe der Polizei die Abgeordneten nicht mehr ins Parlament.<br>Fortan regierte er auf Basis des Kriegswirtschaftlichen Erm\u00e4chtigungsgesetzes aus dem Jahr 1917 und begann das Land im Sinne seiner diktatorischen Vorstellungen umzugestalten. Der Faschismus war damit in \u00d6sterreich angekommen.<br>Als Einheitspartei wurde am 21. Mai 1933 die Vaterl\u00e4ndische Front gegr\u00fcndet. Ihr Symbol war das <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=1232\" data-type=\"post\" data-id=\"1232\">Kruckenkreuz<\/a>, das als Gegensymbol zum nationalsozialistischen <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=2599\" data-type=\"post\" data-id=\"2599\">Hakenkreuz<\/a> dienen sollte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"verbot\"><strong>Verbot der Kommunistischen Partei<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>26. Mai 1933<\/strong> wurde das Verbot der Kommunistischen Partei ab 31. des Monats beschlossen. Als Begr\u00fcndung wurden illegale und staatsfeindliche Handlungen angef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"buergerkrieg\"><strong>\u00d6sterreichischer B\u00fcrgerkrieg und Verbot der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Der <strong>12. Februar 1934<\/strong> fand als Beginn des \u00f6sterreichischen B\u00fcrgerkriegs, der auch unter dem Begriff &#8222;Februark\u00e4mpfe&#8220; bekannt ist, Eingang in die Geschichtsb\u00fccher.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Reaktion auf die Demontage der Demokratie durch Dollfu\u00df waren die Mitglieder des zu diesem Zeitpunkt bereits verbotenen Republikanischen Schutzbundes in st\u00e4ndiger Kampfbereitschaft. Die Staatsmacht erkannte deshalb die Notwendigkeit, diese Parteiarmee der noch nicht verbotenen Sozialdemokraten zu entwaffnen. Doch trotz der erdr\u00fcckenden \u00dcbermacht von Polizei, Bundesheer und Heimwehrverb\u00e4nden griffen die Schutzbundangeh\u00f6rigen unter Richard Bernaschek in Linz zu den Waffen und versuchten so den Aufstand gegen den Faschismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den zu diesem Zeitpunkt ungeplanten Beginn des Ereignisses entbrannte der B\u00fcrgerkrieg nicht in ganz \u00d6sterreich. Die gr\u00f6\u00dferen Kampfhandlungen beschr\u00e4nkten sich auf Wien, Linz, das steirische Industriegebiet und andere Industriest\u00e4dte mit hohem Anteil sozialdemokratischer Anh\u00e4nger unter den Arbeitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Folge waren einige hundert Tote in ganz \u00d6sterreich zu beklagen. Nach dem Ende der Kampfhandlungen wurde die letzte verbliebene Partei, die der Vaterl\u00e4ndischen Front des Dollfu\u00df-Regimes als demokratisches Gegengewicht noch gegen\u00fcberstand \u2013 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei \u2013 verboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Mit dem Ende des Aufruhrs war das Ende der Sozialdemokratischen Partei, das Ende der sozialdemokratischen Herrschaft im Wiener Rathause, aber auch \u2013 das Ende der parlamentarischen Republik gekommen \u2013 sie war gewesen! Das Gebr\u00fcll der Kanonen, das Rattern der Maschinengewehre und das Geknatter der Mannlicherstutzen glichen, in akustischer Ueberdimensionierung, dem Geklapper eines riesigen Webstuhles, an dem das bluttriefende Leichentuch f\u00fcr die parlamentarische Republik gewoben ward.<\/em><br><br>Leopold Kunschak, 1935<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"maiverfassung\"><strong>Die Maiverfassung des St\u00e4ndestaats<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>1. Mai 1934<\/strong> wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt. Ein christlich-deutscher Bundesstaat mit starker <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=3699\" data-type=\"post\" data-id=\"3699\">Kirche<\/a> sollte entstehen, das Parlament durch die Kammern der Berufsst\u00e4nde ersetzt werden (St\u00e4ndestaat). Dieser Umbau des Staatsgef\u00fcges fand allerdings nicht vollst\u00e4ndig statt \u2013 Dollfu\u00df, und nach dessen Ermordung Kurt Schuschnigg, regierten weiterhin diktatorisch auf der Grundlage des Kriegswirtschaftlichen Erm\u00e4chtigungsgesetzes von 1917. Die Erste Republik war nun Geschichte. Anstelle des eink\u00f6pfigen Adlers trat nun wieder <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=11127\" data-type=\"post\" data-id=\"11127\">der nimbierte Doppeladler als Wappen \u00d6sterreichs<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Im Namen Gottes, des Allm\u00e4chtigen, von dem alles Recht ausgeht, erh\u00e4lt das \u00f6sterreichische Volk f\u00fcr seinen christlichen, deutschen Bundesstaat auf st\u00e4ndischer Grundlage diese Verfassung.<\/em><br>[\u2026]<br><em>Artikel 1. \u00d6sterreich ist ein Bundesstaat.<\/em><br><br>Verfassung 1934, Pr\u00e4ambel und Artikel 1<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"mussolini\"><strong>Hitler, Mussolini und \u00d6sterreich<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>19. Juni 1934<\/strong> notiert Alfred Rosenberg, der f\u00fchrende Ideologe des Nationalsozialismus, eine interessante Unterhaltung zwischen Hitler (H) und Mussolini (M) in sein Tagebuch. Der Dialog offenbart, welcher Art die Besprechungen waren, die \u00fcber Freud und Leid eines ganzen Landes entscheiden konnten und f\u00fcr wie gegenstandslos die beiden Staatschefs die Souver\u00e4nit\u00e4t \u00d6sterreichs erachteten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Oesterreich.<\/span> H.[itler] habe mit r\u00fccksichtsloser Offenheit gesprochen:<\/em><br><em>Dollfuss ein Volksverr\u00e4ter, er w\u00fcrde in Oe.[sterreich] auch mit Bomben u. Granaten arbeiten.<\/em><br><br><em>M: Was schlagen Sie vor?<\/em><br><em>H.: Absetzung v. Dollfuss, unparteilicher Regierungschef. Neuwahlen.<\/em><br><em>Beteiligung d. NSDAP im Verh\u00e4ltnis zum Ergebnis an der Regierung.<\/em><br><em>Anschluss nicht akut.<\/em><br><em>M: Akzeptiert!<\/em><br><em>H. betrachtet dies als grossen Erfolg, wenigstens w\u00fcrde kein Konflikt mit I.[talien] wegen Oesterreich eintreten.<\/em><br><br>Alfred Rosenberg, 19. Juni 1934<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"terrorII\"><strong>Nationalsozialistischer Terror II<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Ein Beispiel f\u00fcr den aus Deutschland gesteuerten Terror der Nationalsozialisten findet man im Anschlag in der Nacht vom <strong>22. auf 23. Juni 1934<\/strong>. Polizeihauptmann Konrad Nosko des Polizeikommissariats Wien-Mariahilf starb in dieser Nacht beim Versuch, eine Sprengstofffalle zu entsch\u00e4rfen, die von SA-Mitglied G\u00fcnter Mark von Traisenthal gelegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der in unten zitierter eidesstattlicher Erkl\u00e4rung ebenfalls angef\u00fchrte Cornelius Zimmer war ein Kaufmann, der bei der SA im Verdacht stand, die Bewegung verraten zu haben. Er wurde am 14. Juli 1934 von SA-Angeh\u00f6rigen erschossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Traisenthal gab zu Protokoll:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Juni 34 Befehl v.<\/em>[on]<em> d.<\/em>[er]<em> Obergr.<\/em>[uppe]<em> XI M\u00fcnchen zur Beseitigung d.<\/em>[es]<em> Pol.<\/em>[izei]<em> Mjr. Nosko u.<\/em>[nd]<em> des Wr. Staffelf\u00fchrers Corn.<\/em>[elius]<em> Zimmer. Organisation und Durchf\u00fchrung anfangs Juli 1934. [\u2026] T\u00f6tung d. Polizeimjr. Nosko durch eine Bombe im Pol. Komm.<\/em>[issariat]<em> Mariahilf [\u2026]<\/em><br><br>G\u00fcnter Mark von Traisenthal, 15. Februar 1936<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"putschversuch\"><strong>Nationalsozialistischer Putschversuch<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Schon am <strong>25.<\/strong> <strong>Juli 1934<\/strong> folgte die n\u00e4chste Krise: ein Putschversuch \u2013  Nationalsozialisten, die dem faschistischen \u00d6sterreich eine neue F\u00fchrung aufzwingen wollten, besetzten die Hofburg. Nach kurzem Aufstand war zwar klar, er w\u00fcrde scheitern, dennoch ereigneten sich in Wien dramatische Momente, <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=4652\" data-type=\"post\" data-id=\"4652\">die f\u00fcr Dollfu\u00df t\u00f6dlich endeten<\/a>. Er starb durch die Kugel eines Putschisten, weil ihm medizinische Hilfe verwehrt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Putschversuch, der vor allem in Wien, K\u00e4rnten und der Steiermark stattfand, forderte letztendlich 250 bis 300 Tote. Die letzten Gefechte im S\u00fcden \u00d6sterreichs ebbten erst Anfang August ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurt Schuschnigg versuchte daraufhin in Dollfu\u00df&#8216; Stapfen zu treten, erreichte in der Bev\u00f6lkerung jedoch nie die beinahe als sentimental zu bezeichnenden Loyalit\u00e4ts- und Beliebtheitswerte, die Dollfu\u00df genossen hatte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"luftschutzbund\"><strong>Der \u00d6sterreichische Luftschutzbund<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>24. April 1935<\/strong> wurde der \u00d6sterreichische Luftschutzbund (\u00d6LB) gegr\u00fcndet. Schon im Ersten Weltkrieg wurde in geringem Umfang der Luftkrieg erprobt, sodass in milit\u00e4rstrategischen \u00dcberlegungen klar war, dass er in kommenden Kriegen eine tragende Rolle einnehmen w\u00fcrde.<br>Der \u00d6LB verfasste Verhaltensrichtlinien f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, Empfehlungen, wie ein Luftschutzraum gebaut werden sollte und veranstaltete \u00dcbungen und Pr\u00e4sentationsveranstaltungen, die den Luftschutzgedanken in den K\u00f6pfen der Menschen verankern sollte. Noch ahnte man nicht, welche Notwendigkeit dieser Gedanke acht Jahre sp\u00e4ter in \u00d6sterreich entfalten sollte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"juliabkommen\"><strong>Das Juliabkommen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Etwa zwei Jahre nach Dollfu\u00df&#8216; Tod, am <strong>11. Juli 1936<\/strong>, unterzeichnete Schuschnigg das &#8222;Juliabkommen&#8220;, das das Verh\u00e4ltnis zwischen \u00d6sterreich und Deutschland wieder &#8222;freundnachbarlicher&#8220; werden lassen sollte. Einer der Hauptpunkte des Abkommens war die Anerkennung der vollen Souver\u00e4nit\u00e4t \u00d6sterreichs durch Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgender Kommentar wurde dem Abkommen beigef\u00fcgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Deutschland hat weder die Absicht noch den Willen, sich in die inneren \u00f6sterreichischen Verh\u00e4ltnisse einzumengen; \u00d6sterreich etwa zu annektieren oder anzuschlie\u00dfen.<\/em><br><br>Adolf Hitler, 11. Juli 1936<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wirtschaftlich wichtiger Punkt des Abkommens war die Aufhebung der 1000-Mark-Sperre. Diese war als Reaktion auf die Ausweisung des bayrischen Justizministers Hans Frank, der 1933 in Wien nationalsozialistische Propaganda betrieben hatte, erlassen worden: Jeder Deutsche, der nach \u00d6sterreich reisen wollte, musste 1000 Mark bezahlen, was im Tourismus zu hohen wirtschaftlichen Einbu\u00dfen \u00d6sterreichs f\u00fchrte. Die Zahl der Grenz\u00fcbertritte von Deutschland nach \u00d6sterreich sank in betr\u00e4chtlichem Ma\u00dfe. Im Zuge des Juliabkommens wurde die 1000-Mark-Sperre wieder aufgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters wurde der Umgang mit der nationalsozialistischen Partei als innere Angelegenheit der Staaten definiert und \u00d6sterreich verpflichtete sich dazu, keine Propaganda gegen die NSDAP zu f\u00fchren. In Haft befindliche Nationalsozialisten wurden unter gewissen Bedingungen amnestiert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"druck\"><strong>Hitler erh\u00f6ht den Druck auf Schuschnigg<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>12. Februar 1938 <\/strong>setzte Hitler bei einer Unterredung in Berchtesgaden Schuschnigg schwer unter Druck. Er drohte ihm mit dem milit\u00e4rischen Einmarsch nach \u00d6sterreich, sollte er nicht zu Zugest\u00e4ndnissen bereit sein. Unter anderem sollte der F\u00fchrer der \u00f6sterreichischen Nationalsozialisten Arthur Sey\u00df-Inquart zum Innen- und Sicherheitsminister ernannt werden. Mit dieser Ma\u00dfnahme gab Schuschnigg die Kontrolle \u00fcber die Exekutive aus der Hand \u2013 die Nationalsozialisten konnten sich innerhalb der Vaterl\u00e4ndischen Front trotz des noch immer bestehenden Parteiverbots frei politisch bet\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"anschluss\"><strong>Der \u201eAnschluss\u201c<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Schuschniggs am <strong>9. M\u00e4rz 1938<\/strong> angek\u00fcndigte Volksabstimmung f\u00fcr den 13. des Monats, in der sich die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Eigenst\u00e4ndigkeit \u00d6sterreichs oder den Anschluss an Deutschland entscheiden sollte, sorgte bei Hitler jedoch f\u00fcr unmittelbaren Tatendrang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>F\u00fcr ein freies und deutsches, unabh\u00e4ngiges und soziales, f\u00fcr ein christliches und einiges \u00d6sterreich!<\/em><br><em>F\u00fcr Friede und Arbeit und die Gleichberechtigung aller, die sich zu Volk und Vaterland bekennen.<\/em><br><em>Das ist das Ziel meiner Politik.<\/em><br><br>Kurt Schuschnigg, 9. M\u00e4rz 1938<\/p>\n\n\n\n<p>Da Schuschnigg mit einer Mehrheit f\u00fcr \u00d6sterreich rechnen konnte und Hitler das wusste, wies jener Sey\u00df-Inquart und den ebenfalls nationalsozialistischen Bundesminister Edmund Glaise-Horstenau an, Schuschnigg davon zu \u00fcberzeugen, die Volksabstimmung abzusagen. Sollte er sich weigern, w\u00fcrden die beiden demissionieren und somit das Juliabkommen von 1936 au\u00dfer Kraft setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wiederum h\u00e4tte den direkten milit\u00e4rischen Eingriff Hitlers nach sich gezogen, den er Schuschnigg schon in Berchtesgaden angedroht hatte. Er sagte die Volksabstimmung also ab, um eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung gegen das aufger\u00fcstete Deutschland, in der \u00d6sterreich keine Chance gehabt h\u00e4tte, zu verhindern. Kurz darauf trat er als Bundeskanzler zur\u00fcck und Bundespr\u00e4sident Wilhelm Miklas \u00fcbernahm seine Aufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>So verabschiede ich mich in dieser Stunde von dem \u00f6sterreichischen Volke mit einem deutschen Wort und einem Herzenswunsch: Gott sch\u00fctze \u00d6sterreich!<\/em><br><br>Kurt Schuschnigg, 11. M\u00e4rz 1938<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann G\u00f6ring setzte nun darauf, unbedingt die Wehrmacht in \u00d6sterreich einmarschieren zu lassen, um klare Verh\u00e4ltnisse zu schaffen. Er bat Sey\u00df-Inquart um ein vorgeschobenes Telegramm, in dem er um milit\u00e4rische Hilfe gegen in \u00d6sterreich ausgebrochene Unruhen bitten sollte, was dieser jedoch selbst nach mehrmaligen Versuchen G\u00f6rings ablehnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Hitler davon Kenntnis erhielt, dass s\u00e4mtliche in Frage kommenden Schutzm\u00e4chte auf Zeit spielten oder ganz deutlich keine Hilfe f\u00fcr \u00d6sterreich in Aussicht stellten \u2013 auch Italien nicht \u2013 gab er den Befehl zum Einmarsch, der am 12. M\u00e4rz stattfinden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zeitraum, der Nacht vom 11. auf den 12. M\u00e4rz, ernannte Miklas nach anf\u00e4nglicher Ablehnung Sey\u00df-Inquart zum Bundeskanzler. Auch in den Bundesl\u00e4ndern \u00fcbernahmen Nationalsozialisten f\u00fchrende Positionen. Die \u00dcbernahme der Macht war somit vollzogen, der f\u00fcr 12. M\u00e4rz befohlene Einmarsch wurde von Hitler jedoch nicht mehr gestoppt.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Morgenstunden des 12. M\u00e4rz landeten Heinrich Himmler, der Reichsf\u00fchrer-SS, und Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, am Flughafen Aspern \u2013 die ersten Verhaftungswellen gegen politisch missliebige Personen und Personenkreise begannen. Insgesamt wurden im M\u00e4rz zehntausende Menschen \u2013 Sozialdemokraten, Kommunisten, Intellektuelle und weitere Bev\u00f6lkerungsgruppen, darunter viele Juden, die im Nationalsozialismus nicht erw\u00fcnscht waren \u2013 verhaftet, auch Schuschnigg. Juden wurden mit Berufsverboten belegt und aus dem wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls am 12. M\u00e4rz wurde bereits das Anschlussgesetz beschlossen und am 13. M\u00e4rz verk\u00fcndet. Miklas verweigerte die Unterschrift und \u00fcbertrug, nachdem Druck auf ihn ausge\u00fcbt wurde, sein Amt dem Bundeskanzler Sey\u00df-Inquart, der die Unterschrift leistete. Hier endete die Eigenst\u00e4ndigkeit \u00d6sterreichs, das in diesem Moment im Deutschen Reich aufgegangen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Artikel 1. \u00d6sterreich ist ein Land des Deutschen Reiches.<\/em><br><br>Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Wortlaut des Gesetzes siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#gesetz\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#gesetz<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Adolf Hitler hatte damit eines seiner Ziele erreicht: Am 15. M\u00e4rz konnte er vom Balkon der Hofburg am Heldenplatz verk\u00fcnden, er h\u00e4tte seine Heimat &#8222;heim ins Reich&#8220; geholt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Diese Jahre der Leidenszeit haben mich in meiner \u00dcberzeugung vom Wert des deutsch\u00f6sterreichischen Menschen im Rahmen unserer gro\u00dfen Volksgemeinschaft nur best\u00e4rkt. Die wunderbare Ordnung und Disziplin dieses gewaltigen Geschehens ist aber auch ein Beweis f\u00fcr die Kraft der diese Menschen beseelenden Idee. Ich kann somit in dieser Stunde dem deutschen Volke die gr\u00f6\u00dfte Vollzugsmeldung meines Lebens abstatten:<\/em><br><em>Als F\u00fchrer und Kanzler der deutschen Nation und des Reiches melde ich vor der Geschichte nunmehr den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich!<\/em><br><br>Adolf Hitler, 15. M\u00e4rz 1938<\/p>\n\n\n\n<p>Der jubelnden Menge standen die Tage der Wahrheit jedoch erst bevor. Die Freude \u00fcber Arbeitspl\u00e4tze beim Autobahnbau und in der R\u00fcstungsproduktion w\u00e4hrte nur kurz, bis im Laufe der folgenden Jahre immer klarer wurde, welche Abw\u00e4rtsspirale Hitler mit dem auf seinem Kriegswillen beruhenden Wirtschaftsaufschwung in Gang gesetzt hatte. Dennoch h\u00e4lt sich bis heute hartn\u00e4ckig die absurde M\u00e4r des von ihm geschaffenen Wirtschaftswunders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Hitlers &#8222;Wirtschaftswunder&#8220;, siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wirtschaft\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wirtschaft<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Geschehnisse zwischen 11. und 13. M\u00e4rz nachtr\u00e4glich zu legitimieren, f\u00fchrten die neuen Machthaber am <strong>10. April 1938<\/strong> eine Volksabstimmung durch. Da die f\u00fchrenden politischen Gegner und die intellektuelle Elite zu diesem Zeitpunkt bereits verhaftet, vertrieben oder in den Untergrund gefl\u00fcchtet waren, wirkte die intensive Propaganda des nationalsozialistischen Regimes ohne eine gegenwirkende Stimme der Vernunft. Auch das Wissen um die Verhaftungswellen erh\u00f6hte den Druck unter den Wahlberechtigten, das Kreuzchen im gro\u00dfen Kreis f\u00fcr &#8222;Ja&#8220; zu setzen.<br>99,73 Prozent stimmten f\u00fcr den Anschluss.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453\">1938 nach dem &#8222;Anschluss&#8220;<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#oben\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"literatur1918\">Literatur<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><br><strong>Druckwerke<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Walter <em>Goldinger<\/em>, Dieter A. <em>Binder<\/em>, Geschichte der Republik \u00d6sterreich 1918\u20131938 (Wien 1992)<\/p>\n\n\n\n<p>Leopold <em>Kunschak<\/em>, \u00d6sterreich 1918\u20131934 (Wien 1935)<\/p>\n\n\n\n<p>Marcello <em>La Speranza<\/em>, Der zivile Luftschutz in \u00d6sterreich \n1919\u20131945. In: Republik \u00d6sterreich, Bundesminister f\u00fcr \nLandesverteidigung (Hg.), Kuckucksruf und Luftschutzgemeinschaft. Der \nLuftschutz der Zwischenkriegszeit \u2013 Avantgarde der modernen ABC-Abwehr \nund des zivilen Luftschutzes (Schriftenreihe ABC-Abwehrzentrum 8, \nKorneuburg 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Otto <em>Leichter<\/em>, Glanz und Ende der Ersten Republik. Wie es zum \u00f6sterreichischen B\u00fcrgerkrieg kam (Wien 1964)<\/p>\n\n\n\n<p>Alois <em>Niederst\u00e4tter<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs (Stuttgart 2007)<\/p>\n\n\n\n<p>Karl <em>Vocelka<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs. Kultur \u2013 Gesellschaft \u2013 Politik (M\u00fcnchen 2009)<\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm J. <em>Wagner<\/em>, Bildatlas der \u00f6sterreichischen Zeitgeschichte 1918\u20131938 (Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 2007)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><br><strong>Internet<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Robert <em>Engele<\/em>, Kirschenrummel, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Damals_in_der_Steiermark\/Kirschenrummel\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Damals_in_der_Steiermark\/Kirschenrummel<\/a> (22. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Peter <em>Fleischmann<\/em>, Festungshaft Adolf Hitlers in Landsberg, 1923\/24. In: Historisches Lexikon Bayerns, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Festungshaft_Adolf_Hitlers_in_Landsberg,_1923\/24\">https:\/\/www.historisches-lexikon-bayerns.de\/Lexikon\/Festungshaft_Adolf_Hitlers_in_Landsberg,_1923\/24<\/a> (24. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Christian <em>Hartmann<\/em> (Hg.), Hitler. Reden Schriften Anordnungen, Februar 1925 bis Januar 1933, Bd. 3 Zwischen den Reichstagswahlen Juli 1928\u2013September 1930, Teil 3: Januar 1930\u2013September 1930 (M\u00fcnchen 1995), online unter:<br><a href=\"http:\/\/der-fuehrer.org\/reden\/deutsch\/07.%20Hitler%20-%20Reden,%20Schriften,%20Anordnungen%20-%20Februar%201925%20bis%20Januar%201933%20-%20Band%20III,%20Teil%203.pdf\">http:\/\/der-fuehrer.org\/reden\/deutsch\/07.%20Hitler%20-%20Reden,%20Schriften,%20Anordnungen%20-%20<\/a><br><a href=\"http:\/\/der-fuehrer.org\/reden\/deutsch\/07.%20Hitler%20-%20Reden,%20Schriften,%20Anordnungen%20-%20Februar%201925%20bis%20Januar%201933%20-%20Band%20III,%20Teil%203.pdf\">Februar%201925%20bis%20Januar%201933%20-%20Band%20III,%20Teil<\/a><br><a href=\"http:\/\/der-fuehrer.org\/reden\/deutsch\/07.%20Hitler%20-%20Reden,%20Schriften,%20Anordnungen%20-%20Februar%201925%20bis%20Januar%201933%20-%20Band%20III,%20Teil%203.pdf\">%203.pdf<\/a> (24. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Fritz <em>Keller<\/em>, Die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te in \u00d6sterreich 1918\u201323. Versuch einer Analyse, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.slp.at\/sites\/default\/files\/brochure_fulltext_pdf\/die_arbeiter_und_soldatenraete_in_oe_1918_1923.pdf\">https:\/\/www.slp.at\/sites\/default\/files\/brochure_fulltext_pdf\/die_arbeiter_und_soldatenraete_in_oe_1918_1923.pdf<\/a> (26. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Helmut <em>Konrad<\/em> (Hg.), 1918\u20132018. Die Anf\u00e4nge der Republik \u00d6sterreich im internationalen Kontext, PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.hdgoe.at\/items\/uploads\/module_pdf\/1541603479_VhoxfY0OoSZd.pdf\">https:\/\/www.hdgoe.at\/items\/uploads\/module_pdf\/1541603479_VhoxfY0OoSZd.pdf <\/a>(24. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Manfred <em>Mugrauer<\/em>, &#8222;Staatsgef\u00e4hrliche und umst\u00fcrzlerische W\u00fchlarbeit&#8220;. Zum Verbot der Kommunistischen Partei \u00d6sterreichs am 26. Mai 1933, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.klahrgesellschaft.at\/Mitteilungen\/Mugrauer_1_13.pdf\">http:\/\/www.klahrgesellschaft.at\/Mitteilungen\/Mugrauer_1_13.pdf<\/a> (13. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Martin <em>Prieschl<\/em>, Die kleinen Wehrverb\u00e4nde in der Ersten Republik, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=1004\">http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=1004<\/a> (11. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Martin <em>Prieschl<\/em>, Pfrimer-Putsch 1931, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=1204\">http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=1204<\/a> (24. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Hans <em>Schafranek<\/em>, Legion\u00e4r und Femem\u00f6rder. Nazi-Kriminalit\u00e4t und schmierige M\u00e4nnerfantasien: die seltsame Karriere des \u00f6sterreichischen SA-Mannes G\u00fcnter Mark von Traisenthal, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1288659659454\/legionaer-und-fememoerder\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1288659659454\/legionaer-und-fememoerder<\/a> (22. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>100 Jahre Republik, Die Republik \u00d6sterreich, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.oesterreich100.at\/die-republik-oesterreich.html\">https:\/\/www.oesterreich100.at\/die-republik-oesterreich.html<\/a> (11. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>100 Jahre Republik, 1938 \u2013 Der &#8222;Anschluss&#8220; und das Novemberpogrom, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.oesterreich100.at\/1938.html\">https:\/\/www.oesterreich100.at\/1938.html<\/a> (22. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, Erste Republik, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Erste_Republik\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Erste_Republik<\/a> (11. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes, 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/ausstellung.de.doew.at\/m9sm104.html\">http:\/\/ausstellung.de.doew.at\/m9sm104.html<\/a> (12. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Nationalratswahlen \u2013 Ergebnisse von 1919, 1920, 1923, 1927, 1930, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.bmi.gv.at\/412\/Nationalratswahlen\/Nationalratswahl_2008\/files\/History\/NRW_08_abgeStimmen1919_1930.pdf\">https:\/\/www.bmi.gv.at\/412\/Nationalratswahlen\/Nationalratswahl_2008\/files\/History\/NRW_08_abgeStimmen1919_1930.pdf<\/a> (11. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreichische Nationalbank, Die Oesterreichische Nationalbank in der Ersten Republik, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.oenb.at\/Ueber-Uns\/unternehmensgeschichte\/1922-1938.html\">https:\/\/www.oenb.at\/Ueber-Uns\/unternehmensgeschichte\/1922-1938.html<\/a> (24. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Parlament der Republik \u00d6sterreich, 21. Oktober 1918: Die Provisorische Nationalversammlung konstituiert sich, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/PERK\/HIS\/J1918\/FOLGE06\/\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/PERK\/HIS\/J1918\/FOLGE06\/<\/a> (14. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wiener Zeitung vom 16. Juni 1919, Artikel zu den kommunistischen Unruhen am 15. Juni 1919, online unter:<br><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19190616&amp;seite=4&amp;zoom=33\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19190616&amp;seite=4&amp;zoom=33<\/a> (22. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><br><strong>V\u00f6lkermanifest, Staatsvertrag (1919)<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreichisches Staatsarchiv, V\u00f6lkermanifest 16.10.1918, online unter:<br><a href=\"http:\/\/wk1.staatsarchiv.at\/umbruch-und-neubeginn\/voelkermanifest-16101918\/#\/?a=artefactgroup155\">http:\/\/wk1.staatsarchiv.at\/umbruch-und-neubeginn\/voelkermanifest-16101918\/#\/?a=artefactgroup155<\/a> (14. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Staatsvertrag von St. Germain-en-Laye vom 10. September 1919, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=sgb&amp;datum=19200004&amp;seite=00000995\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=sgb&amp;datum=19200004&amp;seite=00000995<\/a> (20. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><br><strong>Verfassungen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Gesetz vom 1. Oktober 1920, womit die Republik \u00d6sterreich als Bundesstaat eingerichtet wird (Bundes-Verfassungsgesetz)&#8220; in Kraft getreten am 10. November 1920, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgb&amp;datum=1920&amp;page=15&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgb&amp;datum=1920&amp;page=15<\/a> (23. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;1. Kundmachung der Bundesregierung vom 1. Mai 1934, womit die Verfassung 1934 verlautbart wird&#8220;, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1934&amp;page=33&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1934&amp;page=33<\/a> (23. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;1. Kundmachung des Bundeskanzleramtes, womit das Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich, B.G.Bl.Nr. 75\/1938, neuerlich verlautbart wird&#8220; in Kraft getreten am 13. M\u00e4rz 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75<\/a> (23. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\"><br><strong>Zitate<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kaiser Karl I. [16. Oktober 1918]: \u00d6sterreichisches Staatsarchiv, V\u00f6lkermanifest 16.10.1918.<\/li><li>Otto Bauer [1. November 2018]: Wilhelm J. Wagner, Bildatlas der \u00f6sterreichischen Zeitgeschichte 1918\u20131938 (Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 2007), Seite 96.<\/li><li>Wiener Zeitung [16. Juni 1919]: Wiener Zeitung, Die kommunistischen Kundgebungen, Seite 5, online unter:<br><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19190616&amp;seite=5&amp;zoom=33\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19190616&amp;seite=5&amp;zoom=33<\/a> (22. September 2019)<\/li><li>Bundesverfassungsgesetz [1. Oktober 1920]: online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.verfassungen.at\/at18-34\/oesterreich20.htm\">http:\/\/www.verfassungen.at\/at18-34\/oesterreich20.htm<\/a> (20. September 2019)<\/li><li>Adolf Hitler [1924]: Adolf Hitler, Mein Kampf (M\u00fcnchen 1942), Seite 136.<\/li><li>Adolf Hitler [1928]: Institut f\u00fcr Zeitgeschichte (Hg.), Hitlers zweites Buch. Ein Dokument aus dem Jahr 1928 (Stuttgart 1961), Seite 208f.<\/li><li>Leopold Kunschak [14. September 1931]: Leopold Kunschak, \u00d6sterreich 1918\u20131934 (Wien 1935), Seite 140.<\/li><li>240. Verordnung der Bundesregierung [19. Juni 1933]: online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgb&amp;datum=19330004&amp;seite=00000569\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgb&amp;datum=19330004&amp;seite=00000569<\/a> (24. September 2019)<\/li><li>Leopold Kunschak [1935]: Leopold Kunschak, \u00d6sterreich 1918\u20131934 (Wien 1935), Seite 282.<\/li><li>Verfassung 1934 (Maiverfassung) [1. Mai 1934]: online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1934&amp;page=33&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=bgl&amp;datum=1934&amp;page=33&amp;size=45<\/a> (23. September 2019)<\/li><li>Alfred Rosenberg [19. Juni 1934]: J\u00fcrgen Matth\u00e4us, Frank Bajohr (Hg.): Alfred Rosenberg, Die Tageb\u00fccher von 1934 bis 1944 (Frankfurt am Main 2018), Seite 136.<\/li><li>Mark G\u00fcnter von Traisenthal [15. Februar 1936]: Eidesstattliche Erkl\u00e4rung, zitiert nach Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands, Eintrag Konrad Nosko, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.doew.at\/erinnern\/fotos-und-dokumente\/1934-1938\/krachendes-oesterreich\/opfer-des-terrors-der-ns-bewegung-in-oesterreich-1933-1938\/konrad-nosko\">http:\/\/www.doew.at\/erinnern\/fotos-und-dokumente\/1934-1938\/krachendes-oesterreich\/opfer-des-terrors-der-ns-bewegung-in-oesterreich-1933-1938\/konrad-nosko<\/a> (22. September 2019)<\/li><li>Adolf Hitler [11. Juli 1936]: Wiener Zeitung vom 12. Juli 1936, online unter:<br><a href=\"http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19360712&amp;seite=2&amp;zoom=33\">http:\/\/anno.onb.ac.at\/cgi-content\/anno?aid=wrz&amp;datum=19360712&amp;seite=2&amp;zoom=33<\/a> (12. September 2019)<\/li><li>Kurt Schuschnigg [9. M\u00e4rz 1938]: Walter Goldinger, Dieter A. Binder, Geschichte der Republik \u00d6sterreich 1918\u20131938 (Wien 1992), Seite 282.<\/li><li>Kurt Schuschnigg [11. M\u00e4rz 1938]: R\u00fccktrittsrede, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Zitate\/Schuschnigg%2C%20Kurt%20%20von\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/Wissenssammlungen\/Zitate\/Schuschnigg%2C%20Kurt%20%20von<\/a> (12. September 2019)<\/li><li>Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Wiedervereinigung \u00d6sterreichs mit dem Deutschen Reich [13. M\u00e4rz 1938]: online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=75&amp;size=45<\/a> (23. September 2019)<\/li><li>Adolf Hitler [15. M\u00e4rz 1938]: Ansprache von Adolf Hitler auf dem Heldenplatz in Wien, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.doew.at\/cms\/download\/78t22\/maerz38_heldenplatz.pdf\">https:\/\/www.doew.at\/cms\/download\/78t22\/maerz38_heldenplatz.pdf<\/a> (12. September 2019)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--2\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"#oben\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erste Republik, St\u00e4ndestaat und &#8222;Anschluss&#8220; 1938. 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