{"id":453,"date":"2019-09-11T22:32:04","date_gmt":"2019-09-11T20:32:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453"},"modified":"2021-02-22T21:18:08","modified_gmt":"2021-02-22T20:18:08","slug":"1938-bis-1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453","title":{"rendered":"1938 nach dem &#8222;Anschluss&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6sterreich wird zu Deutschland.<br>Vom &#8222;Anschluss&#8220; bis zum Novemberpogrom<\/h2>\n\n\n\n<p><br>Nach dem &#8222;Anschluss&#8220; \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich im M\u00e4rz 1938 wurde das Land sukzessive in die Verwaltungsstruktur Deutschlands \u00fcberf\u00fchrt. Eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen wurde beschlossen, weshalb ich den Zeitraum von M\u00e4rz bis Ende 1938 etwas genauer veranschauliche. Den f\u00fcrchterlichen und schwer kriminellen Schlusspunkt des Jahres bildeten die Novemberpogrome, die sich gegen die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung richteten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch diese Auflistung von Ereignissen und Verwaltungs\u00e4nderungen ist nicht vollst\u00e4ndig, sondern bietet nur eine exemplarische \u00dcbersicht \u00fcber den Zeitraum von M\u00e4rz bis November 1938.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Inhalt<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#erste\">M\u00e4rz \u2013 Die ersten Tage nach dem &#8222;Anschluss&#8220;<\/a><\/li><li><a href=\"#bundesheer\">M\u00e4rz \u2013 Das Bundesheer<\/a><\/li><li><a href=\"#staatsschatz\">M\u00e4rz \u2013 Der Staatsschatz<\/a><\/li><li><a href=\"#kirche\">M\u00e4rz \u2013 Die Kirche<\/a><\/li><li><a href=\"#schule\">Das Schulsystem<\/a><\/li><li><a href=\"#prominententransport\">April \u2013 Der Prominententransport<\/a><\/li><li><a href=\"#reichsgaue\">Mai \u2013 \u00d6sterreichs Einteilung in Reichsgaue<\/a><\/li><li><a href=\"#doellersheim\">Juni \u2013 Aussiedlungen aus D\u00f6llersheim<\/a><\/li><li><a href=\"#justiz\">Juni \u2013 Die Justiz<\/a><\/li><li><a href=\"#luftschutz\">August \u2013 Luftschutz<\/a><\/li><li><a href=\"#mauthausen\">August \u2013 Das Konzentrationslager Mauthausen und seine Au\u00dfenlager<\/a><\/li><li><a href=\"#zwangsauswanderung\">August \u2013 Die Zwangsauswanderung der Juden<\/a><\/li><li><a href=\"#abkommen\">September \u2013 Das M\u00fcnchner Abkommen<\/a><\/li><li><a href=\"#reichsarbeitsdienst\">Oktober \u2013 Der Reichsarbeitsdienst<\/a><\/li><li><a href=\"#wien\">Oktober \u2013 Gro\u00df-Wien entsteht<\/a><\/li><li><a href=\"#novemberpogrom\">November \u2013 Das Novemberpogrom<\/a><\/li><li><a href=\"#literatur1938\">Literatur<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">[Die Quellen der Zitate in den gr\u00fcnen K\u00e4sten sind unten im Literaturverzeichnis angef\u00fchrt.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"erste\"><strong>Die ersten Tage nach dem &#8222;Anschluss&#8220;<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Bereits in den ersten Tagen und Wochen nach dem &#8222;Anschluss&#8220; wurden zehntausende Menschen in \u00d6sterreich verhaftet. Dabei handelte es sich zu einem gro\u00dfen Teil um Angeh\u00f6rige der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung. Sie wurden in Vollstreckung der N\u00fcrnberger Gesetze verfolgt und verhaftet.<br>Wie in so vielen Texten des nationalsozialistischen Regimes finden sich auch in diesen Gesetzen absurde Denkweisen, die darauf ausgerichtet waren, das deutsche Volk als vermeintlich sch\u00fctzenswerte &#8222;Herrenrasse&#8220; darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon in der Pr\u00e4ambel wurde der Eindruck vermittelt, es g\u00e4be eine geschlossene deutsche Volksmasse, die sich noch nie mit Menschen anderer L\u00e4nder, Religionen oder Hautfarben durchmischt h\u00e4tte, was damals wie heute nicht zutrifft:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Durchdrungen von der Erkenntnis, da\u00df die Reinheit des deutschen Blutes die Voraussetzung f\u00fcr den Fortbestand des Deutschen Volkes ist, und beseelt von dem unbeugsamen Willen, die Deutsche Nation f\u00fcr alle Zukunft zu sichern, hat der Reichstag einstimmig das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verk\u00fcndet wird<\/em><br><br>Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre, 15. September 1935<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"bundesheer\"><strong>Das Bundesheer<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die Eingliederung des \u00f6sterreichischen Bundesheeres in die deutsche Wehrmacht wurde mit <strong>14. M\u00e4rz 1938<\/strong> durchgef\u00fchrt. An diesem Tag wurden die Soldaten vereidigt. Im Gegensatz zu dem Eid, den sie davor dem Staate \u00d6sterreich, seiner Verfassung und seiner Bev\u00f6lkerung geleistet hatten, galt der neue Eid der Person Adolf Hitler. Mit dieser Eingliederung wuchs die Wehrmacht um \u00fcber 60.000 M\u00e4nner.<br>Soldaten, egal welchen Ranges, die als j\u00fcdisch gem\u00e4\u00df der N\u00fcrnberger Gesetze eingestuft wurden, als politisch unzuverl\u00e4ssig galten oder den Eid auf den &#8222;F\u00fchrer&#8220; nicht schworen, wurden entlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier zeigte sich, dass sich das Dritte Reich nicht nur an den \u00fcppigen Gold- und Devisenvorr\u00e4ten \u00d6sterreichs bedienen wollte \u2013 Lebensmittelvorr\u00e4te einiger \u00f6sterreichischer Kasernen wurden ins &#8222;Altreich&#8220; abtransportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Heeresstruktur wurde nun eingerichtet: Zust\u00e4ndig f\u00fcr Personal und Material des ehemaligen Bundesheeres war das Heeresgruppenkommando 5 mit Sitz in Wien. Ebenfalls hier beheimatet war das Wehrkreiskommando des Wehrkreises XVII. Dieser umfasste Wien, Ober- und Niederdonau. Der Sitz des Wehrkreiskommandos XVIII, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Reichsgaue Tirol, Salzburg, K\u00e4rnten und Steiermark, wurde in der Stadt Salzburg eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Seitens der Wehrmachtf\u00fchrung wurde in den Verb\u00e4nden eine Durchmischung mit deutschen Soldaten angestrebt, rein \u00f6sterreichische Einheiten sollten vermieden werden \u2013 solche mit h\u00f6herem Anteil \u00f6sterreichischer Soldaten gab es allerdings schon. Im Laufe des Krieges wurden etwa 30 Heeresgro\u00dfverb\u00e4nde auf \u00f6sterreichischem Boden aufgestellt.<br>Bis Kriegsende wurden etwa 1,2 Millionen \u00d6sterreicher in die Wehrmacht eingezogen, von denen etwa 250.000 den Krieg nicht \u00fcberlebten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"staatsschatz\"><strong>Der Staatsschatz<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>17. M\u00e4rz 1938<\/strong> ging die Leitung der \u00d6sterreichischen Nationalbank auf die Deutsche Reichsbank \u00fcber. Auf diese Weise gelangte das Dritte Reich in Besitz eines Staatsschatzes, der ihm weitere massive Aufr\u00fcstung erm\u00f6glichte. Insgesamt flossen etwa 1,22 Milliarden Schilling in die deutsche Wirtschaft, von denen ein Anteil von etwa 470 Millionen Schilling aus den Gold- und Devisendepots der \u00d6sterreichischen Nationalbank stammte. Durch den damaligen Wechselkurs von 1,5 Schilling = 1 Reichsmark, ergab sich eine effektiv zur Verf\u00fcgung stehende Summe von 813 Millionen Reichsmark.<br>Insgesamt wurden 1938 etwa 1,6 bis 2 Milliarden Reichsmark aus \u00f6sterreichischem Verm\u00f6gen in deutsche Kassen gesp\u00fclt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-small-font-size\" style=\"color:#18a211\">Hitlers &#8222;Wirtschaftswunder&#8220;, siehe <a href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wirtschaft\">http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#wirtschaft<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Drei Tage danach trat im Land \u00d6sterreich die Verordnung zur Einf\u00fchrung des Vierjahresplans in Kraft, der bereits seit 1936 die Wirtschaft Deutschlands bestimmte. Er diente der Ausrichtung der R\u00fcstungsproduktion auf einen bevorstehenden Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Der Reichswirtschaftsminister wird erm\u00e4chtigt, innerhalb seines Gesch\u00e4ftsbereichs auf dem Gebiete der Rohstoff- und Devisenwirtschaft alle Ma\u00dfnahmen zu treffen, die zur Vorbereitung des Vierjahresplanes im Lande \u00d6sterreich erforderlich sind.<\/em><br><br>Hermann G\u00f6ring, 19. M\u00e4rz 1938<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"kirche\"><strong>Die Kirche<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Das Verh\u00e4ltnis der Kirche zum Staat war im Nationalsozialismus von rascher Abk\u00fchlung gepr\u00e4gt, obwohl Kardinal Theodor Innitzer am <strong>18. M\u00e4rz 1938<\/strong> die &#8222;Feierliche Erkl\u00e4rung der Bisch\u00f6fe&#8220; unterzeichnete, die eine wohlmeinende F\u00fcrsprache f\u00fcr die neuen Machthaber darstellte und sich direkt an das Volk richtete. Sie war allerdings weitestgehend von Gauleiter B\u00fcrckel diktiert worden. Innitzer unterfertigte das Papier mit &#8222;und Heil Hitler!&#8220;, um so sein Einverst\u00e4ndnis mit den neuen Umst\u00e4nden in \u00d6sterreich zu demonstrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch entwickelte sich die Koexistenz zwischen <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=4121\" data-type=\"post\" data-id=\"4121\">Klerus und Nationalsozialismus<\/a> binnen eines halben Jahres hin zur v\u00f6lligen Ablehnung der Kirche durch die Partei. Stifte und Kl\u00f6ster wurden aufgelassen, christliche Schulen, Heime und Bildungseinrichtungen geschlossen oder durch nationalpolitische Erziehungsanstalten ersetzt. Die Macht der Kirche, die noch <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=3699\" data-type=\"post\" data-id=\"3699\">1934 Eingang in die Verfassung des St\u00e4ndestaats<\/a> gefunden hatte, war v\u00f6llig erloschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Veranschaulichung des Stellenwerts der Kirche im nationalsozialistischen Weltbild gebe ich ein Beispiel aus dem Jahr 1941: Nachdem Alfred Rosenberg, der f\u00fchrende Ideologe des Nationalsozialismus, im November 1940 den Dom von Braunschweig nach Renovierungen wieder er\u00f6ffnet hatte, erkl\u00e4rte er ihn zum &#8222;Staatsdom&#8220;, was offensichtlich die Fantasie so mancher Funktion\u00e4re befl\u00fcgelte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Vor ein paar Tagen bat mich Greiser<\/em> [Arthur, Gauleiter des Reichsgaus Wartheland]<em>, im April doch den Dom von Gnesen <\/em>[heutiges Gniezno, Polen]<em> zu besuchen u. zu entscheiden, ob er w\u00fcrdig sei, ebenfalls ein Symbol im Osten ohne Bindung an die Konfessionen zu werden. Zu gleicher Zeit h\u00f6rte ich, dass Wien alle Unterlagen \u00fcber die Unterst\u00fctzungen zur Erhaltung des Stefansdomes sammelt. Es ist ja auch ein Unfug, dass wir ein Geb\u00e4ude erhalten u. dabei einer Konfession \u00fcbergeben, die sich im Prinzip feindlich der rettenden Idee der d.<\/em>[eutschen]<em> Nation gegen\u00fcberstellt.<\/em><br><em>Im allg.<\/em>[emeinen]<em> m\u00fcssen wir aber mit derartigen Dom-\u00dcbernahmen vorsichtig sein. Ziel bleibt: eigene Fest- und Feierhallen. Dome als Ausnahme, wo sie wirklich symbolisch verwendet werden k\u00f6nnen.<\/em><br><br>Alfred Rosenberg, 2. Februar 1941<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"schule\"><strong>Das Schulsystem<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Ebenso wurde das Schulsystem &#8222;reformiert&#8220;. Schulf\u00e4cher wie Deutsch und Geschichte wurden in einer Weise beeinflusst, wie sie den Machthabern geeignet schien, pseudowissenschaftliches Gedankengut in den K\u00f6pfen der Kinder und Jugendlichen zu verankern: Die Geschichte deutscher Helden, Arier und nordischer Rassen musste erfunden und erz\u00e4hlt werden  \u2013 ein Problem, das in Gestalt ehemaliger Sch\u00fcler, die junge Menschen beeinflussen, bis heute besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere \u00c4nderungen des Lehrplans betrafen beispielsweise die F\u00e4cher Biologie und Leibes\u00fcbungen. Rassenkunde und Vererbungslehre standen am Stundenplan, genauso wie eine \u00fcberdurchschnittliche Anzahl von Sportstunden, die dem nationalsozialistischen Idealbild vom gesunden, gest\u00e4hlten K\u00f6rper geschuldet war.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den bereits bestehenden Schulen wurden auch in \u00d6sterreich &#8222;Nationalpolitische Erziehungsanstalten&#8220; (NPEA), auch NAPOLA genannt, ins Leben gerufen. In folgenden Orten wurden sie eingerichtet:<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Knaben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wien, Theresianum<\/li><li>Wien, Breitenseer Kaserne<\/li><li>Traiskirchen<\/li><li>G\u00f6ttweig<\/li><li>Seckau<\/li><li>Vorau<\/li><li>Sankt Paul im Lavanttal<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr M\u00e4dchen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wien, Boerhaavegasse<\/li><li>T\u00fcrnitz (1. bis 4. Klasse)<\/li><li>Hubertendorf bei Blindenmarkt (5. bis 8. Klasse)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>War in den bestehenden Schulen noch ein gewisses Ma\u00df an &#8222;normalem&#8220; Unterricht m\u00f6glich, so dienten NPEAs ausschlie\u00dflich der Heranformung nationalsozialistisch einwandfreien &#8222;Menschenmaterials&#8220;. Hier sollten die kommenden Wirtschaftsf\u00fchrer und Gener\u00e4le herangezogen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Hitlers Bild von der perfekten Erziehung, das er in einer Rede in Reichenberg im Dezember 1938 dargelegt hat, zeugt von seiner Verachtung gegen\u00fcber kritischen, frei denkenden Menschen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Dann kommt eine neue deutsche Jugend, und die dressieren wir schon von ganz klein an f\u00fcr diesen neuen Staat. Diese Jugend, die lernt ja nichts anderes, als deutsch denken, deutsch handeln, und wenn nun dieser Knabe und dieses M\u00e4dchen <\/em>[genuschelt]<em> mit ihren 10 Jahren in unsere Organisation hineinkommen und dort oft zum ersten Male \u00fcberhaupt eine frische Luft bekommen und f\u00fchlen, dann kommen sie vier Jahre sp\u00e4ter vom Jungvolk in die Hitlerjugend, dort behalten wir sie wieder vier Jahre, und dann geben wir sie erst recht nicht zur\u00fcck in die H\u00e4nde unserer alten Klassen- und Standeserzeuger <\/em>[verhaltene Heiterkeit, Beifall]<em>, sondern dann nehmen wir sie sofort in die Partei, in die Arbeitsfront, in die SA oder in die SS, in das NSKK und so weiter.<br>Und wenn sie dort zwei Jahre oder anderthalb Jahre sind und noch nicht ganze Nationalsozialisten geworden sein sollten, dann kommen sie in den Arbeitsdienst und werden dort wieder sechs und sieben Monate geschliffen, alles mit einem Symbol, dem deutschen Spaten <\/em>[Beifall]<em>.<br>Und was dann nach sechs oder sieben Monaten noch an Klassenbewusstsein oder Standesd\u00fcnkel da oder da noch vorhanden sein sollte, das \u00fcbernimmt dann die Wehrmacht zur weiteren Behandlung <\/em>[tosender Beifall]<em> auf zwei Jahre, und wenn sie nach zwei, drei oder vier Jahren zur\u00fcckkehren, dann nehmen wir sie, damit sie auf keinen Fall r\u00fcckf\u00e4llig werden, sofort wieder in die SA, SS usw., und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben <\/em>[z\u00f6gernder Beifall]<em>.<br>Und sie sind gl\u00fccklich dabei, langsam verschwinden aus ihrem Gesichtsfeld alle diese l\u00e4cherlichen Vorurteile, unter denen vielleicht ihre V\u00e4ter noch leiden m\u00f6gen. Sie sehen sich ganz anders an. Sie haben allm\u00e4hlich den Menschen kennengelernt <\/em>[Beifall]<em>. Und wenn mir einer sagt, ja, da werden aber doch immer noch welche \u00fcberbleiben: Der Nationalsozialismus steht nicht am Ende seiner Tage, sondern erst am Anfang. <\/em>[Langanhaltender Beifall]<br><br>Adolf Hitler, 2. Dezember 1938<\/p>\n\n\n\n<p>Wie verr\u00fcckt Hitlers Weltbild war, zeigt sich in einer weiteren Wunschvorstellung des &#8222;F\u00fchrers&#8220;:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Meine P\u00e4dagogik ist hart. Das Schwache muss weggeh\u00e4mmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewaltt\u00e4tige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich. [\u2026] Schmerzen mu\u00df sie ertragen. Es darf nichts Schwaches und Z\u00e4rtliches an ihr sein. Das freie, herrliche Raubtier mu\u00df erst wieder aus ihren Augen blicken. Stark und sch\u00f6n will ich meine Jugend. Das ist das erste und wichtigste. So merze ich tausende von Jahren der menschlichen Domestikation aus. So habe ich das reine, edle Material der Natur vor mir. So kann ich das neue schaffen.<\/em><br><br>Adolf Hitler<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"prominententransport\"><strong>Der Prominententransport<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Die ersten Funktion\u00e4re des St\u00e4ndestaats, Sozialdemokraten und Kommunisten, viele von ihnen Juden, die unmittelbar nach dem &#8222;Anschluss&#8220; verhaftet worden waren, wurden bereits am <strong>1. April 1938<\/strong> in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Dieser erste Transport ist auch als &#8222;Prominententransport&#8220; bekannt geworden und bestand aus 150 Personen. Unter den Deportierten befanden sich unter anderen Leopold Figl und Alfons Gorbach.<\/p>\n\n\n\n<p>Rudolf Kalmar, ein Freund und Mith\u00e4ftling Figls, beschreibt den Transport nach Dachau:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Wir standen von dem Augenblick unserer \u00dcbernahme durch die SS unter gar keiner Regel mehr. Man trat mit genagelten Stiefeln nach uns, stie\u00df uns die Gewehrkolben in die Rippen, schlug uns mit geballten F\u00e4usten mitten ins Gesicht. Der Herrenmensch tobte sich aus.<\/em><br><br>Rudolf Kalmar, 1946<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"reichsgaue\"><strong>\u00d6sterreichs Einteilung in Reichsgaue<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Mit <strong>31. Mai 1938<\/strong> erfolgte die Neueinteilung \u00d6sterreichs in Reichsgaue:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Tirol<\/li><li>Salzburg<\/li><li>Oberdonau<\/li><li>Niederdonau<\/li><li>Wien<\/li><li>Steiermark<\/li><li>K\u00e4rnten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese waren jedoch nicht ganz deckungsgleich mit den \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4ndern aus denen sie hervorgegangen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Osttirol<\/span> kam zu K\u00e4rnten,<\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorarlberg<\/span> wurde mit Tirol zum Reichsgau Tirol verschmolzen,<\/li><li><span style=\"text-decoration: underline;\">Wien<\/span> wurde deutlich vergr\u00f6\u00dfert und reichte im S\u00fcden bis Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Ebergassing und Fischamend. Im Norden wurde Wien bis Klosterneuburg erweitert.<\/li><li>Das <span style=\"text-decoration: underline;\">Burgenland<\/span> wurde als eigenst\u00e4ndige Verwaltungseinheit aufgel\u00f6st:<br>Die vier n\u00f6rdlichen Bezirke Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf wurden Niederdonau angegliedert,<br>die drei s\u00fcdlichen Bezirke Oberwart, G\u00fcssing und Jennersdorf kamen zur Steiermark.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Weitere kleinere Bezirksverschiebungen fanden mit Ausnahme von Salzburg in allen Reichsgauen des Landes \u00d6sterreich statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Geleitet wurden diese sieben Reichsgaue von Reichsstatthaltern, die meist in Personalunion die Funktion des Gauleiters der NSDAP aus\u00fcbten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"doellersheim\"><strong>Aussiedlungen aus D\u00f6llersheim<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>20. Juni 1938<\/strong> erhielt Erich Otto Knitterscheid \u2013 zu diesem Zeitpunkt Chef der Wehrkreisverwaltung XVII \u2013 die Erm\u00e4chtigung, Land f\u00fcr einen neuen Truppen\u00fcbungsplatz anzukaufen. Dieser sollte im Waldviertel entstehen, im sogenannten D\u00f6llersheimer L\u00e4ndchen mit dem Hauptort D\u00f6llersheim. Er beauftragte die Deutsche Ansiedlungsgesellschaft (DAG), die Grundst\u00fccke zu beschaffen. Seitens des Oberkommandos des Heeres wurde auf rascheste Durchf\u00fchrung gepocht, denn die ersten \u00dcbungen sollten bereits Mitte August stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge begann die gr\u00f6\u00dfte jemals durchgef\u00fchrte Aussiedlungaktion \u00d6sterreichs, die zum gr\u00f6\u00dften Teil bis 31. M\u00e4rz 1941 abgeschlossen wurde. 42 Ortschaften, 1.389 H\u00e4user und H\u00f6fe, 6.000 bis 7.000 Menschen verloren ihre Heimat. Dabei wurden Familien entwurzelt, die teils eine jahrhundertelange Geschichte mit dieser Region verband.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Aussiedlungen wurden die betroffenen Menschen noch gut betreut. Entweder die DAG unterst\u00fctzte sie beim Erwerb freier H\u00f6fe au\u00dferhalb des \u00dcbungsgebietes oder sie bot eigens errichtete Umsiedlungsgeh\u00f6fte an. Diese entstanden in Lexnitz, Pfaffenschlag bei Raabs, Schellingshof, Schwarzenau und Unterthumeritz.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sp\u00e4teren Verlauf wurden die Abl\u00f6sezahlungen jedoch immer geringer und stellten keinen vollwertigen Ausgleich f\u00fcr den verlassenen Hof mehr dar. Andere Aussiedler wiederum wurden in arisierten H\u00f6fen neu angesiedelt, die sie nach Kriegsende wieder zur\u00fcckgeben mussten. Sp\u00e4ter ausgesiedelte Personen wurden nicht mehr ausbezahlt, sondern die Abl\u00f6se auf ein Sperrkonto gelegt, das mit Ende der nationalsozialistischen Herrschaft seinen Wert verlor.<br>Die Schaffung des Truppen\u00fcbungsplatzes war also nicht nur mit dem Verlust der Heimat f\u00fcr tausende Menschen verbunden, sondern teilweise auch mit dem Verlust allen Verm\u00f6gens.<\/p>\n\n\n\n<p>Leopold Topf, der die Aussiedlung als Kind miterlebte, erz\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Ganz arg erging es meiner Mutter, als der Zeitpunkt des Auswanderns in sp\u00fcrbare N\u00e4he kam. Ich sehe noch, wie Mutter oft heimlich weinte. Vater war da etwas h\u00e4rter. Er mu\u00dfte wohl den Wohnort wechseln, hat aber nicht seine Heimat im Mottingeramt verloren. Trotzdem das Siedlungshaus noch nicht fertig war, der Fu\u00dfboden und vieles andere fehlte, mu\u00dften wir im Mai 1942 auswandern. Mit 17 LKW-Fuhren samt Anh\u00e4nger \u00fcbersiedelte uns ein Fr\u00e4chter in die neue Heimat. Zwei S\u00e4cke Heimaterde haben wir mitgenommen. Es war eine feine, schwarze Erde. In der neuen Heimat war die Erde lehmig.<\/em><br><br>Leopold Topf, Kindheitserinnerungen an die alte Heimat<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"justiz\"><strong>Die Justiz<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Ebenfalls am <strong>20. Juni 1938<\/strong> kam das &#8222;Land \u00d6sterreich&#8220; unter die Zust\u00e4ndigkeit des Volksgerichtshofes in Berlin. Die Justiz wurde nun folgenderma\u00dfen strukturiert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Volksgerichtshof (Berlin)<\/li><li>Oberlandesgericht (Wien, zust\u00e4ndig f\u00fcr \u00d6sterreich, ab Oktober 1944 auch in Graz)<\/li><li>Landgericht (entspricht den heutigen Landesgerichten)<\/li><li>Amtsgericht (entspricht den heutigen Bezirksgerichten)<\/li><li>Milit\u00e4rgerichte<\/li><li>SS- und Polizeigerichte<\/li><li>Standgerichte<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ermittlungen gegen politische Gegner der NSDAP fielen in die Zust\u00e4ndigkeit der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft. Die Ergebnisse wurden an den Volksgerichtshof Berlin weitergeleitet. Wurden die Urteile dort gef\u00e4llt, so bedeutete das in etwa 40 Prozent der F\u00e4lle den Tod f\u00fcr den Angeklagten. Delegierte jedoch der Berliner Volksgerichtshof die Verhandlung an das Oberlandesgericht Wien, so sank diese Zahl auf 1 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=7187\" data-type=\"post\" data-id=\"7187\">Der Volksgerichtshof behandelte F\u00e4lle, die Hoch- und Landesverrat, Beihilfe daran und Wehrmittelbesch\u00e4digung betrafen, beziehungsweise die unterlassene Meldung solcher F\u00e4lle.<\/a> Ab 1943 erweiterte sich die Zust\u00e4ndigkeit auf Spionage, \u00f6ffentliche Zersetzung der Wehrkraft und vors\u00e4tzliche Wehrdienstentziehung.<br>Die F\u00e4lle von 2.137 \u00d6sterreichern wurden vor dem Volksgerichtshof verhandelt. Daraus resultierten 814 Todesurteile, von denen 681 auch vollstreckt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wien wurden zwischen 6. Dezember 1938 und 4. April 1945 etwa 1.200 Hinrichtungen durchgef\u00fchrt. Die erste in Wien hingerichtete Person war Martha Marek, die mittels des &#8222;Ger\u00e4t F&#8220; gek\u00f6pft wurde. Diese Fallbeilkonstruktion wurde 1936 erfunden und im November 1938 auch in Wien aufgebaut. Wollte man die Todesstrafe f\u00fcr die Verurteilten noch respektloser gestalten, so h\u00e4ngte man sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Versch\u00e4rfung der Urteilssprechung erfolgte ab 5. September 1939, als die &#8222;Verordung gegen Volkssch\u00e4dlinge&#8220; erlassen wurde. Todesstrafen konnten nun sogar gegen Handtaschenr\u00e4uber, Feldpostdiebe oder Personen, die sogenannte &#8222;Feindsender&#8220; h\u00f6rten, ausgesprochen werden. Die Zahl der Delikte, die potenziell mit der Todesstrafe zu ahnden waren, erh\u00f6hte sich von drei im Jahre 1933 auf 46 ab 1944.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hinrichtungen liefen folgenderma\u00dfen ab: Nach der Verurteilung wurde der H\u00e4ftling in eine Zelle im Erdgescho\u00df verlegt, wo sich auch der Hinrichtungsraum befand. Am Tage der Urteilsvollstreckung kam er in den Armes\u00fcnderraum, wo er einen Abschiedsbrief schreiben konnte und geistlichen Beistand bekam. Die Hinrichtung selbst war ein Akt von Sekunden. Dem Verurteilten wurde mitgeteilt, dass keine Begnadigung erfolgt war. Die Augen wurden ihm von hinten zugehalten und er im Laufschritt in den Hinrichtungsraum gebracht, wo Sekunden sp\u00e4ter das Fallbeil ausgel\u00f6st wurde. Begnadigungen wurden in Wien nur in etwa 16 Prozent der F\u00e4lle gew\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph Goebbels legte seine Sicht der Dinge so dar:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Der Richter m\u00fcsse bei seinen Entscheidungen weniger vom Gesetz ausgehen als von dem Grundgedanken, da\u00df der Rechtsbrecher aus der Volksgemeinschaft ausgeschieden werde. Im Kriege gehe es nicht so sehr darum, ob ein Urteil gerecht oder ungerecht sei, sondern nur um die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Entscheidung. Der Staat m\u00fcsse sich auf die wirksamste Weise seiner inneren Feinde erwehren und sie endg\u00fcltig ausmerzen. Der Begriff der \u00dcberzeugungst\u00e4terschaft m\u00fcsse heute v\u00f6llig ausscheiden. Der Zweck der Rechtspflege sei nicht in erster Linie Vergeltung oder gar Besserung, sondern Erhaltung des Staates. Es sei nicht vom Gesetz auszugehen, sondern von dem Entschlu\u00df, der Mann m\u00fcsse weg.<\/em><br><br>Joseph Goebbels, 22. Juli 1942<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"luftschutz\"><strong>Luftschutz<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>5. August 1938<\/strong> wurde das deutsche Luftschutzgesetz auch im Land \u00d6sterreich eingef\u00fchrt. Schon kurz nach dem Anschluss hatte der Reichsluftschutzbund, der 1933 von G\u00f6ring gegr\u00fcndet worden war, den <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=3487\" data-type=\"post\" data-id=\"3487\">\u00d6sterreichischen Luftschutzbund<\/a> \u00fcbernommen und in seine Struktur eingegliedert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"mauthausen\"><strong>Das Konzentrationslager Mauthausen und seine Au\u00dfenlager<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Im August 1938 wurde das <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=490#konzentrationslager\">Konzentrationslager (KZ) Mauthausen von der SS in Betrieb genommen<\/a>. Es war das gr\u00f6\u00dfte KZ auf \u00f6sterreichischem Boden und bestand bis zu seiner Befreiung im Mai 1945.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>8. August 1938<\/strong> wurden die ersten 300 H\u00e4ftlinge aus dem KZ Dachau nach Mauthausen \u00fcberstellt, um das Lager aufzubauen. Handelte es sich zu diesem Zeitpunkt noch um Deutsche und \u00d6sterreicher, so \u00e4nderte sich die Zusammensetzung der KZ-H\u00e4ftlinge im Verlaufe der folgenden Jahre. Mit jedem neuen Land, das vom Dritten Reich annektiert oder in einen Krieg verwickelt wurde, kamen neue Nationalit\u00e4ten ins Lager.<\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00e4ftlinge selbst wurden in mehrere Kategorien eingeteilt. Nach dem Originaljargon waren das die folgenden:<br>&#8222;Politische&#8220;, &#8222;Berufsverbrecher&#8220;, &#8222;Emigranten&#8220;, &#8222;Bibelforscher&#8220;, &#8222;Homosexuelle&#8220; und &#8222;Asoziale&#8220;. Innerhalb dieser Kategorien wurde weiter unterschieden. Als Jude, Angeh\u00f6riger der Roma und Sinti oder Osteurop\u00e4er waren die Chancen auf ein \u00dcberleben der Torturen niedrig. Auch <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=5839\" data-type=\"post\" data-id=\"5839\">russische Kriegsgefangene<\/a> kamen in die Konzentrationslager und geh\u00f6rten mit den Vorgenannten zu jenen, die die Vernichtung durch Arbeit mit der geringsten Wahrscheinlichkeit \u00fcberlebten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwin Gostner, der bereits am 12. M\u00e4rz 1938 verhaftet wurde und \u00fcber das Konzentrationslager Dachau in die Lager Mauthausen und Gusen kam, hat seine furchtbaren Erlebnisse niedergeschrieben. Wie es beispielsweise den Bibelforschern \u2013 heute &#8222;Zeugen Jehovas&#8220; \u2013 erging, die nach der milit\u00e4rischen Musterung im KZ Mauthausen ihre Unterschrift im Wehrpass verweigerten, beschreibt er so:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Nur f\u00fcr die Bibelforscher gibt es ein schreckliches Nachspiel. 35 von ihnen haben die Unterschrift im Wehrpa\u00df verweigert. Ihr Glaube verbietet ihnen, Menschen zu t\u00f6ten; wenn sie nicht abtr\u00fcnnig werden wollen, m\u00fcssen sie den Wehrdienst verweigern. Sie tun es, indem sie keine Unterschrift leisten. Sie haben damit ihr Todesurteil ausgesprochen! Alle bekommen einen schweren Granitstein auf die Schultern und m\u00fcssen den ganzen Vormittag um den Arrestbunker laufen. In der Mittagszeit stehen sie ohne Essen mit einem Schaufelstiel im Genick und gespreizten Armen, die Augen gegen die Sonne gerichtet, stundenlang! Am Nachmittag kreisen sie wieder ununterbrochen mit den schweren Steinen um den Bunker. Wer zusammenbricht, wird von dem wachhabenden Blockf\u00fchrer geschlagen und in die Arrestzelle geworfen, wo sie elendig umkommen.<\/em><br><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Acht Tage lang<\/span> wird diese Tortur fortgesetzt, dann ist der letzte der 35 Bibelforscher gemordet. Es ist ein neunzehnj\u00e4hriger Bursche; er hat es am l\u00e4ngsten ausgehalten. Sein blutverkrustetes Gesicht an den Stein gepre\u00dft, wankt er um den Bau, wird immer langsamer, bleibt schlie\u00dflich stehen, zittert am ganzen K\u00f6rper und sinkt zu Boden.<\/em><br><em>&#8222;Vaterlandsverr\u00e4ter!&#8220; Mit diesem Schimpfwort st\u00f6\u00dft ihn der Blockf\u00fchrer vollends um, dann schleift er ihn in die Zelle, den letzten von f\u00fcnfunddrei\u00dfig. \u2013<\/em><br><em>Dieses Bild kann ich nie vergessen. S\u00f6hne des gleichen Volkes stehen sich in unausl\u00f6schbarem Ha\u00df gegen\u00fcber. Der eine martert den anderen um einer Idee willen, die jener nicht annehmen kann, zu Tode.<\/em><br><br>Erwin Gostner, 1945, S. 105f.<br>[Unterstrichenes ist im Original gesperrt geschrieben.]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit der H\u00e4ftlinge war anfangs darauf ausgerichtet, in Steinbr\u00fcchen das Rohmaterial f\u00fcr den Bau der Lagergeb\u00e4ude, den Ausbau von St\u00e4dten oder die Errichtung nationalsozialistischer Monumentalbauten zu gewinnen. Die SS gr\u00fcndete zu diesem Zweck die Deutsche Erd- und Steinwerke-GmbH, die als Wirtschaftsbetrieb der Zwangsarbeit den &#8222;legalen&#8220; Anstrich gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang 1941 wurde das Konzentrationslager Mauthausen von Reinhard Heydrich, dem Chef der Sicherheitspolizei und des SS-Sicherheitsdienstes, zu einem Lager der &#8222;Stufe III&#8220; bestimmt. Es diente somit der SS daf\u00fcr, H\u00e4ftlinge deren &#8222;R\u00fcckkehr unerw\u00fcnscht&#8220; war oder die als &#8222;kaum noch erziehbar&#8220; gebrandmarkt wurden, durch Arbeit oder blo\u00dfe Willk\u00fcr zu vernichten. Mauthausen war das einzige Lager dieser Kategorie auf deutschem Reichsgebiet.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 1943 waren die \u00dcberlebenschancen deshalb f\u00fcr die Inhaftierten sehr gering. Erst ab diesem Jahr wurde seitens der R\u00fcstungsindustrie auf KZ-H\u00e4ftlinge zur\u00fcckgegriffen. Sie mussten deutsche und &#8222;\u00f6sterreichische&#8220; R\u00fcstungsarbeiter, die zum Wehrdienst einberufen worden waren, ersetzen. Auf diese Weise vergr\u00f6\u00dferte sich f\u00fcr jene KZ-H\u00e4ftlinge, die zur Arbeit in R\u00fcstungsbetrieben geeignet waren, die Chance am Leben zu bleiben, was jedoch kein Ende der Misshandlungen bedeutete.<br>In etwa 40 bis 50 Au\u00dfenlagern des KZ Mauthausen \u2013 verteilt \u00fcber fast ganz \u00d6sterreich \u2013 arbeiteten die H\u00e4ftlinge zu verschiedenen Zwecken, unter anderem im Kraftwerksbau, in Betrieben der Kriegsproduktion, beim Bau unterirdischer R\u00fcstungsanlagen oder zu Aufr\u00e4umungsarbeiten nach Bombenangriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00f6tung der Gefangenen im KZ Mauthausen wurde anfangs durch Erschie\u00dfungen neben dem Lager durchgef\u00fchrt. 1941 wurde im Keller eine Genickschu\u00dfanlage errichtet. Ab 1942 mordete die SS mittels Giftgas in einer Gaskammer. Zwischen 1942 und 1943 wurden H\u00e4ftlinge auch in einem Gaswagen get\u00f6tet, der zwischen den Lagern Gusen und Mauthausen verkehrte. Um die tausenden Leichen zu vernichten, die aus dem industrialisierten Massenmord entstanden, wurden Verbrennungs\u00f6fen in den Lagern Mauthausen, Gusen, <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=5344\" data-type=\"post\" data-id=\"5344\">Melk<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=3851\" data-type=\"post\" data-id=\"3851\">Ebensee<\/a> errichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt waren in Mauthausen und seinen Au\u00dfenlagern etwa 200.000 Menschen inhaftiert, von denen etwa die H\u00e4lfte an der Arbeitsbelastung zugrunde ging oder gezielt von der SS ermordet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwin Gostner beschreibt die winterlichen Zust\u00e4nde im KZ Mauthausen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Tag um Tag verschwindet der Schlitten im Krematorium, die Toten sind alle nackt, an den Zehen h\u00e4ngt ihnen ein schmutziger Papierzettel mit Namen, Nummer und Geburtsdatum. Nun kommt das Sterbedatum dazu, dann hat sich ihr Schicksal vollendet. Diese Leichen bekommt kein Arzt zu Gesicht, sie sind &#8222;normal&#8220; verstorben, wie es in der Meldung des Blockf\u00fchrers an die Lagerleitung hei\u00dft. \u2013 Wenn beim Z\u00e4hlappell die T\u00fcren des Bunkers ge\u00f6ffnet werden, mu\u00df ich wegschauen. Ich h\u00f6re den Fall der erfrorenen H\u00e4ftlinge, die wie ein vertrocknetes St\u00fcck Holz in gekr\u00fcmmter Haltung \u00fcber den Boden rollen. Ein Fu\u00dftritt des kontrollierenden Blockf\u00fchrers bef\u00f6rdert die Toten wieder in die engen Zellen zur\u00fcck. Sie bleiben dort liegen, bis der Totenschlitten sie holt. In der Nacht gehen viele Zigeuner und Polen in den Draht. Wir haben jetzt t\u00e4glich sechzig bis siebzig Tote.<\/em><br><em>Auf dem Gang ins Revier, wo ich mir die Frostsalbe abzuholen pflege, sehe ich durch den Spalt einer offenen T\u00fcr, die in den Waschraum neben dem Behandlungszimmer f\u00fchrt. Ich bin viel gewohnt, aber der Anblick, der sich mir hier bietet, l\u00e4\u00dft mich vor Ekel w\u00fcrgen. Der ganze Waschraum ist bis in Mannesh\u00f6he mit nackten Leichen angef\u00fcllt, alles Revierkranke, darunter zahlreiche Amputierte, denen man die erfrorenen Gliedma\u00dfen abgeschnitten hat. Es ist ein einziger Haufen Gefrierfleisch, aus dem hier und da die blutigen Fetzen zerrissener Verb\u00e4nde h\u00e4ngen. Ich vergesse meine erfrorenen F\u00fc\u00dfe, st\u00fcrze hinaus und \u00fcbergebe mich.<br><br><\/em>Erwin Gostner, 1945, S. 122<\/p>\n\n\n\n<p>Als eines Tages Heinrich Himmler das Lager inspizierte, lie\u00df die SS die H\u00e4ftlinge an ihm vor\u00fcberparadieren. Die Arbeitskolonnen kehrten gerade zur Mittagszeit von ihren Arbeitsstellen ins Lager zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>An letzter Stelle marschierte die Strafkompanie:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>Auch Himmler mag die Verachtung der H\u00e4ftlinge sp\u00fcren, er bei\u00dft sich auf die Lippen und will gerade ungeduldig dem Lagerkommandanten winken, da marschiert die Strafkompanie als letztes Kommando ins Lager. Die SS. hat ihr tats\u00e4chlich so etwas wie einen Parademarsch abverlangt. Die K\u00f6pfe der 2600 Mann starken Kolonne fliegen zur Trib\u00fcne hin\u00fcber. Aber die Wirkung ist anders als gew\u00fcnscht. Es sind fast lauter Juden, die mit einem Transport aus Holland ins Lager kamen. Sie tragen jeder einen schweren Stein. Aus ihren Augen schie\u00dfen Strahlen magnetischen Hasses. Himmlers Gestalt strafft sich, das zynische L\u00e4cheln um seinen Mund vergeht in einer starren, grausamen Maske. Mit schneidendem Ton wendet sich der Reichsf\u00fchrer SS. zum Lagerkommandanten: &#8222;Ziereis, warum leben noch so viele Juden vom Holland-Transport?&#8220;<\/em><br><em>Ziereis nimmt Haltung an und beeilt sich mit einer Entschuldigung: &#8222;Reichsf\u00fchrer! Auf meinen Befehl geht t\u00e4glich eine Hundertschaft durch den Kamin. Ich glaube ausrechnen zu k\u00f6nnen, da\u00df die Hollandjuden, Ihrem Befehl entsprechend, Reichsf\u00fchrer, in k\u00fcrzester Frist erledigt sind!&#8220;<\/em><br><em>Himmler nickt gn\u00e4dig und zufrieden. Bachmayer hat inzwischen eifrig mehrere Weingl\u00e4ser gef\u00fcllt. Himmler nimmt eines vom Tablett und trinkt. Die Mitglieder seines Stabes prosten sich zu. Es ist ein Prosit auf die Vernichtung von \u00fcber tausend Juden! \u2013<\/em><br><em>Himmlers Wunsch wurde nach seiner Abreise prompt erf\u00fcllt. Die gesamte Strafkompanie ging in wenigen Wochen im Steinbruch zugrunde.<\/em><br><br>Erwin Gostner, 1945, S. 147f.<\/p>\n\n\n\n<p>Am <strong>5. Mai 1945<\/strong> wurde das Lager von Truppen der US Army  inspiziert und befreit und am 7. Mai endg\u00fcltig \u00fcbernommen. Die Angeh\u00f6rigen der SS  waren zu diesem Zeitpunkt schon gefl\u00fcchtet oder gefangen genommen  geworden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"zwangsauswanderung\"><strong>Die Zwangsauswanderung der Juden<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Josef B\u00fcrckel gr\u00fcndete am <strong>10. August 1938<\/strong> die &#8222;Zentralstelle f\u00fcr j\u00fcdische Auswanderung&#8220; im Wiener Palais Rothschild, die bis M\u00e4rz 1943 bestand. Leiter der Zentralstelle war Adolf Eichmann, der bis Kriegsbeginn im September 1939 f\u00fcr die Auswanderung von etwa 120.000 Menschen der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung verantwortlich war. Da Eichmann sehr &#8222;effizient&#8220; arbeitete, wurde er 1939 zum Leiter der gleichen Stelle in Prag ernannt. Sein Nachfolger in Wien wurde Alois Brunner.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten der Zwangsausweisung mussten von den Opfern selbst getragen werden, was dazu f\u00fchrte, dass viele Juden ihr gesamtes Verm\u00f6gen aufbringen mussten. Wohlhabende Juden mussten im Weiteren f\u00fcr \u00e4rmere Juden die anfallenden Kosten \u00fcbernehmen. Konnten sie anfangs noch selbst ihr Ausreiseziel bestimmen, so \u00e4nderte sich das mit dem Beginn der Deportationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese begannen im Februar 1941 gr\u00f6\u00dfere Umf\u00e4nge anzunehmen. Insgesamt wurden vom Westbahnhof, Aspangbahnhof und Nord- bzw. Nordwestbahnhof zwischen 1939 und Kriegsende 48.953 Menschen deportiert. Aus den  vormaligen Zufluchtsl\u00e4ndern wie beispielsweise Frankreich, Norwegen oder  D\u00e4nemark kamen circa weitere 17.000 \u00f6sterreichische Juden dazu. Sie wurden in Konzentrations-  oder Vernichtungslager im heutigen Polen, im Baltikum und in  Wei\u00dfrussland gebracht.<br>Nur etwa 1.734 von ihnen \u00fcberlebten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"abkommen\"><strong>Das M\u00fcnchner Abkommen<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>29. September 1938<\/strong> trat das M\u00fcnchner Abkommen in Kraft. Es regelte die Abtrennung der sudetendeutschen Gebiete von der Tschechoslowakei und ihre Angliederung an das Deutsche Reich.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor strebten die Sudetendeutschen nach Autonomie im tschechoslowakischen Staat, was Hitler mit Fingerzeig auf das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker unterst\u00fctzte. Er trieb die politische Situation zwischen der Sudetendeutschen Partei und der Tschechoslowakei auf die Spitze, um einen Krieg vom Zaun zu brechen, der ihm die Eroberung der gesamten Tschechoslowakei erm\u00f6glichen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlu\u00dfendlich trafen sich jedoch der britische Premierminister Arthur Neville Chamberlain, der franz\u00f6sische Ministerpr\u00e4sident Edouard Daladier, Mussolini und Hitler in M\u00fcnchen und einigten sich auf die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an das Deutsche Reich. Hitler bekam seinen Krieg noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tschechoslowakei hatte sich dem Beschluss zu f\u00fcgen und tat dies im Bewusstsein, damit einen chancenlosen blutigen Aufstand gegen einen \u00fcberm\u00e4chtigen Gegner zu vermeiden. Hilfe seitens Gro\u00dfbritanniens oder Frankreichs war nicht zu erwarten, da Hitler versichert hatte, nach den sudetendeutschen Gebieten keine weiteren Anschlussgebiete fordern zu wollen. Schlie\u00dflich waren damit alle deutschsprachigen L\u00e4nder und Landstriche, die er irgendwie historisch begr\u00fcnden konnte, bereits im Deutschen Reich vereint.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Umsetzung des Abkommens fielen die sudetendeutschen Teile der \u2013 hier in ihrer deutschen Schreibweise von damals wiedergegebenen \u2013 Bezirke B\u00f6hmisch-Budweis, B\u00f6hmisch-Krummau und Kaplitz an den Reichsgau Oberdonau \u2013 insgesamt 1.778 Quadratkilometer.<br>Teile der Bezirke Neuhaus, Wittingau, Datschitz, M\u00e4hrisch-Budweis, Znaim, M\u00e4hrisch-Krummau, Auspitz, G\u00f6ding, Engerau und der gesamte Bezirk Nikolsburg wurden dem Reichsgau Niederdonau angegliedert \u2013 insgesamt 2.426 Quadratkilometer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Abkommen, das \u00fcber die K\u00f6pfe der Tschechoslowakei hinweg beschlossen wurde, besagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\"><em>1. Die R\u00e4umung beginnt am 1. Oktober.<\/em><br><em>2. Das Vereinigte K\u00f6nigreich, Frankreich und Italien vereinbaren, da\u00df die R\u00e4umung des Gebiets bis zum 10. Oktober vollzogen wird, und zwar ohne Zerst\u00f6rung irgendwelcher bestehender Einrichtungen, und da\u00df die Tschechoslowakische Regierung die Verantwortung daf\u00fcr tr\u00e4gt, da\u00df die R\u00e4umung ohne Besch\u00e4digung der bezeichneten Einrichtungen durchgef\u00fchrt wird.<\/em><br><br>M\u00fcnchner Abkommen, 29. September 1938<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"reichsarbeitsdienst\"><strong>Der Reichsarbeitsdienst<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Mit <strong>1. Oktober 1938<\/strong> wurde die Reichsarbeitsdienstpflicht f\u00fcr M\u00e4nner in \u00d6sterreich eingef\u00fchrt. Der Reichsarbeitsdienst (RAD) trat an die Stelle des Freiwilligen \u00d6sterreichischen Arbeitsdienstes und dauerte sechs Monate.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinn des RAD war es, junge Menschen zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr im nationalsozialistischen Sinne zu erziehen. Durch strenge Regeln, straffe Einteilung sowohl der Arbeits- als auch der Freizeit, und milit\u00e4risches Exerzieren mit dem Spaten wurden sie auf den daran anschlie\u00dfenden Wehrdienst eingestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der praktische Grund f\u00fcr die Einf\u00fchrung des RAD war der auf diese Weise m\u00f6gliche Einsatz billiger Arbeitskr\u00e4fte in der Land- und Forstwirtschaft, beim G\u00fcterweg- und Forststra\u00dfenbau oder \u00e4hnlichen Gebieten.<br>Die Unterbringung der RAD-Leistenden erfolgte in Barackenlagern, die in der N\u00e4he der jeweiligen Arbeitsst\u00e4tte errichtet wurden. War die Arbeit fertiggestellt, wurde das Lager abgebaut und am n\u00e4chsten Einsatzort wieder neu aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dienstpflicht galt vorerst nur f\u00fcr M\u00e4nner. In \u00d6sterreich wurde aber von Anfang an auch das RAD-System f\u00fcr die weibliche Jugend aufgebaut, die bis Ausbruch des Krieges die Wahl hatte, sich freiwillig daf\u00fcr zu melden oder nicht. Erst am 4. September 1939 wurde die Arbeitsdienstpflicht auch f\u00fcr die weibliche Jugend verordnet.<br><br>Der Einf\u00fchrung der RAD-Pflicht ging monatelange Arbeit zum Aufbau der dazugeh\u00f6rigen Strukturen voraus. Mit 1. Juli 1938 wurden vier Arbeitsgaue f\u00fcr den RADmJ, den RAD f\u00fcr die m\u00e4nnliche Jugend, gebildet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Arbeitsgau XXXIII Alpenland (Reichsgaue Salzburg und Tirol)<\/li><li>Arbeitsgau XXXIV Oberdonau (Reichsgau Oberdonau)<\/li><li>Arbeitsgau XXXV Niederdonau (Reichsgaue Wien und Niederdonau) \u2013 ab M\u00e4rz 1939 auf &#8222;Wien-Niederdonau&#8220; umbenannt<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.worteimdunkel.at\/?p=7652\" data-type=\"post\" data-id=\"7652\">Arbeitsgau XXXVI S\u00fcdmark (Reichsgaue Steiermark und K\u00e4rnten)<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den RADwJ, den RAD f\u00fcr die weibliche Jugend, wurde ab M\u00e4rz 1938 eine andere Struktur errichtet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bezirk XX Alpenland<\/li><li>Bezirk XXI Donauland<\/li><li>Bezirk XXII S\u00fcdmark<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Bezirke des RADwJ waren mit den Arbeitsgauen des RADmJ deckungsgleich mit Ausnahme des Bezirks Donauland. Dieser umfasste Ober- und Niederdonau mit Wien.<br>Der Aufbau der Bezirke des RADwJ war bis M\u00e4rz 1939 abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"wien\"><strong>Gro\u00df-Wien entsteht<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Am <strong>15. Oktober 1938<\/strong> erfuhr die Stadt Wien eine massive Vergr\u00f6\u00dferung. Das Stadtgebiet wurde im &#8222;Gesetz \u00fcber Gebietsver\u00e4nderungen im Lande \u00d6sterreich&#8220; von 278,4 auf 1215,4 Quadratkilometer  erweitert. Aus bisher 21 Bezirken wurden nun 26. Neu hinzugekommen waren vor allem Bezirke des vormaligen Nieder\u00f6sterreichs, die s\u00fcdlich von Wien lagen: Liesing, M\u00f6dling und Schwechat. Im Osten kam Gro\u00dfenzersdorf dazu und im Norden Klosterneuburg. In Summe wurden 97 nieder\u00f6sterreichische Gemeinden neu in Wien eingegliedert. Die Anzahl der Bewohner stieg damit auf \u00fcber zwei Millionen Menschen an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"novemberpogrom\"><strong>Das Novemberpogrom<\/strong><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p><br>Nachdem Herschel Grynszpan am <strong>7. November 1938<\/strong> den an der deutschen Botschaft in Paris t\u00e4tigen Diplomaten Ernst Eduard vom Rath angeschossen hatte, verstarb dieser zwei Tage sp\u00e4ter an seinen schweren Verletzungen. Grynszpan war j\u00fcdischen Glaubens und demonstrierte mit dieser Tat gegen die Abschiebungen deutscher Juden \u2013 auch seine Eltern waren dabei \u2013 nach Polen, wo diese unter \u00e4rmlichsten Verh\u00e4ltnissen leben mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Nationalsozialisten war dieser Mord jedoch die willkommene Gelegenheit, Juden noch mehr als bisher zu verfolgen, sie aus dem Wirtschaftsleben zu entfernen und ihre Synagogen zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht vom <strong>9. auf den 10. November 1938<\/strong> kam es deshalb im gesamten deutschen Reichsgebiet zu den sogenannten Novemberpogromen. J\u00fcdische Synagogen, Beth\u00e4user, Gesch\u00e4fte und Wohnungen wurden anfangs durch Funktion\u00e4re der NSDAP und SA verw\u00fcstet, gepl\u00fcndert, zerst\u00f6rt oder in Brand gesteckt, bis sich auch die Zivilbev\u00f6lkerung an den Pogromen beteiligte. Hunderte Juden wurden verletzt oder ermordet, tausende wurden gefangen genommen und zu einem gro\u00dfen Teil in das KZ Dachau deportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Tagebuch beschreibt die J\u00fcdin Ruth Maier die Zust\u00e4nde in Wien, die veranschaulichen, wie sich Teile der ganz normalen \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung in diesen Tagen in menschenverachtende Schl\u00e4ger und Kriminelle verwandelten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Freitag, 11. November, 1938<br><em>Sie haben uns geschlagen! Gestern war der schrecklichste Tag, den ich je erlebt habe. Ich wei\u00df jetzt, was Pogrome sind, wei\u00df, <span style=\"text-decoration: underline;\">was Menschen<\/span> tun k\u00f6nnen, Menschen, die Ebenbilder Gottes.<\/em><br><em>In der Schule sagte uns der Direktor: &#8222;Ja, also, sie z\u00fcnden Tempel an, verhaften, schlagen \u2026 vor der T\u00fcr steht ein Lastauto \u2026 Drei Professoren haben sie verhaftet&#8220; \u2026 Dann werden wir nach der Reihe zum Telefon gerufen \u2026 wie in einem Schlachthaus, wir trauten uns nicht auf die Stra\u00dfe, lachten \u2026 machten Witze, waren nerv\u00f6s \u2026 Mit dem Taxi fuhren Dita und ich nach Hause, es sind 100 Schritte. Wir rasten durch die Stra\u00dfe, es war wie im Krieg \u2026 Leute starrten, kalte Luft, Gestalten und vorn ein Lastauto mit Juden, ganz aufrecht, wie Schlachtvieh! Diesen Anblick werd&#8216; und darf ich nie vergessen. Juden, wie Schlachtvieh im Lastauto \u2026 Leute starren.<\/em><br><em>Wir schl\u00fcpften wie gehetztes Wild ins Haus, keuchten die Stiegen hinauf. Dann begann es; Sie schlugen, sie verhafteten, zerdroschen Wohnungseinrichtungen etc. Wir sa\u00dfen alle so bleich zuhaus und<\/em> von der Stra\u00dfe kamen Juden zu uns, wie Leichen.<br>Ich fragte: &#8222;Wie ist es drau\u00dfen?&#8220; \u2013 &#8222;Mies!&#8220;<br>Grete L. haben sie 46 Reichsmark weggenommen, haben geschrieen, eine 75-j\u00e4hrige Frau haben sie geschlagen, und sie schrie, sie haben ihr die Wohnung mit einem Hammer zerschlagen etc.<br>Heute ging ich durch die Gassen. Es ist wie am Friedhof. Alles zerschlagen, mit Lust und Freude, die j\u00fcdischen Gesch\u00e4fte versiegelt, nichts als Rollbalken. Dann ein Zettel: &#8222;Das Inventar dieses Caf\u00e9s ist arisch. Daher: Nicht besch\u00e4digen!&#8220;<br>In dem Volksruf steht: &#8222;Wo bleibt der gelbe Fleck<em>&#8222;<\/em><br><em>Und wenn wir alle einen gelben Fleck tragen m\u00fcssen: Sittlich, im Inneren, unsere Welt, die wir mit uns tragen, die k\u00f6nnen sie uns nicht nehmen. Und drum lassen sie ihre Wut an Fensterscheiben aus, schlagen und schrein: &#8222;Juda verrecke!&#8220;<\/em><br><em>Unten sagt ein Arier: &#8222;Dem Juden hab&#8216; ich an Stei\u00dfen gebn, dass er glei in Winkel taumelt ist.&#8220;<\/em><br><em>Menschen, Ebenbilder der G\u00f6tter! Und dann: &#8222;Selig sind, die Verfolgung leiden, um der Gerechtigkeit willen.&#8220;<\/em><br><br>Ruth Maier, 11. November 1938<br>[Unterstrichenes ist im Original kursiv geschrieben.]<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=457\">1918 bis zum &#8222;Anschluss&#8220;<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=1343\">1939 bis Kriegsende<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><span id=\"literatur1938\">Literatur<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Druckwerke<\/h3>\n\n\n\n<p>Rudolf <em>Kalmar<\/em>, Zeit ohne Gnade (Wien 1946)<\/p>\n\n\n\n<p>Marcello <em>La Speranza<\/em>, Der zivile Luftschutz in \u00d6sterreich 1919\u20131945. In: Republik \u00d6sterreich, Bundesminister f\u00fcr   Landesverteidigung (Hg.), Kuckucksruf und Luftschutzgemeinschaft. Der   Luftschutz der Zwischenkriegszeit \u2013 Avantgarde der modernen ABC-Abwehr   und des zivilen Luftschutzes (Schriftenreihe ABC-Abwehrzentrum 8,   Korneuburg 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen <em>Matth\u00e4us<\/em>, Frank <em>Bajohr<\/em> (Hg.), Alfred Rosenberg. Die Tageb\u00fccher von 1934 bis 1944 (Frankfurt am Main 2018)<\/p>\n\n\n\n<p>Alois <em>Niederst\u00e4tter<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs (Stuttgart 2007)<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst-Werner <em>Techow<\/em>, Die alte Heimat. Beschreibung des Waldviertels um D\u00f6llersheim (Berlin 1942)<\/p>\n\n\n\n<p>Sieglinde <em>Trybek<\/em>, Der Reichsarbeitsdienst in \u00d6sterreich 1938\u20131945, Dissertation (Wien 1992)<\/p>\n\n\n\n<p>Karl <em>Vocelka<\/em>, Geschichte \u00d6sterreichs. Kultur \u2013 Gesellschaft \u2013 Politik (M\u00fcnchen 2009)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Internet<\/h3>\n\n\n\n<p>Peter <em>Barthou<\/em>, 1938: Nicht alle schworen den Treueid. Die \u00dcbernahme von Soldaten der Ersten Republik in die Wehrmacht, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=741\">http:\/\/www.bundesheer.at\/truppendienst\/ausgaben\/artikel.php?id=741<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Seev <em>Goshen<\/em>, Eichmann und die Nisko-Aktion im Oktober 1939. Eine Fallstudie zur NS-Judenpolitik in der letzten Etappe vor der &#8222;Endl\u00f6sung&#8220;, In: Institut f\u00fcr Zeitgeschichte M\u00fcnchen (Hg.), Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte 1981, H. 1 (Stuttgart 1981), PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.ifz-muenchen.de\/heftarchiv\/1981_1.pdf\">https:\/\/www.ifz-muenchen.de\/heftarchiv\/1981_1.pdf<\/a> (14. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Norbert <em>Klatt<\/em>, Zum Verh\u00e4ltnis des \u00f6sterreichischen und deutschen Strafrechts in der Zeit des Nationalsozialismus (G\u00f6ttingen 2009), online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.klatt-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NSRecht.pdf\">http:\/\/www.klatt-verlag.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NSRecht.pdf<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Oliver <em>Rathkolb<\/em>, Theodor <em>Venus<\/em>, Reichsbankanstalten 1938\u20131945 am Beispiel der Reichsbankhauptstelle Wien. Studie im Auftrag der Oesterreichischen Nationalbank (Wien 2013), PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.oenb.at\/dam\/jcr:725bdc94-617f-4184-894c-f3e673e3716c\/Rathkolb%20Studie.pdf\">https:\/\/www.oenb.at\/dam\/jcr:725bdc94-617f-4184-894c-f3e673e3716c\/Rathkolb%20Studie.pdf<\/a> (6. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, \u00d6sterreich 1938\u20131945, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/%C3%96sterreich_1938-1945\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/%C3%96sterreich_1938-1945<\/a> (23. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, KZ Mauthausen, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AustriaWiki\/KZ_Mauthausen\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AustriaWiki\/KZ_Mauthausen<\/a> (29. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, Nationalpolitische Erziehungsanstalten, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Nationalpolitische_Erziehungsanstalten\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Nationalpolitische_Erziehungsanstalten<\/a> (11. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Austria-Forum, Weltkrieg, Zweiter, 1939\u20131945, online unter:<br><a href=\"https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Weltkrieg%2C_Zweiter\">https:\/\/austria-forum.org\/af\/AEIOU\/Weltkrieg%2C_Zweiter<\/a> (14. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Historisches Museum \u2013 LeMO, Claudia <em>Prinz<\/em>, Das M\u00fcnchner Abkommen 1938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/aussenpolitik\/muenchner-abkommen-1938.html\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/aussenpolitik\/muenchner-abkommen-1938.html<\/a> (6. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Historisches Museum \u2013 LeMO, Alexander <em>M\u00fchle<\/em>, Arnulf <em>Scriba<\/em>, Biografie von Ernst vom Rath 1909\u20131938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/ernst-rath\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/ernst-rath<\/a> (4. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Historisches Museum \u2013 LeMO, Bernhard <em>Struck<\/em>, Schule im &#8222;Dritten Reich&#8220;, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/alltagsleben\/schule.html\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/alltagsleben\/schule.html<\/a> (10. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Historisches Museum &#8211; LeMO, Manfred <em>Wichmann<\/em>, Herschel Grynszpan 1921 \u2013, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/herschel-grynszpan\">https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/herschel-grynszpan<\/a> (11. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands, Der erste Dachau-Transport aus Wien, 1. April 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.doew.at\/erinnern\/fotos-und-dokumente\/1938-1945\/der-erste-dachau-transport-aus-wien-1-april-1938\">http:\/\/www.doew.at\/erinnern\/fotos-und-dokumente\/1938-1945\/der-erste-dachau-transport-aus-wien-1-april-1938<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands, Manfried <em>Rauchensteiner<\/em>: Die Eingliederung des \u00f6sterreichischen Bundesheeres, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.doew.at\/erkennen\/ausstellung\/1938\/die-eingliederung-des-oesterreichischen-bundesheeres\/vereidigung-auf-adolf-hitler\">http:\/\/www.doew.at\/erkennen\/ausstellung\/1938\/die-eingliederung-des-oesterreichischen-bundesheeres\/vereidigung-auf-adolf-hitler<\/a> (4. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Dokumentationsarchiv des \u00f6sterreichischen Widerstands, Erika <em>Weinzierl<\/em>: Kirche und Nationalsozialismus, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.doew.at\/erkennen\/ausstellung\/1938\/kirche-und-nationalsozialismus\">http:\/\/www.doew.at\/erkennen\/ausstellung\/1938\/kirche-und-nationalsozialismus<\/a> (4. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnern.at, Die Novemberpogrome 1938 in \u00d6sterreich, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.erinnern.at\/bundeslaender\/oesterreich\/gedenktage\/9.-10.-november\/osterreich-1938\">http:\/\/www.erinnern.at\/bundeslaender\/oesterreich\/gedenktage\/9.-10.-november\/osterreich-1938<\/a> (4. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Findbuch f\u00fcr Opfer des Nationalsozialismus, Die Gliederung der Ostmarkgaue vom 31. Mai 1938, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.findbuch.at\/files\/content\/adressbuecher\/1939_dr_om_ksk\/10__Die_Gliederung_der_Ostmarkgaue.pdf\">https:\/\/www.findbuch.at\/files\/content\/adressbuecher\/1939_dr_om_ksk\/10__Die_Gliederung_der_Ostmarkgaue.pdf<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Forum Politische Bildung (Hg.), Wendepunkte und Kontinuit\u00e4ten. Z\u00e4suren der demokratischen Entwicklung in der \u00f6sterreichischen Geschichte (Innsbruck, Wien 1998), Kapitel &#8222;1938: Der ,Anschluss'&#8220; online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.politischebildung.com\/pdfs\/sb_5.pdf\">http:\/\/www.politischebildung.com\/pdfs\/sb_5.pdf<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Ged\u00e4chtnis des Landes, Truppen\u00fcbungsplatz D\u00f6llersheim \u2013 Allentsteig, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.gedaechtnisdeslandes.at\/orte\/action\/show\/controller\/Ort\/ort\/doellersheim.html?tx_gdl_gdl%5Bbesonderheit%5D=102&amp;cHash=b6d2ec6a8ad5ba4e11198626f17669dd\">https:\/\/www.gedaechtnisdeslandes.at\/orte\/action\/show\/controller\/Ort\/ort\/doellersheim.html?tx_gdl_gdl%5Bbesonderheit%5D=102&amp;cHash=b6d2ec6a8ad5ba4e11198626f17669dd<\/a> (6. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Haus der Geschichte \u00d6sterreich, Gebietsver\u00e4nderungen nach dem &#8222;Anschluss&#8220; 1938 \u2013 &#8222;Ostmark&#8220;, &#8222;Alpen- und Donau-Reichsgaue&#8220;, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.hdgoe.at\/gebietsveraenderung-ostmark\">https:\/\/www.hdgoe.at\/gebietsveraenderung-ostmark<\/a> (6. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>KZ-Gedenkst\u00e4tte Mauthausen\/Mauthausen Memorial, Das Konzentrationslager Mauthausen 1938\u20131945, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.mauthausen-memorial.org\/de\/Wissen\/Das-Konzentrationslager-Mauthausen-1938-1945\">https:\/\/www.mauthausen-memorial.org\/de\/Wissen\/Das-Konzentrationslager-Mauthausen-1938-1945<\/a> (29. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6sterreichisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, WIFO-Monatsberichte 12 (9\u201310), Der ostm\u00e4rkische Gebietszuwachs, PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.wifo.ac.at\/jart\/prj3\/wifo\/resources\/person_dokument\/person_dokument.jart?publikationsid=3376&amp;mime_type=application\/pdf\">https:\/\/www.wifo.ac.at\/jart\/prj3\/wifo\/resources\/person_dokument\/person_dokument.jart?publikationsid=3376&amp;mime_type=application\/pdf<\/a> (6. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Gro\u00df-Wien, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Gro\u00df-Wien im Krieg, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien_im_Krieg\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Gro%C3%9F-Wien_im_Krieg<\/a> (30. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>Wien Geschichte Wiki, Novemberpogrom, online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Novemberpogrom\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Novemberpogrom<\/a> (4. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Gesetzestexte<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;Kundmachung des Reichsstatthalters in \u00d6sterreich, wodurch die Verordnung zur Einf\u00fchrung des Vierjahresplanes im Lande \u00d6sterreich vom 19. M\u00e4rz 1938 bekanntgemacht wird&#8220;, in Kraft getreten am 20. M\u00e4rz 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=136\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=glo&amp;datum=1938&amp;page=136<\/a> (26. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gesetz \u00fcber den Aufbau der Verwaltung in der Ostmark (Ostmarkgesetz)&#8220;, in Kraft getreten am 1. Mai 1939, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19390004&amp;seite=00000777&amp;zoom=2\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19390004&amp;seite=00000777&amp;zoom=2<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Verordnung \u00fcber die Durchf\u00fchrung der Reichsarbeitsdienstpflicht f\u00fcr die weibliche Jugend (betrifft nicht Danzig)&#8220;. Vom 4. September 1939, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1939&amp;size=45&amp;page=1924\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1939&amp;size=45&amp;page=1924<\/a> (11. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Verordnung gegen Volkssch\u00e4dlinge. Vom 5. September 1939&#8220;, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1939&amp;page=1910\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1939&amp;page=1910<\/a> (9. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Abkommen zwischen Deutschland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Frankreich und Italien, getroffen in M\u00fcnchen, am 29. September 1938&#8220; (M\u00fcnchner Abkommen), online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=drb&amp;datum=1938&amp;page=867\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=drb&amp;datum=1938&amp;page=867<\/a> (28. Oktober 2019)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gesetz \u00fcber Gebietsver\u00e4nderungen im Land \u00d6sterreich&#8220;, in Kraft getreten am 15. Oktober 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19380004&amp;seite=00001333&amp;zoom=2\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19380004&amp;seite=00001333&amp;zoom=2<\/a> (25. September 2019)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br>Zitate<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre [15. September 1935]: online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1935&amp;page=1288&amp;size=45\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=dra&amp;datum=1935&amp;page=1288&amp;size=45<\/a> (23. September 2019)<\/li><li>Hermann G\u00f6ring [19. M\u00e4rz 1938]: Verordnung zur Einf\u00fchrung des Vierjahresplans im Lande \u00d6sterreich, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19380004&amp;seite=00000262\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?apm=0&amp;aid=dra&amp;datum=19380004&amp;seite=00000262<\/a> (29. September 2019)<\/li><li>Alfred Rosenberg [2. Februar 1941]: J\u00fcrgen <em>Matth\u00e4us<\/em>, Frank <em>Bajohr<\/em> (Hg.), Alfred Rosenberg, Die Tageb\u00fccher von 1934 bis 1944 (Frankfurt am Main 2018), Seite 361.<\/li><li>Adolf Hitler [2. Dezember 1938]: Stephanie <em>Becker<\/em>, Christoph <em>Studt<\/em>, &#8222;Und sie werden nicht mehr frei sein ihr ganzes Leben&#8220;. Funktion und Stellenwert der NSDAP, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verb\u00e4nde im &#8222;Dritten Reich&#8220; (M\u00fcnster 2012), Seite 89, online unter:<br><a href=\"https:\/\/books.google.at\/books?id=LkFhqHi1FTgC&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_atb#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">https:\/\/books.google.at\/books?id=LkFhqHi1FTgC&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_atb#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a> (10. Oktober 2019)<br>und<br>Klaus-Peter <em>Horn<\/em>, J\u00f6rg-W. <em>Link<\/em>, Erziehungsverh\u00e4ltnisse im Nationalsozialismus (Bad Heilbrunn 2011), Seite 8, PDF online unter:<br><a href=\"https:\/\/www.klinkhardt.de\/newsite\/media\/20110518_9783781518131Einl.pdf\">https:\/\/www.klinkhardt.de\/newsite\/media\/20110518_9783781518131Einl.pdf<\/a> (10. Oktober 2019)<\/li><li>Adolf Hitler: Hubert <em>Steinhaus<\/em>, Hitlers P\u00e4dagogische Maximen, Seite 102f., zitiert nach Horst <em>Schreiber<\/em>, Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und S\u00fcdtirol. Opfer. T\u00e4ter, Gegner (Tiroler Studien zu Geschichte und Politik 8, Innsbruck 2008) DOC online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.erinnern.at\/bundeslaender\/tirol\/unterrichtsmaterial\/horst-schreiber-nationalsozialismus-und-faschismus-in-tirol-und-sudtirol-opfer-tater-gegner-innsbruck-2008-tiroler-studien-zu-geschichte-und-politik-8\/quellen-zu-jugend-und-schule-doc\">http:\/\/www.erinnern.at\/bundeslaender\/tirol\/unterrichtsmaterial\/horst-schreiber-nationalsozialismus-und-faschismus-in-tirol-und-sudtirol-opfer-tater-gegner-innsbruck-2008-tiroler-studien-zu-geschichte-und-politik-8\/quellen-zu-jugend-und-schule-doc<\/a> (10. Oktober 2019)<\/li><li>Rudolf Kalmar [1946]: Rudolf Kalmar, Zeit ohne Gnade (Wien 1946), Seite 41.<\/li><li>Leopold Topf: Kindheitserinnerungen an die alte Heimat, In: Friedrich Pollero\u00df, 1938 Davor \u2013 Danach (Horn 1988), Seite 115.<\/li><li>Joseph Goebbels [22. Juli 1942]: Zitiert nach Thomas Keplinger, Oberlandesgericht Wien 1938\u20131945 Wien-Josefstadt, online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.geheimprojekte.at\/info_justiz_landesgericht.html\">http:\/\/www.geheimprojekte.at\/info_justiz_landesgericht.html<\/a> (9. Oktober 2019)<\/li><li>Erwin Gostner [1945, S. 105f.]: Erwin <em>Gostner<\/em>, 1000 Tage im KZ. Ein Erlebnisbericht aus den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen und Gusen (Innsbruck 1945), Seite 105f.<\/li><li>Erwin Gostner [1945, S. 122]: Erwin <em>Gostner<\/em>, 1000 Tage im KZ. Ein Erlebnisbericht aus den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen und Gusen (Innsbruck 1945), Seite 122.<\/li><li>Erwin Gostner [1945, S. 147f.]: Erwin <em>Gostner<\/em>, 1000 Tage im KZ. Ein Erlebnisbericht aus den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen und Gusen (Innsbruck 1945), Seite 147f.<\/li><li>M\u00fcnchner Abkommen [29. September 1938]: Abkommen zwischen Deutschland, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Frankreich und Italien, getroffen in M\u00fcnchen, am 29. September 1938, online unter:<br><a href=\"http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=drb&amp;datum=1938&amp;page=867\">http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=drb&amp;datum=1938&amp;page=867<\/a> (28. Oktober 2019)<\/li><li>Ruth Maier [11. November 1938]: Ruth <em>Maier<\/em>, &#8222;Das Leben k\u00f6nnte gut sein&#8220;. Tageb\u00fccher 1933 bis 1942 (M\u00fcnchen 2008), zitiert nach:<br>Demokratiezentrum Wien, 9. November \u2013 Novemberpogrome 1938, PDF online unter:<br><a href=\"http:\/\/www.demokratiezentrum.org\/fileadmin\/media\/img\/Gedenktage\/GO_7.1_Tagebuch_Maier.pdf\">http:\/\/www.demokratiezentrum.org\/fileadmin\/media\/img\/Gedenktage\/GO_7.1_Tagebuch_Maier.pdf<\/a> (7. Oktober 2019)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline is-style-outline--2\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background\" href=\"http:\/\/www.worteimdunkel.at\/?page_id=453\" style=\"background-color:#134413;color:#ffffff\">Seitenanfang<\/a><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich wird zu Deutschland.Vom &#8222;Anschluss&#8220; bis zum Novemberpogrom Nach dem &#8222;Anschluss&#8220; \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich im M\u00e4rz 1938 wurde das Land sukzessive in die Verwaltungsstruktur Deutschlands \u00fcberf\u00fchrt. Eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen wurde beschlossen, weshalb ich den Zeitraum von M\u00e4rz bis Ende 1938 etwas genauer veranschauliche. 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